Träume der Erinnerung

von KimAnn
GeschichteDrama, Familie / P18
Kagome OC (Own Character) Sesshoumaru
02.01.2019
23.12.2019
33
41.272
17
Alle Kapitel
143 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
23.12.2019 1.212
 
Noch immer stand sie dort und regte sich nicht. Sie konnte es nicht. Noch nicht, denn zu sehr genoss sie dieses Gefühl, welches sie plötzlich durchströmte.
Sie spürte zwar seine Aura nicht, da er diese meist unterdrückte und doch wusste sie genau, wer da war. Glücksgefühle erfüllten ihren zierlichen Körper, denn er war wirklich da.
Als sie seine Botschaft bekam, dass er es nicht schaffen würde, war sie sehr traurig gewesen, daher freute sich in diesem Moment sehr über sein Erscheinen.
Die junge Dämonin hatte ihn vermisst. Sehr sogar. So lange hatten die Beiden sich nicht gesehen und sie sehnte sich so sehr nach seiner Nähe.
Endlich war er zurück gekommen. Zurück zu ihr. Das war alles, was Kagome sich für diesen Tag erhofft hatte und ihr Wunsch ging in Erfüllung. Dank ihm.
Langsam drehte sie sich um und erschauderte innerlich, als sie goldene Augen erblickten. Wie immer wirkten diese ernst und kühl, doch schien in ihnen immer ein Funke, sobald er sie anblickte.
Außerdem hatte sie gelernt hinter seine Maske zu sehen und wusste das etwas in ihm loderte, wenn sie in seiner Nähe war. Er empfand etwas für sie und das bemerkte die Schwarzhaarige, auch wenn er es auf eine andere Art und Weise zeigte.
Doch sie verstand ihn auch ohne Worte und wusste immer, was er ihr sagen und zeigen wollte. Vor ihr konnte er nichts verbergen. Nicht mehr, denn dafür kannte sie ihn viel zu gut.
Noch immer hielten sie Blickkontakt und keiner wollte diesen wundervollen Augenblick zwischen ihnen zerstören.
Irgendwann jedoch setzte sie sich in Bewegung und blieb direkt vor ihm stehen.
Er ließ sie dabei keine Sekunde aus den Augen. Es schien, als würde er ihr bis in die Seele blicken und diese fesseln, was bei ihr eine Gänsehaut auslöste.
Ihr ganzer Körper kribbelte plötzlich und machte sie beinahe wahnsinnig. Diese Gefühle waren neu für sie. Fühlte sie so etwas erst seit kurzer Zeit, wenn er bei ihr war, jedoch könnte sie sich später darum Gedanken machen. Es war nicht wichtig. Zumindest nicht heute. Nur das Hier und Jetzt zählte.
Als sie direkt vor ihm stand, hob sie ihre Hand und legte diese auf seine Wange und wie selbstverständlich schmiegte er sich in ihre Berührung, während sie leise hauchte: "Du bist da."
Leicht schmunzelte er und nahm ihre kleine Hand in seine und führte diese zu seinem Mund.
"Für dich ist mir kein Weg zu weit", sagte er genauso leise, wie sie es tat und hauchte ein Kuss auf ihren Handrücken.
Diese Aktion ließ ihre Wangen glühen und beschämt wandte sie den Blick ab und schaute zu Boden.
Er sollte nicht sehen, dass ihre Wangen rötlich schimmerten, aber genau das wollte er.
Aus diesem Grund hob er ihren Kopf wieder an und machte sie bewegungsunfähig. So intensiv strahlten seine Augen sie an, weshalb sie sich nicht bewegen konnte. Nichts mehr außer ihm nahm sie wahr. Nur er zählte. Alles andere rückte in weite Ferne.
Wie in Trance hörte sie, wie er etwas sagte, verstand die Worte aber nicht, da er ihrem Gesicht immer näher kam. Sie wusste, was er vor hatte und hieß es willkommen. Es würde ihr erster gemeinsamer Kuss werden und sie wollte es genauso sehr wie er.
Doch kurz bevor seine Lippen sie berührten, schreckte die Prinzessin aus ihrem Traum und keuchte. Sie musste das eben erlebte erst einmal verarbeiten.
Der Traum war anders als die anderen, die sie von ihm hatte. Es war so intensiv und berauschend gewesen. Diese Emotionen, die Kagome gespürt hatte, waren so stark und ehrlich. Nie hätte sie erwartet, dass sie solche Gefühle für Sesshomaru hegte.

