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Ein Mädchen für alles

von RS-MMFFs
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
03.01.2019
11.06.2021
92
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Kapitel 92

Mit einem Satz kippte Darwin mit Rasmus das Glas Cuba Libre so schnell wie möglich runter, während sogar einige der Eiswürfel am Rand rausrutschten. Doch das war Darwin egal. Triumphierend schmetterte er das leere Glas auf den bereits klebrigen Holztisch und lachte laut auf. „Scheint als wärst du alt geworden", lachte Darwin angetrunken und lehnte sich nach Luft ringend zurück in den Sessel.

Rasmus, der nur wenig später fertig war, tat es Darwin gleich und lehnte sich zufrieden zurück. „Ach Quatsch, ich genieße nur", winkte er ab und ihm war anzuhören, dass er schon ein wenig zu viel hatte.

„Schlechter Verlierer", stellte Darwin klar und beobachtete gerade Emilies wohlgeformten Hintern, der auf der Bowlingbahn zu Gange war.

Sie schwang die Kugel und betrachtete dann aufgeregt, wie diese die Pins umschlug. Ein Laut der Freude verließ ihre Lippen, während sie ihre Faust in die Luft stieß, weil sie alle abgeräumt hatte. Auch wenn es nicht bei ihrem ersten sondern zweiten Wurf war.

„Sie ist wirklich noch heißer als früher", murmelte Darwin abwesend und hätte meinen können der Speichel sammele sich in seinem Mund, während Emilie einige kleine Freudensprünge vollführte.

„Sie ist gereift", stimmte Rasmus zu und nahm sich einen weiteren Drink, während er Darwin betrachtete.

Emilie hingegen kam mit einem breiten Grinsen und deutlicher Freunde über ihren Wurf, zurück zur Gruppe, damit der nächste bowlen konnte.

„Allerdings", erwiderte Darwin und grinste Emilie stolz entgegen. „Guter Wurf", lobte er sie und erhob sich, um sie anerkennend an der Taille zu streicheln.

Emilie lachte und stieß Darwin ein wenig mit der Hüfte an. „Dann zeig du mal dein Können", sagte sie schelmisch und begab sich zu Rasmus, um sich hinzusetzen und etwas zu trinken, während Darwin warf.

„Ich bin aber schon etwas aus der Übung", rechtfertigte sich Darwin vorab laut rufend, während er die Kugel anhob und sich auf die Bahn begab.

Emilie kicherte und ließ sich zu Ramus nieder, während sie zu Martin und Lena blickte. Die junge Frau mit den gefärbten, dunkelblauen Haaren saß auf dem Schoß des breitschultrigen Mannes, der ihren Nacken küsste, während er mehr oder weniger Darwin beobachtete. Seine Haare waren an den Seiten kurz geschnitten und von Natur aus schwarz. Der mittlere Teil war jedoch länger und blond gefärbt.

„‚Sein Können zeigen'?", wiederholte Rasmus mit seiner tiefen Stimme und einem leicht abschätzigen lachen. „Ist das dein Ernst?", murmelte er in seinen dichten Bart. Flüstern wäre hier wohl zu leise, da die Musik in ihren Ohren dröhnte und Darwin ohnehin gerade mit seinem ersten Wurf beschäftigt war.

„Was hast du denn dagegen?", fragte Emilie überrascht und griff nach ihrem Drink, um daran zu nippen.

„Fragst du das wirklich? Du flirtest mit ihm", erwiderte er eindringlich und schielte immer wieder zu Darwin, der seine ersten Pins umgestoßen hatte.

Emilie blickte ihn überrascht an. „So bin ich halt, dass weiß doch jeder", meinte sie, da sie sogar manchmal auf diese Art mit Rasmus oder Martin umging.

Doch dieser schüttelte nur wissend den Kopf und lehnte sich mit einem vorwurfsvollen Blick zurück. „Wir wissen beide, dass da mehr ist, junges Fräulein", warnte er sie und nannte sie sogar bei ihrem Kosenamen, weil er wusste wie sehr sie es hasst so genannt zu werden.

