Abgetaucht

von NoMuggle
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Blaise Zabini Draco Malfoy Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
03.01.2019
05.05.2019
13
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Hellou :D

Wie immer zuerst ein ganz dickes Dankeschön an euch, für die lieben Reviews! Ich bin echt immer gerührt, was für liebe Sachen ihr mir schreibt! Und überhaupt, wie viele Leute das hier lesen! ik freu mir!
Natürlich dürft ihr auf zu diesem Kapitel wieder gerne eine Meinung da lassen :D
Jetzt aber erst mal ran.
Viel Spaß





7. Ein unerwartetes Treffen

Draco saß mit einem Tee auf seinem Sofa und starrte den Schnee an. Es war Samstag. Er war gerade von der Arbeit nach Hause gekommen. Aber müde war er noch nicht. Er nahm einen schluck Tee. Dann beschloss er, seine Küche aufzuräumen, und stand auf. Er stellte die Reste vom Abendessen in den Kühlschrank und spülte seinen Topf und die Pfanne. Dann trocknete er alles ab, und wischte die Arbeitsplatte. Er hatte ungefähr drei Minuten aufgeräumt, da war er auch schon fertig. Schließlich hatte er zwar inzwischen ein bisschen gelernt, wie er sich etwas vernünftiges zu Essen machen konnte, besaß aber trotzdem nur einen Topf, eine Pfanne, und seine zwei Teller…

Also setzte sich Draco wieder aufs Sofa, und trank weiter seinen Tee. Dabei warf er ab und zu einen Blick auf die Uhr. Es war halb eins. Eigentlich noch nicht so spät. Vor allem dafür, dass es Samstag war. Aber bei dem Wetter kamen immer eher weniger Leute vorbei. Er überlegte. Dabei huschten Gesprächsfetzen der letzten Wochen durch seinen Kopf. „Es gibt immer ein erstes Mal“ hörte er Blaise durch seinen Kopf sagen. Hmm. Eigentlich wahr. Dracos Entschluss stand binnen Sekunden fest. Er konnte sich ja nicht immer in seiner Wohnung verkriechen. Er stand auf, wusch sich, zog ein frisches Hemd an, und machte sich dick eingepackt auf den Weg. Er musste ja keinen abschleppen. Nur mal ein bisschen flirten. Oder gucken. Oder so…

Draco apparierte in die kleine Ecke, in der er vor Wochen mit Harry gelandet war. Er warf einen Blick durch die Gasse, und mache sich dann auf den Weg, in Richtung der belebten Hauptstraße. Es war eine Menge los, und so musste Draco sehr langsam gehen, um sein Ziel richtig zu erkennen. Und dann war er auch schon da. Unsicher und nervös starrte er auf das schwarze Leuchtschild. Eigentlich brauchte er nicht nervös sein. Wovor denn? Aber er war es trotzdem… Er atmete einmal tief durch, überquerte die Straße, und betrat den Laden.

Das erste, was Draco auffiel war, dass hinter dem Tresen der Garderobe eine hübsche junge Frau stand. Sie nahm Draco seine Jack ab, und gab ihm dafür eine kleine Silberne Marke mit einer Nummer drauf. Wenn er so überlegte, war es gar nicht soo komisch, dass sie eine Frau war. Schließlich heiß Schwulenclub ja nicht Frauenverbot… Oder Harry hatte ihn verarscht. Und es war gar kein Schwulenclub. Dann würde er gerade direkt in eine peinlich Katastrophe rein laufen. Aber warum hätte Harry das machen sollen? Er wusste ja nicht mal, dass Draco an Männern interessiert war. Er ging weiter.

