Leave out all the rest

von riku000
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
Gronkh Herr Currywurst Pandorya TobinatorLetsPlay
06.01.2019
23.01.2019
20
9098
2
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Tati knüpfte jetzt schon seit knapp 2 Wochen an den Netzen. Ihre Finger waren zerstochen, doch das war es wert. Für ihre Kinder würde sie alles tun. Seit Mary, die Krankenschwester, ihr nach der schweren Geburt und den daraus folgenden Komplikationen erklärt hatte, dass Max ihr letztes Kind sein wird, bewegte sie Himmel und Hölle um ihre Kinder zu schützen. Maya war noch in der Schule und Max spielte im Hof mit den anderen Kindern, immer im Blick der älteren Bewohner. Gerade schoss er einen kleinen Ball in den Kräutergarten und vorsichtig tappste er hinterher, immer darauf bedacht, nicht auf die kleinen Pflänzchen zu treten.
Der Winter war überstanden, aber ihre Vorräte gingen zu neige. Aus verschiedenen Regionen Deutschlands und der umliegenden Länder kamen immer wieder Flüchtlinge an, einige von ihnen wurden bereits gebissen. Die 72 Stunden, die das Walkergift braucht um sich im Körper zu verteilen, sind nicht immer sofort zu sehen, so blieben immer ein paar von Kevins Truppe in der Nähe. Grundsätzlich verhinderte man Unfälle, indem man die Neuankömmlinge 72 Stunden in Quarantäne schickte, damit ausgeschlossen werden konnte dass sie infiziert waren.

„Autsch!“ Pan zog ihren Finger rasch zurück und betrachtete den kleinen Blutstropfen, der sich langsam auf ihrem Finger bildete. Sie schob die Fingerspitze zwischen die Lippen und leckte den Tropfen ab. Auch wenn diese kleine Geste durchaus verführerisch wirken könnte wurde es vom Stirnrunzeln wieder zunichte gemacht. Einen Zaun ausbessern hatte sie sich einfacher vorgestellt. Die meisten Zäune kamen aus den umliegenden Gebieten, zusammengesammelt von einem Sondertrupp. Die rostigen Stellen wurden mit Drahtschneidern entfernt und durch neuen Draht ausgebessert.
„Alles in Ordnung?“ Alice stand neben ihr, die wohl schönste Frau, die Pan jemals im Leben gesehen hatte. Mit knapp 1,80m, hohen, ausgeprägten Wangenknochen, den kurz geschorenen Haaren und der dunklen, ebenmäßigen Haut war sie eine echte Schönheit. In einem anderen Leben hätte sie Model sein können. Pan fehlten die Worte. Alice verzog einen ihrer Mundwinkel zu einem minimalen Lächeln. „Willst du mich weiter anstarren oder antwortest du mir?“ fragte sie. Pan errötete und schaute betreten nach vorn. „Äh, entschuldige...“ Ihr Blick stahl sich wieder zu Alice. „Alles in Ordnung. Ich hab mich nur gestochen.“
Alice ging in die Knie, legte ihr Gewehr auf den Boden und hielt ihre Hand auf. „Zeig mal.“ forderte sie Pan auf. Zögerlich legte Pan ihre Hand in Alice's und ließ sie die Wunde begutachten. Ihre Hände waren trotz der harten Arbeit glatt und weich. „Ähm, sag mal, woher kommst du eigentlich?“ fragte Pan. Alice sah sie aus ihren mandelförmigen dunklen Augen an. „Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen, aber meine Eltern kommen aus Nigeria.“ antwortete sie. Pan nickte. „Leben sie noch?“ Alice schüttelte den Kopf leicht. „Nein, meine Mutter ist abgehauen als ich erst 4 war und mein Vater hat uns versorgt, bis er vor einigen Jahren an Krebs gestorben ist.“ kam es zurück. „Oh... das tut mir leid.“ Pan schwieg betreten. „Muss es nicht. Ich hatte eine schöne Kindheit.“ lächelte Alice.

Sie stand wieder auf. „Ich muss weiter, tut mir leid.“ Sie nickte entschuldigend und ging ihre Patrouille. Pan sah ihr verträumt nach. „Mama?“ Max hatte seine kleine Hand auf ihren Arm gelegt und blickte sie aus fragenden Augen an. „Ich muss Pipi.“ sagte er. Pan schreckte hoch und lächelte ihn an. „Na dann komm...“
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