Emilie verzog den Mund. „Denkst du wirklich, er geht davon aus, dass es mehr gibt, als vielleicht eine heiße Nacht?", fragte sie und rührte in ihrem Getränk.

Unschuldig zuckte er die Schultern, doch sie kannte ihren besten Freund inzwischen gut genug, um zu wissen, dass er das sehr wohl dachte.

Emilies Blick glitt wieder zu Darwin und wurde ein wenig besorgt, während sie ihr Glas leerte. Vielleicht sollte sie sich wirklich ein wenig zurückhalten.

„Außerdem: Willst du es sicher riskieren nur um eine Nacht unter ihm zu liegen?", erinnerte er sie, während wieder ein Poltern ertönte und Darwin einen zweiten Wurf tat.

Ihr Blick richtete sich wieder zu Rasmus und sie runzelte nachdenklich die Stirn. „Ich hätte eigentlich nichts dagegen", murmelte sie leise und erinnerte sich noch recht gut daran, wie Darwin im Bett war. Außerdem war sie neugierig, wie er sich verändert hatte.

Immerhin war er sowohl ihr erstes Mal als auch ihr erster Freund gewesen. Da konnte es doch nicht schaden die alten Zeiten aufleben zu lassen. „Du hast sie doch nicht mehr alle... ich dachte du bist erwachsen geworden?", erwiderte Rasmus doch wurde zum Ende hin immer leiser, weil Darwin zurückkam. Dieser ließ sich mit schwerem seufzen zwischen sie fallen und sackte tief in die Bank.

„Vielleicht brauche ich Unterricht von dir... ich bin doch eingerosteter als gedacht", lachte Darwin ein wenig beschwipst und blickte zu Emilie, während er ihr eine Haarsträhne hinter das Ohr schob.

Emilie stieß ihn am Kinn an und grinste. Rasmus hatte schon recht, doch die Versuchung war groß. „Vielleicht erkläre ich mich dazu bereit", bot sie mit einem Grinsen an.

Sie spürte Rasmus warnenden Blick auf sich, den sie jedoch geflissentlich ignorierte. Immerhin war Darwin alte genug, um seine eigenen Entscheidungen treffen zu können. Und dem schien er sich auch durchaus bewusst nach dem zweideutigen Blick den er ihr zuwarf.

Dennoch würde sie später klären müssen, dass es eine einmalige Sache war. Auch wenn sie noch immer etwas für Darwin empfand, so war es nicht mehr so stark wie früher.

Kurz drehte Darwin vielsagend den Blick zu dem großen bärtigen Mann, als wolle er ihm sagen, er solle verschwinden. „Du bist dran", meinte er und machte eine flüchtige Kopfbewegung zur Bahn.

Rasmus brummte und erhob sich, während er Emilies Blick auf Darwin bemerkte. Diese Frau war wirklich unverbesserlich und eigentlich hätte er genau das erwarten sollen. Doch er hatte gehofft.

„Bin ich schon dran?", erklang Kathrinas Stimme, die eilig wieder zu der Gruppe kam. Sie hatte sich kurz auf die Toilette begeben und extra beeilt.

„Rasmus ist gerade dran", erklärte Emilie mit einem Lächeln, denn Kathrina war nach ihm dran.

Schleppend erhob sich Darwin bis er wieder gerade und halb an Emilie gelehnt saß. Dabei beobachtete er Rasmus der seiner Frau einen flüchtigen Kuss auf die Wange gab, ihr kurz etwas ins Ohr flüsterte und sich dann auf den Weg zur Bahn machte. Natürlich nicht ohne Emilie noch einen letzten Bedeutungsvollen Blick zuzuwerfen.

Emilie hingegen ignorierte Rasmus und streichelte Darwins Rücken, während sie ihren Kopf an seine Schulter legte und zu ihm hinaufblickte. „Ich dachte du bist ein wenig trinkfester."