Offenbar teilte sich dieser Club in verschiedene Räume auf, aus denen unterschiedlich Laut Musik drang. Alles war eher rustikal gehalten, und relativ dunkel. Tatsächlich sah es hier drinnen gar nicht so viel anders aus, wie in dem anderen Club, in dem Draco gewesen war. Nur dass hier viel mehr Männer rum liefen. Draco musste sich eingestehen, dass hier schon ein paar andere Leute rum liefen. Wenn er genauer hin sah. Zumindest hatte er in dem anderen Laden keine Männer in Strumpfhosen und High Heels gesehen. Und auch hatte er noch nie gesehen, wie zwei Männer sich küssten… Aber ansonsten…
Er versuchte nicht zu nervös zu werden, und betrat den ersten Raum. Hier war die Musik ziemlich laut. Draco holte sich ein Bier und bewegte sich dann am Rand der Tanzfläche zaghaft zur Musik.
Mit Harry war das irgendwie witziger gewesen… Also drehte er sich langsam um, und beobachtete die Leute um ihn herum. Die meisten Leute hier, hatten ungefähr sein Alter. Aber es waren auch einige ältere Männer hier. Draco fiel aber auch auf, dass einige Grüppchen von Mädchen und jungen Frauen unterwegs waren. Und er fragte sich, was sie hier machten. Offenbar schien eines der Mädchen ihn bemerkt zu haben, und lächelte ihn an. Draco lächelte zurück. Und dann, aus einem Impuls heraus, ging er auf sie zu. „Hi“ rief er gegen die Musik an. „Hi“ meinte sie. „Darf ich was ganz blödes fragen?“ meinte Draco. Das Mädchen sah ihn leicht genervt an, bejahte aber. „Warum habt ihr euch gerade diesen Club ausgesucht?“ Sie schien eine andere Frage erwarte zu haben, denn ihr Gesicht hellte sich auf, und sie antwortete ihm kichernd „Weißt du, hier wird man als Frau nicht ganz so häufig blöd angemacht. Man kann einfach mal in Ruhe tanzen.“
Draco verstand. Ein Lächeln schlich sich auf sein Gesicht. „Dann hast du eben so abweisend reagiert, weil du dachtest, ich würde was von dir wollen“ Das Mädchen grinste und sagte nur „Man kann ja nie wissen“ „Stimmt“ sagte Draco, und entfernte sich mit einem letzten Lächeln wieder von der Gruppe.

Er ging wieder zum Rand der Fläche, wippte im Tackt, und beobachtete die tanzende Menge. Als plötzlich jemand dicht neben ihm stand, und ihn ansprach. „Hi“ Draco drehte sich um, und sah in das Gesicht des jungen Mannes. Er hatte dunkel Haare, grau-grüne Augen, und strahlte ihn an. Draco fand ihn auf Anhieb attraktiv. „Hi“ meinte er also, und drehte sich dem Typen zu. „ich bin Will“ sagte der und grinste „Draco“ meinte der Blonde, und grinste zurück. „Ich hab dich hier noch nie gesehen“ meinte Will. Draco fragte sich kurz, ob er so oft her kam, oder ob immer nur die selben Kunden her kamen, bis ihm der Gedanke kam, dass Will einfach flirten wollte. „Gut möglich“ sagte er also „Ich war auch noch nie hier“ Will sah ihn fragend an. „Wie kommts?“ fragte er „Hat sich einfach nie ergeben“ meinte Draco und hoffte, dass ihm diese Antwort genügte. „Hast du Lust, ne Runde zu tanzen? Oder stehst du immer nur am Rand?“  „Tanzen klingt gut“
Und so fand sich Draco plötzlich in Mitten der Menge vor, Will relativ dicht bei sich. Sie hatten noch keinen Körperkontakt. Aber auch nur fast. Und Draco musste sich eingestehen, dass er es mochte. Er bemerkte, wie Will ihn immer wieder musterte, und auch er konnte sich nicht davon abhalten, hin und wieder an dem Mann herunter zu gucken, und seine Bewegungen zu mustern, als er plötzlich eine Hand auf seiner Hüfte spürte.
Er versuchte Will nicht zu schockiert anzugucken. Schließlich wusste der nicht, dass Draco noch gar keine Erfahrung hatte. Will hingegen grinste, und kam ihn noch etwas näher. Er nahm einen Schuck aus seiner Bierflasche, und grinste Draco dann verschmitzt an. Sein Herz raste. Nicht weil er Will so unfassbar toll fand. Sondern weil er einfach noch nie so von einem Mann angefasst wurde. Und weil er noch nie selbst sowas ausprobiert hatte.
Aber das könnte er ja eigentlich jetzt machen. Also legte er seine Hand auf Wills Hüfte ab, und lies sie langsam nach unten wandern. Der Fremde kam ihm darauf hin noch ein bisschen näher, sodass sich ihre Hüften jetzt berührten.
Draco wurde warm. Außerdem spürte er jetzt Wills Atmen an seinem Hals. Und plötzlich seine Lippen. Will küsste seinen Hals entlang. Sein Herz pumpte. Er starrte den anderen an, und plötzlich wurde ihm etwas klar. Er wusste nicht einmal genau, wo die Erkenntnis her kam. Aber Will sah aus, wie jemand, den Draco kannte. Den er inzwischen ganz gut kannte. Will hatte unverkennbar Ähnlichkeit zu Harry! Draco hielt abrupt inne, und hörte auf sich zu bewegen. Will starrte ihn an. „was ist?“ fragte er. „Ich. Entschuldige mich“ er drehte sich weg. Doch Will folgte ihm bis auf den Gang.

