Der rote Faden der Liebe

von Seredhiel
GeschichteDrama, Romanze / P18
Inu no Taishou Inu-Yasha Izayoi Kagome OC (Own Character) Sesshoumaru
05.01.2019
16.11.2019
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Guten Tag zusammen ^-^

in diesem Kapitel bleibt der Focus auf Inu Yasha, dem alle ausreden wollen, dass er nicht schuld an dem Schlamassel mit Kik ist.

Dabei wird auch die Identität der kleinen Furie aufgelöst.
Ich hoffe sie gefällt euch und ihr könnt auch Inus Interesse an ihr besser verstehen *kichert*

Viel Spaß beim Lesen

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Der Vorfall hatte Inu Yasha sehr mitgenommen. Obwohl alle ihm das ausreden wollten, hörte er nicht darauf. Aus irgendeinem Grund gab er sich die Schuld und Kagome versuchte ihn nun vom Gegenteil zu überzeugen. “Inu-kun... es war nicht dein Fehler... alle haben bezeugt, dass sie selbst das heraufbeschworen hatte.”
“Das mag sein... dennoch hätte ich schneller sein sollen, ich hätte mich nicht irritieren lassen sollen und ich hätte mich konzentrieren sollen... ich...”
“INU YASHA!”, erhob Kagome ihre Stimme und er zuckte zusammen. “Du hast nicht den Schuss gelöst, du hast die Kugel nicht auf sie gelenkt und vor allem du hast diese irrsinnige Diskussion nicht begonnen, die dazu führte. Sie allein hat es selbst zu verantworten.”
Er wandte den Blick von seiner besten Freundin und seufzte. “Wenn wir nur ein paar Minuten früher da gewesen wären...”
“Wäre es dennoch passiert...”, unterbrach Kagome ihn und er blickte wieder zu ihr. Große goldene Augen sahen sie verwirrt an.
“Wie kommst du denn darauf?”
“Wenn ich eins gelernt habe, dann das, dass all das nicht in unserer Macht liegt”, kam es leicht traurig von ihren Lippen. “Es gibt Dinge, die können wir nicht beeinflussen, aber sehr wohl wie wir damit umgehen.” Ein leichtes Lächeln zierte nun ihr Gesicht. “Dein Chef hat dich erstmal freigestellt, damit du das alles verarbeiten kannst... warum fährst du nicht zu deinem Mentor?”
“Wegfahren? Zu Michail?” Kagome nickte. “Ich weiß nicht... ich will ihn nicht wieder belästigen...”
“Aber Inu-kun", kam es sanft von ihr und nahm seine Hände in ihre. “Du warst seit November nicht mehr bei ihm und die Luftveränderung wird dir gut tun”, lächelte sie ihn an und drückte seine Hände.
“Ich weiß wirklich nicht... ob er Zeit hat...”
“Finde es heraus und wenn er keine Zeit hat, so machst du dort eben alleine was, aber du könntest da etwas abschalten und in Ruhe über alles nachdenken.”
Ihr Vorschlag klang sehr vernünftig, weshalb Inu Yasha wirklich darüber nachdachte. “Ich frage ihn mal”, gab er nach einigen Minuten nach und eines seiner Mundwinkel zuckten. Das freute Kagome sehr, denn sie wusste, dass dieser Mann bestimmt ihrem Freund helfen konnte.
“Zwar wärst du an deinem Geburtstag nicht da, aber den feiern wir nach”, lächelte sie ihn an und er nickte schwach.
“Mir wäre ihm Moment eh nicht danach...du könntest Recht haben. Ich frage morgen Michail, ob ich zu ihm dürfte”, kam es etwas überzeugter von ihm. Das erfreute sie sehr und Inu Yasha verabschiedete sich von seiner Freundin. Mit dem Versprechen eine Auszeit zu nehmen und wirklich zu seinem Mentor zu fahren. Er würde sie jedoch noch benachrichtigen, ob er fliegen würde.
Zu Hause bei Sesshomaru sprach Inu Yasha über Kagomes Vorschlag und der Ältere war der gleichen Meinung. “Inu... Kago hat recht... dir wird das sicher gut tun. Du bist eh noch knapp 3 Wochen freigestellt, also nutze die Zeit und... deinen Geburtstag feiern wir nach.”
