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Draki und Jäger

GeschichteFantasy, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Fandral Frigga Loki Sif Thor Volstagg
04.01.2019
20.02.2021
10
14.547
9
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11.08.2019 1.019
 
Am Morgen war vor allem Fandral verkatert und blockierte das Bad lange, hin und wieder gelangten Würgegeräusche durch die Türritzen. Loki schüttelte es. Wenn die beiden weg waren, würde er erstmal alles grunddesinfizieren.
„Dein Bruder sollte nicht soviel saufen…“, murrte er und half Thor die Betten einzuklappen und alles wegzuräumen.
„Ich bin nicht seine Mutter, er muss selbst wissen, was er tut!“, antwortete Thor nur darauf und legte die Decken zusammen.
„Dort wo ich herkomme, achten Familienmitglieder aufeinander“, erklärte Loki und  sah letztendlich er Hogun an, ob dieser etwas Konstruktives beizutragen hatte.
Er warf Loki einen seltsamen Blick zu und erwiderte: „Wir sind eben nicht wie du, das haben wir doch gestern schon geklärt. Wenn Fandral sich totsaufen will, muss er das eben tun.“
Loki seufzte tief und strich sich das Haar hinters Ohr. Er war in Thors Armen aufgewacht, leider zu einem kotzendem Fandral.

Komischerweise konnte er sich einigermaßen normal verhalten, solange er Thor nicht in die Augen sah und ihm nicht zu nahe kam. Das getrocknete Sperma klebte immer noch an seinen Beinen und die letzte Nacht hatte er noch gut in Erinnerung.
Fandral und Hogun sollten endlich verschwinden und dann wollte er lüften, putzen und duschen. Das Letzte am liebsten mit Thor zusammen. Er schaute unauffällig zu ihm herüber und sah, wie sein Kommilitone sich den Nacken rieb und ihn ebenfalls ansah. Auch Lokis Nacken kribbelte und dann lächelte Thor ihn an. Offen und etwas verschmitzt. Sein Herz setzte ein Schlag aus. Er lief rot an und sah wieder zum Schrank, in denen ihre Materialen waren. Wie sollte man sich denn so auf Laborarbeiten konzentrieren.

Es dauerte noch eine gute Stunde, bevor die beiden endlich verschwanden und den Zug Richtung Heimat nahmen. Thor und Loki verhielten sich still, öffneten die Fenster, legten ihr Material zurecht und während Thor Kaffee machte, putzte Loki das Bad und wollte duschen.

Doch dann bemerkte Thor, dass er Loki weder ein Handtuch hingelegt, noch, dass dieser seine Sachen mit ins Bad genommen hatte. Dieser Gedanke zauberte ein hinterhältiges Lächeln auf sein Gesicht.

„Scheiße“, murmelte Loki derweil im Badezimmer nur und stieg aus der Wanne. Nun musste er nackt ins Wohnzimmer gehen oder die Badschränke durchwühlen. Okay, ein Versuch war es wert.
Klopapier und ein erstaunlich großer Vorrat an Duschgel und Shampoo.
Aber nicht ein einziges kleines Handtuch. Was für eine Logik steckte dahinter? Mit dem Duschbad könnte er eine Armee eindecken.

