Attracted to her (Miku x Luka)

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Kaito Len Kagamine Luka Megurine Meiko Miku Hatsune Rin Kagamine
08.01.2019
22.09.2019
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Es war kurz nach Mitternacht, als Luka den Wagen vor einem großen Apartmentblock im Viertel 5-Chome, unweit der Izumi High School, die Miku selbst besuchte, zum stehen brachte.
Luka stellte den Motor ab und stieg aus, um Miku’s Tasche aus dem Kofferraum zu holen und sie ihr zu überreichen.

       „Danke Luka.“

Bedankte sich Miku, nachdem Luka ihr ihre Tasche freundlicherweise übergeben hatte. Die beiden jungen Frauen standen sich einen Moment lang schweigend gegenüber, wobei Luka, die Miku um einen halben Kopf überragte, sie mit einem Blick anlächelte, als ob Miku irgendetwas verpasst hätte.
In Miku bereitete sich erneut diese Unsicherheit aus. Sie sah Luka ratlos an und war gerade im Begriff Sie zu fragen, warum Luka sie so ansehe, doch da ergriff die ältere der beiden schon das Wort und die Frage in Miku’s Gedanken wurde sogleich beantwortet.

       „Happy Birthday, Miku…!“

Sagte Luka, mit einer Sanftheit in der Stimme, die bei Miku, aus ihr unerfindlichen Gründen, eine Gänsehaut verursachte.

       „Was…wie…hä? Oh, Du hast daran…“

Stammelte Miku, wurde jedoch jäh von Luka unterbrochen.

       „Es ist nach Mitternacht, Miku. Wir haben jetzt mittlerweile den 31. August! Du hast heute Geburtstag, Dummerchen.“

Miku, die völlig verwundert war, dass Luka an ihren Geburtstag gedacht hatte, wusste gar nicht so recht was sie sagen, geschweige denn reagieren sollte, da trat Luka auch schon ganz nah an sie heran und umarmte sie.

       „Ich wünsch‘ Dir alles Gute, Kleine“

Sagte Luka fast flüsternd, während sie ihre kleine Freundin herzlich drückte und ihr über den Rücken strich. Als sich ihre Wangen berührten, verspürte Miku eine Wärme, die sich unerklärlicherweise in ihrem Bauch auszubreiten schien. Luka hingegen durchflutete eine Woge der Erregung, als sich ihr Busen an den von Miku presste. Sie spürte, wie sich ihre Knospen verhärteten und ihr das Blut in den Kopf schoss, was sie höchstwahrscheinlich sichtlich erröten lies.
Nur zu gern wäre Luka in dieser Umarmung verharrt und mit ihren Lippen zärtlich an Miku’s Hals entlang geglitten, doch sie widerstand der Versuchung –nicht zuletzt, da sie sich nicht sicher sein konnte, wie Miku darauf reagieren würde, ob sie sie, im schlimmsten Fall, nicht sogar in Empörung zurückweisen würde.
Die beiden lösten sich aus ihrer Umarmung und Miku strich sich verlegen durchs Haar. Zu Luka’s Überraschung sah sie, dass auch Miku’s Wangen leicht glühten.

       „Und…? Schmeißt Du eine Party, oder was hast Du sonst so geplant? Einen schönen Tag mit Deinem Freund vielleicht?“

Fragte Luka scheinheilig, denn sie wusste, dass Miku, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, Single war. Denn sie hatte nie etwas dergleichen erwähnt. Und kaum hatte Luka diesen Gedanken zu Ende gedacht, da intervenierte Miku auch schon.

       „Ich…Ich, äh habe gar keinen Freund. Ich wollte auch nicht groß feiern oder so. Ich denke ich werde mir vielleicht bloß ‘ne Pizza bestellen
       und mir ‘nen Film ansehen.“

Luka witterte eine Chance, etwas Zeit mit ihrer Kollegin privat, abseits von Tonstudios, Bandproben und Gesangsstunden zu verbringen und fragte Miku frei heraus:

       „Hast Du vielleicht Lust, dass wir was zusammen unternehmen an Deinem Geburtstag…?“

       „Du…mit mir…??? Ja. Ja klar! Das wäre echt toll. Ich würd‘ mich riesig freuen, wenn wir mal was zusammen unternehmen würden, einen  
       richtigen Mädelsabend halt! Ich frag‘ noch Rin und Meiko, ob sie auch mitkommen…“

       „Alsooo…“ Begann Luka zögerlich „Rin ist mit 14 wohl noch ein bisschen Jung für’s Tokioter Nachtleben und es wäre schon ein wenig  
       unfair, wenn wir dann nur Meiko mitnehmen würden, findest Du nicht?“

       „Uh, ja…da hast Du wohl Recht…na dann gehen wir halt nur zu zweit aus, okay?“

Erwiderte Miku mit ungebremster Freude, nicht wissend, dass Luka ziemlich erleichtert darüber war, dass sie gerade noch mal abwenden konnte, dass die beiden anderen weiblichen Mitglieder ihres Ensembles mitkommen. Nicht, dass sie etwas gegen Rin oder Meiko hätte, doch die Aussicht auf einen Abend nur mit Miku allein, war doch zu verlockend für Luka und verleitete sie zu diesem Einwurf, der zwar durchaus logisch war, aber nicht ganz uneigennützig von ihr getätigt wurde.
 
