Harrys Harem

GeschichteHumor, Romanze / P18
05.01.2019
19.02.2019
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Wie jedes Jahr wieder war Harry beeindruckt von der festlichen großen Halle.
Er erinnerte sich noch gut an das erste Mal, als er durch die Tür gekommen war und sein Blick auf die nicht enden wollende Pracht der Lichter, des Gold Bestecks und des festlichen Schmucks gefallen war.
Die Feier war schon im vollen Gange, durch seine Verspätung hatte der Junge die Einschulung der Erstklässler verpasst.
Überall waren die Schüler schon dabei die köstlichen Speisen zu verputzen und sich auf das neue Schuljahr zu freuen.

Auf Harrys rechter Seite saß Hermine, die sich an seinen Arm angelehnt hatte und so eine Berührung zwischen ihnen schaffte die kaum, als gewollt zu erkennen war.
Überall roch es nach den edelsten Gerüchen und es war eindeutig zu spüren, wie eine allgemeine Heiterkeit sich ausgebreitet hatte.
Auf der anderen Seite Harrys saß Tonks, die die Pracht der großen Halle zu bewundern schien, als wäre sie so eben auch zum ersten Mal in die Halle getreten.

Die Gespräche und das Gelächter verstummte Abrupt, als Albus Dumbledore sich aus seinem goldenen Stuhl erhob und die goldene Brille zurechtrückte.
„Willkommen neue Schüler und an unsere alten Schüler willkommen zurück“, fing der Schulleiter seine alljährliche Rede an. „Ersteinmal möchte ich zwei kleine Änderungen die, die Lehrer in Hogwarts betreffen, verkünden.
Wir freuen uns Professor Slughorn, als neuen Lehrer für Zaubertränke an unserer Schule zu begrüßen.“ fuhr der alte Mann fort.
Ein Raunen ging durch die Menge. Zaubertränke? Harry schnappte nach Luft. Das konnte nur bedeuten, dass … „Professor Snape indes, wird der neue Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste“, endete Dumbledore mit erhobener Stimme, um gegen das Gemurmel anzukämpfen.

Harry zuckte zusammen und konnte spüren das auch Hermine erschrak. Jetzt nach all den Jahren, in denen Dumbledore Snape als nicht vertrauenswürdig genug empfunden hatte den Posten zu bekommen, den dieser sich schon seit langer Zeit wünschte, genau in diesem Jahr hatte der alte Schulleiter beschlossen ihm diesen Posten zu überlassen.
Harry kämpfte mit der Galle die in ihm hochkam und griff nach Hermines Hand, die feucht und schwitzig in seiner lag.

Ron war vorausgerannt und schien einen Heidenspaß daran zu haben die Erstklässler durch die Gänge zu scheuchen. Harry und Hermine waren etwas zurückgefallen, hinter der Masse an Schülern.
Tonks hatte sich entschuldigt, sie müsse noch einige Details mit dem Schulleiter besprechen.

Harry hatte den Blick Dumbledores gesucht, um dort einen Grund für seine Entscheidung zu finden, vergebens.
Etwas Trost fand er in dem Wissen, dass der alte Magier nie etwas ohne Grund tat.
„Harry, ich hätte da mal eine Frage.“ erklang eine aufgesetzt süßliche Stimme hinter ihnen.
Romilda Vane, das Mädchen aus dem Zug stand dort, im Schlepptau einige etwas schüchtern drein blickende Freundinnen.
„Wir machen eine kleine Schul-Willkommensfeier, wir haben Butterbier und Snacks besorgt, wenn du Lust hast einige coole Leute kommen, und es ist vielleicht sogar für die Mutigen unter uns Nacktbaden im See geplant.“ versuchte sie ihn Kokett zum Umgarnen.

Harry hasste Menschen, die mit aller Kraft versuchten beliebt zu sein, wenn das mit der Prophezeiung nicht gewesen wäre hätte sie ihn keines Blickes gewürdigt, da war er sich sicher.
„Ihr wisst schon dass in dem Hogwarts-See Wassermenschen leben, die es gar nicht schätzen wenn irgendwer nackt durch ihr Wohnzimmer schwimmt“, antwortete Hermine säuerlich.
„Und wer bist du?“, tat Romilda Vane so als wisse sie nicht wer vor ihr stand, mit dem abfälligsten Gesicht zu dem sie sich durchringen konnte.

