Abgetaucht

von NoMuggle
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Blaise Zabini Draco Malfoy Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
03.01.2019
05.05.2019
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Hellou :)
Erst mal möchte ich mich für das super feedback bedanken, dass ich zu dieser FF bekomme! Ihr seid echt großartig <3

Jetzt aber viel Spaß mit diesem Kapitel :D
Lasst mich gerne wissen, was ihr davon haltet ;)




4. Früher

Die Tage vergingen, und Draco fühlte sich mit seinem Job immer besser. Das schien auch seiner Mutter aufgefallen zu sein. Sie versuchte inzwischen nicht mehr, ihn davon abzuhalten, sich eine Wohnung zu suchen, und auch seine Arbeit kritisierte sie nicht mehr. Allerdings sahen sie sich auch seltener als vor seiner Arbeit. Dadurch, dass er immer erst sehr spät nach Hause kam, schlief er für seine Verhältnisse relativ lange, und verpasste das Frühstück seiner Eltern, dass immer um 7:00 Uhr in der Früh statt fand.

Von seinem Vater hatte Draco gehört, dass Blaise viel von zu Hause arbeitete. Deshalb hatte er den Endschluss gefasst einfach mal vorbei zu schauen, und ein Treffen zu vereinbaren. Wenn er ehrlich war, sehnte er sich nach seinem besten Freund und dessen Gesellschaft. Also aß er eine Kleinigkeit, zog sich dann seine Jacke an, und machte sich auf den Weg zum gegenüberliegenden Grundstück.

Auf seinem Weg lief er durch den großen Garten, der zum Anwesen seiner Eltern gehörte. Die goldenen und roten Blätter, die noch an den Bäumen hingen, fielen eins nach dem anderen auf den Weg und tauchten sie Szene in ein romantisches Licht. Draco lächelte. Er öffnete das Tor, überquerte den kleinen Weg, und öffnete das Tor zum Anwesen der Zabinis.
Tatsächlich war Draco etwas aufgeregt, als er den Türknauf gegen die massive Holztür schlug.
Er wartete.
Dann hörte er mit einem mal Schritte, und die Tür wurde aufgezogen.
Vor Draco stand Blaise Zabini. Er trug eine dunkle Hose, ein weißes Hemd, und sah auch ansonsten aus wie immer. Er grinste, als er Draco erkannte. „Alter! Was machst du denn hier?!“ Sie umarmten sich, und Blaise bedeutete Draco, dass er herein kommen sollte.
„Ich dachte, wir könnten uns ja mal wieder treffen. Wenn du gerade arbeitest, dann auch gerne wann anders. Aber ich dachte ich melde mich mal. Schließlich haben wir ja ne Weile nichts mehr voneinander gehört“
„Tatsächlich mache ich gerade eine kleine Pause. Also so ne halbe Stunde kann ich mir für dich schon nehmen“ grinste Blaise Draco an.

Also setzten sich die beiden ehemaligen Slytherins ins Wohnzimmer. Es fühlte sich für Draco an, als hätte er Blaise das letzte Mal gestern gesehen. Dieser erzählte, dass er inzwischen in einer Beziehung mit Daphne Greengras war. Er arbeitete in der Rechtsabteilung des Ministeriums, arbeitet aber größtenteils von Zu Hause aus. Draco seinerseits erzählte von seinen Plänen, mehr oder weniger aus der Zauberer-Welt zu verschwinden. „Ich meine, zu dir und meinen Eltern will ich natürlich kontakt behalten. Aber ansonsten…“ Zu seiner Erleichterung brachte Blaise viel Verständnis auf, und bestärkte Draco in seinem Handeln.
Doch dann kam es für Draco zu einem unangenehmen Thema. „Wie siehts bei dir eigentlich mit den Frauen aus?“ fragte Blaise ihn. Draco schluckte. „Naja..“ sagte er „Also..“ „Du hast ne Freundin?!?“ fragte Blaise neugierig. „Nein… Also das ist ein bisschen schwierig. Ich bin mir selbst noch nicht ganz sicher. Aber ich glaube, dass ich möglicherweise nicht auf Frauen….“ Blaise zog grinsend eine Augenbraue hoch. „Du bist schwul? Ich kenne dich seit 19 Jahren, und erfahre jetzt, dass du schwul bist?“ Draco wurde warm. „Ich bin nicht Schwul!“ „Hast du nicht gerade gesagt, dass du nicht auf Frauen stehst?“
„Ja. Hab ich. Aber ich hab auch gesagt, dass ich mir noch nicht sicher bin!“
Blaise kicherte. „Das heißt nicht, dass du nicht sicher bist. Das heißt, dass du es dir noch nicht eingestanden hast. Aber das ist OK. Du kannst immer mit mir drüber reden wenn du willst. Ich hab da kein Problem mit.“ Draco lächelte ihn dankbar an. „Danke Man!“
Bis Blaise wieder an die Arbeit kam, war nicht eine halbe, sondern eineinhalb Stunden vergangen. Aber die beiden waren nach dem Gespräch richtig ausgelassen und fröhlich, sodass sie sich gleich wieder für die nächste Woche verabredeten.
 
