Leave out all the rest

von riku000
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
Gronkh Herr Currywurst Pandorya TobinatorLetsPlay
06.01.2019
23.01.2019
20
9098
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Erik hob die Hacke über den Kopf und grub weitere Furchen in den Boden. Die abgesteckte Fläche war groß, aber schließlich sollten alle satt werden. Erschöpft stellte er die Hacke mit dem Kopf voran auf den Boden, lehnte sich auf selbige und wischte sich den Schweiss von der Stirn. „Na, geht alles?“ ertönte es hinter ihm. Erik drehte sich zu Kevin und grinste. „Joa, ist halt echt anstrengend.“ antwortete er. Ein bisschen beneidete Erik ihn ja schon, wie er da auf seinem Pferd saß, mit stolz geschwellter Brust und eigens für ihn angepasstem Lederwams. Andererseits, wenn man bedachte warum Kevin so herum ritt... dann vielleicht lieber nicht. Dieses Gebiet war wirklich von Walkern überrannt worden und selbst die 12 Männer, die Kevin zusätzlich zu seiner Truppe zugewiesen bekam hatten teilweise Mühe, die Walker von den Feldern fernzuhalten. Zwei Männer und eine Frau sind ihnen bereits zum Opfer gefallen. Erik sah den Hügel hinauf. Dort oben hinter den geschützten Burgmauern saß seine Frau und arbeitete fleißig am Metallzaun, um der Viecher Herr zu werden. Sobald der Zaun fertiggestellt war würde es etwas einfacher werden.
„Wie geht es Tobi?“ fragte er Kevin. Dieser zuckte mit den Achseln. „Er arbeitet zuviel, wie immer.“ antwortete er. Erik lachte kurz auf. „Muss ganz schön anstrengend sein, so als Anführer.“ Er schwelgte ein bisschen in der Erinnerung. Wenn er abends seine Kinder in den Arm nahm und sie in den Schlaf begleitete sah er häufig aus dem Fenster noch Licht bei Tobi brennen. Außer bei der Verteilung der neuen Pläne und gelegentlich beim Essen sah er den Mann nur noch selten. Es gab immer irgendetwas zu tun, und Tobi musste aus der Not heraus Unterführer wählen. Kevin war der Truppenführer für die Abwehr. Seit der junge Mann Tobis damaligen Helfer, Sandy, nicht rechtzeitig erschiessen konnte war er verbissen, alles für die Familie und die Gemeinschaft zu tun.
„Hast du schon gehört, dass in Nürnberg angeblich ein Gegenmittel verteilt wird?“ Kevin schüttelte den Kopf. „Naja, gehört habe ich es schon, aber ich glaube das nicht so recht.“ Erik zuckte mit den Achseln. „Ich auch nicht. Warum gerade jetzt?“ Eine kurze Stille breitete sich über sie aus und Kevin fuhr sich gedankenverloren durch das Haar. „Ich muss weiter.“ sagte er. Erik hob kurz die Hand und meinte: „Grüß mir deine Jungs!“ Kevin grinste. „Und du mir deine Mädels. Und deinen Kleinen natürlich!“ Eriks Augen leuchteten und er strahlte. „Mach ich!“ Mit diesen Worten straffte Kevin die Zügel und lenkte sein Pferd wieder in die Bahn.
Erik nahm wieder die Hacke in die Hand und grub tiefe Furchen in die Erde. Später würden sie noch trockene Blätter und Dung unter die Erde mischen, der beste Dünger den man in dieser Zeit haben konnte. Seine sechsjährige Tochter, Maya, würde bei der Aussaat helfen, sobald der Zaun aufgestellt war. Dafür würde sie auch von der Schule freigestellt werden, wie die anderen Kinder auch. Max war erst drei Jahre alt und damit noch zu klein für diese Aufgabe.

Er war wirklich glücklich.
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