Harry reichte es, diese Mädchen ging ihm heftigst auf die Macadamianüsse.
Er nahm Hermines Hand und zog sie in einer flüssigen Bewegung, wie bei einem Standard Tanz an sich.
„Sorry, würde es dich stören uns ein bisschen Privatsphäre zu geben?“ meinte er lächelnd und betont ruhig an Romilda gewannt die wieder den dunkelroten Ton einer überreifen Tomate annahm und ihre Freundinnen hinter sich herziehend abrauschte.
Harry gab Hermine einen gehauchten Kuss auf den Mund.
„Nanana nicht hier ihm Gang es gibt Menschen, die hier noch durch müssen“ donnerte eine bekannte Stimme hinter ihnen.
Die beiden lösten sich voneinander und grüßten Hagrid freudig der lächelnd hinter ihnen stand.

Harry saß in ihrem Schlafraum, in seinem Bett. Ein Bett weiter neben sich, hörte er Ron flach atmen, der wahrscheinlich so tat, als würde er schlafen nur, um einen möglichen Blick auf Tonks Körper in einem Nachthemd zu erhaschen.
Der alte Spinner Dumbledore hatte es also tatsächlich getan und Tonks bei ihnen im Zimmer einquartiert, Harry hatte das für einen Witz gehalten.
Doch hatte er es nicht für Nötig empfunden ein weiteres Bett in das Zimmer zu stellen, sondern hatte kurzerhand das von Harry verlängert, sodass eine weitere Person hineinpasste.
Neville, Sceamus und Dean tuschelten auf ihrer Seite des Zimmers, hörten aber sofort damit auf als die schlanke Gestalt von Tonks in der sich öffnenden Tür auszumachen war.

Mit einem Schwenker ihres Zauberstabs ließ sie die Lampen erlöschen und lief auf Harrys Bett zu.
Unter dem weißen Stoff des Nachthemdes, ließen sich nur zu gut ihre weiblichen Rundungen erkennen, die nicht unter ihrer glanzlos erscheinenden Gesamterscheinung gelitten zu haben schienen.
Harrys Instinkte sprangen an, als sie sich bückte, um ins Bett zu steigen und er einen kurzen Blick in ihr ausgeschnittenes Oberteil erhaschen konnte.
Sein alter Freund meldete sich rumorend in ihm zu Wort.
„Deine Hände bleiben auf deiner Seite“, flüsterte sie so laut dass jeder im Raum es hören konnte.
Ron brummte etwas im Bett neben an. Na das konnte ja eine Nacht werden dachte Harry, während er einen letzten Blick auf Tonks warf, die sich von ihm weggedreht hatte und selber versuchte eine bequeme Position zu finden bei der er nicht Gefahr lief von Tonks in der Nacht, einen Pickelfluch auf den Hals zu bekommen, weil er sie versehentlich berührte.



Der Raum war mit dunklen Vorhängen ausgehängt, allgemein, herrschte eine düstere Atmosphäre.
An den Wänden hingen Bilder von widerlichen schwarz magischen Vorgängen: Die Geburt eines Inferi, ein Totenbeschwörer, der zum Lich wurde und andere Dinge, über die man normalerweise nicht wagte zu sprechen.
Am Morgen hatten sie ihre Utz Kurse gewählt und Harry war natürlicherweise in Verteidigung gegen die dunklen Künste gegangen. Aber auch Zaubertränke konnte er jetzt belegen da Slughorn das Fach übernommen hatte, mit dem kleinen Problem dass er kein Utensil hatte.
Das sollte ihn aber nicht davon abhalten das Fach zu wählen hatte Mc.Gonegall gesagt.