Bei den letzten Worten musste der Jüngere loslachen. Sesshomaru zog eine Augenbraue hoch. Das sorgte nur noch mehr dafür, dass er nicht aufhören konnte zu lachen. “Oh man... ihr beiden seid so... stur... ihr gehört einfach zusammen”, lachte er weiter, während Sesshomaru leicht erstarrte. “Kago-chan hat genau das gleiche gesagt.”
Nun begriff der Ältere und konnte ein Lächeln nicht verbergen. Dass sein Bruder wieder lachte gefiel ihm sehr. Seine Worte würden zwar nicht wahr werden, doch die Vorstellung mit Kagome zusammen zu sein gefiel ihm durchaus. “Siehst du... dann fragst du morgen Michail und verbringst etwas Zeit bei ihm. Sobald du daheim bist, gehen wir drei einfach was essen”, schlug er daher vor und Inu Yasha nickte lachend.
“Sehr gerne, Großer... doch du solltest auch mit ihr sprechen... es ist doch offensichtlich, dass du sie liebst und vor allem...”
“Inu... bitte... ich kann das nicht einfach so... dazu ist zu viel passiert... es wäre besser, wenn sie jemanden findet, der nicht solche Fehler begeht...”
Nun erstarb das Lachen des Jüngeren. Er zog eine Augenbraue hoch. “Und du könntest das ertragen?”
“Wenn sie glücklich ist... werde ich es ertragen... und nun lassen wir das Thema, ich muss morgen früh raus.” Mit diesen Worten ging Sesshomaru in sein Zimmer und seufzend blieb sein Bruder zurück.
Ich sollte Michail um Rat auch zu den Beiden fragen., beschloss er und ging ebenso schlafen. Am nächsten Morgen rief er gleich bei seinem Mentor an, bei ihm war es bereits Nachmittag und da war er oft erreichbar. Natürlich hatte der Russe nichts dagegen und freute sich sehr, seinen Schützling zu sehen. Auch wenn die Umstände ein wenig unerfreulich waren.
Nachdem Inu Yasha seinem Bruder und Kagome Bescheid gegeben hatte, fuhr er direkt zum Flughafen und nahm die erste Maschine nach Russland, um genau zu sein flog er nach St. Petersburg. Der Flug dauerte knapp 13 Stunden. Zum Glück hatte er in Moskau einen Aufenthalt von einer guten Stunde, sodass er sich die Beine vertreten konnte. Zu Essen bekam er im Flugzeug. Da er aufgrund seiner Dienstreisen immer in der Businessclass flog, war es dort immer sehr schmackhaft.
Dort mietete er sich einen Wagen und machte sie auf den Weg nach Naziya. Es war eher ein kleineres Dorf mit sehr vielen Hochhäusern, doch an dem Rand davon waren die Familienhäuser. Genau dort kam er schließlich nach einer knappen Stunde an. Sofort hatte Michail ihn gehört und gleich in Empfang genommen. Der ältere Mann war sehr herzlich und das gefiel Inu Yasha sehr. Er fühlte sich fast so als würde er nach Hause kommen.
“Komm rein, Yasha”, lächelte der Hausherr, packte ungeniert einen der Koffer und ging voraus. Inu Yasha lachte leise und nahm den anderen in die Hand. Das Auto schloss er ab und folgte seinem Mentor ins Haus.
Dort erwartete ihn bereits ein Festmahl und er konnte nur staunen. “Danke... aber das wäre nicht nötig gewesen.”
“Nur das Beste für meine Gäste”, lachte Michail und so aßen sie gemeinsam. Dabei sprachen sie über alles was den Jüngeren beschäftigte. Schließlich hatte er seine Ex geliebt und ganz so egal war sie ihm auch nicht, auch wenn seit seinem letzten Besuch immer wieder eine andere Dame in seinen Gedanken auftauchte.
“Yasha, deine Freunde haben Recht. Du hättest es nicht verhindern können. Du hast dich sogar um ein anständiges Begräbnis gekümmert... klar hat es dich mitgenommen, schließlich hast du sie einmal geliebt und tust es noch”, bemerkte Michail.
“Ja ich habe sie geliebt… aber jetzt, ist es nicht so… mehr als Freundschaft fühle ich bei ihr nicht… ob das an der Furie liegt?”, überlegte Inu Yasha laut.
