Der Epsilon-Minor-Zwischenfall

GeschichteSci-Fi / P12
04.01.2019
13.01.2019
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Hallo liebe Fan-Fiction-Autoren und Leser,

dies hier ist mein erster Versuch eine Geschichte hier zu veröffentlichen. Meiner Meinung nach hätte die Enterprise C deutlich mehr Handlung verdient gehabt. Die Charaktere orientieren sich an der entsprechenden TNG-Folge. Jedoch musste ich auch einige Figuren dazuerfinden, um eine vollständige Brückencrew zu erhalten. Dieses erste Kapitel dient als Einstieg und stellt das Schiff und das Missionssetting vor.
Ich wäre für Reviews und ehrliche Kritik bzw. Verbesserungsvorschläge dankbar (sowohl inhaltlich als auch formal). Viel Vergnügen bei meinem ersten Kapitel.

Der Epsilon-Minor-Zwischenfall

„Captains Logbuch: Sternzeit 20417,3

Wir befinden uns auf dem Weg zum Epsilon-Minor-Sternensystem knapp außerhalb des Föderationsraums. Langstreckenscans haben angezeigt, dass dieses System aus sechs Planeten besteht. Es gehört jedoch nur einer zur Klasse-M, wäre also für humanoides Leben geeignet. Die anderen fünf sind unbewohnbar. Die Enterprise wurde von der Sternenflotte beauftragt, das Epsilon-Minor-System zu kartographieren und zu bewerten, ob sich dieses System als Standort für eine Föderationskolonie eignet.“

Captain Rachel Garrett saß in ihrem Kommandosessel und beobachtete den Hauptbildschirm, der schnell vorbeiziehende Sterne zeigte. Dieses visuelle Phänomen war eins der wenigen, welches die Wissenschaft nicht plausibel erklären konnte. Es gab jedoch einige Theorien zu diesen schnellen Sternenbewegungen. Die Kommandantin dachte über diese Theorien nach, als plötzlich Lt. Castillo, der Steuermann der Enterprise, meldete: „Wir werden in knapp zwei Minuten in das System eintreten“. Captain Garrett war zwar die voraussichtliche Ankunftszeit bekannt, aber sie begrüßte es, dass sich Lt. Castillo so genau an das Sternenflottenprotokoll hielt, welches eine Meldung seitens des Steuermannes vorsah, sobald ein Schiff im Begriff war, in ein Sternensystem einzutreten.

Captain Garrett antwortete ihm: „Verstanden. Vorbereiten unter Warp zu gehen. Sobald der Warpantrieb deaktiviert ist, setzen sie einen Kurs auf Epsilon-Minor-1 mit halber Impulskraft“.
Sie drehte sich zum Wissenschaftsoffizier, Lt. Trekis, einem Vulkanier, der an seiner Station im hinteren Backbordabteil der Brücke stand, um. Die Kommandantin befahl: „Sobald wir das System erreicht haben, beginnen sie mit einem allgemeinen Sensorscan. Greifen Sie ebenfalls auf die seitliche Sensorphalanx zurück.“

„Aye, Captain“, antwortete  Trekis. Er tippte auf die blauen und grünen Schaltflächen seiner Konsole, um den Scan vorzubereiten. Cmdr. McDowell, der stellvertretende Captain der Enterprise, der sich bisher auf das Kontrollinterface seiner rechten Armlehne konzentriert hatte, drehte sich nach rechts zu Garrett: „Captain, ich schlage vor, ein Klasse-1 Shuttle für die Erkundung des Klasse-M-Planeten zu benutzen. Das würde die Zeit, die wir in diesem System verbringen müssten, um es zu kartographieren, erheblich verkürzen.“

Die Kommandantin dachte kurz über diesen Vorschlag nach und erwiderte schließlich: „Ich bin einverstanden. Sie werden die Shuttlemission leiten.“ „Ja, Captain“, entgegnete der 1.Offizier knapp.

Die Enterprise ging mit einem hellen, weißen Lichtblitz unter Warp und flog mit halber Impulsgeschwindigkeit weiter.

Der Hauptbildschirm zeigte nicht mehr die schnell vorbeiziehenden Sterne, sondern fast still stehende Lichtpunkte. Im Mittelpunkt war ein kleiner gelber Punkt zu sehen-die Sonne des Epsilon-Minor-Systems. Alle Brückenoffiziere gingen ihren Beschäftigungen nach, als Lt. Castillo meldete:

„Wir haben das System erreicht. Kurs auf Epsilon-Minor-1 ist angelegt. Der Impulsantrieb funktioniert innerhalb normaler Parameter.“
„In Ordnung Lt.. Wir werden nach einem Standard-Kartographierungsmuster vorgehen.“ Die Kommandantin wartete die Bestätigung des Steuermannes ab, bevor sie sich Cmdr. McDowell zuwandte:
„Stellen Sie ein Außenteam zusammen. Sie haben bei der Wahl der Mitglieder absolut freie Hand. Melden Sie sich dann in der Shuttlerampe.“

Der 1.Offizier nickte und stand auf. Er durchquerte die Brücke. Während er auf den Turbolift zuging, befahl er:„ Lt. Trekis, Crewman Parker (ein Ops-Offizier), kommen Sie mit. Sie bilden das Außenteam.“ Beide nickten, bevor sie ihre Stationen verließen und ihm zum Turbolift folgten.
„Deck 12, Shuttlerampe 1“, sagte Cmdr. McDowell zur Computerkontrolle, nachdem die Mitglieder des Außenteams den Turbolift betreten hatten.

