Anders als die Anderen 2

von NoMuggle
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
05.01.2019
25.09.2019
9
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Freunde! Ich habe es geschafft! Es gibt ein neues Kapitel!
Tut mir echt Leid, dass es so lange gedauert hat! Schande über mein Haupt. Aber jetzt ist es fertig.
Ich hoffe es gefällt euch.
Ich bin auch schon fleißig am weiter schreiben, habe allerdings momentan sehr wenig Zeit :(

Jetzt aber erst Mal viel Spaß mit diesem Kapitel.

Lasst mir gerne ein kleines Review da, damit ich weiß, wie es euch gefallen hat.

Jetzt gehts aber erst Mal los!






Der  erste Schultag (II)

Draco und Harry saßen neben den anderen Lehrern am Tisch in der großen Halle. Die anderen unterhielten sich ausgelassen und völlig entspannt. Doch bei den Neulingen stieg die Nervosität von Sekunde zu Sekunde. Und dann hörten sie es plötzlich! Ein immer lauter werdendes Stimmengewirr. Offenbar waren die ersten Kutschen vor dem Schloss angekommen, und die Schüler kamen jetzt auf die große Halle zu. Harry sah Draco an, der auch Harry anstarrte. Harry schluckte. Und dann betrat die erste Person die große Halle.

Harry sah gleich in den ersten Sekunden viele bekannte Gesichter. Natürlich. Alle Schüler, die jetzt in die Halle kamen, waren auch zu seine Schulzeit schon da gewesen. Erschrocken stellte Harry fest, dass Dennis Creavy, der für ihn immer ein kleiner Junge gewesen war, in diesem Jahr seinen Abschluss machen würde.. Er sah sich weiter um.  Offenbar war es noch nicht vielen Aufgefallen, wer die neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste, und Zaubertränke waren. Zumindest sah fast keiner von ihnen hoch zum Lehrertisch. Und außerdem waren alle dabei, sich nach den langen Ferien wieder zu begrüßen.

Langsam füllte sich die Halle, und die Schüler wurden ruhiger. „Die starren uns alle an“ sagte Draco irgendwann leise. Er sah sich in der Halle um, und versuchte eine kühle Miene zu bewahren. Doch Harry konnte hinter diese Fassade blicken, und sah, dass sein Freund zutiefst verunsichert war. „Das legt sich schon“ meine Harry, und legte seine Hand kurz auf Dracos Bein, in der Hoffnung, ihn zu beruhigen…Inzwischen hatte sich auch der letzte Schüler gesetzt, und immer mehr Blicke wanderten zu ihnen hoch.
Harry sah in das schockierte Gesichte von Robin Demelza, die im letzten Jahr noch mit ihm in einer Mannschaft Quidditch gespielt hatte. Er sah auch Daphne Greengras, die jüngere Schwester von Astoria, die sich im Krieg gegen ihre Familie gestellt, und an seiner Seite gekämpft hatte.

Auch viele andere sah er, von denen er die Namen nicht kannte, oder die er nur mal auf dem Gang getroffen hatte. Aber sie kannten natürlich alle ihn. Harry Potter.
Das Gestarre fand eine Pause, in dem Moment, als Mcgonagall gefolgt von vielen kleinen Neuen Schülern die Halle betrat. Die kleinen sahen furchtbar nervös aus.
Wie in jeden Jahr stellte sich die Professorin vor die neuen, und erklärte ihnen, wie die Auswahl vonstatten laufen würde. Der Hut sang sein Lied, in dem er die Werte jedes Hauses erklärte, und dann konnte die Zeremonie auch schon beginnen.
Harry versuchte gleich, sich die neuen Gesichter seines Hauses zu merken. Aber das war gar nicht so einfach…

