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Weihnachtsschokolade mit Pralinenfüllung

von Rathsab
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Harry Potter Lysander Scamander Minerva McGonagall Neville Longbottom OC (Own Character)
07.01.2019
14.10.2021
12
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14.10.2021 1.791
 
Alle Schüler waren aufgewühlt.  Unter ihnen waren fünf Leichen. - Alle von ihnen waren Mugglegeborene. Sie schrien und weinten.

Einige von ihnen sahen das Geschehene als Anlass, Natalia zu folgen und große Diskussionen brachen aus.

"Wir müssen auf sie hören!", meinte ein Ravenclaw ängstlich

"Das ist falsch! Sie tötet wahllos Hexen und Zauberer!", schrie ein Hufflepuffmädchen.

"Also mir und meiner Familie kann nichts  geschehen, immerhin sind wir reinblütig.", sprach eine von Violets Freundinnen, worauf diese ihr fest auf den Arm schlug.

Die Diskussion wurde immer hitziger und die Angst überkam alle Beteiligten, sodass viele nicht mehr wussten, was sie denken sollten.

Die Freunde, der fünf Toten, umkreisten diese und weinten, bis ein anderer Schüler sagte, dass es "nur Schlammblüter" waren. Worauf ein Kampf entfachte,  bei denen sie drängelten. Das Lehrerkollegium und die Auroren, die ebenfalls in die Halle apperiert worden waren, wollten diesen schlichten und gingen fleißig dazwischen,  aber die Schülerinnen und Schüler gingen atemlos auf einander los, ohne viel Freiraum zu schaffen, durch den man durchgehen hätte können.

Funken sprühten in der Gegend herum. Einige Schülerinnen und Schüler wurden durch die Gegend geschleudert, während die Auroren versuchten, wieder Ruhe einkehren zu lassen.

Die beiden Gryffindors standen nur regungslos an der Seite, mit dem Versuch ihre Gedanken sotieren zu können.

Violet sah Louisa am Rand des Podests stehen und drängelte sich durch zu ihr, vorbei an Flüchen und Dingen, die durch die Luft geflogen waren. Aber mit schnellem Schritt und "Protego!" gelang es ihr, heil durch dieses chaotische Schlachtfeld zu kommen.

"Hast du Gregory gefunden und mit ihm geredet?", fragte das blonde Mädchen. Louisa nickte.

Anschließend zog das Slytherinmädchen die Gryffindor unsanft am Ärmel auf das Podest  zu dem Stuhl an dem die Gestalt von Tschistota saß. Das Slytherinmädchen hielt sich den Zauberstab an den Hals, um ihre Stimme zu verstärken.

"Hört auf, ihr Idioten!", schrie sie, worauf alle zu ihr sahen, obwohl die Wut ihnen noch ins Gesicht geschrieben war.

"Seht ihr denn nicht was hier passiert?! Wir können Hogwarts nicht verlassen! Wir können nirgendwo mehr hin. Ein Kampf hat begonnen und es gibt kein zurück mehr. Indem ihr euch nicht von Anfang an entschieden habt für sie zu sein, seid ihr selbstverständlich alle gebrandmarkt.", sie machte eine kurzw Denkpause, da sie etwas realisiert hatte, "Auch ich."

Violet zog Louisa näher zu sich und flüsterte.

"Sag ihnen, was du von Gregory erfahren hast."

Das Gryffindormädchen war geschockt. Sie hatte im eifer des Gefechts komplett vergessen, ihn nach mehr Informationen zu fragen.

"Das ist doch nicht dein Ernst, Cromwell! Willst du mich eigentlich komplett verarschen!?! Dann sag ihnen halt irgendwas!", meinte Violet harsch.

"Und was? Ich habe Nichts, das ich ihnen sagen könnte!"

"Seid ihr Gryffindors nicht solche Führungspersonen? Na, dann los! Tu dein Ding!"

Mit einem Schubs nach vorne, stand Louisa nun vor den anderen. Alle Augen waren auf sie gerichtet. Die einzige Person, die unterstützend ein Lächeln im Gesicht und zwei Daumen oben hatte, war Rita gewesen. Der Rest sah aus, als wartete er nur mehr darauf das Mädchen in alle Stücke reißen zu können.

Louisa wurde nervös und blickte wie wild umher, während ihre Atmung ruckhafter wurde. Ihr Herz raste. Wo war ihr Mut auf einmal hin?

Sie war sich bewusst, dass alles, was sie jetzt von sich geben würde, genau überdacht sein musste, sonst würden hier gleich alle auf sie losgehen.

