Bilderbuch - Eine besondere YOI-Oneshot-Sammlung

OneshotAllgemein / P18 Slash
Otabek Altin Victor Nikiforov Yuri Katsuki Yuri Plisetsky
06.01.2019
04.03.2019
12
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4
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Titel: Welcome to the Madness
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Entstehungsjahr der Geschichte: 2017
Haupt-Pairing bzw. vorkommende Pairings: Otabek x Yurio
Vorkommende Charaktere: Otabek, Yurio, Victor, Yuuri, Lilia, Yakov



Welcome to the Madness



Yurios POV:

Welcome to the Madness.
Madness…
Wahnsinn...
Und genau das war es auch – Wahnsinn! Absoluter Wahnsinn! Der ganze Abend, mein Auftreten, mein Verhalten,... Alles war der blanke Wahnsinn! Der Wahnsinn regierte nicht nur meinen Exhibition Skate, sondern auch mich!
Nachdem ich MEINE Kür gelaufen war, in MEINEM Kostüm, in MEINEM Styling, mit MEINER Choreographie, auf MEINER Musikauswahl, hatte ich diesen fabelhaften Wahnsinn, den ich erschaffen hatte, mehr als deutlich gespürt:
Lilias entsetzter Blick, als würde sie gleich in Ohnmacht fallen.
Yakovs wildes Geschrei, da ich meinen kompletten Auftritt eigenmächtig verändert hatte.
Milas Mund, der so weit offen stand, dass man ihren Magen hätte sehen können.
Victor und das Katsudon, die sich nicht wirklich entscheiden konnten, ob mein Handeln genial oder bescheuert gewesen war.
Chris, der bei meinem Anblick fast gesabbert hätte. Und ja, er ist sowas von schwul – und das meine ich nicht als Beleidigung, sondern schlichtweg als Tatsache!
Phichit, der meinen ganzen Lauf gebannt gefilmt und bereits ins Netz gestellt hatte.
JJ, der hart schlucken musste. Mit SOWAS hatte er definitiv nicht gerechnet!
Meine Fans, die Yuri Angels, hatten mir so laut zugejubelt, dass sie mir beinahe einen Gehörsturz bescherten.
Die Reporter, die nicht fassen konnten, was ich mit meinen „süßen Sechszehn“ da aufs Eis gelegt hatte.
Aber ganz ehrlich: In diesem Moment waren die mir alle sowas von egal!

Bevor mich irgendjemand in die Finger bekam, bevor mich meine Trainer zurechtweisen oder die Aasgeier von der Presse mich umzingeln konnten, war ich weg – zusammen mit Otabek. Diese Nacht war noch jung, genau wie wir. Und sie gehörte uns – nur ihm und mir! Schnell rannte ich zum Hinterausgang, zog mir mein pinkfarbenes Jackett wieder an, nahm den dunklen Helm, den mir der Kasache reichte, setzte mich hinter ihm auf sein Motorrad, schlang meine Arme um seine Taille, kuschelte mich an seinen starken Rücken, er startete den Motor und wir verschwanden in der kalten Nacht.
Wieso ich das so flüchtig und oberflächig erzähle? Nun ja...
Das, was darauf folgte, war tausend Mal verrückter, aufregender, intensiver,...
Der wahre Wahnsinn!


Wir betraten gerade das kleine Hotelzimmer, das wir unter falschen Namen im Voraus gebucht und bezahlt hatten. Für unseren gut durchdachten Plan war diese preiswerte Unterkunft am anderen Ende der Stadt perfekt gewesen. Wir brauchten keinen Luxus, wir brauchten nur uns selbst.
Die Tür war kaum ins Schloss gefallen, da warf Otabek unsere Helme und die Schlüssel achtlos auf das graue Sofa, das im Eingangsbereich stand. Sofort drückte er mich stürmisch gegen die nächstbeste Wand und küsste mich innig. Mir stockte beinahe jetzt schon der Atem. Oh Gott! Mein Freund war so heiß, wenn er seine Beherrschung verlor!
Ja, richtig gehört: mein Freund! Es wusste keiner, es war noch nicht offiziell, aber wir waren ein Paar – ein Liebespaar. Kurz vor meinem Auftritt war die Bombe geplatzt; wir hatten uns unsere Gefühle gestanden, die wir schon seit längerer Zeit füreinander hegten. Und jetzt gab es kein Halten mehr! Wie sehr wollte mich dieser Mann! Und wie sehr wollte ICH diesen Mann!