Darwin schien ihre Streicheleinheiten zu genießen und strich nun seinerseits bedacht über Emilies Oberschenkel. So wie er es früher immer getan hatte, als sie noch zusammen waren. Wobei sie da auch schlimmer gewesen waren als Martin und Lena, die die Finger nicht voneinander lassen konnten.

Die beiden bemerkten kaum, was um sie herum ging, auch wenn sie immer mal wieder zu den anderen blickten. Außerdem hatten sie schon ein wenig getrunken und auch kein Interesse am Bowling selbst. Emilie war schleierhaft, warum sie überhaupt mit waren. Wobei sie sich anfangs mit den anderen beschäftigt hatten. Zumindest gegrüßt und unterhalten hatten sie sich ein wenig.

Emilie begann seinen Arm zu streicheln und war neugierig, wie er reagierte.

„Ich bin sogar ganz besonders trinkfest", grinste er und leckte sich leicht Lippen, als er sich zu ihr lehnte und ihren Geruch in sich aufnahm.

Emilie kicherte leicht und drückte ihm einen sanften Kuss auf die Wange. Der Kuss im Garten hatte sie in ihre Vergangenheit zurückversetzt und Darwin war für sie ein wahrer Genuss. Selbst wenn sie keine Zukunft hatten.

Er hatte sich durchaus im Küssen verbessert. Nicht, dass er damals schlecht gewesen war, doch nun war er... erfahrener. „Willst du was trinken, oder dich lieber abseilen?", flüsterte er nun dicht an ihrem Ohr, während sein Atem auf ihrer Haut tanzte. Sie waren noch keine zwei Stunden hier und er wollte die Nacht jetzt schon zum Höhepunkt bringen. Der Mann verlor wirklich keine Zeit.

Emilie lachte leise. „Wir spielen die Runde noch zu ende", entschied sie und streichelte seinen Rücken ein wenig fordernder. Dennoch war sie nicht abgeneigt mit Darwin zu verschwinden.

„Du Spielverderberin", lachte Darwin leise vor angeheiterter Stimmung und küsste leicht Emilies Hals und knabberte sogar kurz daran.

Emilie seufzte zufrieden und lachte rau. „Wir können noch nicht verschwinden, aber wir werden", versicherte sie mit einem Unterton, der Darwin sagte, dass sie genau das wollte, was auch er wollte.

Seine Hand strich noch immer über ihren Schenkel, doch wanderte bei ihren Worten eine Stufe tiefer und liebkost mit den Fingern ihre Haut.

Emilie schloss die Augen und lehnte sich an Darwins Brust, während ihre Finger weiter über seine Arme streichelten.

Ein lautes räuspern ließ Emilie ein wenig erschrocken aufschrecken und zu Rasmus hochblicken, der von seinem Zug wieder zurückgekehrt war.

Emilie verzog ein wenig den Mund und streckte ihm sogar die Zunge raus, weil sie sich nicht sagen lassen wollte, was sie tun durfte oder nicht.

Dieser rollte nur die Augen und setzte sich wieder auf seinen Stuhl um eine neue Runde zu bestellen. Darwin derweil blickte verwirrt zwischen den beiden hin und her. „Was ist los?", fragte er leise besorgt.

„Ach, wahrscheinlich ist Rasmus untervögelt", sagte sie leise und räkelte sich ein wenig verführerisch.

„Du scheinbar auch", machte er leise an ihr Ohr und störte sich nicht weiter an dem Hünen. Stattdessen strich er weiter über ihren Innenschenkel und grub die Nase in ihr wohlduftendes Haar.

„Ja, das kann durchaus sein", stimmte sie zu und machte daraus auch kaum einen Hehl.

„Ich könnte dir Abhilfe verschaffen", murmelte Darwin verführerisch und saugte er der Stelle unter ihrem Ohr. Dabei konnte Emilie nicht anders als zu Rasmus zu blicken der hinter Darwin saß und sie alles andere als begeistert mit den blicken durchlöcherte.

