Schicksalhafte Begegnung

von Exita
GeschichteRomanze, Fantasy / P18 Slash
05.01.2019
07.12.2019
40
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Schicksalhafte Begegnung


Kapitel 1



Hallo! Habe lange nichts von mir hören lassen, aber nun habe ich vor Kurzem mal wieder die Stargate Atlantis Staffeln gesehen und war inspiriert. Diesmal verschlägt es die beiden in das Stargate Atlantis Universum und ich hoffe, das es einigermaßen gut ist. Viel Spaß! Und bitte hinterlässt mir eine kleine  Rückmeldung; würde mich sehr freuen.
LG Exita





Major Merlin Emres saß dem General  gegenüber und hatte ein verdammt mieses Gefühl. Sie hatten ihn ins Stargate Center beordert und er wusste, das dies nicht gut ausgehen würde. Natürlich hatte er wieder Scheiß gebaut...Natürlich. Befehle missachten war seine Domäne. Sein Vater; General Emres würde wieder aus der Haut fahren, wenn er noch leben würde. Obwohl das Merlin so ziemlich egal war.

Er hatte Jahre vor seinem Tod kein Wort mehr mit ihm gesprochen, obwohl er die einzige Familie war, die er noch hatte. Sein Vater lebte auf einem ganz anderen Level als er und Merlins Anschauungsweise des Lebens hatte ihm nie gefallen. Er war Zeit seines Lebens ein General gewesen und eigentlich nie ein Vater, wie Merlin es sich gewünscht hätte. Selbst als er beschloss zur Armee zu gehen, hatte das sein Verhältnis zu seinem Vater nicht gebessert und irgendwann war Merlin das egal gewesen. Was er auch tat; es war nie genug gewesen.

Schließlich hatte er sich zu diesem geheimen Programm gemeldet und er war auch qualifiziert dafür. Er hatte Biologie mit Auszeichnung studiert; hatte ein komplettes, schwieriges Kampftraining absolviert; war geschult in Kampftechnik und klug dazu. Außerdem konnte er so ziemlich alles fliegen, was in der Lage war, sich in die Luft zu erheben. Merlin liebte das Fliegen, wenn er auch nicht viel Gelegenheit dazu bekam.

So jemand war natürlich dafür ausersehen, an einem geheimen Projekt zu arbeiten. Wahrscheinlich hatte auch sein Name und Rang seines so sehr korrekten Vaters eine Rolle gespielt; was ihn immer noch ärgerte...Im Nachhinein. Zumindest jetzt war er allein, ohne Familie oder Verwandte, nur noch das pompöse Haus und Vermögen seines Vaters, was ihn nicht interessierte.

Oh ja, er liebte es Soldat zu sein und er liebte es Wissenschaftler zu sein. Merlin fand diese Kombination außergewöhnlich. Die meisten waren nur Soldat oder nur Wissenschaftler. Er war beides. Aber er war auch ein spezieller Soldat. Elite Einheit.

Spezielles Kampftraining und Spionageausbildung. Er war normalerweise ein Mann Team und sie setzten ihn für sehr brisante Fälle ein, solche bei denen die Chance sehr hoch war, nicht mehr zurückzukommen. Dafür war er ausgebildet worden. Das Elite Studium in Biologie war eher sein Steckenpferd gewesen.

Der General  ihm gegenüber sah nicht glücklich aus, als er auf die Papiere sah und nun endlich den Kopf hob und ihn ansah:

„Also...Major. Können Sie mir sagen, warum Sie den Befehl missachtet haben, die Terroristen lebend zu fangen? Sie wussten doch, das wir die Terroristen, die versucht hatten in das Stargate Center einzudringen, befragen wollten. Schließlich müssen wir davon ausgehen, das es eine Splittergruppe der Goa'uld Anbeter sein könnte. Aber nein; sie mussten ja das ein Mann Killerkommando spielen und sie alle töten. Da jetzt alle tot sind, werden wir das nie erfahren. Es ist nicht das erste Mal, das Sie Befehle missachten und wir können das nicht weiter dulden; zumindest hier nicht.“

Er hatte sich in diese Gruppe eingeschlichen und so ihre Pläne erfahren. Bei dem Versuch ins Stargate Center einzudringen, ließ er seine Maske fallen. Es wäre alles gut gegangen und er hätte die Situation im Griff gehabt, wenn diese Idioten nicht eine Einheit zur Unterstützung geschickt hätten. Danach lief alles aus dem Ruder. Es wurde wie wild geschossen und es hätte Tote gegeben. Um das zu vermeiden, hatte er die sechs Eindringlinge getötet.

