How can love cause so much pain

von Teddy0412
GeschichteRomanze, Familie / P16
Ajax Delos Castor Delos Noel Delos Pallas Delos Tantalus Delos
08.01.2019
13.12.2019
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Aileen POV

Ich servierte Pallas gerade seinen fünften Drink und diskutierte dabei mit ihm über die Wichtigkeit von Schlafsäcken in unserer Gesellschaft und wie unterschätzt diese doch waren. Am Anfang des Abends hatten wir noch über normale Themen geredet. Nach einiger Zeit wurden sie dann aber - dank Pallas Alkoholkonsum - immer kreativer und ausgefallener. So sind wir von Michael Jackson und Tanzen über meine und Noels Katze auf Schlafsäcke gekommen.
Pallas war schon irgendwie süß. Am Anfang fand ich es zwar komisch, dass er sich gar nicht unter die Leute mischte, sondern sowohl gestern als auch heute die ganze Zeit an der Bar war und sich mit Noel, Castor und mir unterhielt, vor allem, weil ich ihn die Wochen davor immer in weiblicher Gesellschaft gesehen hatte. Aber jetzt gerade war ich ganz froh darüber. Ohne Noel wurde alles immer so schnell langweilig und Pallas schien mir ein mindestens genau so guter Gesprächspartner und Zuhörer zu sein.
Er versuchte mich gerade davon zu überzeugen, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn jeder Mensch einen Schlafsack und unbegrenzten Zugang zu Schokolade haben würde, da so jeder Mensch einen warmen Platz zum schlafen und ausreichend zu essen hätte, doch ich konnte ihn auf Grund seines angetrunkenen Zustands absolut nicht ernst nehmen.
Er hatte seinen Drink schon wieder ausgetrunken. „Willst du noch einen?“ fragte ich ihn.
„Nein Danke. Ich muss dich schließlich noch sicher nach Hause bringen“, lehnte er dankend ab, „Wie lange eigentlich noch bis deine Schicht vorbei ist?“.
Ich blickte auf die Uhr, es war schon kurz vor drei, „Nur noch 10 Minuten“, antwortete ich ihm.
Ich musste danach noch ein paar Gäste bedienen.
Als die 10 Minuten vorbei waren sagte ich Pallas Bescheid, dass ich schnell im Hinterzimmer meine Sachen holen würde und er schon draußen auf mich warten könne.
Gesagt getan, ich ging ins Hinterzimmer, warf mir meine Sommerjacke über, schnappte mir meine Tasche und machte mich dann auf den Weg zu Pallas nach draußen.
Er stand ein wenig abseits vom Club an einen Zaun gelehnt, eine Hand hatte er in seine Jackentasche gesteckt in der anderen hielt er sein Handy. Ich konnte nicht genau sagen was es war, aber die Art wie er dastand wirkte so lässig und fast schon unmenschlich attraktiv.
Bevor ich ihn noch länger blöd anstarren konnte, ging ich zu ihm, „Können wir?“.
„Aber natürlich Mylady!“, alberte er herum.
Ich kniff ihm in die Seite.
„Hey, lass das!“, empörte er sich und kniff mir zur Strafe auch in die Seite.
Bloß nicht kichern Aileen, wenn er merkt wie kitzlig du bist ist es vorbei. Das Kichern konnte ich glücklicherweise auch unterdrücken, aber ich konnte nicht verhindern, dass ich anfing dämlich zu Grinsen und automatisch etwas zurück zuckte. Er kniff mir nochmal in meine Seite und diesmal konnte ich mich nicht zusammenreißen. Ich stieß ein unkontrolliertes kichern aus und versuchte mich aus seinem Griff zu befreien.
„Du bist gemein!“, lachte ich und versuchte seine Hand von meinem Körper wegzudrücken, dabei nahm er meine Hand und verschränkte sie mit seiner eigenen.
„Immerhin hast du angefangen!“, neckte er mich. Ich verdrehte die Augen und wir gingen los. Weit bis zu mir war es nicht, aber zu Fuß zog es sich ganz schön.