Draco spazierte zurück zum Haus seiner Eltern. Er ging nach oben in sein Zimmer und zog ein Buch aus seinem Regal. Aber er konnte sich nicht wirklich auf das konzentrieren, was er da las. Also packte er das Buch zurück, und machte sich auf den Weg in die Stadt. Vielleicht konnte er ein bisschen was über die Muggel lernen, wenn er sie beobachtet… Und genau das tat er dann auch. Er wanderte durch die kleinen Gassen Londons, und betrat hier und da mal ein Geschäft. Am Nachmittag setzte er sich dann in ein Kaffee, bestellte sich eine Suppe, und einen Tee, und beobachtete die Menschen. Dabei kamen ihm immer wieder Blaise‘ Worte in den Sinn „Das heißt nicht, dass du nicht sicher bist. Das heißt, dass du es dir noch nicht eingestanden hast…. Dir noch nicht eingestanden hast“ Draco schüttelte den Kopf und beobachtete wieder die Leute auf den Straßen. Wenn er darauf achtete, fiel ihm auf, dass er tatsächlich überwiegend Männer beobachtete. Aber das musste ja noch nicht heißen, dass er schwul war. Oder? Er wusste es einfach nicht.

Nachdem er gegessen hatte, machte er sich wieder auf den Weg, langsam in Richtung des „Lily’s“ Auf seinem Weg kam er an einem Geschäft vorbei, in dem hunderte von diesen Leuchtenden Bildschirmen und Dingern hingen. Er wollte eigentlich wirklich wissen, was genau sie waren, wie sie funktionierten, und was man damit machen konnte. Aber er konnte ja schließlich nicht in den Landen rein marschieren und fragen. Also beobachtete er die Leute und ihre Blinkedinger weiter, und macht sich auf den Weg zur Arbeit.
Er war zwar etwas zu früh am „Lily’s“ doch auch Potter war schon da, sodass er rein konnte.
„Potter“ sagte Draco und nickte zur Begrüßung. „Du schon hier?“ fragte Harry ihn. „Tja.“ Machte Draco „Ich hatte nichts mehr zu tun. Da dachte ich, ich könnte auch vorbei kommen“
„Ok“ meinte Harry „Du kannst schon mal die Tische und Snacks vorbereiten“ „Alles klar“ meinte Draco, und tat wie ihm geheißen.
Es war 18: 00Uhr, und sie öffneten den Laden. Aber keiner kam. Also stellten sie sich an den Tresen und warteten. Nach über einer Stunde kam ein Paar in die Kneipe, dass allerdings sehr langsam trank. Und so rutschten Draco und Harry, die sich einfach nur noch langweilten, in ein Gespräch.
„Was hast du die letzten zwei Jahre eigentlich gemacht“ fragte der ehemalige Gryffindor. Draco, der nachdenklich das Paar beobachtet hatte, dreht den Kopf. „Ich hab einen Job gesucht, Bücher gewälzt und die Zeit tot geschlagen“  „Oh“ machte Harry. Draco sah plötzlich eins dieser leuchtenden Dinger, und frage „Sag mal, kannst du mir sagen, was das für Dinger sind?“  Harry sah ihn fragend an. „Ich meine diese Leuchtenden Dinger“ Harry kicherte. „Das ist ein bisschen komplizierter. Aber ich werd's mal versuchen…“
Draco lauschte gespannt Harrys Erklärungen. Er erklärte ihn zunächst das Prinzip hinter Elektrizität und Strom. Und dann schlug er den Bogen zu Handys, Fernsehern und Computern. Draco war völlig fassungslos.
„Warum lernen wir sowas in der Schule nicht?“ fragte Draco, nachdem er die Bestellung eines neuen Gastes entgegengenommen hatte.
„Weiß auch nicht“ meinte Harry nachdenklich. Sie schwiegen.
Draco zapfte das Bier, und brachte es dem Gast. Dann stellte er sich wieder hinter den Tresen.
„Schule…“ murmelte er nachdenklich. Harry sah ihn an. „War schon ne verrückte Zeit. Oder?“
„Für dich vermutlich mehr, als für mich“ meinte Draco. „Bei mir ist es ja erst nach der fünften Klasse interessant geworden“ er lachte bitter.
Harry nickte. „Davon hätte ich mir einiges schenken können“  er schüttelte den Kopf.
„Ach ja?“ machte Draco. Harry nickte.  Der Gast mit dem Bier bestellte ein weiteres, was die Unterhaltung der Beiden wieder unterbrach. Draco tauschte das leere Glas gegen ein volles.
„Was denn zum Beispiel?“ fragte er schließlich, als sie wieder nebeneinander am Tresen standen.
„Pfhhh“ macht Harry. „Zum Beispiel die Sache mit dem Stein der Weisen. Das hat Voldemort überhaupt nicht weiter gebracht. Und mir oder Dumbledore hat es auch nicht viel Erkenntnis gebracht. Also war das schon ein bisschen unnötig. Die Sache mit Cedric. Ich meine er war überhaupt nicht Voldemorts Ziel. Er hätte auch einfach nach Hause gehen können. Vom Krieg, Mord, Folter und Toten muss ich nicht anfangen. Das zieht nur die Stimmung runter…. Vielleicht wäre es noch nett gewesen, wenn Snape mich nicht gehasst hätte, weil er gerne mit meinem Vater getauscht hätte.“
Draco sah ihn schockiert an. Hatte Potter das gerade wirklich alles gesagt? „Ich glaube…. Dass ich vielleicht … Tut mir echt Leid.“ „Was?“ meinte Harry. „Alles… Ich meine das war vermutlich nicht so einfach. Und dann hab ich noch so auf dir rum gehackt..“
Harry lachte bitter. „Glaub mir. Da gibt es Dinge, die in der Schulzeit passiert sind, die willst du gar nicht wissen.“
Jetzt drehte Draco sich um, und sah Harry ernst an. „Eigentlich würde ich das schon gerne wissen“ sagte er. „Ja. Das ist aber ein bisschen viel zu erzählen. Und eigentlich wollte ich in einer Stunde zu machen“ antwortete Harry.
„Egal“ meinte Draco, den der Wissensdurst gepackt hatte. „Du kannst es mir jetzt erzählen, oder morgen. Oder wir kommen morgen zwei Stunden früher her. Ist mir egal. Aber ich will das wissen. Ich will diesen Scheiß hinter mir lassen. Aber dazu muss ich wissen, was passiert ist.“
„ist das dein Ernst?“ fragte Harry verunsichert.
„Mein voller Ernst“