“Furie?”, fragte der Russe nach.
“Was?!… oh… ich habe laut gedacht”, nuschelte der Jüngere verlegen. „Naja… letztes Mal als ich hier war, ist mir so eine Furie über den Weg gelaufen... naja eigentlich ist sie in mich gerannt und dann hat sie mich auch noch beschimpft und beleidigt… aber irgendwie… geht sie mir seitdem nicht aus dem Kopf.”
Bei der Erzählung lächelte Inu Yasha verträumt und sein Freund grinste. “Kann es sein, dass du dich verliebt hast?”, fragte er und wurde daraufhin nur geschockt angesehen. Das konnte der Jüngere nun wirklich nicht sagen und stritt es sofort ab. Michail lachte darüber herzlichst, denn so verhielt er sich auch, als er seine Ex kennen gelernt hatte. Jedoch sagte er dazu nichts mehr, denn das musste sein Schützling für sich alleine entscheiden. Doch eines war ihm klar, dass da mehr im Spiel war, sonst würde er sich nicht so gut an diese Dame erinnern.
Erst tief in der Nacht gingen die Beiden schlafen. Michail würde vormittags arbeiten, aber das machte Inu Yasha nichts aus. Er wollte sich ein wenig die Gegend ansehen und da es die perfekte Jahreszeit war, konnte er viele Dinge in der Natur machen. Darunter schwimmen, wandern und eine Städtetour. Schließlich gab es hier sehr viele kleine Dörfer und Städte, die viele kleine versteckte Orte hatten. Zudem wollte er Kagome und Sesshomaru etwas mitbringen.

Die ersten Tage verbrachte er damit eine Wanderung zu machen. Dabei entdeckte er einen kleineren See und beschloss dort auch schwimmen zu gehen. Das kühle Wasser half ihm ein wenig seine Gedanken neu zu ordnen. Doch nach wie vor spuckte SIE in seinem Kopf umher. Gegen Mittag kehrte er zurück zum Haus und nahm eine ausgiebige Dusche. Trotz der Sonne war es sehr frisch und das warme Wasser würde ihm helfen nicht krank zu werden. In Gedanken versunken stieg er heraus, trocknete sich ab und band sich das Handtuch um die Hüfte.
Da er alleine war, verzichtete er auf die Kleidung und würde sich ihm Zimmer umziehen. Er betrachtete sich selbst in dem Spiegel und seufzte. Auch wenn er wusste, dass alle recht hatten, so gab er sich dennoch die Schuld an dem was passiert war. Kikyos Tod war ein Fehler... egal wie ich es drehe und wende, ich hätte früher da sein sollen... Doch noch bevor er weiter darüber nachdenken konnte, erschien vor seinen Augen die Furie. Es war zum verrückt werden, denn diese ging ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf. “Ob ich sie jemals wiedersehen werde?”, fragte er sich und wusch sich über das Gesicht.
Sogleich trocknete er dieses ab und wollte das Bad verlassen, um sich im Zimmer umzuziehen. Doch als er sich zur Tür drehte, erstarrte er plötzlich und erblickte das Gesicht einer Frau. Seine Augen weiteten sich, denn es war die Furie vom letzten Mal. Automatisch schluckte er und musterte sie. Sie war leicht bekleidet, denn sie trug eine kurze Hose und ein Top ohne BH, wie er feststellen musste. Unwillkürlich stellte er sie sich nackt vor und was er mit ihr tun würde.
Doch den Gedanken verwarf er sofort, da er zu ihren Augen zurückkehrte. In ihnen loderte das Feuer. “Du!”, rief sie aus und funkelte in böse an.
“Ähm…”, kam es geistreich über seine Lippen und bevor er weiter denken konnte, stand sie bereits vor ihm.
“Was in drei Teufelsnamen hast du hier verloren?”, zischte sie und er blinzelte verwirrt.
“Duschen, wie man sieht”, kam es angriffslustig von ihm, als er sich wieder fing. Ihren Blick über seinen freien Oberkörper bemerkte er sehr wohl und musste grinsen. Scheinbar… hat sie dieses Detail übersehen. “Du darfst auch gerne anfassen, Kleine”, sprach er ohne darüber nachzudenken aus.
