Dragon Age Origins: Verdorbene Saat

GeschichteDrama, Fantasy / P18 Slash
Alistair Der Wächter (weiblich) Duncan Morrigan Oghren Zevran
03.01.2019
31.01.2019
6
8190
 
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[Hierbei handelt es sich um meine erste FF. Ich bin schon lange fleißige und begeisterte Leserin und wollte es jetzt endlich auch mal versuchen.  Vorerst werde ich wöchentlich ein Kapitel hochladen. Konstruktive Kritik, Anmerkungen und Inspirationen sind herzlich willkommen. Da ich mich noch nicht besonders gut auskenne mit den Regeln, was Warnungen etc. anbelangt, wäre ich auch diesbezüglich dankbar für jeden Rat und Hinweis. Ich wünsche allen Lesern viel Spaß.]



Mutter hat gesagt, „geh' spielen“, hat sie gesagt. Warm und weich war sie gewesen. Geweint hat sie. Geschrien hat sie. Und noch einen Bruder geboren. Warm und weich riss sie auf und ließ ihn gehen. „Geh' spielen“, hat sie gesagt. Und geweint.
Ich bin geblieben. Ich helfe. Ich hole den Bruder. Jeden Bruder.
Süß schmeckt der Saft der Geburt. Der Bruder muss sauber sein. Muss wie ich sein. Muss wie wir sein. Der Bruder muss laufen lernen. Damit er spielen gehen kann. „Geh' spielen“, sagt Mutter. Ich sehe das geschwollene Fleisch. Ich streiche sanft darüber. Es pulsiert. Es atmet. Es duftet. Es wächst und dehnt sich. Die Membran reißt ein. Ich lecke den Saft. Meine Belohnung. Weil ich nicht spielen gehe. Weil ich hier bleibe und helfe. Das ist was ich mache. Mutter ist müde heute. Ich helfe. Ich greife in den Riss und reiße. Mutter weint. Ich fühle den Bruder. Der Bruder ist klein. Ich verstehe nicht. Warum ist der Bruder so klein? Ich ziehe den Bruder aus Mutter. Der Bruder ist schwach. Warum so schwach? So klein? So anders? Anders als wir? Ich lecke ihn sauber. Der Saft schmeckt süß. Süßer als sonst. Der Bruder liegt nur da. Steht nicht auf. Geht nicht spielen. Ich verstehe nicht. „Geh' spielen“, sagt Mutter. Mutter ist müde.Es sind noch viele. Ich springe zum geschwollenen Fleisch. Aber es atmet nicht. Nicht wie die anderen. Es pulsiert nicht. Es reißt nicht ein. Mutter zittert. Das Fleisch ist fest. Ich kann es nicht reißen. Ich beiße hinein. Der Saft spritzt in meinen Schlund. Ich trinke. Ich bin satt, aber ich trinke weiter. Ich helfe. Das ist, was ich mache. Ich beiße in das Fleisch und reiße es auf. Ich muss den Bruder holen. Auch dieser Bruder ist klein. Auch dieser Bruder macht nichts. Geht nicht spielen. Liegt nur da. Schmeckt süßer als sonst. Ich stoße den Bruder. Er ist wie Fleisch. Ich schlage den Bruder. Er öffnet die Augen. Er atmet. „Geh' spielen“, sage ich ihm. Er schaut mich an. Er geht nicht spielen. Ich stoße ihn wieder. Mutter hat noch viele Schwellungen. Da sind noch viele Brüder. Vielleicht hilft der Saft. Ich beiße in das nächste geschwollene Fleisch. Der Saft spritzt in meinen Schlund. Ich schlucke nicht. Ich bringe den Saft zum Bruder und spucke ihn in seinen Schlund. Er schluckt nicht. Er schaut nur. Ich weiß nicht was ich machen soll. Das ist nicht, was ich sonst mache. Der Bruder ist anstrengend. Warum geht er nicht spielen? Er soll spielen gehen! Er soll weg gehen! Ich werde wütend. Ich schlage ihn. Er schaut. Ich schlage ihn fester. Er weint. Ganz leise. Ich schlage ihn. Ich schlage ihn. Ich schlage ihn. Ich schlage ihn immer weiter. Er weint nicht mehr. Er ist ganz still. Und weich. Ich stoße ihn weg. Er ist nicht richtig. Er ist falsch.
Ich schaue zu Mutter. Mutter weint nicht mehr. Mutter schläft. Mutter schläft sonst nie. Ich klettere hoch zu Mutter. Streichel ihr Gesicht. Mutter öffnet die Augen und schließt sie wieder. Mutter muss aufwachen. Mutter muss wieder weinen. Ich öffne ihr Auge. Es ist schwer. Mutter weint nicht und die Brüder sind alle falsch und das Fleisch atmet nicht. Mutter muss aufwachen. Vielleicht hat Mutter Hunger. Ich springe wieder runter zu dem falschen Bruder. Der ist klein. Der ist weich und leicht. Ich ziehe ihn hoch zu Mutter. Mutter schläft. Ich öffne ihren Schlund und halte den falschen Bruder davor. Mutter macht nichts. Macht nicht, was sie sonst macht. Ich drücke den falschen Bruder in den Schlund. Der falsche Bruder ist zu groß. Passt nicht rein. Ich beiße den Bruder auf. Reiße ein Stück heraus. Das Stück passt in den Schlund. Mutter kaut. Mutter schluckt. Das kann Mutter gut. Kauen und schlucken. Kauen und schlucken und weinen. Aber sie weint nicht. Ich reiße den falschen Bruder weiter klein. Damit er in den Schlund passt. Mutter kaut. Kaut und schluckt. Ich hole auch den anderen Bruder. Mutter kaut. Ich reiße und Mutter kaut. Der Bruder ist alle. Mutter schläft noch immer. Ich mache, was ich immer mache. Ich helfe. Ich hole einen neuen Bruder. Hole ihn aus Mutter raus. Mutter muss aufwachen und weinen. Damit die Brüder nicht falsch sind. Damit sie sind wie wir. Aber Mutter wacht nicht auf. Auch nach noch mehr Brüdern wacht Mutter nicht auf. Mutter hört auf zu schlucken. Mutter kaut nur noch. Der Bruder fällt wieder aus dem Schlund. Auf die Brust. Ganz zerkaut. Ich weiß nicht was ich machen soll. Mutter weint nicht und schluckt nicht und macht keine Brüder. Ich brauche eine neue Mutter. Ich muss gehen und eine neue Mutter suchen. Eine Mutter, die kauen und schlucken und weinen kann. Und dann macht sie neue Brüder.
Und ich werde machen, was ich immer mache.
Helfen.