dust and shadows

GeschichteRomanze, Übernatürlich / P16
06.01.2019
18.03.2019
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,,Dann hast Du dich also beworben ?“
Nachdenklich blickte Elizabeth von ihren Stapeln an Blättern auf und drehte nun den Federhalter in ihrer Hand. Sie hatte es sich gemeinsam mit Anna an einem Tisch vor der Apotheke ihrer Mutter bequem gemacht und versuchte sich gerade einen Überblick über ihre Zettelwirtschaft mit Notizen für neuen Gesangsstücken zu machen. Sie wusste schon die grobe Melodie und hatte auch das Tempo und den Rhythmus im Kopf, allerdings brauchte sie auch noch einen Text dafür.
,,Ich glaube sowieso nicht, dass sie mich annehmen werden. Ich gehöre keiner Gründerfamilie an. Es ist unwahrscheinlich.“
,,Du bist eine hübsche, junge Frau, Anna. Es wäre eine Schande, würden sie dich nicht annehmen.“
In ein paar Monaten würden die Wahlen zur Miss Mystic Falls stattfinden und war Elizabeth nicht nur gebeten worden ein neues Stück dort nach den Wahlen vorzutragen, sondern konnte sie mit viel Glück auch ihrer Freundin helfen und beistehen, die sich dort beworben hatte.
,,Danke“, lächelte die Asiatin ehrlich und schielte auf Elizabeths noch kaum beschriebenes Blatt. ,,Wie geht es mit dem Stück voran ?“
,,Schleichend langsam“, erwiderte diese und stützte ihr Kinn undamenhaft auf ihrer Hand ab, als sie das Blatt, auf dem gerade einmal drei Verse standen, überflog. ,,Ich weiß, über was ich schreiben werde. Ich weiß, um was es sich handeln wird. Das in Worte fassen ist dabei wohl eher mein Problem. Das kenne ich so eigentlich nicht.“
,,Das wird schon noch. Deine Stücke sind brilliant – jedenfalls die, die ich hören durfte.“
,,Na schönen Dank auch“, gab Elizabeth gespielt beleidigt zurück, konnte allerdings ihr Grinsen nicht verbergen, als sie Anna einen kleinen Schubser gab.
Sie warf schließlich wieder ein Blick auf ihr Blatt.

Bound to you

Sweet love, sweet love
Trapped in your love
I've opened up, unsure I can trust


Seufzend ließ sie ihren Blick über die leere Straße schweifen, auf der nur ein paar Leute unterwegs waren, und drehte nachdenklich ihren Federhalter in der Hand. Natürlich, sie hatte noch mehr als genug Zeit, wenn man bedachte, dass die Wahlen erst in ein paar Monaten waren, aber es galt noch die Kompositionen für das Piano und die Streicher zu verfassen und das war der Teil, den sie am meisten hasste und genau deswegen war sie sich sicher, dass ihr zukünftiges Ich dies wohl so lang es ging vor sich her schieben würde.
Elizabeth blinzelte mehrere Male, als sich ihre Umgebung ein wenig zu drehen begann, obwohl sie ruhig auf dem Stuhl saß.
,,Ist alles in Ordnung ?“ fragte Anna, die wohl gesehen hatte, wie sie sich gerade gefühlt hatte und legte ihr eine Hand auf den Unterarm.
Die Schottin blinzelte erneut mehrere Male und versuchte den Schwindel, der sie schon seit einiger Zeit hin und wieder mal heimsuchte, damit zu vertreiben.
,,Ja, alles in Ordnung. Keine Ahnung, was mit mir los ist.“
,,Beim Marktplatz ! Schnell !“
Beide Frauen sahen verwirrt auf, als sie die Rufe der Männer hörten, die gerade die Straße hinabeilten. Elizabeth und Anna warfen sich einen fragenden Blick zu, als eine Spaziergängerin ihre Frage beantwortete.
,,Was ist denn los ?“ fragte eine Dame empört, die gerade beinahe von einem der Männer überrannt worden war.