Augenblicklich sah sie auf, direkt in seine goldenen Augen. “So toll bist du auch wieder nicht… und jetzt verschwinde aus meinem Badezimmer und diesem Haus“, knurrte sie ihn an, doch ein leichter Rotschimmer zierte ihre Wangen.
Da Inu Yasha keine Anstalten machte zu gehen, umrundet sie ihn und schob ihn aus dem Bad. “Na großartig, bist auch noch ein perverser Drache… verschwinde, ehe ich mich vergesse”, schnauzte sie ihn an und knallte die Tür zu. Gerade in dem Moment, in dem er sich umgedreht hatte.
Die verschlossene Tür starrte er für einen Augenblick an, ehe er sich auf sein Zimmer begab, um sich an zu ziehen. Was meint sie damit... ihr Badezimmer? Erst jetzt hatte er ihre Worte auch verarbeitet und wunderte sich sehr darüber. Kurz dachte er, er hätte sich im Haus geirrt, doch im Schrank des Gästezimmers lagen seine Sachen.
Daher beschloss er seinen Mentor zu fragen, sobald dieser nach Hause kommt. Solange würde er im Zimmer bleiben, etwas mit Kagome schreiben und Itoe fragen, wie es auf dem Revier läuft.
Am späten Nachmittag kam Michail zurück und wurde gleich von seiner Enkelin begrüßt. “дедушка”, kicherte sie erfreut und er lachte mit ihr. (‘Opa/Großvater’)
“Du bist schon da, Sayuri. Ich dachte du kommst erst nächste Woche.”
“Ich wollte dich nicht so lange alleine lassen, Opa.”
“Das ist schön... dann kann ich dir meinen Freund und Schützling aus Amerika vorstellen. Yasha besucht mich gerade auch.”
Verwirrt blinzelte die junge Braunhaarige und legte den Kopf schief. “Der Yasha, der mit dir geflogen ist?” Ihr Opa nickte und sie kicherte. Er klang sehr nett und hatte sich auch um ihren Großvater gekümmert. Doch ihr Kichern erstarb, als ihr bewusst wurde, dass es nur der Mann sein konnte, der im Haus war.
“Du bist zurück, Michail”, hörte sie seine Stimme und schluckte. Inu Yasha hatte das Lachen gehört und war diesem gefolgt.
“Yasha”, lächelte sein Mentor ihn an. “Darf ich dir meine Enkelin Sayuri vorstellen... Sayuri, das ist Inu Yasha, aber ich nenne ihn Yasha.”
Blinzelnd blickte er zwischen seinem Mentor und dessen Enkelin hin und her. Fuck... sie ist... seine... na großartig... das kann ja heiter werden., schoss es ihm durch den Kopf. “Freut mich... Sayuri”, entgegnete er, versuchte neutral zu wirken, doch irgendwie konnte er das nicht sein.
Innerlich hoffte er, beide hätten nicht mitbekommen, dass er vom sarkastischen Unterton in einen netteren gewechselt war, als er ihren Namen aussprach. Kleine... Lilie..., dachte er über die Bedeutung ihres Namens nach. Der passte gar nicht zu ihr, wie er fand.
“Freut mich auch... Inu Yasha”, erwiderte sie seine Worte. Ein leichter Stich war in seinem Herzen zu spüren, als sie seinen Namen aussprach. Sie betonte ihn so ironisch, dass er sich auf die Zunge beißen musste, um nichts dazu zu sagen. Reiß dich zusammen!, mahnte er sich selbst und lächelte, obwohl er am liebsten sie angeschrien hätte.
Michail war überrascht wie sie mit einander sprachen und lockerte die Stimmung etwas auf. Er konnte sich denken, dass Inu Ysha ausgerechnet Sayuri das letzte Mal über den Weg gelaufen war. Schließlich kam sie an dem Tag zu ihm, als der Jüngere wieder weggeflogen war.
So unterhielten die drei sich ein wenig, kochten sogar zusammen und es wurde doch irgendwie noch ein netter Abend. Jedoch spürte der Ashidaspross, dass sie ihn nicht leiden konnte. Irgendwie machte es ihn traurig und er verstand absolut nicht, wieso es ihm so erging. Als ihm die Worte seines Mentors wieder in den Sinn kamen, stockte er und schluckte. Verliebt?... ich? In die da?... unmöglich., stellte er gleich klar und ließ sich von Michael ablenken.