„Hey! Was ist den los?“
„Ich kann das nicht“ sagte Draco zittrig. Warum leis er sich von einem Typen anmachen, der genau so aussah, wie Harry? Und warum gefiel es ihm auch noch? Nein! Das ging nicht. Er musste sich einfach jemanden suchen, der nicht so aussah, wie sein Chef. Ja genau. Und dann drang noch etwas zu ihm hindurch. Harry war nicht nur Harry, sondern auch noch sein Chef. Da durfte er sich doppelt nicht in ihn… Lieber nicht weiter denken…

Will zog eine Braue hoch. „Sag nicht, dass du vergeben bist.“ „Was? NEIN. Ich bin nicht vergeben“  Will musterte ihn. Dann riss er erschrocken die Augen auf. „Du bist aber verliebt!“ sagte er und grinste. Draco sagte gar nichts. Nein. Er konnte nicht verliebt sein. Vielleicht war Harry zufällig nicht weit entfernt von was er als sein Typ bezeichnen würde. Aber er war doch nicht in Harry... „Oh Mann. Ich hab Recht! Du bist verliebt! Also hast du versucht ihn zu vergessen! Na Danke“ sagte Will jetzt. Draco hörte, dass er ein bisschen sauer war, weshalb er schnell sagte „Nein! Ich meine, ich weiß nicht, ob ich verliebt bin. Vielleicht ein bisschen. Wenn ja, dann ist es mir eben bewusste geworden. Vielleicht ist das das Problem“ Will lächelte. „Passiert den besten. Schade. Dich hätte ich gerne mitgenommen. Aber dann muss ich wohl neu Ausschau halten. Ich wünsch dir Glück, bei wem auch immer“ mit diesen Worten drehte sich Will um und ging.

Draco stand einen kurzen Moment da. Dann beschloss er, dass er unbedingt Alkohol bräuchte. Also suchte er sich einen der etwas ruhigeren Räume, und bestellte sich einen doppelten Whiskey. Und dann noch einen. Und noch zwei Bier. Dabei dachte er über Harry nach. Er sah schon gut aus. Er hatte auf jeden Fall einen ziemlich guten Körper bekommen. Und diese Augen… Draco seufzte. Eigentlich war Harry auch charmant. Und witzig. Sie lachten inzwischen viel zusammen. Und man konnte sich gut mit ihm unterhalten. Und Draco fühlte sich in seiner Nähe auch sehr wohl. Aber bedeutete das, dass er gleich in ihn verliebt war? Nein. Bestimmt nicht! Und außerdem wären diese Gefühle auf jeden Fall einseitig. Schließlich war Harry mit Ginny zusammen gewesen, und dementsprechend vermutlich überhaupt nicht an Männern interessiert. Und außerdem selbst wenn. Das heiße ja noch lange nicht, dass Harry sich für ihn im speziellen interessieren würde…