„Ich sah keine Notwendigkeit, sie lebend zu fangen, zumal sie sich nicht lebend fangen ließen. Sie hatten den Befehl zur Tötung, sollten Sie nicht mehr wegkommen oder alles fehlschlagen. Ich wusste es aus erster Hand. Sie wären sehr brutal vorgegangen“, antwortete Merlin gleichgültig „Diese Soldaten wären alle drauf gegangen. Ich dachte, das es eher die Terroristen treffen sollte, zumal ich keine Unterstützung angefordert hatte.“

„Sie hatten das nicht zu entscheiden, Major“, zischte der General zornig „Weder zu entscheiden, ob eine Einheit zur Unterstützung kommt, noch die Exekution der Gruppe. Sie haben wohl Probleme, einfache Befehle auszuführen. Sie hatten den Befehl, die Gruppe festzusetzen und nicht zu eleminieren.“

„Einfach? Ich wollte diese Männer nicht gefährden...wegen Typen, die eh vor hatten, sich zu töten. Sie wären alle drauf gegangen...Für nichts.“

„Wie auch immer“, sagte der Vorgesetzte und schloss die Akte „Das ist jetzt Schnee von Gestern und ich bin wirklich nicht scharf darauf, mit Ihnen das jetzt auszudiskutieren. Doch das Ganze wird Konsequenzen mit sich ziehen. Das ist nicht das erste Mal, das sie sich Befehlen widersetzen. Bis jetzt hat man wegen ihren Erfolge darüber hinweg gesehen, aber genug ist genug.“

„Werde ich aus dem Dienst entlassen?“, fragte Merlin vorsichtig.

„Nein. Es würde kein gutes Bild auf ihren Namen werfen und...der ihres Vaters. Möge er in Frieden ruhen. Er war ein sehr korrekter Mann und General.“

Na klar. Wieder sein alter Herr, der ihm selbst aus dem Grab noch half, wenn auch unbewusst und sehr widerwillig. Dessen war sich Merlin sicher. Wahrscheinlich würde er sich im Grab umdrehen. Es musste ja so kommen und da er eine hohe Freigabe hatte und Geheimnisse kannte, die niemand wissen sollte, würden sie ihn nicht in eine einfache Kaserne schicken. Er war immer noch ein verteufelt guter Elite Soldat, der die schwierigsten Missionen meistere.

„Sie werden versetzt...In die Pegasus Galaxie. Trotz das sie sich nicht an die Richtlinien des Militärs halten, sind sie ein verdammt guter Mann“, sagte der Vorgesetzte und bestätigte damit Merlins Vermutungen. Und...Er würde Atlantis sehen, die sagenumworbene Stadt der Antiker.

„Atlantis?“, fragte Merlin deshalb „Aber...Arbeiten die dort nicht in Teams?“

Der Vorgesetzte hob die Hand.

„Ich will jetzt nicht hören, das Sie irgendwas dazu sagen. Wir sind hier nicht auf einem Wunschkonzert und Sie...“, er musterte Merlin „Haben mit Sicherheit das Recht verwirkt, irgendwelche Wünsche zu äußern. Haben Sie das verstanden?“

„Ja...Sir.“

Er hatte alles von Atlantis gelesen, doch er war nie dort gewesen. Er war noch nie durch das Sternentor getreten und hatte andere Welten besucht. Nicht das er es nicht könnte; er wollte nicht. Die Teams, die die Galaxie erforschten, waren so etwas wie Helden, allen voran SG 1.
Und jetzt sollte er in eine Galaxie, die noch nicht mal seine eigene war, sondern so weit weg lag, das ihre Raumschiffe drei Wochen im Hyperraum brauchten, um Atlantis zu erreichen.

