Wahre Liebe findet immer ihren Weg

GeschichteAllgemein / P18 Slash
Boris Saalfeld Christoph Saalfeld Tobias Ehrlinger / Saalfeld
09.01.2019
19.02.2019
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Schalldichte Schlafzimmertür

Nach dem Gespräch mit Eileen gingen die Drei in das Büro von Frau Martin. „Nanu, was führt Euch denn zu mir?“ fragte diese erstaunt.
„Frau Martin, wir haben eine großes Anliegen an Sie “, sagte Tobias etwas zögernd und wusste nicht genau, wie er fortfahren sollte. „Wenn ich mir Eileens strahlendes Gesicht so anschaue, kann ich mir schon denken um was es geht“, schmunzelte die Direktorin. „Ja Frau Martin, Tobias und ich möchten die Pflegschaft für Eileen übernehmen und wir hoffen, dass Sie uns dabei unterstützen“, sagte Boris. „Von mir bekommen Sie jede Unterstützung die sie brauchen, ich weiß genau, dass die Kleine bei Ihnen sehr gut aufgehoben ist. Aber meine Herren, Ihnen muss aber auch klar sein, dass da einiges auf Sie zukommt“. „Ja, das ist uns auch klar“, bemerkte Tobias, „aber das werden wir bestimmt schaffen. Sie glauben gar nicht, was wir schon für Schwierigkeiten bewältigt haben, da kriegen wir das garantiert auch hin“. „Gut, ich werde am Montag gleich mal mit Frau Schneider vom Jugendamt reden, die für Eileen zuständig ist. Sie hat die Vormundschaft für das Kind. Und Sie können sich darauf verlassen, dass Sie in mir einen großen Fürsprecher haben werden. Ich melde mich dann bei Ihnen, sobald ich Näheres weiß“. Als sie wieder draußen vor der Tür standen, fragte Eileen: „Was machen wir denn jetzt noch? Was haltet Ihr davon, wenn wir gemeinsam ins das Eiscafe gehen und eine große Portion Eis mit Schlagsahne verdrücken würden?“ „Also, ich hätte nichts dagegen“, schmunzelte Tobias. „Warum wundert mich das nicht?“ lachte Boris, „aber na gut, auf ins Eiscafe“. Dort angekommen, bestellten sich Eileen und Tobi jeder einen großen Eisbecher, Tobi natürlich Himbeereis, während Boris einen Capuccino trank. „Sagt mal Ihr Beiden,“ fing Eileen plötzlich an „wenn ich dann Eure Pflegetochter bin, wie soll ich Euch dann nennen? Papi, Daddy, Paps, Vati oder wie?“ Tobias musste so lachen, dass er sich an seinem Eis verschluckte. Boris klopfte ihm fest auf den Rücken bis er wieder Luft bekam. „Also Eileen“, sagte Boris, „vorerst lassen wir es erstmal bei den Vornamen, alles andere können wir uns dann überlegen, wenn es soweit ist, okay?“ Nachdem sie Eileen zu deren großem Bedauern wieder im Haus Sonnwald abgeliefert hatten, fragte Tobi seinen Schatz, „na, was machen wir denn nun mit dem Rest des Tages?“ „Ach mein Lieber, da hätte ich schon genug Ideen“, erwiderte Boris und schaute Tobi verliebt an. „Ich glaube, ich kenne Deine Ideen sehr genau, und sie stimmen auch mit meinen überein, möchte ich wetten“. Sie konnten es kaum abwarten, in die Wohnung zu kommen. Schon im Flur fingen sie an sich die Kleider gegenseitig auszuziehen, und als sie ins Schlafzimmer kamen, war kein Zentimeter Stoff mehr zwischen Ihnen. Boris half seinem Freund ins Bett und dann liebten sie sich lange und voller Leidenschaft, bis sie erschöpft und zufrieden einschliefen.
Als sie wach wurden, nahm Boris Tobias in den Arm, küsste ihn zärtlich und sagte dann lächelnd: „Also, wenn Eileen dann bei uns ist, müssen wir uns aber was einfallen lassen. Ich glaube, dann brauchen wir eine schalldichte Schlafzimmertür“. Tobias musste sehr lachen und konnte sich fast nicht beruhigen. „Das ist mein voller Ernst“ meinte Boris etwas eingeschnappt. „Ja, mein kleiner vernünftiger Schmusebär“, grinste Tobi, „ wenn Du willst, dann bauen wir eben eine schalldichte Tür ein. Es würde aber bestimmt auch reichen, wenn wir etwas leiser bei unseren Liebesspielen wären“. „Mh, aber ich glaube, das wird mir sehr schwerfallen, aber der Kleinen zuliebe wird uns wohl nichts anderes übrigbleiben“. „Du Boris“, Tobi schaute seinem Schatz ganz verliebt in die schönen bernsteinfarbenen Augen, „im Moment brauchen wir uns aber doch noch nicht zusammenzureißen, bzw. leise zu sein, oder?“ „Nein mein Liebling, jetzt noch nicht. Dann also auf zur zweiten Runde!“
Sehr viel später beschlossen sie, etwas essen zu gehen. Nachdem sie noch gemeinsam unter die Dusche gehüpft waren und dort eine ganze Weile herumgeknutscht hatten, fuhren sie zu einem kleinen italienischen Restaurant, in dem sie schon ein paarmal waren und wo es ihnen sehr gut gefiel. Sie setzten sich in eine kleine Nische, von wo aus sie das ganze Lokal überblicken konnten. „Hier werden wir bestimmt auch öfters mit Eileen essen gehen“, sagte Tobias, „ich weiß, dass sie sehr gern Spaghetti Bolognese isst“. „Na, dann passt sie auf jeden Fall ganz perfekt zu uns beiden“, grinste Boris, „Deine Tobi Nudeln sind ja weltberühmt“. „He, Du Spinner“, lachte Tobias und boxte seinem Freund leicht an den Oberarm, „aber mit Nudeln kann man Eileen wirklich glücklich machen“.
„Ach Tobi“, seufzte Boris, „hoffentlich geht mit der Pflegschaft alles gut. Ich glaube, ich würde das nicht packen, wenn uns das Jugendamt ablehnen würde“. „Mach Dich nicht verrückt, Schatz“.
Tobias nahm zärtlich Boris Hände in seine und streichelte sie liebevoll, „ ich habe ein gutes Gefühl. Und was sollten sie auch gegen uns haben. Wir haben eine eigene Wohnung, ein geregeltes Einkommen und wir haben uns noch nie was zuschulden kommen lassen. Und was das Wichtigste ist, wir sehen beide unverschämt gut aus“. Boris musste über die letzte Bemerkung so lachen, dass einige Gäste zu ihnen herüberschauten. Tobi, dieser fröhliche Kindskopf, heiterte ihn doch immer wieder auf. „Na, dann kann ja nichts mehr schiefgehen. So, und nun wollen wir mal sehen, ob wir die dritte Runde auch noch schaffen“.
Am nächsten Montag rief Frau Martin an und bestellte sie zu einem Treffen mit Frau Schneider vom Jugendamt ins Haus Sonnwald.
Jetzt wurde es ernst.
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