Attracted to her (Miku x Luka)

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Kaito Len Kagamine Luka Megurine Meiko Miku Hatsune Rin Kagamine
08.01.2019
02.05.2019
8
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Miku wohnte im Setagaya Bezirk auf der anderen Seite des Hafens, einem der besseren und gleichzeitig am dichtesten besiedelten Bezirke Tokios. Sie blickte aus dem Fenster in die Nacht. Die durch die regennasse Seitenscheibe nur verschwommen wahrnehmbaren Lichter Tokios rauschten vorbei und Miku konnte, auch ohne auf den Tacho zu schauen, sagen, dass Luka etwas schneller fuhr als erlaubt. Doch etwas anderes störte Miku –sie konnte es nicht genau benennen, aber etwas bereitete ihr ein unbestimmtes Unbehagen.

Als Luka von der NR14, dem Chiba Highway auf die Keiyo Road wechselte und ein vorbeifahrender Lieferwagen hupte, war das wie ein Weckruf für Miku, der sie aus ihrer Trance riss.
Jetzt wusste sie, was sie seit Beginn der Fahrt vor einigen Minuten so störte. Es war ihr viel zu still im Auto. Es irritierte Sie, dass Luka das Radio nicht eingeschaltet hatte, was Miku sehr ungewöhnlich erschien, denn immerhin war Luka früher Lehrerin für Musik in  einer Mittelschule in Hino, einer Stadt am Rande der Präfektur Tokio.
Gerüchte besagten, dass es mit Luka’s Selbstvertrauen nicht zum Besten stand. Luka war stets sehr freundlich und behielt in jeder Situation die Ruhe. Alles in allem schien sie ein äußert gutmütiges Wesen zu besitzen. Miku bewunderte Luka sehr und sah sie irgendwie als eine Art große Schwester. Seit die 20jährige vor 2 Jahren in ihren Beruf als Musiklehrerin pausierte zu dem Ensemble um Miku dazu stieß, gab sie sich immer sehr reif und erwachsen.
Doch angeblich soll sie von sich selber denken, sie könne nicht so gut singen, wie die anderen, was Miku überhaupt nicht verstehen konnte, denn ihrer Meinung nach konnte Luka mindestens genauso gut singen wie sie und sie wusste, dass sie Musik genauso sehr liebte wie sie. Miku mochte Luka’s Stimme wirklich sehr und liebte es außerdem mit ihr im Duett zu singen, wie in Ai dee oder like/dislike.
Sie hatte Luka nie darauf angesprochen, ob dieses Gerücht über ihre Unsicherheit denn stimme, um ihre ältere Freundin und Kollegin nicht in Verlegenheit zu bringen, aber je mehr sie darüber nachdachte, desto wahrscheinlicher erschien es Miku, dass doch etwas dran sein könnte.
-vielleicht war Luka deswegen immer so reserviert und zurückhaltend?
-hatte sie extra so ein betont sexy Bühnenoutfit gewählt, um so von ihrer Unsicherheit abzulenken?
-sie weiß doch, dass sie ebenfalls Millionen Fans hat, die sie verehren…oder?
Diese und weitere Fragen spukten Miku im Kopf herum.
Wahrscheinlich ist es doch nur ein unbedeutendes Gerücht, dachte sie weiter und kam sich im gleichen Moment idiotisch vor, an solche Fragen überhaupt gedacht zu haben, denn Luka, soviel konnte Miku auf jeden Fall sagen, gab trotzdem immer ihr Bestes.
Während ihrer Überlegungen hatte Miku langsam, ohne es bewusst wahrzunehmen, ihren Blick von der nächtlichen Stadt, die jenseits der Fensterscheibe vorbeiraste, abgewandt und musterte Luka nun von der Seite, als könne sie durch eine genaue Beobachtung abschätzen, was denn nun wirklich über die Persönlichkeit der 4 Jahre älteren Frau zuträfe.
Luka, der nicht verborgen blieb, dass das türkis-haarige Mädchen neben ihr sie nun nachdenklich ansah, blickte Miku kurz an, bevor sie ihre Aufmerksamkeit auf den Verkehr richtete.

