An another world

KurzgeschichteRomanze, Sci-Fi / P12 Slash
Furuya Satoru Kuramochi Youichi Miyuki Kazuya Sawamura Eijun
03.01.2019
10.01.2019
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Viel Spaß mit meiner kleinen Kurzgeschichte. Lieben Dank an meine Beta die Naschkatze



A another world



1


Gebrochenes Herz



Miyuki saß auf seinem Bett und starrte vor sich hin. Er konnte noch immer nicht glauben, dass er tatsächlich getan hatte, was Coach Ochiai von ihm verlangt hatte. Es war bereits Wochen her und doch konnte er Eijun noch immer nicht in die Augen sehen. Er wusste, dass er ihm das Herz brach und seines gleich mit. Doch Coach Ochiai ließ ihm damals keine andere Wahl. Dieser hatte ihm ein Ultimatum gegeben, entweder seine Beziehung mit Eijun beenden oder diesen aus dem Team werfen. Im Nachhinein konnte er nicht sagen, was Eijun mehr verletzt hätte. Er wusste nur, dass Eijun Baseball genauso sehr liebte wie er, wie hätte er also zulassen sollen, dass Eijun aus dem Kader flog?


Flashback


„Kazuya?“, flüsterte Eijun.

„Ich bin hier“, sagt er aus einer der hinteren Ecken des Bullpen. Er hatte keine andere Wahl.

„Was ist los?“, wurde er gefragt.

„Wir müssen reden.“

„Wow, das klingt ernst. Ist was passiert?“, fragte Eijun unschuldig. Kazuya atmete tief ein.

„Du weißt, ich werde nur noch wenige Monate hier sein. Mein Abschluss steht kurz bevor und ich denke einfach ...“, er schluckte, sah auf und direkt in Eijun`s Augen und sah dessen pure Angst.

„Was?“, flüsterte Eijun leise. „Du denkst was?“ Die Emotionen zerdrückten Eijun die Kehle, Tränen bildeten sich in seinen goldenen Augen. Er wusste bereits, was kommen würde. Kazuya konnte ihn nicht weiter ansehen.

„Wir sollten es beenden. Ich meine, wir hatten Spaß und ich mag dich Eijun, aber wir beide wussten doch, dass es irgendwann enden würde.“ Kazuya hatte sich noch nie so elend gefühlt. Eijun schluchzte.

„Spaß? Kazuya ernsthaft?“, fragte Eijun, welcher ungeniert die Tränen laufen ließ.

„Machen wir keine große Sache daraus, ok?“ Kazuya war nicht umsonst wer er war, er konnte auch gegenüber der Person, die er mehr als alles andere liebte ein absoluter Bastard sein. Er wollte sich abwenden und gehen, wurde aber von Eijun`s Hand an seinem Oberarm aufgehalten.

„Sieh mir in die Augen Kazuya und sag mir ...“ Mehr Tränen und mehr Schluchzen. „... sag mir, dass du mich nicht mehr liebst?“ Kazuya wusste, wenn er nicht überzeugend war, würde Eijun ihn nicht gehen lassen. Er wusste, dass er das absolute Arschloch geben musste.

„Mehr? Sawamura, manchmal muss man Dinge sagen, um andere Dinge zu bekommen. Verstehst du? Ich habe gesagt, dass ich dich liebe, nur um dich ins Bett zu bekommen und nun, da meine Zeit hier um ist ...“. Eijun`s Ohrfeige beendete ihre Beziehung schließlich endgültig.


Flashback Ende



Er hatte mit Ochiai bis auf`s Blut gestritten, hatte ihn beleidigt und schließlich angefleht, aber nichts konnte den neuen Seidou Coach umstimmen. Er wollte das Furuya das Ace von Seidou wurde. Eijun war nur ein Hindernis und jetzt da Kataoka weg war hatte Eijun keine Unterstützungen mehr, zumindest was die Trainerbank betraf. Und seine auch nicht. Kazuya hatte gehofft, dass Eijun wenigstens noch ein wenig auf den Mound stehen würde. Doch nun sah es anders aus. Wochen und dutzende Spiele waren vergangen und sein Exfreund hatte nicht einmal auf dem Hügel gestanden. Er und seine Vize-Kapitäne hatten Ochiai angesprochen, weil auch sie sahen, wie Eijun sich von Team immer mehr zurückzog. Doch der neue Coach wollte Nichts davon hören.

Dem Team ging es schlecht, sie verloren nicht nur ihre Trainingsspiele, sondern auch jegliche Motivation. Es war Kazuya`s letztes Jahr und es wurde von einem Hurensohn an Coach zerstört. Dieses Team wollte nicht nur gewinnen, es wollte gemeinsam gewinnen. Selbst Furuya konnte Eijun`s ruhige und in sich gekehrte Art nicht ertragen. Er versuchte es mit Provokation, stieß jedoch nur auf eine kalte und schweigende Wand. Kazuya konnte sehen, dass er seinen Rivalen vermisste.