,,Einer der Salvatores und der Sohn des Bürgermeisters ! Es gibt eine Rauferei !“
Elizabeths Herz setzte einen Schlag aus und sie warf Anna einen kreidebleichen Blick zu. Keine Sekunden später hatte sie den Federhalter auf die Seite befördert und ihre gelben Röcke gerafft, um den Männern nachzusetzen.
Nur einer der Salvatore-Brüder war töricht genug eine Schlägerei mit George Lockwood anzufangen und Stefan war definitiv zu vernünftig für solch etwas.
,,Elizabeth, nun warte doch ! Sie werden deine Hilfe sicherlich nicht benötigen !“ versuchte Anna sie aufzuhalten, die ihre plötzliche Panik als ihre Hilfsbereitschaft als Ärztin deutete.
Die Schottin drehte sich nur kurz um. ,,Die Salvatores sind meine Freunde“, erwiderte sie mit fester Stimme. ,,Und wenn einer von ihnen in Gefahr ist, werde ich ihnen helfen. Wenn Du nicht schon mit mir kommst, dann erfülle mir wenigstens einen Gefallen und gebe Stefan Bescheid. Ich werde seine Hilfe brauchen.“
,,Aber Elizabeth … !“ protestierte die junge Frau, doch da war die Rothaarige auch schon um die nächste Ecke verschwunden und eine Staubwolke.
Für Elizabeth war es nicht sonderlich schwer, Damon und George Lockwood zu finden. Bereits von Weitem konnte sie die Rufe hören und die Menschenmenge sehen, die sich um die beiden prügelnden Männer gebildet hatte.
Außer Atem blieb sie stehen und versuchte sich ihren Weg durch die umliegenden Menschen zu bahnen, hatte dabei Mühe, diese auf die Seite zu drücken, um nach vorne zu Damon zu gelangen.
Als sie ihn erblickte, blieb sie schließlich stehen und stieß gereizt die Luft aus. Seine Nase blutete und sein Hemd war zerschlissen, seine Lippe aufgeplatzt. Als er sie erblickte, schenkte er ihr ein hochfreundliches, angeberisches Lächeln und die Rothaarige konnte nur mit den Augen rollen, kurz bevor Damon auch schon von George Lockwood zu Boden geworfen wurde.
,,George ! Nun hör doch auf ! George, bitte ! Kann nicht jemand etwas unternehmen ?!“
Die Stimme kannte sie doch …
Suchend blickte sich Elizabeth um, bis sie Amelia Lockwood erkannte, die hilfesuchend in der ersten Reihe stand und ihren Ehemann noch immer verzweifelt anflehte, diese Rauferei nun doch endlich zu beenden.
,,Amelia...“ mit Mühe drückte sich Elizabeth durch die Menschenmenge und blieb bei der Blondine stehen. ,,Was ist geschehen ?“
,,Oh Himmel, Elizabeth. George … er … er war ein wenig ungehobelt und dann – dann ...“
,,Ist Mister Salvatore auf ihn losgegangen ?“ beendete Elizabeth ihren Satz und die junge Frau sah sie überrascht. ,,Oh, glauben Sie mir, ich habe gerade ein Déja-vu.“
Elizabeth konnte das ganze nicht mehr lange beobachten. Ungeduldig tippte sie mit einem Fuß auf den Steinen am Boden und blickte sich immer wieder suchend um. Wann tauchte Stefan endlich auf ?
,,Damon !“ stieß sie verzweifelt aus, doch er ignorierte sie und wich weiterhin George Lockwoods Schlägen aus und dann sah sie es kommen. ,,Vorsicht !“
Doch keine Sekunde später lag Damon schon am Boden und bekam Georges Fuß in die Magengrube. George Lockwood war länger bei der Armee als Damon, ein Offizier. Er war ihm vollends unterlegen.
Elizabeths Herz begann zu rasen. Nun begann es wirklich lebensgefährlich für Damon zu werden und sie wusste, dass sie es bereuen würde, noch bevor sie es tat, doch da war es auch schon zu spät.
Elizabeth schoss nach vorne und schmiss sich mit all ihrer Kraft, die sie aufbrachte, gegen den aggressiven George Lockwood, woraufhin dieser das Gleichgewicht verlor und ins Schwanken geriet.