Sie holte tief Luft und entschied sich im Bruchteil einer Sekunde, einfach das zu sagen, was sie sich dachte. Da es im Endeffekt egal war, ob die Schülerinnen und Schüler sie heute und hier in der Luft zerreißen,  oder es vielleicht morgen schon Tschistota tun würde.

"Hört zu!", seufzte sie, "Diese Situation ist für uns alle neu, doch wir wissen, dass wir es schaffen können! Wir sind alle Schüler dieser Schule- Nein, wir SIND Hogwarts! Diese Schule hat in der Geschichte schon  einmal so etwas erleben müssen. Es war bestimmt grauenhaft und angsterregend, doch Hogwarts hat es geschafft. Und der Beweis dafür steht hier, Mitten im Raum. Seht euch um! Mister Weasley. Mister Potter. Professor Longbottom und McGonagall.  Sie alle haben es geschafft."

"Das ist doch kein Vergleich! Mister Potter war dies bestimmt und Voldemort war viel schwächer. Du hast gesehen was sie kann! Ihr alle habt es gesehen!", sagte eine Ravenclaw Schülerin.

"Du sagst seinen Namen?", fragte Rita bestürzt, worauf die Schülerin abwertend antwortete.

"Pah... wen sollte dieser Name jetzt noch erschrecken, nachdem dies hier geschehen ist?"

Rita sah ängstlich zu Louisa, worauf diese wieder das Wort ergriff.

"Ja, du hast Recht. Wir haben nicht sowas wie eine Bestimmung. Deswegen benötigt es jeden Einzelnen von euch. Wir haben Mut...", sie umgriff metaphorisch ihre Krawatte.

"... Ehrgeiz...", der Blick wandte zu Violet, die zustimmend nickte.

"...sind gerissen..."

Das Mädchen blickte der Ravenclaw direkt in die Augen.

"... und Zusammenhalt!", sie warf einen kurzen Blick zu Alice, ihrer Hufflepuff Freundin, und fuhr dann fort, "Ihr dürft nicht vergessen. Wir wurden alle angegriffen. - Die Schulen auf der ganzen Welt. Die weltweite Zauberergesellschaft! Und egal, was in den nächsten Tagen geschehen wird... wir sind mehr! Wir sind stärker! WIR WERDEN SIE BESIEGEN!"

Rita fing nach diesen Worten langsam an zu klatschen und immer mehr Schülerinnen und Schüler stimmten mit ihr ein.

"Naja, dann ist euer Talent Menschen zu begeistern vielleicht doch nicht so unnötig. Schön dass Gryffindors wenigstens zu irgendwas notwendig sind.", meinte Violet leise zu Louisa.

"Ehm, ja... Danke? Aber ich hab schon verstanden. Freunde werden wir keine.", entgegnete die Gryffindor der Slytherin darauf.

"Sie es als Waffenstillstand. ", lächelte Violet frech.

Das erste Mal, dass Violet und Louisa so etwas wie Sympathie für einander empfanden.

Das Gryffindormädchen sah zu Potter, der zwar Sorgenfalten im Gesicht trug, aber ebenso ein hoffnungvolles Lächeln.

Auch, wenn das Mädchen wusste, dass es keinen Plan gab und auch keine Lösung zu diesem Problem.

McGonagall ging ebenfalls auf das Podest und nickte dankend zu den beiden Schülerinnen.

"Es ist eine schwierige Zeit in der wir uns befinden. Ich kann euch nicht versprechen, dass ihr hier sicher seid. Das, was wir jetzt tun werden ist versuchen, gemeinsam Mugglegeborene zu schützen. Es wird einen Kampf geben, da brauche ich euch nicht anlügen. Das wichtigste wird aber sein, dass wir zusammenhalten. Ich werde mit den anderen Schulen in Kontakt treten. So können wir erfahren, was dort geschehen war. Trauert um eure Freunde, aber lasst euch nicht von dieser Traurigkeit übermannen. Ich kann euch nur anbieten, zu bleiben, oder nach Hause zurück zu kehren. Eure Wünsche werden auf jeden Fall respektiert werden."

Niemand wollte etwas sagen. Alles war still. Die fünf Leichen lagen noch am Boden und ihre Freunde um sie herum.

Die Direktorin entließ die Schülerinnen und Schüler, sodass sie und die Auroren sich einen möglich Schlachtplan zu recht legen konnten.

Louisa und Violet gingen auf Rita zu.