Thor goss zwei Tassen Kaffee ein und grinste immer noch. Sollte Loki ruhig noch etwas leiden, aber dann erbarmte er sich schließlich, nahm ein Handtuch und seinen Bademantel und machte sich auf den Weg zum Badezimmer. Er klopfte und sagte: „Hey, Pimpelhans, ich glaube du hast was vergessen.“
Ein Moment verging und die Badtür wurde langsam geöffnet, Thor reichte ihm die Sachen sein und lachte leise.
„Ich hätte dir auch den Rücken gewaschen…“, rief er und spürte ein nur allzu bekanntes Kribbeln. Schien, als hätte Loki an sich nichts dagegen, doch dieser ging nicht darauf ein.
Ein paar Minuten später kam er im dunkelblauen Bademantel ins Wohnzimmer und setzte aufs Sofa. Seine Wangen glühten und er vermied es, Thor anzusehen. Dieser amüsierte sich blendend. Statt sich auf die andere Seite zu setzen, setzte er sich sehr dicht an Loki. Dieser zuckte zusammen und die Spannung zwischen ihnen wurde förmlich greifbar.
Loki nahm schnell die Kaffeetasse und zog seine Beine heran, doch das war ein Fehler, denn der Bademantelstoff rutschte seitlich weg und entblößte seine Beine. Er presste sie fast schon schmerzhaft zusammen. Der Kaffee war etwas zu stark und immer noch zu heiß, doch er trank ihn trotzdem.
„Willst du zuerst was essen oder zuerst mich?“, fragte Thor ihn ungeniert. Verärgert wendete sich Loki ihm zu, doch alles was Thor beizutragen hatte, war ein dreckiges Grinsen.
„Einen noch kitschigeren Anmachspruch konntest du dir nicht ausdenken, oder, Captain?!“, sagte Loki sarkastisch, aber auch heiser. Er wusste, wozu das Ganze hier führen würde. Ihm schossen so viele Dinge durch den Kopf. Wie weit würden sie gehen? War das nur zum Vergnügen oder war es Thor ernst? Musste er sich in acht nehmen, wegen….doch eine Hand auf seinem Knie sorgte dafür, dass alle Zweifel verschwanden.
„Wenn du das hier wirklich nicht willst, Loki, dann wirst du es mir sagen müssen“, sagte Thor heiser an dessen Ohr, strich dessen lange, nasse Haare aus dem Nacken und küsste dessen Hals. Die Hand rutschte zwischen Lokis Oberschenkel und dieser öffnete sie zaghaft. Sanft streichelte er Loki und sah ihm dabei unentwegt ins Gesicht. Es war vor Lust verzehrt.
„Thor“, kam es ungeduldig aus seinem Mund. Dieser zischte, zehrte ihn unter sich und öffnete mit einem Ruck den Bademantel. Loki sah ihn geschockt an. Die Angst hatte seine Augen blutrot gefärbt. Thor würde sich etwas bremsen müssen. Er hatte noch nie mit einem Draki geschlafen, vielleicht auch, weil es ihm vorher nie in den Sinn gekommen war.
Er kniete zwischen Lokis Beinen, bevor er sie nahm und ihn näher an sich zog. Lokis Körpermitte befand sich nun dicht an seinem Schwanz. Nur der Stoff der Hose störte noch. Thor streichelte mit beiden Händen vom Hals über die Brust und den Bauch und beobachtete jede seiner Bewegungen. Loki war schmaler, aber definitiv muskulös.
„Im Hellen gefällst du mir irgendwie besser“, sagte Thor und machte Anstalten, Loki zu küssen. Dieser zuckte überrascht zurück. Thor war verwirrt, doch dann zog Loki zaghaft dessen Kopf zu sich heran und küsste ihn zärtlich. Unbeholfen, aber leidenschaftlich.
Thor ließ sich sein T-Shirt von Loki ausziehen und genoss den bewundernden Blick. Sie verwöhnten sich gegenseitig mit ihren Händen, küssten sich und trieben sich zum Höhepunkt.
„Mist, jetzt muss ich nochmal duschen“, sagte Loki und lachte.
„Diesmal gehe ich mit“, flüsterte Thor heiser.
Und beide spürten wieder das Kribbeln in ihrem Nacken. Der Samstag verstrich. Sie aßen, lachten, machten Hausaufgaben, auch wenn diese etwas schleppend voran gingen und liebten sich erneut. Loki hatte noch nie in seinem Leben ein solches Hochgefühl erlebt. So musste sich die Freiheit wahrlich anfühlen.
Leider wusste er tief in seinem Inneren, dass diese kurze Zeit bald ein Ende finden würde, aber er wollte sie vollkommen auskosten.
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