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Träume der Erinnerung

von KimAnn
GeschichteDrama, Familie / P18 / Gen
Kagome OC (Own Character) Sesshoumaru
02.01.2019
23.12.2019
33
41.272
17
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Dieses Kapitel
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15.11.2019 1.231
 
Ein paar Stunden zuvor bei Kagome:

Seitdem sie erfahren hatte, dass ihr zu Ehren ein Ball statt finden sollte, war einige Zeit vergangen.
Immer mehr hatte sie sich eingelebt und viel Neues gelernt und war laut ihrer Eltern bereit für das Fest, auch wenn sie das anders sah.
Ihr Bruder war in letzter Zeit viel für sie da gewesen und hatte ihr geholfen, wo er nur konnte.
Einige Erinnerungen waren auch zurück gekehrt, worüber nicht nur ihre Familie, sondern auch sie sehr glücklich waren.
Natürlich waren es noch lang nicht alle und ein Mensch war sie auch weiterhin. Doch sicherlich würde mit der Zeit schon der Tag kommen, an dem sich das ändern würde.
Sie hoffte es zumindest, denn auch wenn sie sich nicht genau an das Leben einer Youkai erinnern konnte, vermisste sie es. Sehr sogar.

Heute war es soweit, denn am Abend würden alle für die junge Frau hier im Schloss sein und sie ehren.
Am liebsten würde sie in ihrem Zimmer bleiben und lesen.
Sie wollte dort nicht hin und doch hatte sie keine Wahl. Es würde wegen ihr stattfinden, ob sie es wollte oder nicht. Eine Wahl blieb ihr daher nicht.
Am frühen Morgen kam direkt ihre Mutter um nochmal über alles zu sprechen, was sie beachten musste und kurz nachdem sie gegangen war, durfte sie frühstücken und sich etwas ausruhen.
Die Ruhe hielt sehr zu ihrem Missfallen nicht lange an und es betraten mehrere Dienerinnen ihr Gemach, um sie zu waschen, an zu kleiden und fertig zu machen.
Sie sollte die Schönste sein und wie eine Prinzessin, die sie nun mal war, aussehen.
Deshalb durfte sie sich auch nicht alleine zurecht machen und musste diese Tortur mit einem Lächeln mit machen.
Ihre Mutter hatte gemeint, dass die Zofen ihre Anweisungen hatten und das Kagome mit dem Ergebnis auf jeden Fall zufrieden sein würde.
Ihr einziger Gedanke war, hoffentlich wären sie bald fertig, denn sie mochte es nicht, wenn andere das alles für sie taten. Dies empfand sie noch immer als schrecklich. Kami sei Dank, durfte sie das, nach einer längeren Diskussion, an den normalen Tagen alleine machen. Wahrlich ein Glück.
Nach etlichen Stunden durfte sie endlich in den Spiegel schauen und war sprachlos. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte, weshalb sie einfach nur alle mit einem Lächeln bedachte und sich bedankte. Sie hatten super Arbeit geleistet.
Kagome steckte in einem atemberaubenden Kleid, welches die gleiche Farbe wie ihre Augen hatte.
Es war oben rum enger und hatte Blumen Applikationen und der untere Teil hatte einen Rock aus Tüll auf dem Unterrock.
Die Ärmel verliefen unterhalb ihrer Schulter und von ihnen ging ein Umhang bis zum Fußboden, der wie eine Schleppe hinter ihr her führte, wenn sie darin laufen würde.
Genau wie der obere Stoff auf ihrem Rock waren auch hier vereinzelte Blumen drauf gestickt. Ihre Haare wurden locker hoch gesteckt und mit einer Haarnadeln, die natürlich zu ihrem Kleid passte, zusammen gehalten. Man hatte ihr erzählt, dass sie zu solchen Anlässen schon immer lieber Kleider getragen hat, als traditionelle Kimonos.
Selbst Toru war wie gelähmt, als er sie abholte und zum Saal geleitete, in dem sie alle Gäste mit ihrem Vater begrüßte. Der Ball hatte somit begonnen.
Anfangs blieb sie noch viel bei Toru, doch irgendwann hielt sie es nicht mehr aus zwischen den ganzen fremden Dämonen, die da waren um sie ehren.
Es war alles so neu und ungewohnt, weshalb sie sich leicht unwohl fühlte. Außerdem hatte sie ein komisches Gefühl, als ob etwas passieren würde, doch was es war, wusste sie nicht.