Als der letzte Schüler in sein Haus eingeteilt wurde, klatschte es noch einmal bei den Raveklaws, und dann brachte Minerva den Hut auch schon wieder weg. Sie trat hinter das Rednerpult, und das Geschnatter der Schüler erstarb.  „Willkommen! Willkommen in Hogwarts!“ begann sie ihre Rede. Wie immer wurden Ankündigungen bezüglich des Verbotenen Waldes, der Hogsmeade Besuche, und er Auswahl für die Quidditch- Spiele gemacht. Und dann kamen sie zum interessanten Teil. „Wie vielleicht schon einige von Ihnen gesehen haben, gibt es eine kleine Änderung in unserem Kollegium. Ich freue mich, ihnen mitteilen zu dürfen, dass Prof. Potter von nun an die Stelle für den Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste übernommen hat. Außerdem hat er sich bereit erklärt, mich zu entlasten, und die Leitung des Hauses Gryffindor zu übernehmen.“ Auf dies Worte hin, brach tosender Beifall und Jubelschreie am Tisch der Gryffindors aus. Auch die Hufflepuffs und Ravenklawa klatschten begeistert. Und auch von den Slytherins erntete Harry eine Ladung Beifall. Die ganze Aufmerksamkeit war ihm wie immer ziemlich unangenehm, sodass er prompt rot anlief.

Minerva brachte die Halle wieder zur Ruhe, und fuhr mit ihrer Rede fort. „Auch die Stelle des Lehrers für Zaubertränke konnte neu besetzt werden. Diesen Posten wird ab heute Prof. Malfoy übernehmen. Und auch er wird die Stelle  des Hausleiters übernehmen. Natürlich für das Haus Slytherin.“ Es war einen Moment lang ruhig, und Harry fürchtete schon, dass Draco vielleicht keinen Applaus bekommen würde. Doch auch er wurde mit begeisterten Pfiffen und Jubel empfangen. Minerva drehte sich kurz nach ihnen um, und lächelte. Dann sagte sie an die Schüler gewandt „Ich hoffe, dass die beiden ein wenig frischen Wind in unsere Reihen bringen, und wünsche ihnen alles Gute“ Und noch einmal gab es Applaus.

In diesem Moment fiel Harry ein riesen Stein vom Herzen. Er wurde gut von den Schülern aufgenommen. Aber auch Draco, der sich ja bekanntermaßen während seiner Schulzeit nicht all zu viele Freunde gemacht hatte, wurde mit Begeisterung aufgenommen. Zumindest jetzt erstmal. Es gab zwar in den nächsten Minuten immer noch viele Blicke und Getuschel, aber das konnte Harry jetzt gut verkraften. Und auch Draco sah sehr erleichtert aus.

Sie aßen in Ruhe, und unterhielten sich ausgelassen mit den anderen Lehrern. Danach machten sich beide auf den Weg in ihre eigenen Räume. Zwar waren die letzten Tage nicht all zu stressig gewesen, doch die ganze Aufregung hatte sie schon ein bisschen angestrengt. Und außerdem wollten sie an ihrem ersten richtigen Tag fit sein.          
Harry nahm sich ein Buch aus seinem Regal und versuchte sich damit ein bisschen abzulenken. Er setzte sich auf sein Sofa vor den Kamin und blätterte in dem Roman herum. Allerdings war er inzwischen doch wieder ein bisschen Nervös. Er würde morgen seine ersten Stunden haben. Eine Doppelstunde mit der vierten Klasse, und nach dem Mittagessen die erste Klasse.

Harry legte das Buch weg, nahm sich seine Unterlagen für die Viertklässler hervor und erinnerte sich an seinen Unterricht. Er hatte ihn damals bei einem verurteilten Todesser gehabt. Doch er hatte ihn ungemein beeindruckt und vieles gelehrt. Trotzdem war er keine besonders gute Grundlage für seinen eigenen Unterricht. Er sog seine Papiere hervor, nahm sich ein Glas Rotwein, und blätterte sie in aller Ruhe durch. Als er schließlich müde war, legte er sie beiseite, stellte sich zur Sicherheit noch drei Wecker, und ging ins Bad, um sich bettfertig zu machen. Und zu seinem Glück brauchte Harry nicht all zu lange, um einzuschlafen.

