Bilderbuch - Eine besondere YOI-Oneshot-Sammlung

OneshotAllgemein / P18 Slash
Otabek Altin Victor Nikiforov Yuri Katsuki Yuri Plisetsky
06.01.2019
04.03.2019
12
18065
4
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Dieses Kapitel
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Information


Minasan, Kon'nichiwa!

Ich freue mich, dass ihr (durch Zufall oder mit voller Absicht) hier bei mir gelandet seid. Einige, die meine Aktivitäten auf dieser Seite schon etwas länger verfolgen, werden sich vielleicht noch an mein Projekt „Yuri!!! on Ice – Adventskalender 2017“ erinnern, das ich vor einiger Zeit gelöscht habe. Allerdings finde ich es jetzt doch etwas schade, dass ihr meine kleinen Geschichten nicht mehr lesen könnt. Daher habe ich mich dazu entschlossen, dass ich ein Reupload starte, das jedoch etwas modifiziert sein wird...

Das Konzept ist ganz einfach: Jedes Kapitel ist eine abgeschlossene Story, ergo ein Oneshot, die sich auf nichts anderes bezieht. Daher kann man, je nach Interesse, auch nur einzelne Kapitel lesen, ohne etwas auszulassen oder zu verpassen. Es handelt sich hierbei sozusagen um eine Oneshot-Sammlung. Das Besondere: Jedes Kapitel bzw. jede Geschichte bezieht sich auf ein Bild (siehe Link im jeweiligen Kapitel), das ich zuvor im Internet gefunden habe und das mich zum Text bzw. zum Schreiben inspirierte. Daher nenne ich diese Sammlung auch „Bilderbuch“.

WICHTIG!!! Ich bin nicht der Eigentümer dieser Bilder!!! Ich habe sie lediglich bei meiner Recherche im Internet gefunden und für meine eigenen Zwecke verwendet. Sie beflügeln meine Zunge und lassen mein Herz sprechen. Jedes einzelne Bild ist ein wahres Meisterwerk und ich danke den begabten Künstlern, dass sie so etwas Atemberaubendes kreierten und mit der Welt teilen! Also nochmal in aller Kürze: Die Bilder stammen nicht von mir, die Texte schon...

Damit ihr euch besser zurechtfinden und gezielter nach einer Geschichte eures Geschmacks suchen könnt, gebe ich euch zu Beginn jedes Oneshots ein Paar kurze Informationen (Titel, Link zum Bild, Entstehungsjahr der Geschichte, Haupt-Pairing bzw. vorkommende Pairings, vorkommende Charaktere).

Ich hoffe, ich habe nichts Wichtiges vergessen...


Vielen Dank für euer Interesse und viel Spaß beim Lesen,


Reika Sakura


P.S.: Falls ihr euch fragt, wieso ich die Altersgrenze so hoch ansetze... Hierfür habe ich zwei einfache Gründe: Erstens möchte ich sie lieber etwas höher ansetzen, als irgendeiner Richtlinie nicht gerecht zu werden. Denn ich möchte nicht, dass meine Geschichte gelöscht wird... Und zweitens wird definitiv auch noch etwas kommen, das die höhere Altersbeschränkung rechtfertigen wird... ;P




***




Titel: Sakura
Link zum Bild: https://www.facebook.com/Yuri.On.Ice.TWCN/photos/a.552086848322105.1073741828.552085318322258/652760078254781/?type=3&theater
Entstehungsjahr der Geschichte: 2017
Haupt-Pairing bzw. vorkommende Pairings: Victor x Yuuri
Vorkommende Charaktere: Victor, Yuuri, Makkachin



Sakura



Yuuris POV:

Frühling.
Meine Lieblingsjahreszeit.
Nein. So stimmt das nicht. Eigentlich hat jede Jahreszeit ihren ganz besonderen Reiz.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich den Frühling trotzdem auf eine ganz spezielle Art und Weise genieße.
Sakura – Kirschblüten.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich Japaner bin... Aber ich liebe diese zauberhafte Zeit im Jahr, wenn die Bäume in liebliches Rosa getaucht werden. Jedes Mal fangen meine Augen wieder an zu glitzern, wenn ich die ersten Knospen erwachen sehe...
Oft habe ich Victor davon vorgeschwärmt und jetzt sind wir hier – in Japan – zur Kirschblütenzeit. Wir haben ein paar Tage frei, besuchen meine Familie und unsere Freunde, die in meinem Heimatland leben.

Heute ist ein wundervoller Tag: Die goldene Sonne schickt ihre warmen Strahlen auf die Erde, die munteren Vögel zwitschern, ein kleiner Bach, der sich durch die traditionelle Gartenanlage schlängelt, plätschert dahin. Der feine Kies unter unseren Füßen knirscht leise, Makkachin läuft schwanzwedelnd an der Leine neben meinem Verlobten, der aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Ich führe ihn durch den Park, füttere ihn mit Informationen, beantworte alle seine Fragen, die er mir aufgeregt stellt. Irgendwann kommen wir am Zentrum der Grünfläche an: Eine steinerne Brücke erstreckt sich über das frische Nass und überall wachsen blühende Kirschbäume, die über und über mit rosafarbenen Blättern bedeckt sind...
„WOW! AMAZING!“, ertönt die Stimme des Silberhaarigen euphorisch. Plötzlich hält ihn nichts mehr. Er drückt mir Makkachins Leine in die Hand, zieht sein Smartphone aus der Tasche und rennt über die Brücke auf die andere Uferseite, auf der noch mehr Bäume glänzen. Wie wild knipst er Foto um Foto. Manche Einheimische beäugen das eigensinnige Treiben skeptisch, andere können diese gelebte Begeisterung wohl sehr gut nachvollziehen... Ich muss einfach nur lachen, denn gerade eben macht er Phichit echt Konkurrenz!