Jetzt standen Hermine, Ron und Harry in dem verdunkelten Raum und sahen zu dem in einen langen Mantel gehüllten Snape, der ein beunruhigendes Strahlen an sich hatte, während er vorne am Pult stand und die hereinkommenden Schüler mit Adleraugen begutachtete.
Als die Stunde gerade anfing, kamen als letzte noch zwei bekannte Gesichter in den Raum. Pansy Parkinson und Daphne Greengrass.
Harrys Herz machte einen Sprung und er suchte unvermittelt Blickkontakt mit ihr, doch sie sah ihn nicht an.
„So setzten und seid still“ schnarrte Snape mit seiner mehligen Stimme und verursachte damit bei Harry Brechreiz und Gänsehaut gleichzeitig.
„Seltsam, dass ein verrückter Todesser, der sich als den hässlichsten Menschen verkleidet hat den ich kenne, nicht unser schlimmster Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste sein wird“, flüsterte Ron Harry zu und brachte ihn damit zum Lachen.
„Ach das goldene Trio. Dass der Auserwählte uns die Ehre seiner Anwesenheit schenkt, ist doch kaum zu glauben. Doch ich fürchte ich muss sie 3 trennen, um ihre Aufmerksamkeit zu genießen.“

Er nahm Ron an der Schulter und zeigte auf einen Platz neben Ernie Goldstein. Dann wandte er sich Harry mit einem bösen grinsen zu und zeigte auf Daphne und Pansy.
Innerlich musste sich Harry zusammenreißen, um nicht zu explodieren. Er unterdrückte ein Lächeln und ging zu den beiden Slytherin Mädchen. Daphne sah in mit einem neutralen Gesichtsausdruck an, Pansy als ob sie ihn zerfleischen wollte.
Snape wusste gar nicht dass er Harry eher ein Gefallen getan hatte, als ihn ins Exil zu schicken.
„Hey Pansy neue Fingernägel, gefällt mir“ meinte Harry provozierend an die Slytherin und setzte sich.

Snape fing mit seinem Unterricht an und wie erwartet war es mehr eine Lobpreisung an die dunklen Künste als, in Unterricht, der darauf ausgerichtet war, diese zu bekämpfen.
„So nun genug zur Theorie, wie ich bereits klar gemacht habe, darf der Gegner nicht wissen wie wir ihn bekämpfen, aus diesem Grund werden wir uns in der Klasse zur zu zweit aufteilen.
Ein Partner versucht den anderen mit einem Zauber zu treffen, der andere blockt den Zauber mit einem ungesagten Schutzzauber ab.“ erklärte Snape und die Klasse fand sich zu Grüppchen zusammen.

„Potter sie sind wohl alleine, Ideal dann werden wir es vormachen.“ meinte Snape triumphierend.
„Professor ich bin noch übrig“ kam eine helle Stimme, die Harry nur zu bekannt war von einem Platz neben ihm.
„Ah miss Greengrass, nun dann sei es so“, antwortete Snape mit etwas Enttäuschung in der Stimme.
Harry wusste nicht was er sagen sollte, sie hatte ihn davor gerettet von Snape einen Fluch auf den Hals gejagt zu bekommen.
Er drehte sich zu ihr, um ihr zu danken, da wurde er auch schon von einem Schleuderfluch getroffen und einige Meter weit zurückgeworfen.

Harry rappelte sich auf und schaute zu Daphne die ihn ruhig mit ihren Augen fixierte.
Der nächste Zauber schoss auf ihn zu, sie konnte sie scheinbar schon ungesagt denn Harry hatte keine Zeit sich vorzubereiten. Instinktiv zog er seinen Zauberstab nach oben und wollte ihn abblocken doch die Worte, die er brauchte konnte er nicht sagen. Ein leichtes Schimmern, das aussah wie ein mickriger Schutzzauber brachte der Zauberstab hervor, nicht stark genug um Daphnes Zauber abzublocken. Harry flog wieder durch die halbe Klasse.
Snape hatte einen triumphierenden Blick aufgesetzt. Er schien es zu genießen wie Daphne Harry auseinander nahm.
Die Stunde endete und bewahrte Harry vor weiteren blauen Flecken. Die Slytherin kam auf ihn zu und reichte ihm ihre Hand.
Dann ging sie an ihm vorbei aus dem Raum.
Harry hielt ein kleines Stück Pergament in der Handfläche, das Daphne dort zurückgelassen hatte. Als er aufklappte, um zu lesen, was darauf stand, kam in einer sauberen Handschrift folgendes zum Vorschein:


In der Nacht des Neumondes treffen wir uns auf dem westlichen Turm um Mitternacht!
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