Kazuya vermisste Eijun auch, mehr als alles andere sogar. Miyuki war nicht der Typ, der sich in Beziehungen stürzte und sie dann nicht ernst meinte. Er hatte Eijun geliebt, tat es immer noch und ihn so lethargisch herumirren zu sehen, brach ihm das Herz. Sein aufgeweckter Motivationskünstler war verschwunden und es war seine Schuld. Niemand wusste, was passiert war. Eijun war von einen auf den anderen Tag wie ausgewechselt. Die meisten im Team vermuteten, dass sie einen dummen Streit hatten, aber so war es nicht. Dieses Mal nicht.

Ein gutes Jahr waren sie zusammen gewesen und sie waren gut geworden ihre Beziehung zu verstecken, waren gut ihre Gefühle nicht in der Öffentlichkeit zu zeigen, was für Eijun viel schwieriger war als für ihn. Kazuya hatte es nicht für möglich gehalten, dass Eijun es überhaupt einen Tag schaffen würde alles geheim zu halten, aber überraschenderweise war er in dieser ganzen Sache viel erwachsener als er es seinem Freund zugetraut hätte. Viel erwachsener. Einige Erinnerungen an Eijun ließen ihn noch jetzt rot anlaufen. Kazuya wollte lachen und weinen, alles zur gleichen Zeit. Gott, er vermisste seinen Pitcher mit den leuchtenden Augen.

Ein Klopfen an seiner Zimmertür, riss ihn aus seinen Gedanken. Die Tür schwang auf und ein grünhaariger Haarschopf kam zum Vorschein. Kuramochi hatte einen ernsten Gesichtsausdruck aufgelegt. Nicht neu für Kazuya, er sah diesen seit er mit Eijun die Beziehung beendet hatte. Viele im Team waren wütend auf ihn, sagten er solle mit Eijun reden und den Streit beenden. You gehörte nicht dazu und Kazuya hatte oft die Vermutung, dass er mehr wusste als er zugab.

„Kommst du zum Abendessen?“, fragte er. Kazuya nickte und erhob sich schwerfällig vom Bett. Jeder einzelne Knochen seines Körpers tat weh und wofür? Für ein weiteres verlorenes Spiel.

„Ja, ich komme.“

Ihre Gespräche waren ruhig und distanziert. Kazuya hatte Angst etwas Falsches zu sagen und You wusste nicht, was er zu seinem Captain sagen sollte. Es war eine schwierige Situation für beide. Kazuya spürte nur die Blicke seines besten Freundes, wartete auf die Frage, welche jedoch nie kam. Er wollt wissen, was You wusste, wollte es endlich ausgesprochen haben, doch jedes Mal, wenn er ihm sagen wollte, dass er endlich seinen verdammten Mund aufmachen wollte, überlegte er es sich anders. Er hatte Angst, er würde ihn nicht verstehen, würde seine Entscheidung nicht gutheißen. Er brauchte You als seinen Freund, als seinen Vizekapitän, wenn dieser sich von ihm abwenden würde, dann wäre er noch einsamer als ohnehin schon. Nicht, dass er das jemals zugeben würde.

Sie betraten die Cafeteria und Kazuya`s Augen suchten sofort Eijun. Er wollte nur sicherstellen, dass der Pitcher aß. Früher war Eijun nicht zu übersehen oder besser gesagt, man hörte ihn mehr als man ihn sah. Doch diese Zeiten waren vorbei. Eijun war leise und in sich gekehrt. Nachdem er ihn gefunden hatte, wandte er sofort den Blick wieder ab, was ihm ein Schnauben von You einbrachte.

„Statt nach ihm zu suchen, solltest du mit ihm reden“, sagte You und lief weiter zur Essensausgabe.

„Ich habe ihm Nichts zu sagen.“

„Wenn du meinst.“

Kazuya seufzte nur. Er wollte Eijun so viele Dinge sagen, vor allem, dass alles nur eine Lüge war, jedes einzelne Wort, als er sagte, er wolle die Beziehung beenden. Doch so einfach war es nicht.

Kazuya und You holten sich Tablets mit ihrem Essen und suchten sich schließlich einen Platz am Tisch des Teams. In den letzten Wochen wurde es zum Ritual, dass  der am weitesten von Eijun entfernteste Sitzplatz für ihn freigehalten wurde. Kazuya hatte kaum den ersten Löffel Suppe gegessen, als es los ging.