Anders als die Anderen 2

von NoMuggle
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
05.01.2019
25.09.2019
9
16734
10
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13 Reviews
Dieses Kapitel
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Hello :)
Schön, dass ihr wieder dabei seid!
Hier ist erst mal der Link zum ersten Teil :

https://www.fanfiktion.de/s/d/5bec99850009c6af12b69848/Anders-als-die-Anderen

Das erste Kapitel steht. Am Rest arbeite ich noch. Ich hoffe aber, dass ich bald ein bisschen Mehr Stoff für euch habe :)

Lasst mir wie immer gerne ein Review da.
Jetzt aber viel Spaß mit diesem Kapitel :D




1. Hogwarts

Harry und Draco saßen in der Küche und frühstückten. Es war jetzt vier Tage her, dass Minerva, wie sie sie jetzt nennen sollten, im Grimmaultplatz gewesen war, und ihnen gesagt hatte, dass sie ab sofort ins Schloss kommen konnten. Die beiden hatten sich lange darüber unterhalten, wann sie hin wollten, und waren zu dem Schluss gekommen, dass sie an diesem Wochenende aufbrechen wollten. „ich geh mal hoch, und fange an, zu packen“ sagte Harry, nachdem er den letzten Schluck Kaffee aus seiner Tasse getrunken hatte. „Ja mach das“ meinte Draco, und sah kurz von seinem Tagesprofeten auf. Sie waren beide unheimlich nervös, versuchten aber natürlich, das zu überspielen.
Also Draco fertig war, den Tagespropheten durchzublättern, schieb er eine kurze Nachricht an Minerva:

Guten Morgen,
Harry und ich planen am Samstag Mittag zu kommen.
Wir freuen uns.
Bis dann
Draco

Er schickte den Brief los, und dann machte auch er sich auf den Weg nach oben, um seine Koffer zu packen. Alle beide hatten einen ganzen Koffer für ihre Kleidung, und einen für Unterlagen und Materialien für das kommende Schuljahr.
„Bist du soweit fertig mit deiner Planung? Ich meine was die ersten Tage angeht?“ fragte Draco, während er sorgfältig seine Hemden faltete. „Nicht ganz. Ich wollte mich gleich nochmal hin setzten, und die ersten Wochen für die Erstklässler überarbeiten. Der Unterricht für die unteren Klassen fällt mir im Moment noch ein bisschen schwer, weil wir da ja keinen wirklich tollen Unterricht hatten. Also werde ich da wohl noch ein bisschen dran rum feilen.“ Erklärte Harry.
Tja. Und das war es dann auch, was er den restlichen Tag über machte. Hin und wieder holte er noch mal ein Buch, oder ein neues Pergament, um etwas umzustellen. Draco blätterte abwechselnd in irgendwelchen Büchern, Zeitschriften, oder alten Tagesprofeten.
Am frühen Nachmittag erreichte sie dann Minervas Antwort.
„Ich freue mich auf Morgen.
Eine Kutsche wartet an der Apparier-Grenze neben der Weide
Minerva“
Die letzten Stunden waren für Harry und Draco ein Qual! Sie waren beide so nervös, dass sie die halbe Nacht nicht schlafen konnten. Auch das essen fiel ihnen an diesem Moren äußerst schwer. Den Vormittag über überprüften sie alles. Sie machten ihre Koffer vier Mal auf und wieder zu, um nachzusehen, dass sie alles hatten. Sie sprachen Zauber auf die Zimmer, damit sie nicht dreckig wurden. Harry befahl Kreacher weiter in der Küche von Hogwarts zu arbeiten, und zu den Ferien mit nach Hause zu kommen. Und dann saßen sie auf ihren Koffern.
Da es inzwischen wirklich Mittag war, aßen sie ein kleines Sandwich. Allerdings war das das Äußerste. Ihnen beiden war einfach nur noch übel vor Aufregung. Als sie schließlich nach Hogsmeade apparierten, war Draco ziemlich Blass um die Nase selbst für seine Verhältnisse.
Harry, der in den letzten Monaten ständig hin und her appariert war, machte diese Art zu Reisen eigentlich gar nichts mehr aus. Das sah bei Draco allerdings etwas anders aus. Kaum war dieser gelandet, stürzte er sich zum nächsten Baum, und entleerte seinen Magen. „So ein Dreck“ fluchte er. Harry sah ihn mitleidig an. „Geht’s?“ fragte er unsicher.
Draco wischte sich dem Mund und richtete sich auf. „Jetzt ja“ sagte er. Harry schmunzelte. Er zog seinen Zauberstab, richtete ihn auf einen kleinen Ast, verwandelte ihn in einen kleinen Becher, und befüllte diesen mit etwas Wasser. Dankbar nahm Draco dieses entgegen. Er leerte den Becher in einem Zug, wischte sich erneut den Mund und sagte dann. „Das ist deutlich besser. Danke“