Also begann Harry zu erzählen. Zwischendurch kam noch eine Gruppe von drei Leuten rein, und bestellten was, aber es blieb bis zum Ende des Abends ziemlich ruhig.
Harry erzählte Draco von allem, was so vorgefallen war. Er arbeitete sich chronologisch voran, damit Draco immer klar war, was Harry zu einem bestimmten Zeitpunkt gewusst oder erfahren hatte.
Als schließlich die letzten Gäste weg waren, zapfte Harry ihnen ein Bier, und sie setzten sich hin, um weiter zu reden.
Zwischendurch stellte auch Harry mal eine Frage, und Draco erzählte abstruse Geschichten aus dem Slytherin Gemeinschaftsraum, oder erklärte, wie sein Familienleben vor, und mit Voldemort gewesen war.
Als Harry mit seinen Erzählungen in der sechsten Klasse angekommen war, hatten sie ihr drittes Bier leer.
„Ich kann kein Bier mehr sehen“ meinte Harry, stand auf, und griff zu einer Whisky Flasche. „Die gehen übrigens nicht aufs Haus. Aber ich kenne ja die Einkaufspreise. Also keine Sorge. Ich bezahle was ich hier trinke.“ Er schüttete ihnen ein Glas ein, und kam zurück.

Der Abend wurde mit den Geschichten immer absurder, denn die Beiden ehemaligen Erzfeinde waren bald mehr als nur beschwipst.
„Auf jeden Fall war Voldemort dann tot, und Ginny dachte, wir würden wieder ein Paar werden. Aber irgendwie hat sie da was nicht ganz mitbekommen. Auf jeden Fall fand sie das gar nicht witzig, als ich ihr erklärt habe, dass ich nichts von ihr will“ plauderte Harry frei raus. Irgendwie waren sie in die sehr persönliche Ebene gerutscht.
„Ging mir ähnlich“ meinte Draco, und schenkte ihnen nach. „Ich hab Pans zum Weihnachtsball gefragt. Aber nur, weil ich sie schon immer kannte und gehofft habe, dass es nicht so komisch wird.“ Er trank einen Schluck. „Naja. Nach dem Ball war sie dann davon überzeugt, dass wir ein Paar wären. Völliger quatsch! Naja. Das hat sie dann ihren ganzen kichernden Freundinnen erzählt. Und als ich in den Gemeinschaftsraum gekommen bin, war es quasi beschlossene Sache“
Harry lachte. „Klingt nach Mädchen“ er schüttelte den Kopf.
„Wie spät ist es eigentlich?“ fragte Draco
„Ist doch egal“ meinte Harry, und schenkte ihnen nach.
„Auch wieder wahr“
Sie starrten in ihre Gläser.
„Und jetzt?“ fragte Draco
Harry zuckte mit den Schultern. Er kippte sein Getränk runter und stand auf. „Ich finde, die Musik könnte lauter sein.“ Er stand auf, ging zur Musikbox und drehte sie lauter.
„Das ist besser“ sagte er laut.  Draco lachte kopfschüttelnd.

„Hast du eigentlich ne Freundin?“ fragte Harry plötzlich. Draco stockte in seiner Bewegung, und starrte Harry an. Wie kam er denn jetzt plötzlich auf diese Frage? „Ähmm… Nein… Wieso?“ stammelte er. „Hat mich nur interessiert“ sagte Harry, und begann langsam, sich zur Musik zu bewegen. „Und du?“ fragte Draco plötzlich. „Ich?“ meinte Harry und lachte. „Um Gottes Willen!“ Er schmunzelte.
„Warst du eigentlich schon mal in einem Club?“
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