Elizabeth nutzte diesen Moment und warf sich vor den am Boden liegenden Salvatore. Sie wusste, dass George Lockwood ein respektloser Vollidiot war, doch ging es selbst für in zu weit, mitten in aller Öffentlichkeit eine Frau zu schlagen oder ihr gegenüber ungehobelt zu werden.
,,Na sieh mal einer an, hast' eine Beschützerin, hm ?“ meinte George Lockwood provokant und spuckte auf die Seite.
,,Sie ist Ärztin, George. Und Du bist zu weit gegangen“, sprach Amelia nun.
,,Das wollen wir noch sehen. Geh aus dem Weg, Kleines und lass das die Männer regeln.“
Jetzt reichte es. Das war selbst für Elizabeth zu viel. Sie warf einen Blick auf die umliegenden Leute. Ach, die wussten doch sowieso schon, dass sie keine gewöhnliche Dame war. Sie blickte Amelia an, die wohl ihre Gedanken gelesen hatte und nur ganz unauffällig mit den Schultern zuckte. Sie spielte also immer noch die liebende Ehefrau, ohne es wirklich geworden zu sein.
Elizabeth stand auf, drehte sich um und holte dann mit einer Hand aus, um ihre Faust auf Georges Kinn sausen zu lassen, genau in dem Winkel, dass sie später keine Arbeit haben würde, ihn auch noch behandeln zu müssen.
Sie sah noch seinen ungläubigen Blick, ehe es ihm die Füße wegzog und er zu Boden fiel.
,,Verflucht !“ stieß die Rothaarige ärgerlich aus, und schüttelte einmal ihre schmerzende Hand. Das hatte mehr geschmerzt, als sie es erwartet hatte.
Doch sie ignorierte ihre schmerzende und wahrscheinlich gestauchte Hand und fuhr stattdessen herum und ging neben Damon in die Knie.
,,Damon“, sprach sie und drehte seinen Kopf in ihre Richtung. Sie ließ sich die große Angst nicht anmerken, die in diesem Moment Besitz von ihr ergriffen hatte und gab ihr bestes so zu tun, als würde sie sich gerade nur dem Wohl eines Patienten vergewissern.
,,Was ist passiert ?!“ Stefan kam gerade außer Atem bei der Menschenmenge an.
Er rührte sich nicht und sie strich ihm das dreckige Haar aus dem Gesicht, betrachtete seine aufgeplatzte Schläfe und tastete dann an seinem Hals nach seinem Puls. ,,Bitte, nun komm schon“, flüsterte sie leise und wurde innerlich immer nervöser. Bitte, das durfte nicht passieren, nicht...
Ein Stöhnen unterbrach ihren Gedankengang und einen Moment lang atmete sie erleichtert auf.
,,Geh weg. Lass mich dieses Schwein das geben, was er verdient hat.“
Elizabeth schenkte ihm ein gereizten Lächeln. ,,Hättest Du wohl gern. Steh auf.“
Sie zog ihm am Kragen nach oben.
,,Hier gibt es nichts zu sehen ! Gehen Sie bitte wieder ihrer Arbeit nach !“ mischten sich nun auch Amelia und Stefan ein.
,,Was hat er nun wieder getrieben ?“ fragte Stefan Elizabeth, der seinen Bruder gepackt hatte.
,,Er war der Meinung George Lockwood die Stirn reichen zu müssen“, erwiderte Elizabeth angekratzt und raffte ihre Röcke. ,,Wir bringen ihn zu euch. Ich werde meine Verbandssachen von Zuhause holen und dann nachkommen.“

,,Wo ist er ?“
,,Oben. Ich musste ihn nicht einmal zwingen.“
,,Ja, das passt zu ihm. Erst das Desaster anrichten und dann angekratzt sein, weil man seinen Allerwertesten rettet. Dem werde ich aber etwas husten.“
Stefan runzelte bei Elizabeths undamenhafter Ausdrucksweise die Stirn. Oh oh, wenn sie nun schon so gereizt war, wollte er gleich nicht in der Haut seines Bruders stecken. Elizabeth war eine äußerst dominante junge Frau, die es verstand ihre Meinung vertreten, vor allem wenn es darum ging, jemanden den Marsch zu blasen.
