Träume der Erinnerung

von KimAnn
GeschichteDrama, Familie / P18
Kagome OC (Own Character) Sesshoumaru
02.01.2019
03.12.2019
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Er konnte es einfach nicht glauben. Was passierte gerade nur? Warum tat sie das?
Total geschockt stand er einfach nur da und konnte sich nicht bewegen. Zu sehr verwirrte ihn die ganze Situation.
Und doch lehnte er sich unbewusst in diese intime und sehr bekannte Berührung. Nur zu ordnen konnte er diese noch nicht.
Im nächsten Moment jedoch traf es ihn wie ein Schlag und er wusste woher er diese Geste kannte. Das taten sie immer oder besser gesagt, hatten sie es früher so gemacht.
Jedes Mal sobald sie sich sahen, war ihre Begrüßung so ausgefallen. Das war ihr Moment. Sie beide allein. Daher legte er wie selbstverständlich seine Hand auf ihre und nahm sie von seiner Wange.
Langsam zog er ihre zierliche Hand immer näher zu seinem Mund und hauchte einen zarten Kuss auf diese, während er ihr leise antwortete. "Für dich ist kein Weg zu weit."
Die ganze Zeit über blickten sie sich in die Augen und lösten für keine Sekunde den Blickkontakt. Blau versank in Gold, wie auch anders rum.
Plötzlich jedoch senkte Kagome den Blick. Es war ihr nicht mehr möglich ihn weiter an zu sehen, da bereits ihre Wangen zu glühen begannen. Sie war rot geworden und dies war ihr mehr als peinlich, weswegen sie sich verlegen weg drehte und lieber zum Boden schaute.
Dies passte Sesshomaru gar nicht, denn dieser legte sanft zwei Finger an ihr Kinn und konnte es nicht verhindern das ein kleines Lächeln in seinem Gesicht erschien, als er ihre geröteten Wangen entdeckte.
Dieser Anblick verwirrte nur sie, denn sonst hatte er immer eine ausdruckslose und ernste Miene.
Auch das blieb ihm nicht verborgen und das erfreute ihn umso mehr. Irgendwas muss geschehen sein, denn sonst würde er ihr Verhalten nicht verstehen.
Der Silberhaarige hatte sich gedacht, dass sie schreien oder nach Toru rufen würde, oder gar vor ihm weg laufen würde, wenn sie ihn erblickte. Doch so war es nicht. Von sich aus kam seine Liebste auf ihn zu und das war mehr, als er sich erhofft hatte.
Nichts desto trotz wollte er gerne eine Erklärung haben. Hoffte dadurch nicht den wundervollen Moment zu zerstören. Jedoch musste er Gewissheit haben, ob sie ihn wirklich wieder erkannte, damit er nicht zu weit gehen konnte.
"Was ist passiert? Kannst du dich wieder erinnern?", fragte er ruhig nach und wartete gespannt auf eine Antwort ihrerseits.
Einen Moment musste er warten, bis die Schwarzhaarige zu sprechen begann.
"Ich... nein... also ja." Kurz räusperte sie sich, bevor sie weiter sprach: “Ich... ähm... hatte einen Traum. Dieser handelte von dir oder besser gesagt von einem Treffen von uns. Auch mein Bruder war dabei, jedoch nicht in diesem Moment als wir uns trafen. Mehr leider nicht, tut mir leid.
Außerdem hatte ich so viel Zeit zum nach denken. So viel erinnert mich an dich. Besonders meine Gemächer und das verstand ich nicht. Wenn uns wirklich nichts verbinden würde, könnte ich es mir nicht erklären, warum alles in deinen Farben gestaltet ist und sich diese sogar im Westflügel befanden.
Da wusste ich, dass da was sein musste und langsam verflog meine Angst dir gegenüber, auch wenn ich mich noch immer etwas unbehaglich fühle, da ich mich einfach nicht erinnern kann. Noch immer weiß ich nicht, was genau zwischen uns ist, auch wenn ich eine Vermutung habe.
