Leave out all the rest

von riku000
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
06.01.2019
17.01.2019
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Die ersten Zäune wurden bereits aufgestellt, die Nähte miteinander verbunden. Kevin patrouillierte persönlich um das Gelände und sah zu, dass niemand angegriffen werden konnte. Es machte einige Leute nervös, wenn er zu nah stand. Sie fühlten sich kontrolliert und es kam immer mal wieder zu hitzigen Diskussionen.

„Ich weiss nicht, was ich tun soll, Tobi. Ich bin doch nur da um zu helfen, aber die Leute fühlen sich bedroht.“ Er ließ sich mit einem Seufzer auf das Sofa neben dem Schreibtisch fallen. Tobi beobachtete ihn kurz. Kevin sah genauso müde aus, wie er sich fühlte. Er fuhr sich mit einer Hand über das Gesicht.
„Wir sind nun einmal fast 200 Leute. Dass es bisher glatt lief war ein Wunder.“ Kevin schüttelte den Kopf. „Nein. Es liegt daran, dass die Leute durch gute Arbeitseinteilung und strenge Regeln Aufgaben hatten. Sie mussten sich und ihre Familien versorgen. Aber jetzt, wo im Schloss kein Platz mehr ist und sie sich Häuser in der Umgebung bauen müssen sieht es anders aus. Der Zusammenhalt ist nicht mehr so stark und die Menschen haben sich an den Frieden gewöhnt. Sie werden unzufrieden.“ antwortete er. Tobi überlegte. „Ich kann nicht weniger zu ihrem Schutz abstellen. Es sind noch zu viele Walker unterwegs. Und wenn sie angefallen werden sind wir alle in Gefahr. Sie müssen sich an den Gedanken gewöhnen oder gebissen werden.“ schloss Tobi. „Sie vertrauen dir. Vielleicht solltest du mal mit ihnen reden?“ schlug Kevin vor. Tobi stieß ein kurzes, heiseres Lachen aus. „Die meisten haben mich wohl noch gar nicht gesehen. Ich bin nur noch dem Namen nach Anführer.“
Kevin stieß sich von Sofa ab, ging um den Schreibtisch herum und legte Tobi seine Arme um die Schultern. „Das stimmt doch gar nicht. Du führst uns gut an, und Unmut wird es immer geben. Je mehr Menschen, desto mehr Unruhe.“ Tobi nickte kurz. „Ich kann aber auch nicht einfach ein Aufnahmeverbot verhängen. Jeder, der Hilfe braucht, sollte sie auch bekommen.“ sagte er leise. Kevin gab ihm einen federleichten Kuss auf die Wange. „Ja, und dafür liebe ich dich so.“ sagte er. „Ich werde morgen mal sehen, ob ich ihnen die Situation erklären kann. Aber du brauchst eine Pause.“ Er drehte Tobis Kopf leicht in seine Richtung und küsste ihn. Erst nach wenigen Sekunden waren Tobis Lippen nicht mehr so verspannt und er lehnte sich in den Kuss.

„Sag mal Tobi, könnte ich... Oh?“ Die beiden Männer stoben auseinander. Erik stand in der Tür und grinste. „Meinetwegen müsst ihr nicht aufhören!“ lachte er. Tobi errötete und Kevin grinste. „Was gibt es denn?“ fragte Tobi angespannt.
Erik legte ihm einen Stapel Bücher auf den Tisch. „Es ist Monatsende.  Der Dienst muss abgezeichnet werden und ich brauche die Lebensmittel.“ erwiderte er freundlich. Tobi erstarrte kurz, dann stand er auf. „Ja... natürlich. Lass die Bücher einfach liegen, ich kümmere mich nachher darum.“ Tobi machte eine wegwerfende Handbewegung. „Komm mit.“ sagte er und sah Kevin kurz entschuldigend an. Dieser lächelte nur kurz und sah, wie seine Freunde aus dem Raum verschwanden.
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