Draco seufzte noch einmal. In diesem Moment gesellte sich jemand zu Draco an den Tisch. Er sah auf. Der Typ war groß, hatte hellbraune Harre, und viele Leberflecken im Gesicht. Er grinste Draco an. Oh je. Jetzt musste er noch einen los werden. Dabei ertränkte er gerade sein Selbstmitleid über seine niemals erwiderte Liebe zu Harry in Alkohol. Der Typ grinste immer noch. „Hey“ meinte er schließlich. „Hi“ sagte Draco. „Ich hab dich ein bisschen beobachtet“ „Ach ja?“ „Ja. Und ich habe festgestellt, dass du alleine hier bist“ „Ja. Bin ich“ meinte Draco. „Här mal. Ich weiß ja nicht, ob das jetzt ein bisschen komisch ist, aber ich bin mit einem Kumpel hier, der gerade zoff mit seinem Ex hat. Und ich weiß, dass er dich bestimmt interessant finden wird. Willst du dich nicht vielleicht zu uns gesellen?“
Draco stöhnte innerlich.
„Was ist dein Kumpel denn für ein Typ? Und wo ist er überhaupt?“
„Er ist gerade auf dem Klo. Ansonsten aber sehr nett und zuvorkommend. Er ist sportlich, und alles in allem ein sehr humorvoller Typ“ Draco zuckte mit den Schultern. Vielleicht konnte er sich ja noch von Harry ablenken.
„Also gut“ sagte er. Der andere grinste, und stand auf. Er bugsierte ihn ans andere Ende des Raumes zu einem kleinen runden Tisch. Und an diesem Tisch stand ein junger Mann. Draco stockte der Atem. Das konnte jetzt nicht wahr sein! Er hatte schon Halluzinationen von Alkohol! Oder eine Fatamorgana. Anders konnte er es sich nicht vorstellen. Denn an dem Tisch von ihm stand Harry Potter.  
„Hey Harry!“ rief der Typ neben Draco. „Ich hab dir Ablenkung verschafft!“ „Nicht schon wieder!“ Meinte Harry und drehte sich ihnen zu. Und dann schien er Draco zu erkennen. Seine Kinnlade klappte runter und er blinzelte verwirrt. „Ich wusste, dass er dir gefällt!“ meinte der Typ, und klang dabei sehr zufrieden. „Also, das ist Harry“ „Ja.“ Meint Draco abwesend. „Ich weiß“
„Was machst du denn hier?“ fragte Harry jetzt verwirrt. „Ihr kennt euch also“ „könnte man so sagen“ meinte Draco. „Was machst du hier?“ fragte Harry noch einmal „Mir die Nacht um die Ohren schlagen“ sagte Draco. „Und du“ „Ich auch“
„Also ich weiß ja nicht, was mit euch beiden los ist, aber ich lasse euch glaube ich besser mal in Ruhe“ sagte der Typ.
„Ich hab ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dich hier zu treffen“ sagte Draco, weil er nicht wusste, was er sonst hätte sagen können. „Darf ich dich was fragen?“ sagte Harry und musterte ihn kritisch. Draco zuckte die Achseln. „Hats du dich hier nur her verirrt, oder stehst du tatsächlich auf Männer?“ fragte Harry dann. „letzteres“ antwortete der Blonde.
Sie sahen sich immer noch in die Augen. Es war einen Moment still. Dann schlich sich ein Lächeln auf Dracos Gesicht. „Ich bin also dein Typ?“ fragte er, und grinste Harry an. Jetzt zuckte dieser die Achseln. „Ich kann mich denk ich zurück halten“
Noch ehe sich Draco davon abhalten konnte, hatte das Wort seinen Mund verlassen. „Schade“
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