Sie liefen keine Zehn Meter, als sie die Kutsche und den Thestral sahen. Keuchend schleppten sie ihre Koffer zu dem Gefährt herüber, und steigen ein. Die  Kutsche setzte sich langsam in Bewegung, und die beiden Jungen Männer sahen gespannt aus dem Fenster.
„Irgendwie sieht es aus wie immer… Und irgendwie fühlt es sich trotzdem anders an“ flüsterte Harry gegen das Glas. Dann spürte er eine Hand an seiner Schulter. „Ich weiß“ flüsterte Draco. Sie lächelten sich an. „Bist du aufgeregt?“ fragte Harry.
Draco zog eine Braue hoch. „Ne. Ich hab gegen den Baum gekotzt, weil ich mich so vor dem Marienkäfer erschreckt habe.“ Harry lachte laut los. „Tut mir Leid.“  „Schon gut“ meinte Draco. Sie lächelten sich an. Draco lehnte seine Stirn gegen Harrys und schloss die Augen. „Ich würde dich ja küssen. Aber ich glaube, das möchte ich dir lieber ersparen. Zumindest bis ich die Gelegenheit hatte, meine Zähne zu putzen…“ Harry legte seine Hand in Dracos Nacken, und presste seine Lippen gegen die Stirn des Blonden.
Die Kutsche schaukelte umher, und es kam den beiden so vor, als wäre der Weg hoch zum Schloss drei Mal so lang, wie sonst. Aber natürlich erreichten sie das Gebäude irgendwann. Sie stiegen aus und hievten ihre Koffer auf dem kleinen Fahrzeug. Im großen Portal stand Minerva.
„Ahh. Da seid ihr ja endlich“ sagte sie lächelnd. „Ich zeige euch am besten eure Räume.“ Sie verzauberte die Koffer, sodass sie schon mal los flogen, und dann machten sie sich gemütlich zu Fuß auf den Weg durch das Schloss.
Zuerst gingen sie in Richtung der Kerker. Sie liefen am Klassenzimmer für Zaubertränke vorbei, und erreichten eine schmale Tür, an der ein großer Türknauf befestigt war. „Ihr solltet eure Passwörter regelmäßig ändern. Auch wenn auf den Türen ein spezieller Schutzzauber liegt. Aber vorerst-„ sie beute sich zum Türknauf „Zaubertränke“ Der Türknauf drehte sich mit einem lauten klicken, und Draco öffnete die Tür zu seinem Zimmer.
Der Raum hatte ein großes Fenster, dass in den schwarzen See reichte. Ganz ähnlich, wie im Slytherin Gemeinschaftsraum. Es gab ein Wohnzimmer mit dunklen Ledermöbeln. Eine elegante Stehlampe, in der sich eine Fackel befand, erleuchtete den Raum, und im Kamin konnte ein Feuer entzündet werden.
Von diesem Zimmer gingen zwei weitere Türen ab. Minerva ging voraus, um ihnen die Zimmer zu zeigen. „Das hier ist das Schlafzimmer“ sagte sie, und die beiden jungen Zauberer warfen eine Blick in den gemütlichen Raum. Ein dunkles Holz Bett, eine Kommode, und ein hoher Schrank standen darin. Die Kissen und die Decke waren dunkelgrün und cremefarben bezogen.
Das Badezimmer war relativ unspektakulär, hatte aber eine Badewanne. Ansonsten war es hübsch gefliest, und wie alle Wände in der kleinen Wohnung in der gleichen Farbe, wie die Bettbezüge: Cremeweiß.
Draco sah sich lächelnd um. „Gut“ meinte Minerva. „Gehen wir hoch?“ „Einen kleinen Moment noch“ sagte Draco, ging zu seinem Koffer und öffnete ihn. Er zog ein kleines Etui heraus und ging ins Bad. Kurz darauf war der Wasserhahn zu hören. Draco kam zum Türrahmen, und lehnte sich dagegen, während er seine Zähne putzte. Dabei warf er Harry einen anzüglichen Blick zu. Dieser lachte laut auf.
Draco ging zurück ins Bad. Als er wiederkam grinste er Harry an. „Du weißt, was das bedeutet?“ Harry grinste.
Noch bevor Minerva verwirrt nachfragen konnte, war Draco in zwei langen Schritten zu Harry herüber gelaufen und hatte ihn innig geküsst. Harry ging kurz darauf ein, lachte dann aber los, und sagte nur „Du bist echt komisch!“ Minerva schüttelte nur den Kopf.