„Nicht direkt Atlantis“, antwortete der General jetzt „Sie werden dort auf einem der Alpha Stützpunkte stationiert sein und dort Einsätze haben. Die Pegasus Galaxy ist noch nicht sehr erforscht. Wir wissen nicht, wie viele Planeten es noch gibt, wo Menschen leben oder andere Lebewesen, die dort von den Wraiths bedroht werden. Dort herrscht Krieg wie sie bestimmt wissen. Und jemanden wie Sie, wenn er es will, könnte dort sehr gut neue Planeten erkunden, ohne groß aufzufallen“, ein amüsierter Blick schlich sich in den älteren Mann „Ein idealer Job für sie. Und wahrscheinlich fallen sie den Wraiths dann nicht auf. Und wenn doch, können Sie ihre Killerinstinkte an denen auslassen. Ich denke nicht, das Sie dafür gerade stehen müssen, wenn sie die verdammten Monster umlegen. Sagte ich schon, das es ideal ist?“

Bastard, dachte Merlin. Er schien das besonders lustig zu finden. Merlin hatte wirklich Probleme mit Vorgesetzten. Vielleicht kam das von seinem Vater, der immer Vorgesetzter war, auch zu Hause. Seine Kindheit war nicht Freude und Sonnenschein. Mutter früh verstorben; Vater ein Soldat und er legte das nicht vor der Haustür ab. Aber das war nicht mehr wichtig. Wichtig war das hier jetzt.

Okay...Die Wraiths. Ja, sie waren die Feinde, wie einst die Goa'uld. Nur weitaus schlimmer, aggressiver und hoch entwickelt. Sie waren eine Kreuzung zwischen einen Iratus Käfer und Human. Für Merlin, der Biologie studiert hatte eine sehr interessante Sache.

Zumal sich diese Käfer, die in der Pegasus Galaxie heimisch waren, sich von der Lebenskraft anderer Wesen jeder Art ernährten. So auch die Wraiths; vorzugsweise an Menschen. Sie saugten mit ihrem Futterorgan, das in ihrer rechten Handfläche war, das Leben aus den Menschen und zurück blieb eine vertrocknete Leiche. Weltraumvampire...Ja, der Begriff passte zu ihnen. Es dauerte Äonen, bis sie sich zu dem entwickelten, was sie nun waren. Und eine sehr reale Bedrohung. Ja, er wusste das alles. Wissen war Macht.

Und er wusste, das er strafversetzt wurde. Auf einen langweiligen Planeten, irgendwo im Nichts der Pegasus Galaxie, mit der Aufgabe neue Planeten zu erkunden. Ob das eine Strafe war, würde sich noch herausstellen. Oder ein Abenteuer? Nun ja, die Herren waren sehr bestrebt, ihn loszuwerden. Und das wohl sehr schnell, wie er jetzt feststellte.

„Da Sie Wissenschaftler und Soldat sind, finden wir Sie geeignet dafür. Und natürlich mit ihrer außergewöhnlichen Ausbildung. Sie sind ein Spion, Forscher, Soldat und ein Killer, wenn es sein muss. Gemacht für diesen Job“, sagte sein Vorgesetzter leidenschaftslos und beherrschend. Die Kegeln waren gefallen „ Melden Sie sich morgen früh um sechs Uhr hier. Sie werden unverzüglich mit der Apollo in die Pegasus Galaxie aufbrechen und Sie haben drei Wochen Zeit, sich mit allem vertraut zu machen. Wegtreten!“

Merlin stand auf, nickte und verschwand. Da gab es nichts mehr zu sagen, außer den Dienst quittieren, aber das würde er nicht tun. Nicht weil er es nicht wollte; darauf warteten sie ja nur. Arsch geleckt. Er würde morgen früh hier auftauchen und in eine andere Galaxie fliegen. Vollidioten. Okay...Auf Wiedersehen Erde. Das war es dann. Er war sich ziemlich sicher, das die Alternative seine Entlassung gewesen wäre.

Nun gut. Neue Galaxie...neue Erfahrungen. Besser als nichts. Merlin verließ das Stargate Center und fuhr nach Hause, um zu packen. Er würde sehr lange nicht mehr hierher kommen, so nahm er alle persöhnliche Dinge mit. Seine Katze gab er seiner Nachbarin, die sich eh immer um sie gekümmert hatte. Dort hatte sie es besser. Er würde verschwinden, denn er konnte niemanden sagen, wo er arbeitete.

Streng geheim....Super streng geheim.