Aus diesem Grund sagte sie ihrem Bruder Bescheid und begab sich daraufhin auf den Balkon, um etwas frische Luft zu schnappen. Dies würde ihr sicherlich gut tun.
Leider war es nicht so, wie sie es sich erhofft hatte, denn die Schwarzhaarige kam einfach nicht zur Ruhe. Es wurde nur schlimmer.
Und dann war es plötzlich da. Ganz nah und deutlich spürte sie es. Sie wollte nach schauen, doch sie konnte sich nicht bewegen und stand ganz still. Rührte sich keinen Millimeter, obwohl sie genau wusste das irgendwas hinter ihr war.
"Kagome", erklang plötzlich eine tiefe Stimme, welche ihr eine Gänsehaut bescherte und nun war sie sich sicher. Er war da.
"Sesshomaru", war das Einzige, was sie raus bekam, bevor sie sich langsam umdrehte und in kalte goldene Augen blickte, die ihr einerseits so vertraut vor kamen. Denn obwohl sein Blick ernst und streng wirkte, sah es so aus, als ob ein bestimmtes Funkeln in diesen goldenen Seen wäre, welches nur ihr galt.
Sie wusste noch immer nicht was genau zwischen ihnen war, obwohl sie einen Verdacht hatte. *Aber konnte das wirklich sein?*, fragte sie sich selbst.
Sein Verhalten damals im Westen würde es zumindest erklären und doch wusste sie nicht, ob sie ihren Gedanken Glauben schenken könnte.
Sein Blick schien ihr Innerstes zum Beben zu bringen, er hypnotisierte sie, weshalb sie einfach nur ihm gegenüber stand und in seine Augen blickte.
Ihr Kopf war wie leergefegt. Was machte er nur mit ihr? Sie war allein und ihm dadurch vollkommen ausgeliefert.
Doch selbst wenn sie verschwinden wollen und somit den Moment zwischen ihnen zerstören würde, konnte sie es nicht.
Ihr Körper gehorchte ihr nicht mehr. Dieser genoss regelrecht die Macht, die er auf sie ausübte und ehrlich gesagt, hatte sie auch nicht das Verlangen danach vor ihm zu flüchten. Ganz im Gegenteil.
Seine ganze Ausstrahlung hielt sie an Ort und Stelle. Kontrollierte sie, weshalb sie einfach nur da stand und seinen Blick mit der gleichen Intensität erwiderte.
Doch plötzlich kam wieder Leben in ihren Körper, der sich ohne ihr Einverständnis auf ihn zu bewegte.
Langsam kam sie Sesshomaru näher und blieb erst stehen, als sie direkt vor ihm war.
Kagome musste den Kopf in den Nacken legen, um ihm weiterhin in die Augen schauen zu können, da er sie mindestens um anderthalb Köpfe überragte.
Noch immer wusste sie nicht was sie tat, als sie wie in Trance ihre Hand auf seine Wange legte und leise hauchte "Du bist da."
Nach diesen Worten erstarrte nicht nur der Silberhaarige für einen Moment, sondern auch ihr Bruder.
Toru hatte nämlich jede Gefühlsregung und jedes Wort von ihr mit bekommen, da er in der Nähe geblieben war, falls er eingreifen müsste.
Und was er da mitbekommen hatte, schockierte ihn zu tiefst und er konnte es nicht fassen.
War etwas geschehen oder konnte sie sich an ihn erinnern? Sie hatte doch Angst vor ihm, jedoch warum näherte sein kleiner Stern sich seinem Freund.
Natürlich freute er sich einerseits für die Beiden, denn er wusste was sie sich gegenseitig bedeuteten. Sesshomaru hatte sich zwar nicht richtig verhalten, aber im Prinzip war es nicht seine Schuld.
Torus Wut war zwar nicht komplett verschwunden, weshalb er dem Älteren diesen Moment gönnte.
Andererseits verstand er die Situation trotzdem nicht. Es musste etwas passiert sein. Er wusste nur nicht was.
Leider hatte sie sich ihm in dieser Hinsicht nicht anvertraut und das begriff er nicht.
Sie hatte sich ihm immer anvertraut.
Vor und nach ihrem Unfall. Was sollte er nur tun?
Es schmerzte ihn ein wenig, da sie nicht zu ihm gekommen war, um darüber zu reden, was geschehen war oder nicht. Was war bloß mit seiner kleinen Schwester los?
Sobald es die Zeit zu ließ, würde er mit ihr reden. Sie sollte wissen, dass er immer für sie da ist. Egal was passieren möge.
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