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Sometimes it's hard to be perfect...

von Maybeee
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Arthur Morgan Charles Smith Colm O'Driscoll Dutch van der Linde John Marston Sadie Adler
09.01.2019
06.02.2021
98
243.707
14
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Dieses Kapitel
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24.07.2020 1.538
 
"Kann ich kurz mal mit dir reden?" hörte Arthur Annie leise , zaghaft fragen und sah von Ella, welche eben dabei war seine Wunde erneut zu verarzten, auf zu Annie, die mit nervös knetenden Fingern vor seiner Liege stand.

" Klar." antwortete Arthur kurz und blickte schnell wieder zu Ella, die leicht die Augen verdrehend , Annie keines Blickes würdigend, einen neuen Verband um seine Schulter anlegte.

" Allein?" wisperte Annie vorsichtig fragend und warf ebenfalls einen kurzen Blick zu Ella, die ungestört damit beschäftigt war, den Verband fest zu machen und ein Tuch zu falten, um es Arthur zur ruhig Stellung der Schulter, um Hals und Arm zu binden.

Nachdem sie fertig war ,stand sie von Arthurs Liege auf und stöhnte laut.
Dann packte sie die herumliegenden Blutgetränkten Tücher ein, schmiss alle Utensilien die sie nicht mehr benötigte, in die Kiste mit den restlichen Zeug aus dem Arztkoffer und stand auf.

" Bleib auf Abstand klar?
Ich hab keine Lust die Schulter in einer halben Stunde erneut verarzten zu müssen!" sagte sie forsch , warf einen kurzen ,strengen, genervten Blick zu Annie , drückte Arthur 2 Tabletten in die Hand , bevor sie kopfschüttelnd verschwand und die zwei alleine ließ.

Arthur blickte ihr nach, bis sie weit genug entfernt war und sah dann erneut zu Annie hoch.

" Was kann ich für dich tun? " fragte er leise, schmiss sich die Tabletten in den Mund und versuchte, trotz der starken , pochenden Schmerzen, leicht zu lächeln.

Annie blickte neben sich.
Griff nach den Becher Wasser, setze sich langsam neben Arthur auf die Liege und reichte ihm den Becher.

Arthur nahm einen großen Schluck und spülte die schmerzreiz betäubenden weißen Dinger schnell herunter.

"Also?" fragte er, nachdem Annie ,noch immer schweigend, neben ihm saß und sah fragend zu ihr.

Annies Blick war verlegen nach unten gerichtet.
Auf der Unterlippe herumbeißend, starrte sie auf ihre nackten , schmutzigen Füße, die leicht brennend, im weichen Gras ruhten.

" Ich möchte dir danken...." fing sie zögerlich und leise an zu sprechen.

" Dafür das du mir das Leben gerettet hast...."

Arthur sah ,noch immer fragend ,zu ihr und ließ seine Augen über ihre mit Schmutz behaftete Wange , wandern.

" Dafür musst du mir nicht danken." sagte er liebevoll.

Annie blickte nun endlich auf und sah zu ihm.

" Doch das muss ich.
Ich möchte es." sagte sie leise und schluckte, als sie in seine Augen sah.
Als sie spürte wie ein kleiner Schauder in ihr emporkroch ,so nahe neben ihm.

" Warum bist du weg gerannt ?" fragte Arthur und sein liebevoller Blick veränderte sich zu einem besorgten.

Annie wich diesen schnell wieder aus und sah wieder nach unten auf ihre nackten, kalten ,schmutzigen Füße.

" Wo wolltest du hin? " fragte Arthur weiter .

Annie aber reagierte nicht.

Arthur seufzte leise, beugte sich etwas näher an sie heran.

" Du kannst hier bleiben.
Hier bist du in Sicherheit! " sagte er leise,mit beruhigend tiefer Stimme.

" Das geht nicht." nuschelte Annie unsicher , ihren Kopf noch immer gesenkt, nach unten starrend.

" Ich kann nicht...."

Arthur zog die Augenbrauen zusammen.

" Wieso nicht?
Wo willst du sonst hin?
Und erzähl mir jetzt nicht das du vor hattest zu Colm zurück zu gehen! " sagte er empört.

Annie schluckte.
Sah ihn noch immer nicht an.

"Oder liegt es an mir?" fragte Arthur weiter.

Noch immer keine Antwort.

Vorsichtig berührte er Annies Hand ,welche sie krampfhaft um die Kante der Liege geklammert hatte.

Annie zuckte kurz zusammen.
Seine Berührung ließ ihr Herz schneller schlagen.
Seine Hand auf ihrer , hinterließ ein intensives kribbeln auf ihrer Haut.

" Ich sagte dir schon....es tut mir leid.
Alles was ich gesagt...getan habe...."
Er schluckte.
" Ich wollte dir nie weh tun."

Endlich blickt Annie zu ihm.
Erwiderte noch immer nichts.

Arthur sah ihr tief in die Augen.
Drückte fester ihre Hand.

"Annie...wir können es schaffen.
Ich hab eine Weile gebraucht um es zu verstehen...um....um es mir einzugestehen....um darüber nachzudenken....aber wir können es wirklich schaffen...zusammen!" sagte er fest überzeugt und sein erwartungsvoller Blick spiegelte sich in ihren Augen wieder.

Annie schluckte schwer.
Ihr Herz schlug schneller und schneller.

Arthur bemerkte ihren Zweifel an seinen Worten.

"Du hast gesagt du liebst mich oder?
Ich fühle das selbe!" fügte er schnell hinzu um ihre Unsicherheit ... ihre Zweifel zu nehmen.

" Ich kann nicht Arthur.
Es...es geht nicht." wisperte Annie , zog langsam ihre Hand unter seiner weg und senkte erneut den Kopf.

