König Orm im Exil

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
02.01.2019
27.02.2019
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Hallo und willkommen bei meiner neuesten Story! :D
Vorab: Ich bin ziemlich neu in der Aquaman Fandom und bin nicht mit den Comics vertraut, sondern habe nur den Film geschaut. Hoffe euch gefällt die Story trotzdem und sie leidet nicht allzu sehr darunter XD Und jetzt viel Spaß.

Orm Marius rümpfte seine Nase und atmete die warme Abendluft ein.
Er saß auf einer Klippe und die Abendsonne schien ihm ins Gesicht.
Lange saß er da und starrte auf den Strand.
Er starrte auf die Bewohner der Oberfläche und gab ein verächtliches Schnauben von sich.
Orm Marius, der versuchte einen Krieg gegen die Menschen zu führen, der gegen seinen eignen Bruder den Thron verlor und der, der für seine Taten ins Exil geschickt wurde.
Der ehemalige König von Atlantis fuhr sich durch sein blondes, nasses Haar und rümpfte erneut die Nase.
Die Menschen achteten weder die Schönheit und Anmut des Meeres, noch die des Strandes.
Jeden Abend kam er nun hier her und setzte sich auf eine der Klippen, versteckte sich und beobachtete stundenlang das Treiben.
Die Bewohner der Oberfläche verschmutzen die wunderschöne Natur mit ihren Hinterlassenschaften aus Plastikmüll.
Außerdem missbrauchten sie den Strand für ihre erbärmlichen Freizeitaktivitäten.
Doch er hatte den Krieg nicht an die Oberfläche gebracht, er war noch derjenige gewesen, der bestraft worden war, denn er lebte nun im Exil.
Er war im Gegensatz zu seinem Bruder Arthur ein Krieger und ein König.
Ehrenwürdig ausgebildet.
Jetzt hatte er alles verloren, sein Königreich, seine Verlobte Mera, aber vor allem seinen Stolz und sein Ansehen.
Und sein Halbbruder, der sich als Aquaman feiern ließ, erntete Ruhm, während er auf einer Klippe saß und aufpassen musste, nicht im Selbstmitleid zu versinken.
Im Kampf gegen seinen Bruder wäre er einen ehrenwerten Heldentod gestorben, doch natürlich kam alles ganz anders.
Immerhin hatte er seine Mutter kennenlernen dürfen, die er für Tod gehalten hatte.
Orm warf einen Stein in das Meer und folgte ihm dann mit einem Kopfsprung in die Tiefe.
Er genoss die Kühle des Meeres und das Tauchen beruhigte sein Gedankenkarussell ein wenig.
Die Schönheit des Meeres.
Doch der viele Müll, der im Ozean umherschwamm reichte bereits aus, um seine Laune wieder kippen zu lassen.
Cafe to go, Flaschen, Tüten.
Tiere des Meeres verendeten regelmäßig daran.
Orm wollte schreien und den Menschen den Krieg bringen, verdient hatten sie es ja…
Er wollte zurück nach Atlantis.
Zurück zu seiner Mera.
Auch wenn ihre Hochzeit eher ein politisches Arrangement gewesen wäre, Mera war wunderschön und sie war eine Kämpfernatur.
Er hasste die Menschen, die Welt der Oberfläche und vor allem hasste er diese Einsamkeit und die Gedanken, die kamen.
Abseits des wilden Treibens am Strand, lebte er in seiner einsamen Hütte.
Das Meer war ihm geblieben, doch er musste es mit den Menschen teilen.
Das war seine Strafe.
Wäre er lieber ins Gefängnis gewandert, dort hätte er genug Schande über sich ergehen lassen müssen.
Diese Strafe hier war furchtbar.
Am schlimmsten war es, als Orm anfangs versuchte sich unter die Menschen zu mischen.
Die Menschen waren so unfassbar neugierig und distanzlos.
Sie fragten ihn Löcher in den Bauch.
Wo er herkäme, was er arbeite, was sein Lieblingsessen war.
Der ehemalige König von Atlantis hatte zumindest versucht, sich die menschliche Kultur anzueignen.
Wenn man von Kultur sprechen konnte.
Was würde ihn in den nächsten Jahren erwarten?
Sicher würde er vereinsamen und niemand würde ihn je vermissen.
Er gab sich seinem Selbstmitleid hin.
Vielleicht hätte sein wertloser Halbbruder ihn im Kampf töten sollen…
Er tauchte an die Oberfläche.
„Hey, Alter! Alles klar bei dir?!“, rief ihm ein langhaariger Surfer vom Ufer zu.
Ständig hielten die Menschen ihn für einen Ertrinkenden.
Aber er war ihnen überlegen, denn er konnte unter Wasser atmen und musste nicht wie sie Luft holen.
Orm signalisierte dem Surfer, dass es ihm gut ging und dieser lief winkend weiter.
Später saß er wieder auf einem Stein an den Klippen und beobachtete, wie die Nacht einbrach.
Die Menschen hatten wieder ihre Spuren aus Müll hinterlassen, an denen sich gerade eine Horde Möwen auslebte.
Dem Blonden fiel aus der Ferne eine Gestalt auf, die aus dem Treiben der anderen Menschen heraus stach.
Die Person sammelte Müll auf.
Oder zumindest sah dies danach aus.
Die spinnen die Menschen, dachte der ehemalige König von Atlantis und beschloss, noch eine Runde schwimmen zu gehen.
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