Wahre Liebe findet immer ihren Weg

GeschichteAllgemein / P18 Slash
Boris Saalfeld Christoph Saalfeld Tobias Ehrlinger / Saalfeld
09.01.2019
19.02.2019
22
22145
12
Alle Kapitel
158 Reviews
Dieses Kapitel
9 Reviews
 
 
Shoppingtour

Eileen lebte nun schon seit ein paar Wochen bei Boris und Tobias. Nach ein paar anfänglichen Schwierigkeiten lief es inzwischen sehr gut mit Ihnen. Auch in der Schule hatte sich Eileen ganz gut eingewöhnt und schon eine beste Freundin ,Steffi, gefunden. Eileen war eine ausgezeichnete Schülerin und die beiden Papas waren stolz wie Bolle, wenn sie mal wieder eine gute Note nach Hause brachte, und das war oft der Fall.
„ Boris“, sagte Tobias an einem Sonntagmorgen, als sie noch gemütlich in ihrem Bett lagen, „Du weißt doch, dass Eileen nächste Woche Geburtstag hat“. „Klar, wie könnte ich den 13. Geburtstag unserer Tochter vergessen“, lachte Boris, „aber wieso fragst Du?“ „Da müssen wir doch überlegen, wie wir den feiern wollen, oder was meinst Du?“ „In erster Linie muss es doch Eileen entscheiden“, entgegnete Boris, „es ist ja ein Samstag, da sind wir alle Drei zu Hause“. „Vor allem muss es ein unvergesslicher Tag für unseren Sonnenschein werden, es ist ja schließlich der erste Geburtstag, den sie bei uns feiert“, sagte Tobi. „Okay, wir fragen sie nachher, wenn sie aufgewacht ist“. „Aber da sie genauso ein Murmeltier ist wie Du mein Schatz, dauert das bestimmt noch ein bisschen“, grinste Tobias. „Okay, dann könnten wir die Zeit doch noch etwas nutzen, oder meinst Du nicht?“ lachte Boris seinen Liebsten an und malte mit dem Finger zärtliche Kringel auf seinen Bauch. „Und wie ich das meine, aber hast Du auch die Schlafzimmertür abgeschlossen?“ „Klar, aber Du weißt doch, dass Eileen sehr diskret ist und nie einfach so herein platzen würde“. „Na, dann komm mal her, mein kleiner Schmusebär“, sagte Tobias und nahm Boris in seine Arme. Seit Eileen bei ihnen wohnte, hatten sie es sich angewöhnt, beim Liebesspiel etwas leiser zu sein. Zu ihrer Überraschung hatte das sogar einen besonderen Reiz, der ihnen beiden ausnehmend gut gefiel. Und da waren ja auch noch die Gelegenheiten, wenn Eileen in der Schule oder bei ihrer Freundin Steffi war.
Eine Stunde später war Boris gerade dabei, in der Küche das Frühstück zu bereiten, als Eileen aus ihrem Zimmer gefahren kam. „Morgen Boris“, brummelte sie noch ganz verschlafen. „Guten Morgen mein kleines Murmeltier“, lachte Boris, „Frühstück ist gleich fertig. Rufst Du mal den Tobi, der liegt nämlich noch faul im Bett“. Eileen fuhr mit ihrem Rollstuhl bis zur Schlafzimmertür und rief laut:“He, Du Schlafmütze, raus aus den Federn!“ „Bin ja schon da“, brummelte dieser und
schlurfte ins Bad. „Du Eileen“, sagte Tobi als sie alle drei am Frühstückstisch saßen, „Du hast doch nächsten Samstag Geburtstag. Wir wollten mal fragen, ob Du einen besonderen Wunsch hast, wie Du diesen Tag feiern möchtest“. „Mh, da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht“, erwiderte die Kleine, „aber auf jeden Fall mit Euch beiden und vielleicht noch mit meiner Freundin Steffi“.
