Hätte ich mal lieber Sasuke gerettet, ...

GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
Deidara Itachi Uchiha Obito Uchiha OC (Own Character) Sasuke Uchiha
03.01.2019
23.11.2019
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„Glauben Sie, dass das normal ist?“ , hatte ich gefragt gehabt, was den alten Greis, der mir gegenüber saß, die Stirn hatte runzeln lassen.
Natürlich glaubte er, dass ich vollkommen verrückt wäre, das konnte man seinen Gesichtszügen deutlich entnehmen, trotzdem schien er so viel Anstand zu besitzen, nicht die Fassung verlieren zu wollen.
Nicht einer jungen Dame gegenüber, das ziemte sich nicht, denn der alte Herr hatte mit Sicherheit noch die damalige Schule genossen und Respekt war etwas, woran es den heranwachsenden Generationen nur zu deutlich mangelte.
„Ich denke du hast deine Gründe.“, war er meiner Frage ausgewichen und ich leerte mein Glas in einem Zug.
Von dieser Unterhaltung konnte ich mir nichts Aufschlussreiches erhoffen.
Sie war reine Zeitverschwendung.
„Natürlich, die hat jeder von uns.“, hatte ich dennoch nicht unhöflich sein wollen, immerhin hatte er mir dieses herrliche Unagi spendiert und zudem meine Drinks gezahlt.
„Weise Worte, für so ein junges Ding.“, hatte ein weiterer der Herrschaften gegackert, der bereits ein paar Kurze zu viel gehabt zu haben schien.
Unbeeindruckt hatte ich ihn gemustert, mich dann wieder meinem eigentlichen Gesprächspartner zugewandt.
„Ich danke Ihnen herzlichst für die Einladung, wenn Sie mich jetzt entschuldigen, ich bin müde und würde mich gerne zurück ziehen.“
Ich war aufgestanden, hatte Becher, Schüssel und Stäbchen zusammen gelegt und mich zum Abschied verbeugt, dann war ich schnell gegangen, bevor man dem hatte etwas entgegen bringen können.
Müde war ich kein Stück gewesen, doch meine Großmutter hatte stets zu sagen gepflegt, es lebe sich deutlich besser alleine, als in schlechter Gesellschaft.
Nicht, dass auch nur einer der Herren mir unsymphatisch gewesen wäre, das war es nicht, doch sie langweilten mich, glichen einander, wie ein Ei dem Anderen und mich hatten sie  sicher auch nur an ihren Tisch gebeten, weil ich den Altersdurchschnitt in der kleinen Taverne ziemlich nach unten gezogen hatte.
Das ich eine Kunoichi war, allerdings kein Stirnband mit mir führte, das hatten sie bis dahin nicht einmal bemerkt.
Doch auch als ich ihnen erklärte, auf penetrantes Nachfragen hin, dass mein ehemaliges Dorf mich verstoßen hatte, ich nunmehr als vogelfrei galt und seit mehreren Wochen ein Vagabunden-Leben führte, schien sie das mehr belustigt zu haben, als alles andere.
Die roten, glänzenden Wangen schimmerten im Licht der flackernden Tischbeleuchtung und der verschwitze Haarschopf klatschte an der Stirn.
Es war kein schöner Anblick gewesen.


