Es gibt kein zurück

von Dacolea
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16
09.01.2019
16.01.2019
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Ein erstaunliches Telefonat


"Was?!", entfuhr es mir schockiert und ich ließ mein Telefon fallen. Der Schock saß tief in meinen Knochen und ich begann zu zittern. Ich wusste nicht ob ich weinen oder glücklich sein sollte. Ob ich Trauer oder Erleichterung spüren sollte? Es überforderte mich diese Nachricht zu bekommen. Ich war mir nichtmal sicher ob es nicht dich nur ein Traum war...meine Mutter hatte sich in der Anstalt...das Leben genommen...und in einem Brief sich für alles entschuldigt was sie getan hatte.

Das konnte nicht wahr sein. Niemals...

"Hello? Ms. Watanabe? Are you still there?", riss mich die Stimme am Telefon aus meiner Starre und ließ mich hastig nach dem Handy greifen, "Thanks for the call. Now that I know what happened, should I known something in particular about that letter?", fragte ich und spürte wie sich in mir ein Schalter umlegte, ich begann in dem Moment nur noch zu funktionieren.
"She wrote that she was sorry for her sins and that she couldn't be the mother she had meant to be. Her words were so sorrowful. She may have found her own way to make peace with all she had done", "Sure she will", "We will send you that letter when everything is ready for the funeral. Can we count on your appearance?", "No. Make sure that her ahs will scatter into the for winds. I will never hear one word about her. Have I made myself clear?", "Of course Ms. Watanabe", "Good. You will get the payment in a few days...good by"

So legte ich auf und spürte wie es mich kalt erfasste. Schatten krochen aus den Ecken meiner Wohnung und legten sich mit mörderischer Kälte um mich. Die Einsamkeit brach über mich ein und mein Herz spürte nichts mehr...selbst diese verhasste Frau könnte keine emotionale Reaktion in mir auslösen...keine die sie nicht schon zu Lebzeiten auslösen konnte. Keine Trauer. Kein Mitgefühl. Kein Leid. Da war nichts. Nur der Schock, dass es wirklich geschehen ist. Sie würde in der Hölle schmoren für ihre Taten...doch stellte mich das nicht zufrieden. Sie könnte niemals mehr jemandem Weh tun...warum freute es mich nicht? Zwischen uns gab es keine emotionale Bindung zu dieser Frau. Sie war meine biologische Mutter...doch führte sie sich niemals wie eine auf. Sie war....einfach böse und verdorben.


Es musste viel Zeit vergangen sein, bevor ich es schaffte meine Wohnung zu verlassen. Die Sonne ging bereits wieder auf und ich suchte meinen Weg zum Grab meiner Familie...auch wenn es falsch war. Meine Mutter gehörte niemals zu uns. Sie war Engländer und verdiente es nicht...Ich sorgte mich um das Grab und ich sorgte für meine Familie...keiner würde wissen, dass sie nicht bei Vater lag...Ich würde behaupten sie wollte in ihrer Heimat begraben werden. So würde ich es aussehen lassen...

Mein Herz wurde immer schwerer mit jedem Schritt der mich näher an das Grab führte. Ich konnte das Gefühl in meiner Brust nicht definieren. Es war wie eine klaffende Wunde...leer...und auch der Besuch vom Grab würde das nicht ändern können. Doch suchte ich halt im Kreis meiner Liebsten. Auch wenn ich sie mir nur einbildete...Sie waren da und hörten mir zu.
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