Merlin regelte über Nacht seine Leben. Nicht das es da viel zu regeln gab. Er packte seine Sachen, die er mitnehmen würde, kündigte das Zimmer, das er privat hatte und rief seine...Oh ja, seine noch Freundin an. Es war ja nicht so, das es die große Liebe war. Merlin hatte wohl kein geschicktes Händchen bei Frauen. Auch hier nicht. Sie wollte unbedingt wissen, wieso er jetzt so spurlos versetzt wurde. Als Merlin ihr es nicht sagte...Was sollte er auch sagen? Hallo, ich reise in eine andere Galaxie? Danach schrie sie durch das Telefon, das sie sich das nicht bieten ließ und er wohl eine andere hätte, die er fickte. Merlin sagte nichts darauf und beendete einfach das Gespräch. Okay, das war es mit Freundin Nummer....Was auch immer.

Am nächsten Morgen meldete er sich wie befohlen im Stützpunkt und war eine halbe Stunde später auf der Apollo. Seltsam dieses Beamen. Es war das erste Mal für Merlin und er fand es wirklich...Nun ja...Praktisch. Er blieb auf dem Weg zu seinem Quartier, das ihm ein Besatzungsmitglied zeigte, an einem Fenster stehen und schaute auf die Erde unterhalb ihrer Umlaufbahn. Der Andere kam näher.

„Faszinierend, nicht wahr?“

Merlin nickte.

„Das erste Mal?“, fragte der Mann.

„Ja“, sagte Merlin „Mein erstes Mal, das ich die Erde verlasse und in eine ganz andere Galaxie reise. Irgendetwas sagt mir, das ich die Erde sehr lange nicht wiedersehen werde.“

„Sie werden überrascht sein, aber ich hatte es nie bereut“, nickte der Soldat „Und die Pegasus Galaxie ist nicht so übel, abgesehen von den Wraiths.“

„Haben Sie schon mal einige gesehen?“, wollte Merlin wissen, als sie weitergingen und in einen anderen Gang abbogen. Mann, das Schiff war ja riesig.

„Ja. Auf Atlantis, doch er war schon tot. Sie hatten an ihm irgendein Mittel ausprobiert. Sehen uns nicht sehr ähnlich. Und ihre Essgewohnheiten sind wirklich mies. Achten Sie auf sich da draußen, Major“, sagte der Soldat und öffnete eine Tür.

„Das ist ihr Quartier für die Reise. Willkommen an Bord, Sir.“

„Danke“, sagte Merlin und betrat sein Quartier, während der Soldat ging.

In einer Stunde würden sie losfliegen und in drei Wochen würde er auf dem Alpha Stützpunkt ankommen. Es gab einen sanften Ruck, als Merlin etwas später aufblickte und zum Fenster sah, das nun blau leuchtete. Er stand auf und legte das Buch zur Seite, ging zu dem kleinen Fenster und sah hinaus. Alles schien an ihm in einem tiefblauen Wirbel vorbeizuziehen. Das war also der Hyperraum. Das alles war wirklich interessant und fast war er glücklich, das er strafversetzt wurde. Er drehte sich um und setzte sich wieder, nahm das Buch und las weiter.
Er war in einem Raumschiff auf dem Weg in eine andere Galaxie, in der er leben würde.
Unvorstellbar und doch wahr. Das Schiff summte und setzte seinen Weg fort.

Nach einer Woche setzte sich Major Merlin Emres in seinem Quartier an seinen Schreibtisch und öffnete die Dokumente, die sie ihm gebracht hatten. Darin ein Skizze des Stützpunktes und der eigentliche Aufgabenbereich. Auch die anderen Leute, die dort arbeiteten und stationiert waren; mit Namen und Rang. Der Kommandant des Alpha Stützpunktes war ein Colonel alter Schule. Super. Wieder so in eingefleischter Soldat mit Idealen; wie sein Vater.

Merlin legte das Dokument auf den Tisch und lehnte sich seufzend zurück. Das war also seine Zukunft. Vielleicht war seine Versetzung doch nicht so gut, wie er sich selbst glauben machen wollte. Nun gut, er würde das alles auf sich zukommen lassen und würde nicht schon Lichtjahre davor in Panik ausbrechen. Alles in allem würde das ein mieser, langweiliger Job werden. Oder auch nicht. Niemand wusste, was die Zukunft brachte.