Ich schmunzle, über das innerliche Bild dieser Dorfteupel, wie sie mir ungeniert auf die Brüste gestarrt hatten, sich wahrscheinlich heimlich nach meinem jungen Fleisch verzehrt hatten - Einfach erbärmlich und ich frage nich, ob es wohl noch einen halbwegs vernünftigen Mann da draußen gibt, der weniger über seine erregiertes Glied, als vielmehr durch seinen Kopf zu handeln versteht.
Mein Glück, dass ich heute morgen, während meines Aufbruches, keinem dieser Charmelosen hatte begegnen müssen.
Inzwischen ist es kurz nach Mittag, angenehme 15 Grad, wenn ich das richtig einschätze, obwohl die Temperatur heute immer mal wieder akuten Schwankungen unterliegt.
Ein Ziel habe ich nicht, demnach auch keine Route, also bin ich einfach meiner Nasenspitze gefolgt und diese hatte mich durch ein hübsches, kleines Wäldchen dirigiert, was doch etwas größer schien, als zu Beginn noch angenommen.
Seufzend lasse ich mich am Rande einer kleinen Lichtung nieder, schließe die Augen und versuche zu erkennen, in welcher Richtung sie mir am ehesten die Zivilisation versprechen, doch meine feinen Antennen werden durch etwas gestört, was ich absolut nicht einzuordnen weiß.
Mit kritischem Blick lasse ich mein provisorisch gepacktes Bento sinken, die Knie zusammengedrückt, strecke ich den Rücken durch und lausche in die Stille des Waldes.
Keinen Mucks gibt dieser von sich, abgesehen von der seichten Brise, die durch die Blätterkronen streicht und dem einsamen Singen eines Käuzchens.
Erneut strenge ich mich an und nun kann ich auch deutlich das Chakra zwei weiterer Personen ausmachen.
Es sind also insgesamt drei.
Das Eine ist kaum der Rede wert, über die Entfernung schwer einzuschätzen, aber nicht alt, … mehr noch, … fast noch ein Kind.
Das Zweite irritiert mich.
Mal ist es da, dann wieder kaum zu erkennen und irgendetwas ist an dieser Zusammensetzung sonderbar.
Ich stehe auf, verstaue dabei mein verspätetes Mittagessen zurück in der Innentasche meines Rucksackes, versuche mich dann zu konzentrieren, denn es ist diese letzte Energie, die mich neugierig macht.
Selbst über diese Entfernung und so wie ich die anderen beiden interpretiere müssen sie mindestens einen halben Kilometer entfernt sein, … doch selbst über diese Entfernung ist sie klar und deutlich zu spüren.
So klar und deutlich und so gebündelt, dass ich sie beinah vor mir sehen kann.
Kurz überlege ich, bis mir klar wird, dass ich einen flüchtigen Blick ruhig riskieren kann, ansonsten würde es mir wohl keine Ruhe lassen…
Entschlossen sprinte ich den nächsten Baum hoch, lasse mich auf einem der obersten Äste nieder und möchte eigentlich analysieren, in welche Richtung genau, ich mich zu begeben habe, doch das scheint überflüssig, denn die Rauchschwaden, über den Baumkronen, sprechen für sich.
