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von riku000
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
Gronkh Herr Currywurst Pandorya TobinatorLetsPlay
06.01.2019
23.01.2019
20
9098
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„Brütest du schon wieder über deinen Dokumenten?“ Tobi sah kurz auf. Kevin lehnte lässig an den Türeingang gelehnt, das Gewehr geschultert, die Arme verschränkt.
„Hmpf...“ machte Tobi und legte den Stift aus der Hand. Mühsam öffnete und schloss er sie, um wieder etwas Gefühl in die Hände zu bekommen.
„Wir müssen uns etwas einfallen lassen.“ seufzte er. Mit fragendem Gesichtsausdruck kam Kevin den Zetteln näher  und warf einen flüchtigen Blick drauf. „Eine Karte?“ fragte er.
Tobi nickte. „Unsere Karte.“ erwiderte er. „Hier...“ sagte er und umrandete einen Teil der Karte, „...sind wir. Die Burg an sich, bis zu den Burgmauern.“ Dann deutete er auf 4 weitere Punkte. „Hier, hier, hier und hier sind unsere Schützenposten. Wir sind in alle Himmelsrichtungen abgedeckt.“ Er fuhr mit dem Finger die Karte nach unten. „Hier sind die Felder und die Höfe mit den Tieren.“ Er umkreiste das Gebiet. „Dort sind wir durch deine Mannschaft geschützt. Die Routen kennst du ja.“ Kevin rief sich den Routenplan in den Kopf. Langsam antwortete er: „...Jaaa?“ Tobi sah ihn an und zog die Augenbrauen zusammen. „Das ist es.“ antwortete er. „Wir sind inzwischen fast 200 Leute. Die Nahrung wird knapp, um so viele Leute zu versorgen. Das heisst, wir müssen expandieren.“ Er seufzte. „Aber wohin? Und wie?“
Kevin deutete auf einen ungenutzten Fleck in der südwestlichen Ecke der Karte. Tobi schüttelte den Kopf. „Der Boden ist unfruchtbar. Die Tiere können dort nicht essen und es wächst keine Nahrung.“
Kevin zuckte mit den Achseln und deutete auf die östliche Fläche. „Dann dort?“ „Schon...“ antwortete Tobi, „...aber wir müssten einiges an Schutt verräumen und die Straßen wären schwerer zu patrouillieren. Außerdem müssten wir Abwehrmechanismen herstellen, weil es dort keine natürlichen Barrieren gibt.“ Kevin überlegte kurz. „Das wäre aber machbar. Es gäbe genug Land. Mit dem Schutt könnten sich die Neuankömmlinge Häuser bauen, dann wäre das Problem auch weg. Wir lassen die Neu-Mütter Zäune knüpfen und du gibt mir noch... sagen wir, 10 Leute für den Grenzschutz.“ Tobi dachte über den Vorschlag nach. Schließlich nickte er. „Es wird erstmal gefährlich, weil das Gebiet noch Walkerverseucht ist. Kriegt ihr das hin?“ Kevin grinste. „Vertraust du mir etwa nicht?“

Es klopfte an der Tür. Zaghaft öffnete sie sich und das junge Gesicht eines hübschen Mädchens erschien. „Verzeihung, dass ich störe, euer Junge wollte unbedingt zu euch und...“ In dem Moment flog die Tür mit einem lauten Knall ganz auf und ein kleiner Wirbelwind stürzte ins Zimmer. „Ich kann nicht mehr schlafen!“ lachte er laut und schmiss sich Tobi in den Arm. „Du solltest längst schlafen, Dennis!“ rügte Tobi den Jungen. Dieser strahlte ihn an. „Aber ich habe doch schon ganz lange geschlafen!“ „Nicht lange genug, junger Mann!“ erwiderte Kevin. Schmollend zog Dennis die Unterlippe vor und bekam feuchte Augen. Tobi blickte dem Jungen ins Gesicht und Kevin sah, wie sich Tobis Herz erweichte. „Na schön, du Frechdachs! Warte kurz, bis ich mir die Zähne geputzt habe, dann können wir zusammen ins Bett.“ Sofort hellte sich das Gesicht des Jungen auf. „Juhhuuu!“ rief dieser. Kevin lächelte sanftmütig. Der Vierjährige wusste genau, wie er seine Väter um die Finger wickelte.
„Dann komm.“ Er streckte seine Hand nach Dennis aus und brachte das Kind aus dem Raum.
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