Doch schon am nächsten Tag eskalierte es zwischen den Streithähnen. Sayuri meckerte über die verstreuten Klamotten von Inu Yasha, obwohl diese nur auf dem Stuhl lagen, weil er sie gerade frisch gewaschen hatte und aufhängen wollte. Diese Frau raubte ihm wahrlich jeglichen Nerv und so platzte es aus ihm heraus.
Schon von weitem hörte Michail die Beiden und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Beide waren temperamentvoll und da war es kein Wunder, dass sie sich auch mal zofften. Jedoch beeilte er sich, damit die Situation nicht eskalieren konnte. Seine Enkelin konnte wahrlich überkochen und das wollte er vermeiden.
“DU BIST SO EIN IDIOT!”, schrie Sayuri ihn an.
“Pah... wenn ich ein Idiot bin, dann bist du das auch... du schreist doch hier rum, obwohl ich nur 5 Minuten weg war, um nachzusehen ob ich die Maschine wirklich ausgemacht habe... ich glaube du spinnst wirklich”, knurrte er zurück.
“RUHE”, kam es autoritär von Michail und beide zuckten zusammen. Beiden war das peinlich, dass er es mitbekommen hatte.
“Opa...”
“Michail...”
Beide sprachen zeitgleich und sahen sich kurz an. Ihr Blick glitt wieder zurück zu dem Hausherrn. “Ihr beide seid unverbesserlich... auch wenn ihr ein hitziges Gemüt habt, so solltet ihr zusammen auskommen. Ich muss für drei Tage zur Tagung...”, begann er und beide rissen die Augen auf. Starrten sich gegenseitig an.
“DREI Tage mit dem/der...”, kam es wie aus einem Mund von ihnen und nun lachte der Ältere auf.
“Ihr schafft das... und lasst bitte mein Haus heil, bis ich wieder komme”, mahnte er sie spielerisch streng.
“Nur weil du es bist”, gab sie zähneknirschend nach. Inu Yasha biss sich auf zu Zunge und nickte nur.
Damit waren die beiden Streithähne auf sich alleine gestellt. Am ersten Tag stritten beide wie gewohnt. Auch wenn es ihm Spaß machte mit ihr zu streiten, so gefiel es ihm weniger, dass sie scheinbar nur seine negativen Seiten sah. Wieso... geht es mir so nahe? Habe ich mich womöglich... doch... Ach was nein... Niemals!, kam ihm in den Sinn und er verwarf den Gedanken sofort.
Für sich entschloss er ihr aus dem Weg zu gehen. Er wollte nicht mehr streiten, zu mindestens nicht auf diese Art, weshalb er sich ablenkte. Zusätzlich kamen noch die Träume mit ihr dazu. Er war verwirrt, warum er sich ausmalte mit ihr mehr zu unternehmen, als nur zu streiten. Irgendwie wollte er sie kennen lernen, aber wenn er das aussprechen würde, würde sie sicher nur darüber lachen.
Seufzend verkroch er sich im Zimmer und schrieb mit seinen Freunden. Natürlich hatte er Kagome von Sayuri erzählt. Sie witterte ebenso eine Verliebtheit dahinter, doch war es das wirklich? Er konnte es nicht genau sagen, weshalb er lieber auf Abstand ging. Ohnehin würde er in ein paar Tagen wieder zurückfliegen. Ob sie mich mit anderen Augen sehen könnte?, fragte er sich und war sehr erleichtert, dass sein Mentor wieder zurück war.
“Willkommen daheim, Michail”, lächelte er ihn an, als er die Treppe runter kam. Blinzelnd blickte der Angesprochene auf. Er erwiderte das Lächeln sofort.
“Yasha... wie ich sehe geht es euch beiden gut... dann lasst uns doch morgen an den See gehen und Schaschlik machen. Schließlich hast du Geburtstag”, kam es von ihm.
“Nicht... nötig... Mach dir keine Umstände... ich will...”
“Unsinn... Geburtstage sind ein Grund zur Feier... wenigstens mit mir und Sayuri feierst du doch, oder?”