Scharf ziehe ich die Luft ein.
„Explosionen?“ , murmle ich nachdenklich, zucke im nächsten Augenblick erschrocken zusammen, als ein ohrenbetäubender Knall durch die Luft schallt, die Äste um mich herum und auch mich selbst kurzzeitig ins wanken geraten lassen.
Mit bebendem Herzen richte ich mich auf.
Das war eindeutig.
Und das erklärt auch die gebündelte Energiemasse, die sich in Rekordzeit teilt.
Nun wirklich neugierig geworden, bahne ich mir meinen Weg durch das Dickicht der Baumkronen, inzwischen scheinen nur noch zwei der Chakren anwesend, wo auch immer sich das Dritte hin verkrümmelt hat, in Reichweite scheint es nicht.
Schlaues Kerlchen, je nachdem mit wem oder was wir es hier zu tun haben, vielleicht nicht die untauglichste Idee.
Trotzdem bin ich viel zu gespannt darauf, zu erfahren, was genau es mit diesem sonderbaren Energiezerfall nun auf sich hat, denn eine herkömmliche Explosion war das nicht.
Ruckartig halte ich inne, habe über mein Gedankenkarussell gar nicht bemerkt, dass ich mein Ziel inzwischen erreicht habe.
Dieser Teil des Waldes sieht nun wirklich mitgenommen aus und ein wenig bedaure ich die Bäume und Pflanzen dafür, offenbar Opfer zweier tollwütiger Shinobi geworden zu sein.
Rauch liegt in der Luft, Rauch und Dunst und es brennt in meinen Augen und bringt sie zum tränen.
Kunais und Shuriken stecken in den umliegenden Baumstämmen, oder im Waldboden der Lichtung, die mit unendlichen Kratern, verschiedener Größen übersät ist.
Zwischen den abziehenden Nebelschwaden kann in zwei Gestalten kauern erkennen.
Beide scheinen sich gegenseitig übel zugesetzt zu haben, ich muss sie nicht einmal genau sehen, kann deutlich erkennen, dass ihre Energien beinah gänzlich aufgebraucht sind.
Zumindest von dem Einen, der Andere, … da scheint gerade etwas zu passieren.
Neugierig krabble ich den Baumstamm weiter empor, darauf bedacht keine Sicht auf mich, in meinem Versteck zuzulassen, obwohl ich kaum glaube, dass ich einem von beiden auffallen würde, sie scheinen alle zwei in einem Tunnel gefangen.
Sitzen sich gegenüber auf der Lichtung, schwer atmend und sich anstarrend, als könnten Blicke töten.
Etwas mutiger nun, da ich mir sicher bin, dass ich absolut uninteressant bin, für die zwei Kämpfenden, schiebe ich mich auf einem etwas dickeren Ast, weiter nach vorne, inzwischen bin ich so nah, dass ich ihr Gespräch mitverfolgen kann.
Der Sprechende scheint genau der Gleiche zu sein, der von Anfang an mein Interesse geweckt hatte.
Er scheint derjenige zu sein, der für die Explosionen verantwortlich war, es besteht kein Zweifel.