Er warf Anna, die vorhin gemeinsam mit ihm und Damon ins Anwesen der Salvatores marschiert war, einen kurzen Blick zu, welche ein leichtes Grinsen auf den Lippen hatte. Als Elizabeths beste Freundin war sie solche Phrasen natürlich von ihr gewöhnt und es schien sie eher zu belustigen, als dass sie sich Sorgen machte.
,,Ach, Elizabeth ?“
,,Was ?“ gereizt drehte sich die Rothaarige mit ihrer Arzttasche in der Hand zu Stefan um. ,,Wenn Du mir nun sagen willst, ich soll mit ihm nicht zu hart ins Gericht gehen, muss ich dich enttäuschen.“
,,Oh nein, ganz im Gegenteil. Gib ihm bitte zu verstehen, dass er ein Idiot war.“
,,Das werde ich, glaub mir.“
Gereizt stiefelte sie die Treppen nach oben und durchquerte den Flur zu Damons Raum. Sie könnte diesen Weg im Schlaf gehen und stieß schließlich die Tür auf.
Einen Moment blieb sie im Raum stehen, nachdem sie die Tür hinter sich geschlossen hatte und blickte Damon an, welcher an seinem Fenster stand und hinaus blickte. Er hatte ihr den Rücken zugedreht, doch als er sie hörte, neigte er den Kopf ein wenig, um ihr aus seinen Augenwinkeln einen Blick zuzuwerfen.
Sie war heute besonders hübsch, fand er. Sie trug das safrangelbe, schulterfreie Kleid, das er so liebte und ihr Haar wie so selten halb offen.
Schließlich stellte sie ihre Arzttasche ab und blickte ihn abwartend an. ,,Wie geht es dir ?“
,,Nicht so fürchterlich, wie ihr alle vielleicht von mir denken mögt.“
Damon drehte sich um und ließ seine Hand mit dem Taschentuch sinken, das er gerade noch auf seine Platzwunde gedrückt hatte. Elizabeth war mittlerweile vor ihm stehengeblieben.
,,Sehr gut“, sprach sie und lächelte gereizt. ,,Das heißt, dass ich das tun kann.“
Damon hatte nicht einmal die Möglichkeit ihre Worte zu verarbeiten, da war ihre Handfläche auch schon mit vollem Schwung auf seine Wange hinabgesaust und hatte dort mit einem lauten Klatschen einen roten Handabdruck hinterlassen.
Ein wenig irritiert legte Damon eine Hand an sein Kinn und drehte es probehalber von rechts nach links und klapperte mit den Zähnen. Er wusste um Elizabeths schottisches Temperament, doch das kam selbst für ihn überraschend.
Sie beide wussten nicht, wie Anna ein Stockwerk unter ihnen im Salon bei dem Geräusch leicht zu grinsen begann.
,,Gut, wenn wir das nun geklärt hätten, könntest Du nun bitte aufhören mich zu behandeln, als sei ich ein vollkommener Vollidiot ?“
,,Ach ja ? Wer sagt, das Du das nicht bist ?“ erwiderte Elizabeth nur empört auf seine Antwort und wollte bereits erneut ausholen, doch dieses Mal sah Damon es kommen und ergriff ihr Handgelenk noch bevor ihre Handfläche abermals seine Wange treffen konnte.