-Traum Ende

Als sie mit ihrer Erzählung fertig war, schloss Kagome erst einmal ihre Augen. Tief sog sie die Luft durch ihre Lungen und versuchte ihre Gedanken zu sammeln.
Einige Minuten waren vergangen, bis sie sich selbst wieder halbwegs unter Kontrolle hatte und ihre blauen Seelenspiegel wieder öffnete.
Noch immer pochte ihr Herz in einem unregelmäßigen Rhythmus, wodurch sie noch immer etwas durch einander war.
Jedoch war es auch kein Wunder, denn als sie diesen Traum oder besser gesagt diese Erinnerung im Schlaf erlebt hatte und erwachte, war sie zutiefst geschockt gewesen.
Nie und nimmer hätte sie mit solchen Gefühlen gerechnet, die so tiefgründig und intim waren, wie diese, die sie in seiner Nähe erleben durfte.
Es fühlte sich atemberaubend an und ließ sie nachdenken. Die ganzen letzten Wochen schwirrte dies in ihrem schönen Köpfchen umher und ließ sie einfach nicht zur Ruhe kommen.
Die junge Dämonin hatte ihm Unrecht getan, als sie mit ihrem Bruder in seinem Schloss im Westen gewesen war, auch wenn Sesshomaru sich kein Deut besser benahm.
Der Silberhaarige hatte sie, während sie ihm diese wundervollen Worte erzählte keine Sekunde aus den Augen gelassen und merkte richtig, wie ihre Aura aufblühte.
Dieses Gefühl machte ihn stolz und glücklich zu gleich, denn er war seiner Liebsten näher gekommen, als er sich für diese Begegnung erhofft hatte. Und doch fragte er sich, wie es nun weiter gehen würde.
Ihr Körper stand regelrecht unter Strom und eine Gänsehaut überzog diesen, als sie einen Blick nach oben wagte und bemerkte das er sie die ganze Zeit über angeschaut haben musste.
Sein Blick war so intensiv und sie hatte das Bedürfnis in diesem Gold zu versinken.
Plötzlich zuckte sie zusammen, als seine kühle und doch so vertraute Stimme erklang.
"Ich erinnere mich an diesen Tag. Du warst so voller Freude und hast den ganzen Tag über gestrahlt", sprach er leise und kam ihr dabei etwas näher.
Die Schwarzhaarige konnte ein Zittern nicht unterdrücken, als er ihr immer näher kam und ihre Gesichter sich schon fast berührten.
*Wollte er etwa...*, dachte sie und beendete ihre Gedanken, als seine Lippen den ihren immer näher kamen.
Sie wusste nicht was sie tun sollte, denn einerseits genoss sie seine Nähe nun, doch andrerseits war sie noch nicht so weit um weiter gehen.
"Nicht", bat sie leise in letzter Sekunde und der Ältere hielt in seiner Bewegung inne und musterte sie kurz.
"Hab ich was falsch gemacht?", fragte er sie mit rauer Stimme, doch sie schüttelte nur den Kopf. Zu mehr war sie gerade nicht fähig und trotzdem verstand er sie, auch wenn er nicht begeistert war.
Da sie aber nicht wollte, konnte er sie nicht zwingen, denn dann würde er das vor kurzem gewonnene Vertrauen wieder zerstören. Und das kam für ihn nicht in Frage. Unter keinen Umständen.
Er hätte sie so gerne geküsst und ihre wunderbaren Lippen gespürt, wollte sie schmecken, ihr Nahe sein, doch sie war anscheinend noch nicht so weit. Widerwillig ließ er daher von ihr ab und hoffte, dass sie dies nicht bemerkt hatte.
Anschließend bot er ihr an, sie ins Innere zu begleiten, damit sie dem Fest wieder bei wohnen konnten.
Natürlich war ihr seine Reaktion nicht entgangen und sie konnte nur hoffen, dass er sie verstand.
Endlich wusste sie, was zwischen ihnen gewesen war, aber ob es wieder so sein würde, konnte sie nicht sagen. Das würde die Zeit sagen und bis dahin musste er sich gedulden, auch wenn sie sich denken konnte, dass er nicht gern wartete.
Und doch konnte sie mit Gewissheit sagen, wenn er wirklich etwas für sie empfand, würde er die Warterei sicher in Kauf nehmen.
Review schreiben