" Ich glaube dir nicht!" sagte Arthur leise, legte seine Hand unter ihr Kinn und hob es sachte nach oben, so das sie gezwungen war ihm erneut in die Augen zu gucken.

" Ich glaube das du das selbe willst." flüsterte er und kam mit seinen Gesicht noch näher an ihres.

Sein warmer Atem streichelte Annies Haut...ihre leicht ,vor Aufregung bebenden Lippen.

" Ich glaube das du mich noch immer liebst.
Und das ganz tief im Inneren spürst............so wie ich." hauchte er verführerisch , legte sachte seine Lippen auf ihre und berührte sie behutsam.

Anders als befürchtet, wich Annie nicht zurück...entzog sich nicht seinen Berührungen...seiner körperlichen Nähe.

Die Augen geschlossen ließ sie diesen Kuss geschehen.
Genoss Arthurs Haut an ihrer....
atmete seinen süßen Duft ein...
War dabei sich wieder ganz und gar seiner sinnesbetörenden Anziehungskraft hinzugeben.
Seiner in Vergessenheit geratenen ,unwiderstehlichen, aufregenden Ausstrahlung, zu verfallen.

Leise seufzend, nahm sie ihre Hand ,fuhr durch sein Haar und erwiderte den Kuss.
Presste ihre Lippen stärker an seine...spürte wie seine Zunge die ihre berührte und zärtlich mit dieser verschmolz.

Sich ihren Gefühlen völlig befreit hingeben wollend, schossen ihr plötzlich Colms Worte durch den Kopf.

"ER WIRD STERBEN!!!!
Jeder von ihnen wird sterben!
Langsam und Qualvoll!
DAFÜR habe ich gesorgt!!!!
DAFÜR habe ich viel Geld bezahlt!!!!
Ich habe im ganzen Land Männer auf ihn angesetzt mein Kind.
Egal wo er auch ist.. was er auch tut...er ist eine wandelnde Zielscheibe.
Wenn du nicht tust was ich sage...wenn du dich nicht an den Deal hältst...es wagst ihn je wiederzusehen....ist dein ach so geliebter Arthur ein toter Mann.
Und DAS liebste Nichte, ist ein VERSPRECHEN!"



Entsetzt riss Annie die Augen auf und löste sich aus diesem intensiven Kuss.

Arthur sah sie perplex an.

" Das darf nicht geschehen Arthur!
Wir dürfen das nicht zulassen!
NIE WIEDER!" sagte sie aufgeregt und schob ihn schnell von sich.

Noch bevor Arthur seine Lippen öffnen und etwas sagen konnte, sprang Annie auf und drehte sich zu ihm.

" Ich muss gehen Arthur.
Ich kann hier nicht bleiben.....
nicht bei dir!" stotterte sie aufgelöst und sah ihn mit nervösen Augen an.

" Was soll das denn jetzt..." stöhnte Arthur und quälte sich ebenfalls auf.

Er trat dicht vor sie und sah sie irritiert an.

" Wenn es wegen der Sache mit deinen Vater ist dann..." sprach er aber wurde unterbrochen.

"NEIN! " schrie Annie laut.

"Das ist es nicht..." sprach sie leiser, mit zitternder Stimme weiter.

Arthur kam ihr noch näher.

"Was ist es dann?
Warum zur Hölle kannst du es nicht einfach zulassen!???" sagte er lauter , zorniger.
" Warum gibst du uns nicht noch eine Chance?"


"WEIL DU DANN STIRBST ARTHUR!" schrie Annie ihn voller Kraft entgegen und Tränen flossen aus ihren Augen.

Ihre Worte hallten durch das ganze Camp.
Sofort waren die Augen aller auf sie und Arthur gerichtet.

Arthur griff schnell nach Annies Hand ,zog sie wieder näher an sich.

" Geht es hier wirklich nur darum Annie?
Um diesen dämlichen Deal mit Colm?" fragte Arthur , mit herausfordernden Blick in ihre Augen.

Er zog sie an seinen Oberkörper.

"Der Deal ist längst geplatzt Annie!
Ich habe deinen Verlobten getötet..du bist hier...bei mir.
Und .....ICH LEBE NOCH !" schrie er ihr die letzten Worte entgegen.

"JA...NOCH!" schrie Annie zurück und riss sich von ihm los.

"Ich gehe..." sagte sie leise ,drehte sich um und wollte gehen als Arthur erneut ihre Hand ergriff.
"Gut.
Wenn du es so wünscht!
Ich werde gehen!
Aber nur unter einer Bedingung!"

Annie drehte sich zurück zu ihm und sah ihn verwirrt an.

" Du versprichst mir hier zu bleiben!
Und denk nicht mal daran auch nur in die Nähe dieses Drecksschweins zu kommen!
Colm denkt er sei schlau und hätte gewonnen...aber da hat er sich geschnitten. " zischte Arthur wütend.

"Arthur...." krächzte Annie und schüttelte den Kopf.

"Tu das nicht..." ächzte sie leise, ängstlich.

Arthur ließ ihre Hand los und sah sich kurz um.

Die fragenden, neugierigen Blicke der anderen registrierend.

" Entweder ER oder ICH Annie....!
Du musst dich entscheiden!" sagte er leise ohne Annie eines weiteren Blickes zu würdigen , ging rüber zu den Grays , bat sie darum auf Annie acht zu geben, warf einen kurzen Blick zu ihr ,noch immer an der selben Stelle stehend, stieg auf sein Pferd und ritt los.

"Das hab ich doch längst...." flüsterte Annie leise , ihn hinterher sehend und wischte sich eine Träne von der Wange.
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