Sein Schal und meine Jacke zierten bereits den Teppichboden. Immer sinnlicher wurden unsere Küsse, während er mir über meine nackte Haut strich. Es war Winter, wir waren einige Zeit dem kalten Fahrtwind ausgeliefert und ich dafür eigentlich viel zu leicht bekleidet gewesen, aber trotzdem hatte es den Anschein, als würde jede Zelle meines Körpers in feurigen Flammen stehen, sobald sie der Schwarzhaarige auch nur berührte. Zuerst streichelte er mir behutsam über die Arme, dann jedoch glitt er gekonnt unter mein Top, liebkoste mit seinen warmen Fingerspitzen meine Seite, fuhr mir den Bauch hoch. Mein Herz raste und ich musste in unseren Kuss, der jetzt bereits mit Zunge war, hineinstöhnen. Ein wohliger Schauer überzog meinen Rücken, als der Kasache mit seiner freien Hand nach meinen beiden Handgelenken griff, sie fest packte und über meinem Kopf an die raue Wand presste. Ich leckte ihm über seine bereits leicht angeschwollenen Lippen.
Kurz darauf trennten wir uns notgedrungen voneinander, da uns die Luft wegblieb. Lediglich ein dünner Spuckfaden verband uns in diesem Moment, als sein gieriger Blick auf mir lag und meine grünen Augen ihn verzauberten. Ich genoss es, so begehrt zu werden. Mir wurde bewusst, dass ES heute passieren würde – und ich wollte es auch. Trotzdem schoss mir bei diesem Gedanken das Blut in die Wangen...
„Yura...“, flüsterte der Ältere beinahe, als er mir über mein gerötetes Gesicht streichelte, mir ein paar blonde Haarsträhnen hinter mein Ohr steckte. „Ich liebe dich so sehr! Und ich will, dass du mir heute Nacht ganz alleine gehörst...“ Gott! Das war ja sooo kitschig! Dennoch war es wunderschön; mein dummes Herz beschleunigte seinen sowieso schon rasenden Rhythmus um ein Vielfaches und ich konnte nicht anders als stumm zu nicken.
Ein glückliches und doch verruchtes Grinsen breitete sich auf meinen Lippen aus, ich stellte mich auf meine Zehenspitzen, um unseren geringen Größenunterschied zu überbrücken, beugte mich an sein Ohr und leckte kurz darüber. Ich spürte, wie mein Freund unter meiner Berührung leicht zu beben begann. Ich genoss den Augenblick und sprach ganz leise: „Ich liebe dich auch, Beka! Und ich bin Dein, heute Nacht und für immer!“