Die Türen schlossen sich und er setzte sich mit einem leisen Summen in Bewegung. Für einen kurzen Moment herrschte Stille, bevor Crewman Parker das Wort ergriff: „Werden wir für diese Mission besondere Ausrüstung mitnehmen?“ Er war sichtlich nervös, da es seine erste Außenmission an Bord der Enterprise war, was aber auch auf die Tatsache zurückzuführen war, dass er erst vor gut einem Monat die Sternenflottenakademie abgeschlossen hatte. Es dauerte einige Sekunden bis Parker eine Antwort auf seine Frage bekam.

„Für diesen Einsatz ist keine besondere Ausrüstung nötig, mit Ausnahme von Handphasern. Die sind bei jeder Außenmission auf unbekanntem Terrain Standardvorschrift“, klärte Lt. Trekis die Frage kühl. Crewman Parker sah sichtlich verlegen aus, da er das hätte wissen müssen. Er gab kleinlaut zurück: „Entschuldigen Sie. Daran hätte ich denken können. Ich bin ein wenig aufgeregt, da es meine erste Außenmission ist.“ „Crewman, für einen Menschen ihres Alters und ihrer Erfahrung ist diese Gefühlreaktion nicht untypisch. Die Nervosität wird sich höchstwahrscheinlich legen, sobald dieser Einsatz beendet ist“, behauptete Lt. Trekis, wodurch sich Parker aber nicht unbedingt besser fühlte. Er verzichtete auf einen Kommentar und versuchte sich im Stillen zu beruhigen.              
                                                                             
Mit einem leisen Zischen hielt der Turbolift bei Deck 12 an. Die Türen des Lifts glitten beiseite, was Parker fast nicht mitbekommen hätte, weil er sich in Gedanken schon auf die vor ihm liegenden Aufgaben während der Außenmission vorbereite. Er trat als Letzter aus dem Turbolift, um Cmdr. McDowell und Lt.Trekis durch einen Korridor zur Shuttlerampe zu folgen. Nach wenigen Minuten erreichten die Offiziere den Eingang der Rampe. Die breiten Türen glitten mit einem lauten mechanischem Zischen beiseite und gaben den Blick auf vier Shuttles frei, die parallel nebeneinander standen; den Bug zu einem bläulichen Kraftfeld gerichtet, welches den Hangar vom Weltraum abtrennte.

Trekis und Parker gingen auf das Shuttle mit dem Namen Ankhaz im Backbordbereich der Shuttlerampe zu, während Cmdr. McDowell befahl: „Leiten Sie die Vorstartsequenz ein. Ich werde zu Ihnen stoßen, sobald ich die Phaser geholt habe.“ Beide Offiziere nickten, während Sie durch den Heckbereich des Shuttles in das Cockpit einsteigen. Parallel dazu bewegte sich Cmdr. McDowell auf eine Wand parallel zum Shuttle zu. Er näherte sich einem eckigen gräulichen mittelgroßen Kasten in 1,5 Metern Höhe, neben der sich rechts ein Kontrollfeld mit Zahlen befand. Er gab einen sechsstelligen Code ein. (021098) Der Verschluss des Kastens klappte zur Seite und gab den Blick auf fünf Handphaser frei. Nachdem Cmdr. McDowell drei Waffen herausgenommen hatte, schloss er die Klappe wieder und machte sich auf den Weg zum Shuttle.

Crewman Parker war noch immer nervös. Er versuchte sich ganz auf seine Aufgabe zu konzentrieren, doch das Einleiten der Vorstartsequenz erforderte nicht viel Konzentration. Parker schaute von seiner Konsole auf, wandte seinen Blick nach rechts zu Trekis. Er hoffte inständig, dass die Worte des Vulkaniers im Turbolift der Wahrheit entsprachen; es absolut normal sei, nervös zu sein, doch dadurch fühlte er sich kein Stück besser. Parker hörte Schritte hinter sich, wodurch er sich reflexartig umdrehte. Cmdr. McDowell hatte die Ankhaz betreten. Während der 1. Offizier auf den Pilotensessel zuging, reichte er als erstes Trekis einen Phaser, der im Steuerbordbereich des Shuttles an der Wissenschaftsstation saß, dann Parker und bevor er auf dem Pilotensessel Platz nahm, befestigte er seinen eigenen am Gürtel seiner Uniform. McDowell verschaffte sich einen schnellen Überblick über die Bedienelemente der Steuerkonsole, da er etwas aus der Übung war, was das Navigieren eines Shuttles anging. Er drückte auf einen grünen Indikator, um die Einstiegsluke der Ankhaz zu schließen. Während sich die Einstiegsluke mit einem leisen Summen schloss, tippte der 1.Offizier auf seinen Kommunikator: „McDowell an Brücke. Wir sind bereit zu starten.“
„Einverstanden Cmdr.; Sie haben Startfreigabe“, tönte die etwas blechern klingende Stimme der Kommandantin aus dem Kommunikator. McDowell tippte erneut auf diesen und schloss den Kanal.

Die Ankhaz hob langsam vom Boden ab und flog durch das Kraftfeld der Shuttlerampe. Sie bewegte sich zwischen den beiden zylinderförmigen Warpgondeln, die hellblau schimmerten, hindurch, die im Vergleich zur Ankhaz extrem groß wirkten.


Das nächste Kapitel kommt in Kürze. Insgesamt wird sich die Handlung auf mehrere Kapitel ausdehnen, evtl. zweistellig. Das mache ich davon abhängig, wie ich die Geschichte aufteile bzw, wie mir die Aufteilung am besten gefällt.
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