Merlin war nie ein Feigling gewesen und aufzugeben...Tja, dieses Wort kannte er nicht. Er war einem Abenteuer nie abgeneigt, doch das hier sollte eher eine Bestrafung sein. Neue Planeten erkunden und katalogisieren. Ein Job für Teams mit Wissenschaftler. Er arbeitete allein. Doch schon in eine andere Galaxie zu reisen, war doch schon ein Abenteuer. Dort zu leben...Eine Herausforderung, zumal dort auch eine feindliche Rasse ihr Unwesen trieb. Allem in Allem schien es wirklich eine Herausforderung zu sein und Merlin brannte plötzlich für dort anzukommen.

Er schloss einen Moment seine Augen und sah dann zu dem immer noch blau beleuchteten Fenster. Er würde in zwei Wochen ankommen.
Das Schiff summte und glitt im Hyperraum seinem Ziel entgegen und...

Und so begann alles und Major Merlin Emres konnte nicht erahnen, was auf ihn zukam.





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Das Schiff war wirklich erstaunlich. Asgard Technik. Merlin war zwar im Stargate Center stationiert gewesen, doch hatte er die nötige Freigabe, um sich über alles zu informieren. Er war für brisante Fälle verantwortlich gewesen und hatte daher die hohe Sicherheitseinstufung. Wissen war Macht; das hatte immer sein alter Herr gesagt, als er noch zur Schule ging. Zumindest was das angeht, hatte er recht gehabt. So las Merlin Berichte und war immer auf dem neusten Stand, was das Stargate Programm und darüber hinaus anging. Er saß in der Kantine und schaute in Gedanken zu dem Fenster, das immer noch die blauen Schlieren des Hyperraums zeigte.

„Ist immer das gleiche Bild“, sagte eine Stimme und er blickte auf. Der junge Leutnant, der ihm sein Quartier zuwies, stand mit einem Tablett vor seinem Tisch. In den letzten zwei Wochen hatten sie sich einige Male unterhalten.

„Ist hier noch frei?“, fragte er Merlin, der nickte und mit seiner Hand zu dem Stuhl ihm gegenüber wies.

„Sicher. Setzen Sie sich.“

Der junge Mann setzte sich und Merlin wunderte sich etwas, was er alles auf dem Tablett hatte. Eine warme Mahlzeit, Brot, zwei Pudding, eine Orange und ein Apfel. Auch ein Riegel Schokolade lag darauf. Merlin lächelte.

„Gedenken Sie das alles zu essen?“

„Sicher“, antwortete er amüsiert „Meine Mutter sagte schon immer, das ich ein Vielfraß bin. Ihre größte Sorge wird wohl sein, das ich hier verhungere.“

„Sieht nicht danach aus. Vielleicht sollten sie ein Bild machen und es ihr schicken.“

„Das ist nicht erlaubt, Major. Geheimsache; das wissen Sie doch“, sagte er und begann zu essen.

„Haben Sie sich freiwillig für die Mission gemeldet?“, fragte er zwischen den Bissen Merlin.

„Nicht wirklich“, grinste Merlin „Sagen wir es mal so...Es wurde mir nahe gelegt, das Angebot anzunehmen.“

„Uh“, antwortete der junge Leutnant „Da sind Sie wohl einigen auf den Schlips getreten.“

„Kann man so sagen“, sagte Merlin „Und wegen meinem alten Herrn haben Sie mir letztendlich nicht in den Arsch getreten.“

„Wieso? Hat er sich für Sie eingesetzt?“

Merlin lächelte etwas boshaft. Hätte er noch gelebt, hätte er sich für ihn geschämt, aber er hätte nie für ihn Partei ergriffen.