Und ich bin glücklich. Glücklich, dass der Mann, den ich mehr als alles andere auf der Welt liebe, von denselben Dingen gebannt wird wie ich. Fröhlich folgen der braune Pudel und ich ihm; kurz hinter dem Russen bleibe ich stehen und streichle den treuen Vierbeiner durch das weiche Fell.
In der nächsten Sekunde spricht mich der Größere an: „Ah, Yuuri! Gut, dass du da bist! Würdest du bitte ein Bild von mir machen? Eines mit ganz vielen Blüten im Hintergrund! Ja?“, fragte er mich mit einem breiten Grinsen auf den Lippen und streckt mir schon sein Handy entgegen. „Gerne“, erwidere ich schmunzelnd. Ich schalte die Kamera an, während der Ältere sich auf dem sandigen Boden genau zwischen zwei Kirschbäumen positioniert. Ich schaue auf das Display – und erstarre.

Diese Szene, die sich vor meinen Augen erstreckt... Dieser Moment... ist... perfekt!
Die zarten rosafarbenen Blüten malen eine einzigartige Kulisse, zaubern eine märchenhafte Landschaft. Davor Victor, in schlichter Eleganz, gleich einem Prinzen. Seine legeren Klamotten schmeicheln seiner athletischen Figur, betonen seinen schlanken Körper, seine definierten Muskeln, die sich unter dem Stoff erahnen lassen. Seine blasse Haut gleicht teurem Porzellan, seine platinblonden Haare schimmern im fahlen Sonnenlicht, das sich seinen Weg durch die vielen Zweige und Äste bahnt. Seine eisblauen Iriden, die immer so ausdrucksstark sind, ziehen mich magisch an, sind der perfekte Kontrast zu den rosafarbenen Blüten, die ihn umgeben... Diese meeresgleichen Seelenspiegel sind aufrichtig und rein. Sein liebevoller Blick, den er gerade nur mir schenkt... Seine feinen Konturen... Und seine zarten Lippen...
Ein milder Windhauch fegt durch die vollbehangenen Baumkronen und lässt einzelne Blätter sacht zu Boden fallen. Sie tanzen um meinen Verlobten, rahmen ihn ein, setzen ihn gekonnt in Szene, komplettieren diesen wahrgewordenen Traum...

Ein starkes Kribbeln macht sich in meiner Bauchgegend breit, mein Herzschlag wird schneller und lauter. Ich spüre, wie mir das Blut in den Kopf schießt. Ich will ihn küssen – hier und jetzt! Auch wenn sich das in der japanischen Gesellschaft nicht wirklich ziemt...

„Yuuri! Alles okay? Hast du das Foto geschossen?“, reist mich die bekannte Stimme aus meinen Gedanken.
„Ähm... Ja, habe ich“, antworte ich schnell und reiche ihm sein Smartphone, bleibe ansonsten wie angewurzelt stehen.
„Liebling, was hast du?“, fragt er mich besorgt.

Ich merke, wie ich bei diesen Worten noch röter werde – oder liegt es an meinen Gedanken?
Victor ist so verdammt sexy! Er sieht einfach verboten gut aus!
Charme, Charisma, Witz, Eleganz, Anmut, Wärme, Großzügigkeit, Professionalität, Leidenschaft, Aufrichtigkeit, Liebe,...
Er ist innerlich und äußerlich perfekt!
Wie kann es nur sein, dass ein solch gottgleicher Mensch meine Gegenwart sucht?
Wie kann es sein, dass ein sanfter Engel wie er es ist Zeit mit mir verbringt und verbringen möchte?
Wie kann es sein, dass DER VICTOR NIKIFOROV ausgerechnet MICH liebt – und ich ihn lieben darf? Dass unsere Herzen im Einklang schlagen?

„Erde an Yuuri! Hey, bist du noch da?“, holt er mich ein zweites Mal zurück in die Realität und wedelt mir dabei mit der Hand vorm Gesicht herum. Im nächsten Moment packe ich bestimmt nach dieser, halte sie fest in meiner, streichle behutsam und zärtlich über seinen weichen Handrücken. „Du bist wunderschön! Und ich liebe dich, Victor Nikiforov!“, platzt es einfach so aus mir heraus. Meine Stimme klingt – entgegen all meinen Erwartungen – aufrichtig, stabil und sanft. Eine unbestimmte Zeit lang herrscht elektrisierende Stille zwischen uns. Anschließend beuge ich mich leicht nach unten, ziehe seine schlanken Finger zu meinen Lippen und gebe ihm einen edlen Handkuss. Als ich in der darauffolgenden Sekunde in seine funkelnden Seelenspiegel blicke, sehe ich ein verdächtiges Glitzern darin und zudem etwas ganz Seltenes: einen mehr als leichten Rotschimmer auf seinen elfengleichen Wangen...