,,In Ordnung, ich wäre dem sehr empfohlen, würden wir diese Konversation nun weiterführen, sobald Du deine Aggressionen unter Kontrolle bekommen hast.“
,,Ich meine Aggressionen unter Kontrolle bekommen ?“ rief Elizabeth empört und versuchte ihre Hand aus seinem Griff zu lösen. ,,Muss ich dich daran erinnern, wer von uns beiden eine Schlägerei in aller Öffentlichkeit angezettelt hat ?!“
Damon seufzte nur und gab ihre Hand schließlich frei, wandte sich von ihr ab und ging zu dem kleinen Beistelltisch neben dem Kamin um sich dort einen Bourbon einzuschenken. ,,Dieser Narr hat es verdient und das weißt Du genauso gut wie ich.“
Elizabeth konnte nur den Kopf schütteln über so viel Ignoranz. ,,Ist das dein Ernst ? Wäre ich nicht dazwischen gegangen hättet ihr euch vermutlich weiterhin schön fein die Schädel gegenseitig eingeschlagen. Weißt Du eigentlich, was ich mir gerade von meinem Vater anhören durfte ?“
,,Na ja, der Schlag hat gesessen, das musst Du zugeben. Es hat mich sowieso überrascht, dass Du überhaupt dazwischen bist.“
Er sagte das mit solch einer Gleichgültigkeit, dass Elizabeth beim besten Willen nicht mehr wusste, was sie darauf denn bitte noch erwidern sollte.
,,Weshalb seit ihr eigentlich aufeinander los ? Man macht das doch nicht von irgendwoher.“
,,Das spielt keine Rolle.“
Dieser Ton trieb Elizabeth so langsam aber sicher zur Weißglut und das ließ sie Damon auch mächtig spüren. ,,Oh nein, es spielt eine Rolle. Es spielt eine verdammt große Rolle, Damon Salvatore, denn deine Torheit dein Leben zu riskieren wird es dich irgendwann noch kosten. War es denn bitte so schwer, einfach Lockwoods Phrasen zu ignorieren, wie es jeder in dieser Stadt tut, wenn er einmal wieder ungehobelt ist ?! Ist es denn so schwer einfach vorbeizugehen und sich einmal nicht provozieren zu lassen ?! Oh nein, ich vergaß. Das Wort Zurückhaltung muss der Herr Salvatore ja wohl erst noch in seinen Sprachschatz aufnehmen.“
Es war wieder dieser schottische Akzent, der Damon noch einmal unterstrich, wie aufgebracht sie in diesem Moment wirklich auf ihn war. Und mit jedem Satz, den sie aussprach, wurde er nur noch angekratzter. Denn sie verstand rein gar nichts. Schließlich platzte es aus ihm heraus.
,,Er hat deine Familie beleidigt ! Das war der Grund ! Wolltest Du das hören ?!“ rief er nun zurück und stellte energisch sein Whiskeyglas auf die Seite und fuhr zu ihr herum. ,,Tut mir leid, das ich das nicht einfach auf mich sitzen lasse. Und nun tu ja nicht so, als sei dir das egal, denn ich weiß, dass es nicht so ist !“
Empört öffneten sich Elizabeths Lippen. ,,Du denkst ich bin aufgebracht, weil ich nicht wusste, weshalb Du diesen ganzen Mist angefangen hast ? Da muss ich dich enttäuschen, denn Amelia Lockwood hat da bereits ganze Arbeit geleistet. Nein, weißt Du weshalb ich so aufgebracht bin ? Weil Du es einfach nicht lassen kannst. Immerzu bist Du der Meinung meine Ehre verteidigen zu wollen. Soll dieser Lockwood doch seine Bemerkungen machen, mir soll es egal sein und ja, wenn ich es sage, ist dies auch tatsächlich der Fall. Ich bin sauer, weil Du dich in Gefahr gebracht hast. Mal wieder. Und das aus einem vollkommen kindischen Grund !“
,,Nun, wenn ich es nicht mache, wer sonst ? Deine Wut hat keinen Grund und diesen, den Du mir gerade nanntest, das ist doch das einzige, das man kindisch nennt, wie Du es gesagt hast...“
,,Oh nein, Damon“, stieß Elizabeth nun stocksauer zurück. ,,Ich bin aufgebracht weil ich dich liebe, verdammt.“
Im Raum war es totenstill. Damon hielt die Luft an, genauso wie es Elizabeth getan hatte, nachdem sie erst einmal realisiert hatte, was sie da gerade eigentlich gesagt hatte.
Damon konnte sie nur anblicken. Nichts weiter, er konnte sie einfach nur ungläubig anblicken und seine Augen immer weiter weiten. So oft war sie diesen Worten nun ausgewichen und nun hatte sie sie über die Lippen gebracht.