„Nein, er ist tot.“, sagte er und wusste eigentlich nicht wirklich, wieso er das diesem jungen Mann erzählte „Mein Vater war ein General; einer von der Sorte, nach dem man ein Schiff oder eine Schule benennen würde. Und wir haben uns nicht verstanden. Ich habe Jahre bevor er starb nicht mehr mit ihm geredet.“

„Das tut mir leid“, sagte der Leutnant „Entschuldigung...“, fügte er etwas verlegen hinzu „Ich wollte nicht aufdringlich sein.“

„Sind Sie nicht. Wenn ich es nicht erzählen wollte, hätte ich es nicht getan. Und Sie...“, wechselte Merlin das Thema „Sie sind hier auf dem Schiff stationiert und pendeln hin und her?“

„Meistens...Wir bringen Personal, Material und anderes nach Atlantis. Das Stargate würde soviel Energie verbrauchen, die wir nicht haben. ZPMs sind rar, wie sie vielleicht wissen. Außerdem hatte die Stadt schon öfter Probleme mit den Wraiths. Dann sind wir zur Unterstützung da.“

„Ah ja“, sagte Merlin „Die ultimative Power, die die ehemaligen Bewohner von Atlantis auch hatten.“

„Ja, aber wir wissen nicht, wo es noch welche gibt, also müssen wir mit denen die wir haben, sparsam sein.“

„Waren Sie schon mal auf Atlantis“, wollte Merlin wissen.

„Einmal“, sagte er leise und seine Augen begannen zu glänzen „Es ist...Es ist der Wahnsinn. Die Stadt selbst...Die Leute, die dort arbeiten, die Teams. Es ist...Faszinierend. Sie werden sehen.“

Merlin schüttelte den Kopf.

„Nein, werde ich nicht. Ich bin auf einem der Alpha Stützpunkte stationiert.“

„Echt jetzt?“, rief der junge Mann und pfiff durch die Zähne „Sie haben wohl wirklich jemanden auf die Füße getreten.“

„Warum?, wollte Merlin wissen.

„Die Alpha Stützpunkte liegen alle auf Planeten mit einem Stargate. Die Planeten ähneln in vieler Hinsicht der Erde. Allerdings liegen die Alpha Stützpunkte unter der Erde. Wegen den Wraiths und anderen Feinden. Sie sind dafür gedacht als letzten Ausweg, wenn wir Atlantis aufgeben müssen. Das Leben dort ist nicht annähernd mit Atlantis zu vergleichen. Ich meine...Atlantis liegt mitten im Meer, während die Alpha Stützpunkte unter der Erde sind. Es ist...Nicht annähernd das Selbe.“

Merlin lehnte sich schweigend zurück. Seine Laune war gerade auf den Nullpunkt gesunken. Er hatte wohl die Dokumente und den Plan nicht so genau studiert, denn das hatte er nicht gesehen. Unter der Erde. Wie im Stargate Center. Super. Ist ja wirklich was anderes. Langsam realisierte er, das dies hier wirklich eine Art Bestrafung war und er wirklich jemand sehr verärgert hatte.

Nun ja. Es musste ja nicht so furchtbar sein. Merlin beschloss sich nicht verrückt zu machen und abzuwarten.

Noch eine Woche bis sie ankamen....

Diese Schiff war wirklich erstaunlich. Merlin wusste von allem, nur das er nie zuvor das erlebt hatte. Okay, er fand, das er noch ziemlich cool war für jemanden, der in eine andere Galaxie flog. Das lag wohl daran, das er schon ziemlich viel Scheiße gesehen und erlebt hatte. Allen voran sein Leben. Mit Frauen hatte er nicht so viel Glück, jedenfalls hielt es nie lange. Vielleicht aber auch, weil er diesen Job hatte und viel unterwegs war. Und weil er seinen Freundinnen nie sagen konnte, wo er arbeitete.

Er war wochenlang weg ohne sich zu melden und oft hatten sie sich anders umgesehen, wenn er wiederkam. Aber das war jetzt eh alles egal; er war auf dem Weg zur Pegasus Galaxie und so weit von der Erde weg, das es ihm schwindlig wurde, wenn er darüber nachdachtte.

Mmh...Der junge Leutnant hatte gesagt, das er es nicht bereuen würde.

Nun gut, dachte er, als er aus dem Fenster und nur die blauen Schlieren des Hyperraums sah. Er war nie einem Abenteuer abgeneigt und das würde wohl eines werden.

Vielleicht war diese Strafversetzung nicht wirklich das, was alle dachten.

Vielleicht war das der Beginn von etwas vollkommen Neues; etwas was er noch nie erlebt hatte.

Merlin lächelte und schenkte sich einen Whiskey ein.

In einer Woche würde er es wissen und jetzt war er wirklich sehr gespannt darauf.
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