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How can love cause so much pain

von Teddy0412
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Ajax Delos Castor Delos Daphne Atreus Noel Delos Pallas Delos
08.01.2019
12.04.2021
63
66.874
7
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08.01.2019 697
 
Tantalus POV

Ich blickte mich langsam um und ließ meinen Blick über die Lichtung gleiten, in der ich stand.
Der umliegende Wald bot ein gutes Versteck, sowohl für mich vor potenziellen Angreifern, als auch natürlich für die potenziellen Angreifer beziehungsweise Opfer vor mir.
Ich umschloss den Dolch in meiner Hand noch etwas fester und versuchte mein Herz davon zu überzeugen langsamer und leiser zu schlagen.
Plötzlich nahm ich aus dem Augenwinkel eine kleine Bewegung links von mir wahr. Es war nur eine kleine Bewegung und doch schrillten alle meine Alarmglocken.
Ich nahm eine geduckte Haltung ein, während ich mich langsam in die Richtung drehte, aus der ich die Bewegung wahrgenommen hatte. Und dann sah ich ihn. Seine schwarzen Haare und die stechend blauen Augen... Daedalus Attica. Der Erbe des Hauses von Athen.
Die große Ähnlichkeit, die Daedalus mit meinem Vater hatte versetzte mir einen Stich. Mein Vater war nun schon seit etwa einem halben Jahr tot, weh tat es trotzdem noch, gerade, wenn man dem Mörder gegenüber stand.
Eine Weile starrten Daedalus und ich uns einfach nur an. Die Furien standen zwischen uns und stachelten uns beide an, uns gegenseitig umzubringen.
Ich versuchte noch dem Drang zu widerstehen, meinen Blutdurst zu stillen.
Die Furien schrien immer mehr Namen von längst Verstorbenen.
Daedalus Gesichtsausdruck verzerrte sich zu einer Grimasse. Ich musste ähnlich verbissen aussehen.
Ich wollte ihn wirklich, wirklich umbringen, doch als Erbe einen anderen Erbe umzubringen schickte sich nicht. Die Häuser waren zwar alle verfeindet und doch gab es unausgesprochene Regeln, wie eben die, dass sich Erben und auch Anführer nicht gegenseitig umbringen, um den Konflikt nicht noch weiter hochzuschaukeln. Es war schon viel zu viel Blut geflossen.
Die Furien kreischten immer weiter und immer lauter, schrien immer mehr Namen. Ich versuchte ihre Stimmen weitgehend zu verdrängen. Daedalus ließ ich dabei nicht aus den Augen.
Wir standen bestimmt schon mehrere Minuten so da und starrten uns an. Ich wollte mich langsam rückwärts bewegen und flüchten, als die Furien einen mir doch sehr wohl bekannten Namen schrien.
„Paris Delos… er hat ihn umgebracht… töte auch ihn“ rief die eine Furie.
Meine Augen verengten sich, ich versuchte noch mich zurückzuhalten, aber es war zu spät. Die Furien hatten mich nun komplett unter Kontrolle und sie wollten Blut sehen.
Ich senkte den Kopf und schnaubte vor Wut, während ich in Scion-Tempo auf Daedalus zu lief, der mich nur geschockt ansah. Er wehrte sich nicht einmal, als ich mit meinem Dolch in seine Brust stieß. Keuchend starrte er auf das blutrote Messer. Ich rammte ihm das Messer nochmal in seinen Körper, doch diesmal mitten in seine Stirn.
Er war sofort tot, die Furien verschwanden. Zitternd saß ich neben Daedalus Leiche und weinte. Ich weinte, weil ich meinen Vater vermisste.

Ich wachte schweißgebadet auf. Meine Hände zitterten immer noch, während ich das Wasserglas nahm, das auf meinem Nachttisch stand. Ich versuchte möglichst wenig zu verschütten, was mir aber mehr schlecht als recht gelang.
Ich seufzte. „Beruhige dich, es war nur ein Traum. Du hast Daedalus nicht wirklich umgebracht“.
Oh Götter! Ich redete schon mit mir selbst, es ging wirklich bergab mit mir.
Ich atmete einmal tief ein und einmal tief aus.
Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es erst 4 Uhr morgens war.
Einen Beruhigungsspaziergang zu machen erschien mir momentan als die beste Idee um wieder runterzukommen - für alles andere war es noch zu früh.
Ich zog mir eine Jogginghose und ein schwarzes T-Shirt an und ging möglichst leise die Treppe hinunter, um meine Geschwister nicht aufzuwecken. Castor und Pallas waren zwar wahrscheinlich immer noch irgendwo unterwegs, aber Ajax und Pandora brauchten nun mal ihren Schlaf.
Doch als ich ins Wohnzimmer kam erwartete mich schon die nächste Überraschung.
Auf dem Sofa lagen, zusammen unter einer Decke kuschelnd, Ajax und Pandora. Vor ihnen auf dem Tisch stand eine Dose Cookies und eine leere Chipstüte, der Fernseher war angeschaltet. Den Film der lief kannte ich nicht, er interessierte mich aber momentan nicht.
„Wieso seid ihr nicht im Bett und schlaft?“, fragte ich die beiden vorwurfsvoll und sah sie streng an.
Pandora versteckte sich unter der Decke, so dass ich sie nicht mehr sehen konnte und überlies Ajax das Wort.
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