Harry wurde am nächsten Morgen von seinem Wecker aus dem Schlaf gerissen. Er gähnte, streckte sich, und sah auf die Uhr. Er war pünktlich. Ein lächeln schlich sich auf sein Gesicht. Er hatte lange du erstaunlich gut geschlafen, und lief jetzt leichtfüßig ins Bad. Er duschte sich, putze sich die Zähne, zog sich einen Frischen Umhang an, nahm seine Unterlagen, steckte sie in die Tasche, und ging los in Richtung Frühstück. Auf dem Weg dort hin legte er die Tasche im Lehrerzimmer ab. „Guten Morgen. Bereit für deine erste Stunde“ begrüßte Pomona ihn. „Ja. Ich denke schon“ sagte Harry, und versuchte sich dabei einzureden, dass es die Wahrheit war. Gemeinsam gingen die beiden in Richtung der großen Halle.

Schon von hinten aus sah Harry Draco. Er sah nicht ganz so blass aus wie gestern Abend, las im Tagespropheten und aß ein Toast. Ein Lächeln schlich sich auf Harrys Gesicht, als er Draco so da sitzen sah. Er setzte sich neben ihn, nahm unter dem Tisch seine Hand, und sagte fröhlich „guten Morgen“ Draco lächelte ihm zu. „Morgen. Gut geschlafen?“ Harry nickte. „Und du?“ „Besser als erwartet“ Harry lächelte wieder.
Die beiden jungen Lehrer brachten das Frühstück ohne viele Ereignisse hinter sich.
Als es jedoch Zeit wurde zur ersten Unterrichtsstunde zu gehen, nahm Draco Harry unauffällig zur Seite. „Ich hab jetzt die Sechste Klasse! Was, wenn….“ Er brach ab.
„Draco“ meinte Harry. „Es wird alles gut. Du bist ihr Lehrer! Wenn sie frech werden, kannst du ihnen Strafarbeiten verpassen, und wenn sie dich private Sachen fragen, kannst du sagen, dass es hier um Zaubertränke geht, und nicht um dich! Du schaffst das!“
„Aber ich will nicht, dass sie mich hassen. Natürlich. Sie sollen Respekt vor mir haben. Aber sie sollen mich nicht hassen. Nicht so wie du bei Severus. Mehr wie bei Minerva. Weißt du?“ Harry nickte. „Ja… Ich weiß“ Er gab Draco einen Kuss. „Du schaffst das!“ sagte er noch einmal.

Als Harry den Gang zu seinem Klassenzimmer betrat, stand eine schnatternde Menge vor der Tür. Harry ging auf sie zu, und ihm wurde platz gemacht. Puh. Zumindest das klappte schon mal. Er schloss auf, ging hinters Pult, und die Schüler setzten sich. Harry zog seine Namensliste hervor, und legte sie auf das Pult. Dann tippte er sie mit dem Zauberstab an, und die Namen huschten auf die richtigen Plätze, sodass er jetzt einen fertigen Sitzplan vor sich hatte.
Er sah zur Klasse auf, und blickte in gespannte Gesichter.
„Guten Morgen“ begrüßte er die Schüler und bekam ein „Guten Morgen“ als Antwort zurück. Er atmete tief durch. „Gut. Ich werde einmal die Namensliste durchgehen, die Sie melden sich bitte kurz.“ Die Schüler nickte. Er sah auf sein Blatt und fing an. „Sarah Alters?“ ein Mädchen hob die Hand. Und so machte er weiter. Und als er beim letzten angekommen war, hatten alle einmal die Hand gehoben.

„Alles klar“ sagte Harry also, und begann nun sich vorzustellen. „Mein Name ist Prof. Potter, und ich bin ab heute Ihr Lehrer für das Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste“ Ein Junge unterbrach ihn, indem er seinem Sitznachbarn zu grinste und sagte „Das ist ja ne ganz neue Info. Erwartet er eigentlich, dass wir ihn wirklich „Prof. Potter“ nennen? Bis vorgestern was das zumindest Harry!“

Harry sah ihn an.
„Sie sind Mr. Morgen. Richtig? Um das klar zu stellen. Ja, ich erwarte, dass Sie mich Prof. Potter nennen. Ja, ich weiß, dass sie mich kennen. Es ist trotzdem nur höflich sich vorzustellen. Und wo wir beim Thema höflich sind: Ich würde Sie bitten, meinen Unterricht nicht zu unterbrechen.“  Er sah den Jungen mit durchdringendem Blick an, und dieser wurde plötzlich ganz klein.
„Also“ sagte Harry, und nahm den Faden wieder auf.
„Ich wurde zwar von Prof. Kirkwood darüber informiert, was Sie im vergangenem Jahr gelernt haben, ich würde trotzdem einmal gerne mit Ihnen durch gehen, wie viel davon über die Ferien hängen geblieben ist.“