„Gut, und was wünschst Du Dir als Geburtstagsgeschenk?“ „Ihr beide seid doch mein schönstes Geburtstagsgeschenk“, lächelte Eileen, „ aber gegen ein paar schicke neue Klamotten hätte ich auch nichts einzuwenden“. „Okay mein Schatz, dann werden wir am Samstagmorgen mal die Boutiquen in Rosenheim unsicher machen“, sagte Boris. „Da müsst ihr aber allein gehen, denn wie ich Eileen kenne, wird das eine sehr zeitintensive Sache und das hält mein Bein nicht aus“, Tobi versuchte traurig auszusehen, aber man sah ihm an, dass er auf eine ausgedehnte Shoppingtour gar keine Lust hatte. „Und was machen wir dann anschließend?“ fragte er, „ es soll doch ein wunderschöner Tag für Dich werden mein Kind“. „Ein Nachmittag mit Euch beiden und Steffi, mit Kakao und Kuchen und vielen Spielen, das wäre für mich ein wunderbarer Geburtstag“. „Okay, wenn wir Dich so einfach glücklich machen können, Dein Wunsch ist uns Befehl“, lächelte Boris und Tobias stimmte ihm zu. „Ich habe noch einen ganz besonderen Wunsch, aber den erfahrt ihr erst am Samstag“, sagte Eileen geheimnisvoll. „Na, da sind wir ja mal gespannt“.
Am Geburtstagsmorgen gingen Boris und Tobias mit einem Kuchen, auf dem 13 Kerzen brannten, in Eileens Zimmer. „Als sie laut und etwas schräg „Happy Birthday“ anstimmten, wurde Eileen wach. Sie schaute ihre beiden Papas ganz gerührt an und blies dann die Kerzen aus. „Vielen Dank Ihr Beiden, aber bitte das nächste Mal nicht so laut singen und wenn es geht, etwas weniger schief“. Die beiden Männer mussten sehr lachen, aber sie nahmen es der Kleinen überhaupt nicht krumm. Als sie später am Frühstückstisch saßen, fragte Boris:„Sagst Du uns nun Deinen besonderen Wunsch?“ „Okay, ich habe Euch doch schon einmal gefragt, wie ich Euch anreden soll wenn das mit der Pflegschaft geklappt hat und Du Boris hast mich auf später vertröstet. Aber ich finde, jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Also, ich habe mir da was überlegt. Papa kann ich Euch nicht
nennen, denn so habe ich meinen richtigen Vater genannt, und es käme mir wie ein Verrat an ihm vor. Aber was haltet ihr davon, wenn ich Dich, Boris, mit Paps und Dich, Tobi, mit Daddy anreden würde“. Die beiden Männer sahen sich an und Tränen der Rührung stiegen in ihre Augen.
„Wir beide haben zwar heute nicht Geburtstag“, sagte Boris und musste schlucken, denn er hatte einen großen Kloß im Hals „aber damit hast Du uns das schönste Geschenk gemacht“. Boris und Tobias nahmen Eileen in den Arm und drückten sie ganz fest.
„So Paps, jetzt müssen wir uns aber beeilen, wir wollten doch die Boutiquen in Rosenheim unsicher machen“. Vier Stunden später kamen Boris und Eileen vollgepackt mit Tüten aus diversen Läden wieder zurück. Eileen strahlte wie ein Honigkuchenpferd, aber Boris machte einen sehr erschöpften Eindruck. „Na mein Schatz“, fragte Tobi gespielt mitleidig, „wie war Eure Shoppingtour?“ „Sei bloß ruhig“, knurrte Boris, „das nächste Mal schicke ich Dich mit unserer Tochter zum Einkaufen. Und unterlasse bitte Dein scheinheiliges Grinsen“.
Später kam Eileens Freundin Steffi zur Geburtstagsfeier. Sie verbrachten einen lustigen Nachmittag mit Spielen und einer großen Kuchenschlacht und alle Vier amüsierten sich prächtig.
Als Steffi gegangen war, schlang Eileen die Arme um die beiden Männer, die neben ihr saßen. „Also Paps und Daddy, das war eine sehr schöne Geburtstagsfeier. Danke, Danke, Danke“.
Als sie später zusammen im Bett lagen, legte Tobi seinen Kopf auf die Brust von Boris und sagte leise:“Jetzt sind wir wirklich eine richtige Familie, so wie ich es mir immer gewünscht habe“. „Ja mein Schatz“, erwiderte dieser und kraulte sanft Tobis braunen Haarschopf, „wir sind endlich angekommen“.
Review schreiben