Und vor ein paar Tagen hatte ich diesen Traum und dieser warf noch mehr Fragen auf, auch wenn es mich ein Stück näher an mein Ziel brachte. Es war eine Erinnerung und zwar die erste positive. Sie war wunderschön und ich habe mich so geborgen bei dir gefühlt."
Als sie ihre Erzählung beendet hatte, war er sprachlos. *Sie hat von mir oder besser gesagt von uns geträumt*, dachte er erfreut und konnte es noch immer nicht fassen.
Endlich waren sie sich etwas näher gekommen und es könnte nur noch besser werden.
"Magst du mir davon erzählen?", bat er seine Auserwählte und hoffte inständig, dass sie das Erlebte mit ihm teilen würde.
Die junge Frau war sich im ersten Moment nicht sicher, ob er wirklich davon erfahren sollte und doch wäre es ihm gegenüber unfair dies alles zu verschweigen.
Ein kurzes Nicken ihrerseits reichte und er verstand. Nun würde er es erfahren und war schon unglaublich gespannt darauf, heraus zu finden was sie geträumt hatte. Es gab so viele schöne Erlebnisse, die beide miteinander geteilt haben. Und in den meisten davon war auch sein Freund dabei gewesen, wenn auch nicht immer an gleichem Ort oder gleicher Stelle.
Nach einer kurzen Weile berichtete Kagome ihm von ihrer Erinnerung:
Heute war es soweit. Sie hatte Geburtstag und heute Abend würde aus diesem Grund ein Fest statt finden.
Natürlich freute sich die junge Dämonin darauf, doch anderseits auch nicht. Es fehlte jemand.
Ihr Bruder war schon seit einiger Zeit auf Reisen und sollte eigentlich seit ein paar Tagen zurück sein. Sie wusste, dass er auf dem Rückweg war, doch nicht wann er eintreffen würde.
Ohne ihn konnte Kagome den Tag einfach nicht genießen. Es wäre falsch und das sollte es nicht sein, denn es war ein besonderer Geburtstag gewesen, da sie nun so gesehen als volljährig galt. Wäre alt genug zum Heiraten, doch das wollte sie nicht.
Sie fühlte sich noch viel zu jung dafür und war noch nicht bereit.
Außerdem sah sie in Menschenjahren aus wie eine 15, vielleicht auch 16, und da wollte sie sich noch nicht binden.
Trotzdem hatte ihr Vater viele männliche Prinzen und andere Adlige eingeladen, damit sie jemanden kennen lernen konnte, doch auch das wollte sie nicht. Es gab nur einen für sie. Einen einzigen, doch der würde an diesem Tag leider nicht da sein, da er noch immer unterwegs war. Das hatte man ihr zumindest in einem Schreiben mit geteilt.
Zumindest ihr großer Bruder hätte da sein müssen.
Plötzlich schreckte sie zusammen, da es klopfte, weshalb die Prinzessin leise seufzte und ihren Gast hinein bat.
Ihre Augen weiteten sich, als sie erkannte wer da in ihrem Zimmer stand und es dauerte nur einen kurzen Augenblick, bevor sie sich in seine Arme warf.
"Toru", tief sie freudestrahlend und war überglücklich. Endlich war er da.
"Es tut mir leid, kleiner Stern. Ich wurde aufgehalten. Verzeih mir, bitte", bat er sie und natürlich tat sie das.
Lange hatten sie sich noch unterhalten, doch bald musste sie sich fertig machen. Genau wie er.
Kurz bevor er ging, überreichte er ihr noch ein Päckchen. "Bitte trage das heute Abend. Komm außerdem vor den Ball in den Schlossgarten und warte am See. Ich habe eine Überraschung." Nach diesen Worten verschwand er und Kagome folgte seiner Bitte nach.
Einige Zeit später war sie am Treffpunkt erschienen und hielt Ausschau nach Toru, doch kam dieser nicht. Gerade als sie um kehren und endlich zum Fest gehen wollte, spürte sie etwas ein wenig hinter sich. Sie wusste sofort was oder besser gesagt wer es war. Er war gekommen.
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