„Das klingt gut", stimmte Emilie zu. Auch, um Rasmus zu zeigen, dass es ihr egal war, was dieser sagte. Er war immerhin weder ihr Freund, noch ihr Vater.

Ein leises raues lachen, dass ihren Unterleib zum prickeln brachte kam tief aus seiner Kehle, als er sich ein wenig zurückzog, um ihren Gesicht immer näher zu kommen und zu einem Kuss anzusetzen.

Emilie beugte sich zu ihm vor und legte ihre Lippen mit einem zufriedenen Seufzen auf seine Lippen.

Das Rasmus einen wenig erfreuten Laut von sich gab und auch Kathrina, die ihren Wurf beendet hatte, wenig begeistert aussah, ignorierte sie.

Darwin selbst schien mit ihr durchaus zufrieden und öffnete sogar seine Lippen, um mit der Zunge gegen ihre Lippen zu stupsen, als würde er anklopfen.

Emilie überraschte diese Vorsicht und sie stupste ein wenig zurück, während sie Darwins Geschmack auskostete.

Leise stöhnte Darwin in den Kuss hinein und genoss diesen sichtlich, während sich seine Hand wie fremdgesteuert an ihrem Bein immer höher bewegte.

Emilie löste sich von ihm, um Darwin tief in die Augen zu blickten. „Ich denke, wir sollten uns zurückziehen", flüsterte sie an seine Lippen. Sie hatte zwar gesagt, sie wollte noch die Runde zu ende bringen, doch sie spürte die Hitze zwischen ihren Beinen und wollte Darwin.

Noch dazu wurde Rasmus wirklich anstrengend. Als Darwin gestöhnt hatte, hatte sie sogar kurz gedacht er würde aufstehen und ihn von ihr runterziehen. Und das wollte sie nun wirklich nicht. Sie wollte Darwin jetzt sofort und das würde sie sich nicht nehmen lassen. Dieser leckte sich genussvoll die Lippen, ehe er sich diese nochmals an seinem Ärmel abwischte. „Wir hauen hauen ab", rief er ohne Umschweife aus und erhob sich, um Emilie eilig eine Hand anzubieten.

„Emilie", meinte Kathrina halbherzig, sagte jedoch nichts mehr, als sich Emilie schnell noch bei ihren Freunden verabschiedete, um mit Darwin ein Zimmer zu suchen.

„Darwin willst du nicht...", rief Rasmus nach in der Hoffnung ihn aufhalten zu können, doch Emilie war zu schnell. Sie zerrte ihn regelrecht aus dem Laden, hinaus auf den Parkplatz, so weit weg von Rasmus wie nur möglich.

Das gute war, dass sie nicht so weit entfernt wohnte und somit keinen langen Weg zurückzulegen hatten.

Und da Darwin noch dazu mit dem Auto da war, würde es keine zwei Minuten dauern. Lachend entsperrte Darwin den Wagen vom weiten und drückte Emilie dort angekommen fordernd mit seinem Körper gegen das Auto, um sie in einen innigen Kuss zu ziehen.

Emilie reagierte, wie Darwin es erwartet hatte und erwiderte den Kuss hungrig und voller Leidenschaft.

Erst jetzt fiel ihm auf, wie lange er eigentlich auf diesen Moment gewartet hatte. Forschend und ungeduldig tastete er ihren Körper ab und umschmeichelte ihre Kurven mit seinen Händen.

Emilie tat es ihm gleich und kniff ihn sogar auffordernd in den Hintern. „Wir sollten fahren", keuchte sie in den Kuss hinein, da sie noch immer auf dem Parkplatz standen.

„Kannst du?", fragte er hauchend und schweren Atems an ihre Lippen und reagierte auf ihr kneifen, indem er sein Geschlecht an ihrer Mitte rieb.
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