Als nächstes Zeigte Minerva Draco sein Büro. Es war hinter dem Lagen für seine Zutaten. Hinter den Regalen gab es eine Tür. Das Büro war relativ unspektakulär. Es hatte das gleiche Fenster, ebenfalls einen Kamin, einen großen Schreibtisch, und viele Regale. Draco lächelte zufreiden.
Als nächstes machten sie sich auf den Weg in den vierten Stock zum Klassenzimmer für Verteidigung gegen die dunklen Künste. Hier gab es keine zweite Tür. Der Eingang zu Harrys Wohnung lag verborgen hinter einem Portrait. Eine Giraffe war darauf zu sehen. Minerva sagte „Verteidigung“ Die Giraffe sah sie an, wackelte mit den Ohren, und gab den Eingang frei.
Auch Harry hatte ein gemütliches Wohnzimmer. Vor einem Kamin stand ein knautschiges braunes Sofa, und es gab einen roten Sessel. Auch er hatte ein Fenster, das allerdings nicht in einen unterirdischen See, sondern nach draußen an die frische Luft führte. Sein Schlafzimmer, und Badezimmer sahen ähnlich aus, wie die von Draco. Nur dass seine Bettbezüge rot, und das Holz seiner Möbel kastanienbraun war.
Harrys Büro befand sich hinter dem Klassenzimmer für Verteidigung gegen die dunklen Künste. Er war die Treppe zum Büro schon oft hoch gelaufen, und fühlte sich jetzt ein bisschen komisch bei dem Gedanken, dass es ab heute sein Büro war, und er es sich einrichten konnte, wie er wollte.
Den Restlichen Tag verbrachten dein beiden jungen Lehrer damit, ihre Schränke einzuräumen, und sich ein bisschen in ihre Wohnräume einzugewöhnen. Außerdem zeigte Minerva ihnen das Lehrerzimmer, und einige Räume und Gänge, die den Schülern verborgen blieben. Beim Abendessen saßen sie dann zum ersten Mal am Lehrertisch.
„Das ist so komisch“ flüsterte Harry Draco zu. „Ich weiß“ grinste dieser zurück.
Tatsächlich sah die große Halle von hier ganz anders aus, als von den Haustischen. Sie aßen vor sich hin, und versuchten, sich an das neue Gefühl zu gewöhnen, als Minerva sie plötzlich ansprach. „Ich hätte noch eine Kleinigkeit mit euch zu besprechen“ sagte sie. „Vielleicht ist euch aufgefallen, dass Horace der letzte Slytherin im Kollegium war. Und ich Momentan drei Ämter übernehme. Mir ist der Gedanke gekommen, ob ihr es euch vielleicht vorstellen könnt, Hauslehrer eurer Häuser zu werden“
Harry fiel daraufhin seine Kartoffel von der Gabel. „Hauslehrer?“ fragte er „Wir?“ „Ja. Ich weiß, dass es schon schwer genug ist, in den Alltag als Lehrer rein zu kommen. Vor allem, weil ihr so wenig Vorbereitungszeit hattet. Aber die Hauptaufgaben bestehen darin, das Quidditch Training zu koordinieren, die Stundenpläne auszuteilen, und als Ansprechpartner da zu sein. Und vor allem letzteres gelingt vor allem einem jungen Kollegen oft besser als einem alten. Mit euch können sich die Schüler noch gut identifizieren. Aber wenn ihr noch nicht wollt, verstehe ich das.“
Draco und Harry sahen sich an. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich dem gewachsen bin“ meinte Draco, und man konnte den Zweifel in seiner Stimme nicht überhören. Doch Harry strich ihm übers Gesicht und sagte „Da mache ich mir bei dir überhaupt keine Sorgen“ Und er gab ihm einen Kuss auf die Stirn.  „Wirklich?“ fragte Draco. „Wirklich“
„Also wenn, dann will ich das mit dir zusammen machen. Und nicht alleine“ sagte der Blonde. Harrys Herz raste. Er hatte ziemlichen Respekt davor, jetzt einfach so so eine große Aufgabe anzunehmen. Aber er wusste auch, dass Minerva diesen Vorschlag nicht machen würde, wenn sie ihnen die Aufgabe nicht auch zutraute. „Dann machen wir es zusammen“ sagte Harry, und grinste Draco an.
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