Miku indes, gefiel der Gedanke sichtlich, mit der 20jährigen Luka um die Häuser zu ziehen. Da sie Luka immer als ihre coole, reife, größere Schwester ansah, erhoffte sie sich einen spaßigen Abend –nicht zuletzt, weil sie in Luka’s Begleitung bestimmt in die Clubs hereinkommen würde, in die sie auch jetzt mit 17 wohl nicht hinein gelassen würde.
Und Luka ihrerseits war überrascht und natürlich auch froh, dass es für Miku offensichtlich eine willkommene Abwechslung wäre, wenn sie etwas mit ihr unternehmen würde.

       „Also Miku…ich rufe Dich dann morgen so gegen Mittag an?“

       „Ja…ja okay! Ich freu mich schon!“

    „Gut, dann bis morgen…schlaf gut.“

Verabschiedete sich Luka, stieg wieder in ihr Auto, startete den Motor und drehte das Fahrzeug. Als sie an Miku vorbei fuhr, grüßte Luka ihr noch einmal mit einem lässigen Salut, zwinkernd zu.
Miku stand, ihre Sporttasche immer noch haltend, auf dem Vorplatz des Apartmentblocks in dem sie wohnte. Sie hob die Hand und winkte dem Auto zaghaft hinterher, nicht sicher, ob Luka sie im Rückspiegel überhaupt noch beobachtete. Nachdem Lukas Auto von dem Hof abbog, um sich wieder in den Verkehr zu einzufädeln, schaute Miku ihm noch einen Augenblick hinterher, bevor sie sich umdrehte und sich aufmachte, das Wohngebäude zu betreten.

Auf ihrer Weiterfahrt nach Hino, einer Stadt ca. 40km westlich Kilometer von Tokio, wo Luka wohnte, gingen ihr alle möglichen Gedanken durch den Kopf.
-Wie hatte Miku die Umarmung empfunden…war sie zu lang…zu innig?
-War sie doch zu forsch vorgegangen?
-Was wollen sie morgen überhaupt alles unternehmen?
-Was sollte sie anziehen?
Und vor allem: Wie kann sie Miku eröffnen, dass sie sich insgeheim zu ihr hingezogen fühlt –wird sie es überhaupt über sich bringen ihr das zu gestehen?

Als Luka die Schwelle zu ihrer Wohnung übertrat, ließ sie ihre Schlüssel achtlos in die Schale auf dem kleinen Sideboard neben der Tür fallen. Streifte sich ihren Rock ab und begab sich in die Küche um sich vor dem Schlafengehen noch einen Tee aufzubrühen. Nachdem der Wasserkocher piepte und ihr damit signalisierte, dass das Wasser nun aufgekocht hatte, goss sich Luka einen Becher Passionsblumen-Tee zur Beruhigung auf.
Die pink-haarige schaute gedankenverloren aus dem Fenster und wärmte ihre Hände an dem Becher. Wäre es jetzt Tag, wäre ihr Blick frei auf den Tamakyuryo Natural Park, in dem sie 3 mal wöchentlich laufen geht, um sich fit und  in Form zu halten, aber stattdessen sah sie schemenhaft dunkle Flächen und vereinzelt Straßenlaternen, doch vor allem ihr eigenes Spiegelbild in der regennassen Scheibe, das ratlos zurück schaute.
Nachdem sie ihren Tee halb ausgetrunken hatte, stellte sie den halbvollen Becher in die Spüle und begab sich ins Schlafzimmer. Luka legte sich auf das Futon und bettete sich zur Nachtruhe. Das letzte, an das sie dachte, bevor sie einschlief, waren die wunderschönen, blauen Augen eines gewissen, türkis-haarigen Mädchens.

Ein sanftes Klingen ertönte, Miku schaute auf und blickte auf die Digitalanzeige um sich zu vergewissern, dass der Fahrstuhl auch auf der richtigen Etage halt gemacht hatte. Sie verließ die Aufzugkabine und ging den Flur entlang zu ihrem Apartment. Nachdem sie ihre Wohnung betreten hatte und die Tür hinter ihr ins Schloss gefallen war, ließ sie ihre Tasche fallen und atmete seufzend aus. Sie war zu müde um sich noch um irgendetwas zu kümmern. Sie schlüpfte aus ihren Stiefeletten, kickte sie achtlos an die Seite, streifte sich ihre Sachen ab und zog sich bloß noch ein Nachthemd über, bevor sie sich auf ihr Bett fallen ließ.
Miku lag schon im Halbschlaf doch auf der Schwelle zum Schlaf, wurde sie aus ihrem Dämmerzustand wieder herausgerissen. Auf einmal lag sie hellwach in ihrem Bett und starrte an die Decke. Warum musste Sie auf einmal an Luka denken und wieso klopfte ihr Herz auf einmal so?
Irgendetwas nagte in der hintersten Ecke ihres Unterbewusstseins an ihr, sie wusste nicht was, aber sie hatte das Gefühl, dass ihr irgendwas entgangen war…irgendetwas wichtiges.
Sie tat den Gedanken schnell ab und schrieb ihre Aufregung auf das abrupte Unterbrechen ihres Einschlafprozesses zu, wie sie es schon öfter erlebt hatte, wenn ihr Körper nach Ruhe verlangte doch ihr Geist noch zu aufgedreht war um friedlich einzuschlafen.
Der warme Sommerregen erstarkte wieder und das leise, monotone Trommeln der Tropfen gegen das Fenster half Miku dabei wenig später dann doch noch leicht schnarchend einzuschlafen…
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