Selbst Anna und Stefan im Salon unter ihnen waren nun still geworden, denn mittlerweile hatte Anna nicht einmal mehr ihr Vampirgehör gebraucht, um hören zu können, was da oben nun diskutiert wurde. Sie und Stefan warfen sich einen Blick mit geweiteten Augen zu.
Damon konnte sehen, wie Elizabeths Augen zu glänzen  begonnen hatten. Sie hatte sich immer mehr hineingesteigert und nun war sie vollkommen fertig. Doch wusste er auch, dass es bei ihr wohl eher noch viel Aufgestautes war, was für ihre momentane Verfassung sorgte.
,,Weißt Du eigentlich, was für eine Heidenangst ich hatte, als ich dich dort liegen sah und Du dich nicht gerührt hast ?“ begann sie nun ein bisschen ruhiger mit brüchiger Stimme. ,,Ich habe deinen Puls nicht gefunden und einen Moment lang dachte ich ...“, sie schluckte und schloss einmal die Augen, aus denen durch diese Bewegung eine Träne glitt. ,,Ich will dieses Gefühl nie wieder empfinden, es war fürchterlich. Ich wusste nicht, was ich überhaupt fühlen sollte. Ich war vollkommen... Und die Angst, dass Du …“
,,Schschsch“, langsam kam Damon auf sie zu und gerade als ihre Stimme brach, war er bei ihr angekommen und zog sie an seine Brust. Sie presste ihr Gesicht in sein Hemd und krallte ihre Finger in den Stoff, so als ob er ein Rettungsring wäre, der sie vor dem Ertrinken rettete. Damon konnte spüren, wie sein Hemd langsam feucht wurde und legte eine Hand an ihren Hinterkopf, fuhr ihr mit der anderen beruhigend über den Rücken.
,,Versprich mir, dass Du solch etwas nicht erneut tun wirst. Versprich es“, drang ihre erstickte Stimme an seine Ohren und ganz langsam nickte er und legte sein Kinn auf ihrem Scheitel ab, während er weiterhin beruhigend ihren Rücken auf und ab fuhr.
,,Ich verspreche es.“

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Hallöle, hier bin ich wieder mit einem neuen Kapi im Gepäck und noch immer im Umzugschaos steckend.
Mein Gott, das muss bei der doch mal aufhören, denkt ihr euch ? Tja, Pustekuchen. Das passiert wenn man eine komplette Inneneinrichtung kaufen muss und alle Möbelhäuser ihre eigenen Lieferzeiten haben. Und ausgerechnet jetzt am Ende, nach zwei Wochen, kamen als letztes die Betten an, typisch. Und die haben mir heute ein paar äußerst nette Jungs aus meinem Freundeskreis zusammengeschraubt - ich hoffe, ich kann darin auch ruhig schlafen, ohne dass es nachts mal 'Knack' macht und ich lieg auf dem Boden xD

So langsam bin ich ja wirklich ein Fan von meinem Ship hier geworden. Hat jemand eine Idee für einen Namen ? Dambeth ? Elizamon ? Dafaye ? Fayemon ? Ich hab absolut keinen Plan xD Schreibt mal eure Ideen in die Reviews, vielleicht sind da ja dann brauchbarere Sachen dabei, als die, die ich mir hier zusammenreime xD
Ich find Fayemon ja jetzt irgendwie nicht so schlecht ... *Grübel-Smiley*

Okay, egal, Themawechsel, meine Nachworte werden momentan immer viel zu lang xD Vermutlich liest sich eh niemand den Quatsch hier durch, den ich noch am Ende mit meinem mitternächtlichen Gehirn fabriziere xD

Also, nochmal ein großes Dankeschön für die süßen Rewies, vor allem ein Danke an Am und Lea, hab euch lieb, dafür, dass ihr euch immer so viel Mühe gebt, mir ein paar liebe Worte dazulassen ;-*

Bis zum nächsten Mal,
Tessa (nicht Ketzia xD)
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