"Glaubst du sie werden dir in den Kampf folgen?", fragte die Asiatin.

"Mir?", meinte ihre beste Freundin, "Nein. MIR wird keiner folgen. Auch diese Rede gerade war nicht mehr, als ein kurzer Schrei nach Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit. Aber es ist wie McGonagall sagt. Wir werden kämpfen müssen."

Einige gingen in ihre Gemeinschaftsräume zurück, um sich für den Kampf bereit zu machen, während andere ihre Heimreise vorbereiteten. Ein paar wenige standen um die Leichen herum und trauerten gemeinschaftlich. Violet ging zu Mister Potter, um ihn über alles auf zu klären und eventuelle nächste Schritte zu besprechen.

Die zwei besten Freundinnen kannten die Opfer nicht, blieben aber dennoch kurz bei ihnen stehen, um um sie zu trauern. Rita kniete sich zu einem Hufflepuffmädchen, welche ihre Slytherinfreundin betrauerte, und griff ihr sanft auf die Schulter. Das Mädchen weinte so bitterlich und ihr Schmerz war auch für die Gryffindor spürbar.

Louisa bemerkte wie Harry und Neville plötzlich neben ihr stand. Die Halle war fast leer. - kaum waren Schülerinnen und Schüler anwesend. Professor Longbottom umgriff immer fester seinen Zauberstab, und auch bei ihm sammelten sich Tränen in den Augen. Wie konnte jemand nur unschuldige Kinder ermorden. Er erhob seinen Zauberstab und mit einem leichten Schwung schossen Blumen in den verschiedensten Farben aus dem Boden. Der Steinbelag hatte keine Chance und wich dem Blumenmeer in dem die fünf gebetet waren. Sie lagen da, als würden sie friedlich in ihrem Bett aus bunten Blumen schlafen. Der Licht des Mondes durchflutete plötzlich die Halle.

Ein junger Schüler, der vorhin gegangen war, aber wieder zurückkam um auch Abschied  zu nehmen, sah das Spektakel und lief zu den anderen, um es ihnen zu berichten.

McGonagall  aktivierte den Zauber der Decke, sodass die Sterne ebenso die Chance hatten, für die fünf Gefallenen zu scheinen.

Rose Weasley ging nach vorne und kniete sich auch zu einem der Toten, sodass ihr Skorpius und die anderen Auroren es gleich taten, bis alle Anwesenden am Boden knieten und saßen, um den Fünf näher zu sein.

Den Älteren kam diese Situation zu vertraut vor, die alte Erinnerungen erweckte. Ron musste an Freds Tod denken. Wie auch er um ihn weinte.

Harry dachte an Sirius, der von Bellatrix ermordet worden war und McGonagall schoss der Gedanke an Albus Dumbledores reglosen Körper in den Sinn.

Diesmal war es aber nicht McGonagall, die den Zauberstab in die Höhe hob, um jemanden Tribut zu zollen, nein. Dieses Mal war es Harry, der seinen Zauberstab in die Luft hielt und ihn mit "Lumos" zum leuchten brachte.

Dem Auror folgten das Lehrerkollegium,  die Auroren und die Schülerinnen und Schüler, die sich im Raum befanden. Sie alle schwiegen.

Plötzlich hörten sie leise Schritte und weitere Mitschüler, die zurück kamen, knieten und hockten sich ebenfalls auf den Boden, nähe der verstorbenen Schülerinnen und Schüler. Auch sie richteten ihre Zauberstäbe in die Höhe und aktivierten "Lumos".

Aus den wenigen Lichtern, wurde nun ein Lichtermeer. Selbst die Schüler, die den Ort eigentlich verlassen wollten, spielten in diesem Moment eher mit dem Gedanken, alles zu tun, damit sich diese Tat nicht wiederholte.

Vor ein paar Minuten stritten sie sich noch, so wahren alle Streitigkeiten und Rivalitäten in diesem Moment verflogen. Immerhin starben plötzlich fünf Mitschüler, die nicht einmal eine Chance bekamen. Keine Chance auf Abwehr. Keine Chance auf Abschied. Keine Chance auf... Leben.

Einige der Anwesenden hielten sich an der Hand, um sich gegenseitig Stärke zu geben. So auch Louisa und Rita.

Die Trauer lag wie ein Nebel über Hogwarts. Der Moment kam allen Beteiligten endlos lange vor.

Fragen verfestigten sich in den Köpfen. Hauptsächlich aber, beschäftigte sie eines: Kämpfen oder Aufgeben?
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