Einige Sekunden später lag ich in den weichen Laken, unsere Schuhe flogen durch den spärlich beleuchteten Raum, denn nur das helle Mondlicht drang durch das Fenster hinein. Wildes Schmatzen und hemmungsloses Stöhnen ertönte, während wir uns gegenseitig immer weiter auszogen: Ich öffnete meine Haare, legte die goldene Kette ab, warf Otabeks Handschuhe neben das Bett... Unsere Oberkörper waren bereits entblößt, ich hatte freie Sicht auf seine athletische Brust, seine definierten, jedoch nicht übertriebenen Muskeln, seine breite Schultern, seine männliche Haut... Ich strich ihm zart über das Schlüsselbein, als ich plötzlich in meiner Bewegung innehielt.
Ich war kein erwachsener Mann, ich war ein unerfahrenes Kind! Auf dem Eis kannte ich mich aus, dort war ich der Beste, aber hier... Ich hatte noch nie eine Beziehung, ich war noch nicht einmal in jemanden verliebt gewesen, hatte nie einen Schwarm – weder Mann noch Frau. Ich hatte absolut keine Ahnung von der Liebe, geschweige denn von Sex! Ich konnte einfach nicht mit ihm mithalten – in jeglicher Hinsicht...
In der nächsten Sekunde, fingen meine dünnen Finger unkontrolliert das Zittern an. „Hey, Yura...“, erklang seine tiefe Stimme liebevoll, während er mein schwitzendes Körperteil behutsam auf seinen Brustkorb legte und seine warme Hand darauf bettete. Ich bekam große Augen, als ich seinen wilden Herzschlag wahrnehmen konnte. „Hab keine Angst, keine Bedenken und keine Zweifel. Ich bin bei dir und du bei mir. Solange wir zusammen sind, kann uns nichts passieren. Lass uns diesen einzigartigen Moment gemeinsam genießen, lass uns gemeinsam kostbare Erinnerungen schaffen und viele Erfahrungen sammeln. Du bist es, den ich bedingungslos und über alle Maße liebe – und zwar genauso wie du bist! Ich liebe dich, Yuri Plisetsky!“ ...

Was danach geschah, kann ich nicht wirklich in Worte fassen.
Unsere heißen Körper, seine nackte Haut auf meiner...
Die große Lust, die uns beide überrollte...
Sinnliche Küsse, kleine Bisse, hier und da ein leichter Kratzer...
Hemmungsloses Stöhnen, das den dunklen Raum erfüllte...
Mein pochendes Herz, das beinahe zersprang...
Seine feuchte Zunge an meinem... meinem... an meinem erigierten Glied...
Dieser atemberaubende Blowjob, den er mir schenkte... WOW! Mir wird immer noch schwindelig, wenn ich daran auch nur denke...
Gierige Blicke, wildes Keuchen, aufrichtige Liebesbekundungen...
Und als absolute Krönung... DAS!!! Unsere intimste Zweisamkeit! Ich hatte beinahe den Verstand verloren. Es war, als würde ich verbrennen... Es war traumhaft schön! Der blanke WAHNSINN!!!


Leider war der darauffolgende Morgen auch der blanke Wahnsinn... Aber ganz anders...
Als wir in unserem normalen Hotel wieder auftauchten, konnte man Yakovs Geschrei bis runter ins Foyer hören, Lilia zog mich strafend an den Haaren, Victor weinte, da er so erleichtert war, dass ich gesund und munter zu sein schien, Yuuri umarmte mich stürmisch, was ich widerwillig über mich ergehen lassen musste, mein Opa, den sie auch informiert hatten, erteilte mir per Telefon lebenslangen Hausarrest, die Polizei wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass Otabek und ich wohlauf waren. Als ich mich wenigstens etwas verteidigen wollte, verpasste mir mein erzürnter Trainer eine schallende Ohrfeige, was seine Ex-Frau sofort tadelte, da, laut ihrer Meinung, auch mein makelloses Aussehen von größter Wichtigkeit für meinen Sport sei...
Ja... und mein Freund... wurde mit Schweigen Seitens seines Trainers bestraft, was allem Anschein nach nichts Gutes verhieß...

Aber es hatte sich sowas von gelohnt! Ich würde es jeder Zeit ohne zu Zögern wieder genauso tun! Und zudem war ich mir absolut sicher, dass das erst der Anfang vom ganz großen Wahnsinn war...

„Welcome to the Madness!“, schoss es mir in den Sinn, ich blickte hinüber zu IHM und schenkte ihm ein vielsagendes Lächeln, das er auf Anhieb verstand...