     „Ist irgendwas? Du siehst mich an, als hättest Du einen Geist gesehen“

Schmunzelte sie.
Miku, fühlte sich ertappt und realisierte erst jetzt, dass sie Luka anstarrte. Verschämt blickte sie nach unten und errötete leicht.
Luka lächelte amüsiert, als sie Miku’s Reaktion aus dem Augenwinkel wahr nahm.

     „Tut mir leid, ich wollte Dich nicht anstarren…Du hattest mich nur gerade an wen erinnert.“

Flunkerte Miku und bekam im selben Augenblick Panik ob ihrer unbedachten Aussage, da sie nicht wusste, was sie sagen sollte, wenn Luka jetzt nachhaken sollte und sie nun früge an WEN sie Miku denn erinnere.
Doch Luka ersparte ihr diese Peinlichkeit und verfolgte den Gesprächsfaden nicht weiter, stattdessen kommentierte sie Miku’s Aussage mit einem knappen „Aha“
Miku war sich nicht ganz sicher, ob Luka ihr diese kleine Notlüge abgenommen hatte, denn wie so oft konnte sie Luka‘s Reaktion nicht deuten. Miku fand, dass sie irgendetwas Geheimnisvolles umgab und die Tatsache, dass Luka nun so hintergründig lächelte verunsicherte Miku noch weiter. Schnell versuchte sie das unangenehme Schweigen zu brechen und das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken.

     „Sag mal hast Du eigentlich vor irgendwann wieder als Lehrerin zu arbeiten?“

     „Irgendwann…vielleicht, ja. Wieso fragst Du?“

Entgegnete Luka in einem gleichgültigen Unterton.

     „Ach nur so…“

Antwortete Miku. Das Gespräch drohe schon wieder zu verebben, da ergriff Luka das Wort.

     „Du warst gut heute…eine Deiner besten Performances bisher, fand ich.“

     „Äh, danke Luka. Du warst aber auch toll…“

Im gleichen Moment verfluchte sich Miku im Gedanken für ihre Aussage und kam sich unglaublich dämlich vor.
Nun musste Luka auch etwas kichern.

     „Danke, das ist nett von Dir…ich hoffe irgendwann einmal…so gut zu sein wie Du“

Also doch! Schoss es Miku durch den Kopf. Es schien doch etwas Wahres dran zu sein an diesen Gerüchten. Miku, fasste sich ein Herz und beschloss Luka jetzt direkt darauf anzusprechen.

„Luka“ begann Miku ihre Ausführung „Du musst Dir keineswegs Gedanken machen, dass
Du nicht gut genug bist.“
Luka’s Pupillen weiteten sich und sie musste deutlich schlucken. Offensichtlich hatte Miku einen Nerv getroffen.

       „Du bist wirklich eine großartige Sängerin, Luka. Du hast eine Wundervolle Stimme, finde ich. Du musst Dein Licht nicht unter den
       Scheffel stellen –das hast Du überhaupt nicht nötig…“

Luka fühlte sich überrumpelt und ihr Herz setzte einen Takt aus. Ihre erste Reaktion wäre Empörung gewesen, entschied sich aber, ihren Ärger runterzuschlucken, denn Miku hatte Recht. Sie gestand es sich zwar nie richtig ein, aber so richtig zufrieden war sie nie mit sich.

Der Zufall wollte es, dass sich just in dem Moment der Verkehr staute und Luka so die Möglichkeit gab, Miku direkt in die Augen zu sehen und sich bei ihr für ihre aufbauenden Worte zu bedanken.

       „Was? Wie kommst Du darauf, dass…“ Begann Luka, erkannte dann aber, dass sie sich Miku voll und ganz öffnen konnte. „Miku, ich…das,
       das ist wirklich lieb von Dir! Danke…“

Luka spürte instinktiv, dass sie Miku vertrauen konnte. Doch dass sie sich insgeheim zu der türkis-haarigen hingezogen fühlte, würde sie aber für sich behalten. Auf einmal nahm sie jetzt den feinen Duft von Mikus Parfüm ganz deutlich wahr und ihr Herzschlag beschleunigte sich.
Der Verkehr hatte sich mittlerweile wieder entzerrt, als der Wagen die Arakawao Bridge überquerte und weiter durch die Nacht raste.
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