Pallas und meine Hand waren immer noch verschränkt, ich blickte zu ihm hoch. Pallas war sehr groß, er überragte mich bestimmt um einen Kopf. Seine blonden Haare waren nach der Nacht etwas zerzaust. Ich betrachtete sein ebenmäßiges Gesicht und ein wenig Neid kroch in mir hoch. Es war einfach unfair das manche Männer von Natur aus so lange, schöne Wimpern und makellose Haut hatten. Aber ich musste zugeben Pallas sah wirklich gut aus, und das war noch untertrieben. Seine blauen Augen schienen von innen heraus zu leuchten und… Oh! Er hatte mich beim starren erwischt.
„Was ist?“, fragte er mich lächelnd.
Ich blickte kurz auf die Straße und sah ihn dann wieder an, „Ähmm...“, komm Aileen denk dir schnell was aus, „Äh...U-um nochmal auf unser Gespräch von vorhin zurückzukommen… . Ich muss dir doch zustimmen, die Welt wäre wirklich ein besserer Ort, wenn jeder einen Schlafsack und unbegrenzten Zugang zu Schokolade haben würde.“.
Pallas sah mich zufrieden an und lächelte, „Sag ich doch!“.
„Pallas Delos, 18, nur ein bisschen selbstverliebt und rechthaberisch.“, warf ich ihm grinsend vor.
„Und du nicht?“, fragte er mich herausfordernd und zog eine Augenbraue hoch.
„Also bitte!“, antwortete ich gespielt empört, „Erstens: ich bin toll, es gibt gar keine andere Möglichkeit, als sich nicht in mich zu verlieben. Und zweitens: ich bin nicht rechthaberisch ich habe wirklich immer recht!“.
„Ja ja. Schon klar.“, neckte er mich wieder und piekste mich mit seiner freien Hand in meine Seite. Ich versuchte mich noch unter ihm wegzuducken, aber natürlich klappte das nicht und so kabbelten wir uns noch eine Weile.
Als wir an einer Gruppe betrunkener, etwas aggressiv aussehender Männer vorbeikamen löste Pallas seine Hand von meiner. Ich wollte erst protestieren, aber da legte er schon seinen Arm beschützerisch um meine Schultern und zog mich näher an ihn heran. Ein paar der Männer pfiffen mir hinter her und grölten irgendetwas Unanständiges, aber keiner von ihnen machte Anstalten sich uns zu nähern. Ich war in diesem Moment so froh Pallas bei mir haben und atmete erleichtert aus, als wir an den Männern vorbei waren. Wir bogen an der nächsten; seinen Arm wieder von meiner Schultern und verschränkte seine Hand wieder mit meiner.
Ich warf Pallas einen Blick zu, wandte mich aber wieder ab, bevor ich erneut mit starren anfangen würde.
Offiziell kennengelernt hatten wir uns zwar erst gestern, aber seine Hand zu halten fühlte sich merkwürdigerweise schon sehr vertraut an.
So gingen wir Hand in Hand, bis zu der Wohnung von mir und Noel. Dort ließ ich seine Hand zögernd los und stand ihm nun gegenüber.
„Also dann. Danke nochmal fürs sicher nach Hause bringen.“, begann ich mich zu verabschieden.
Pallas lächelte mich an, „Immer wieder gerne.“.
Wir umarmten uns noch zur Verabschiedung.
Ich durchsuchte meine Tasche nach meinem Schlüssel, bis ich ihn triumphierend herausholte und schloss die Tür auf.
Ich sah mich noch mal nach Pallas um, er stand immer noch da und wartete anscheinend bis ich auch wirklich sicher im Haus war. Ich lächelte ihn nochmal an und winkte ihm noch kurz durch die Glastür zu. Er lächelte zurück und wandte sich dann ab um zu gehen. Ich sah ihm noch kurz nach, bis… . Ich öffnete die Tür nochmal, „HALT! Warte!“, schrie ich ihm nach.
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