„Du wirst erschaudern! Erschaudern und weinen, vor Angst! Und deine Augen können mich nicht mehr abwertend betrachten!“

Unweigerlich legt sich meine Stirn in Falten.
Was für ein lautes Organ, …

„Das wird die absolut herrlichste Explosion, die, diese Welt je gesehen hat, sie wird eine unüberschaubare Narbe auf dieser Erde hinterlassen!“

Die andere Person schweigt, ich kann erkennen, wie erschöpft sie ist, da ist kaum mehr was, was ihr noch die Energie liefern könnte zu fliehen, geschweige denn, sich zur Wehr zu setzten.
Sollte ich ihr helfen?
Lautlos lasse ich mich die Äste hinab gleiten und jetzt kann ich auch zum ersten Mal die Menschen erkennen, die sich hinter diesen Chakren verbergen.
Es sind tatsächlich zwei, der Schwarzhaarige sieht noch sehr jung aus, ich schätze ihn auf 17, höchstens 18 und der Andere, …
Mein Blick bleibt für eine Weile an dem Blonden hängen, … oder ist es doch ein Mädchen?
Der Stimme, aber auch sonstigen, für mich erkennbaren Struktur nach zu urteilen, scheint er definitiv ein er zu sein.
Ein bisschen älter, Anfang 20, wenn ich nach dem Verfall gehe, …
Kritisch kneife ich die Augen zusammen, … der Zerfall, … da ist es wieder.
Da ist eine enorme Energiebündelung, und ganz sicher, ob er diese bewusst gravitiert bin ich nicht, aber lange wird er die Stabilität dieser Verbindungen nicht, …
Vor lauter Schreck setze ich den Fuß falsch auf, der Ast unter mir bricht weg und im nächsten Moment befinde ich mich bereits auf dem Boden der Tatsachen wieder, konnte mich gerade so, im letzten Moment noch abfangen.
Doch das scheint ohnehin nicht von Belang, denn keiner der Zwein scheint mich auch nur bemerkt zu haben, obwohl ich mich nun direkt am Rand der Lichtung befinde.
Wie von Sinnen starre ich den Blondhaarigen an, kann erkennen wie sein Körper immer transparenter wird und sich durch diesen feine, schwarze Adern ziehen,…
Das ist nicht, …
Das kann er nicht, …
Wie ein Wahnsinniger lacht er, breitet dabei die Arme aus und ich kann deutlich sehen, wie sich jedes Teilchen in seinem Zentrum sammelt, ich kann genau erkennen, wie sich sein Inneres in eine Form kritische Materie umwandelt, das ist,…
Voller Schreck schlage ich mir die Hand vor den Mund, kann meinen Augen kaum trauen,…
Er wird explodieren !
Und bei diesem hohen Massebestand alles im Umkreis von mindestens, … zehn, wenn nicht sogar fünfzehn Kilometern mit ins Verderben reißen!
Ich merke, wie mir heiß wird.
Selbst wenn ich wollte, ich kann nicht schnell genug entkommen und mein Kopf ist wie leer gefegt.
Ich habe absolut keinen Schimmer, wie ich mich vor diesem grausigen Ende bewahren könnte.
Und auch der Junge.
Mein gehetzter Blick wandert zu dem Schwarzhaarigen, welcher aus weit aufgerissenen Augen zu dem Blonden schaut, der sich unterdessen überhaupt nicht mehr ein zukriegen scheint.
Ich kann kaum eines seiner gebrüllten Worte verstehen, nur etwas von Kunst und dem Augenblick vermag ich heraus zu filtern.
Der Typ hat eindeutig nicht mehr alle Nadeln bei der Tanne!
Er wird uns alle umbringen!
Nicht nur uns, ebenso alle Tiere, das Dorf vernichten, in dem ich die Nacht verbracht habe, … und weitere, in der Nähe liegende Siedlungen!
Mir wird schwindelig und gleichzeitig fährt mir die Übelkeit durch Mark und Bein.
„Hey!“ , wie von selbst renne ich los, mitten auf das Schlachtfeld, näher zu diesem Verrückten, obwohl mich meine innere Stimme anfleht, sich irgendwo zu verkriechen.
Um auch nur ansatzweise eine Chance zu haben.
„Hey, hör auf!“ , schreie ich gequält, doch der Blonde scheint mich nicht einmal zu bemerken.
Erst jetzt erkennen ich, dass sich inzwischen jegliche Massebestandteile in ihm zentrifugiert haben, in Sekundenschnelle in instabile Materie aufgeteilt werden.
Ich kann die kleinen Moleküle wie Blutkörperchen durch die schwarzen Venen schießen sehen.
Das alles sind nur wenige Atemzüge und doch scheint es mir, als hätte mit einem Mal jemand auf Slowmo geschaltet und wie durch Geisterhand bewegen sich meine Füße, ich werfe mich auf diesen bekloppten Blondschopf, was uns beide nach hinten kippen lässt.
Er scheint das kaum zu registrieren, ist in seiner Extase gefangen und mit einem Mal strahlt aus seiner Brust ein hellweißer Lichtkegel und selbst durch meine geschlossenen Augen, kann ich die Umrisse der Umgebung deutlich erkennen, beinah wie auf einem Röntgenbild.
„Nicht!“, quicke ich verzweifelt auf und versuche die übrige Neutronenbewegung in seinem Inneren unter Kontrolle zu bringen, die Molekülverbindungen wieder zusammen zu schließen, doch da sind zu viele hochexplosive Stoffe, die sich in ihm befinden.
Bei Amaterasu, … was ist das für ein Mensch?
Das Letzte, was ich bewusst wahrnehme ist, dass hinter mir mit einem Mal wieder diese dritte Energie auftaucht, bis beide, einmal diese und die des Jungen mit den schwarzen Haaren verschwinden.
Ich kann nicht sagen wohin.
Das gleißende Licht umgibt mich inzwischen komplett, ich kann nichts sehen, mein Körper brennt und ich schreie verzweifelt auf.
Das tut so weh,…

Wie kann etwas so weh tun?!
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