Harry stellte ein paar Fragen, wobei er versuchte, nicht zu streng zu sein, sondern das ganze ein bisschen locker aufzuziehen. Außerdem zeigte er seiner Klasse, was er in den kommenden Monaten mit ihnen vor hatte. Offenbar hatten die Schüler viele Zauber, aber dafür wenig über dunkle Kreaturen gelernt. Traf sich gut. So konnte er ein bisschen was von dem hervor kramen, was er noch aus Remus‘ Unterricht im Kopf hatte.
Zu seiner Freude blieb es in der Stunde relativ ruhig. Harry hatte sich vorgenommen, den Schülern bei praktischen Einheiten ein bisschen mehr Freiraum zu geben, und sie dafür im Unterrichtsgespräch ruhiger zu halten. Zumindest der zweite Teil hatte geklappt. Die letzten paar Minuten nutzte er dann, um auf Fragen der Schüler zu antworten.

„Ich habe mir überlegt, dass wir am Ende jeder Stunde eine Fragerunde machen. Jeder überlegt sich bitte ein paar Fragen, die war dann zusammen besprechen können. Gibt es heute schon jemanden, der eine Frage zur Verteidigung gegen die dunklen Künste hat?“
Ein Mädchen mit langen Zöpfen hob zaghaft die Hand. Harry lächelte sie an „Ja?“
„Also… Das ist ein bisschen… Naja. Also nicht das Thema über das wir heute geredet haben…“fing sie unsicher an. Doch Harry lies sie machen. „Man kann die toten nicht wieder zurück bringen. Aber was sind dann Inferi?“
Harry sah sie überrascht an. Mit so einer Frage hatte er überhaupt nicht gerechnet. Und offenbar ging es einigen seiner Schüler ähnlich. „Puh!“ machte Harry. Er überlegte kurz. „Inferi sind nicht wirklich lebendig.“ Sagte er. „Sie haben keinen freien Willen. Sie sind nur Körper, die zu einem bestimmten Zweck benutzt werden“ sagte er dann nachdenklich. „So wie Zombies?“ warf ein Junge mit roten Harren ein. Die Klasse kicherte, und auch Harry musste schmunzeln. „So in der art. Vielleicht sollte man sie ein bisschen ernster nehmen. Aber ich kann Ihnen sagen, dass seit einiger Zeit keine Inferi mehr gesichtet wurden“ sagte Harry, und lächelte die Klasse an.
Das Mädchen bedankte sich noch für die Antwort, und dann klingelte es auch schon zur Pause.

Harry hatte jetzt frei. Also packte er seine Sachen zusammen, und ging zum Lehrerzimmer. Erst auch dem Weg dahin wurde ihm bewusst, dass er gerade seine erste Stunde hinter sich gebracht hatte. Und dass sie auch ziemlich erfolgreich gewesen war. Er unterdrückte ein grinsen, und betrat das Lehrerzimmer. Dort in der Ecke am Kamin, alleine, und mit einem Tee in der Hand saß Draco.
Harry rutschte das Herz in die Hose.
„Hey“ sagte er vorsichtig. Draco sah sich um. Er stellte seinen Tee ab, und kam langsam auf Harry zu. „Hey“ murmelte er. „Alles klar?“ fragte Harry ihn. „Wir haben die erste Stunde hinter uns“ murmelte der Blonde. „Und? Wie ist es gelaufen?“ fragte Harry jetzt nervös. Und plötzlich grinste Draco. „Sie haben gemacht, was ihnen gesagt habe. Sie haben konzentriert gearbeitet. Sie haben mir mehr oder weniger gute Tränke gebraut. Sie haben keine blöden Fragen gestellt. Sie haben mich als ihren Lehrer wahrgenommen“ meinte Draco, und sah Harry an, als wäre das alles völlig unbegreiflich.
Der Schwarzhaarige grinste ihn an. Und dann zog er ihn in einen innigen Kuss.
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