Seufzend nickte Inu Yasha schließlich. “Nur weil du darauf bestehst, aber ich zahle”, grinste der Jüngere und brachte Michail zum Lachen.
“Abgemacht!”
Damit bereiteten sie alles für diesen Tag vor. Es war ein sonniger Tag und gemeinsam verbrachten sie diesen am See. Sayuri war ungewöhnlich freundlich und das gefiel Inu Yasha sehr. Eigentlich war sie genauso freundlich wie ihr Großvater und hatte auch sein Temperament geerbt. Sie lachten viel, bis Michail los musste. Er war noch mit Freunden verabredet und das sollte er auch einhalten.
“Ich werde alles einpacken, danke für den schönen Abend, Michail”, zwinkerte der Jüngere und wurde von seinem Mentor in eine Umarmung gezogen.
“Pass auf dich auf, Opa.”
“Mache ich und ihr kommt gut Heim...”, lächelte er und ließ sie wieder alleine. Während Inu Yasha alles zusammen packte und sich auf den Rückweg machen wollte, hielt Sayuri ihn auf.
“Hm?”, verließ es seine Lippen.
“Warum warst du die... letzten Tage nicht zum Essen unten?”, nutzte sie den Moment. Es beschäftigte sie die meiste Zeit und sie wollte dem auf den Grund gehen.
“Es ist dir aufgefallen?”, kam es überrascht von ihm und sie sah ihn leicht funkelnd an.
“Hältst du mich etwa für so unsensibel?”, fauchte sie ihn an. Verwirrt blinzelte er, doch lag ein Lächeln auf seinen Lippen. Sie war wirklich einzigartig.
“Nein... du bist eigentlich sehr freundlich und liebevoll”, verließ es unbedacht seinen Mund. Als er seine Worte begriff, war es schon zu spät.
Sayuri hatte eine Augenbraue hochgezogen. “Wie bitte?! Was weißt du schon über mich?”, knurrte sie.
Moment... denkt sie, ich..., dachte er und versuchte die Situation zu entschärfen. “Ja ich kenne dich nicht... doch so wie du mit Michail umgehst... das bist wirklich du... entschuldige ich wollte nicht...”
“Dich geht es gar nichts an wie ich wirklich bin”, unterbrach sie ihn forsch und ließ ihn nicht mehr zu Wort kommen. Als sie wieder so nahe vor ihm stand, sah er nur noch eine einzige Möglichkeit.
Er nahm ihre Hand, die auf seiner Brust rumtippte, in seine, legte seine andere Hand unter ihr Kinn. Nur eine Sekunde später lagen seine Lippen auf ihren. Diese Frau machte ihn wahnsinnig und doch dürstete es ihn nach dem Geschmack ihrer vollen Lippen.
Überrumpelt darüber weiteten sich ihre Augen, ehe sie diese schloss und zaghaft den Kuss erwiderte. Es war so unschuldig und unvorbereitet, so dass es ein schönes Gefühl war. Wenig später löste sich Inu Yasha von ihr und lächelte kurz, bevor er sich besann. “прости меня”, flüsterte er und nahm die Sachen mit, ehe er sie alleine ließ. (‘Verzeih mir’)
Fuck... das hätte nicht passieren dürfen... sie... sie... Sein Herz schlug nur noch schneller in seiner Brust. Ich... habe... mich... verliebt..., stellte er fassungslos fest und schluckte. Unsicher wie er den Beiden, doch vor allem ihr, unter die Augen treten sollte, packte er seine Klamotten und verließ das Haus. Michail schrieb er eine Nachricht. Wie ferngesteuert und sendete diese.
Übereilt machte er sich auf den Weg nach St. Petersburg, um mit der nächsten Maschine zu verschwinden. Er brauchte Abstand zu ihr. Nie hätte er gedacht, dass er sich erneut verlieben könnte und dann auch noch in so eine Furie. Wahrlich... eine Furie... doch eine mit heißen Lippen...

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Das war es auch schon für diese Woche....

Im nächsten Kapitel werde ich einen kleinen Einblick in Sayuris Gedankenwelt geben und wie sie mit der Situation umgehen wird ;)

Lasst mir gerne eure Meinungen und Anregungen da

Bis nächste Woche eure Seredhiel / Seren *Kekse und Kakao da lass*
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