Träume der Erinnerung

von KimAnn
GeschichteDrama, Familie / P18
Kagome OC (Own Character) Sesshoumaru
02.01.2019
18.08.2019
27
31856
12
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Guten Morgen liebe Leser,

Hier kommt auch schon das 2 kapitel oder besser gesagt das erste nach dem Prolog *lach*
Würde mich riesig über Feedback freuen ;D

LG KimAnn ♡

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Wie Kagome es vermutet hatte, war es wieder ein langer Tag gewesen, doch dies war immer so und daher nichts neues für sie. Es machte ihr aber nichts aus, da sie Miyu gerne half, schon aus dem Grund, dass sie sie aufgenommen hatte und ihr einen Ort zum leben geschenkt hatte. Sie fühlte sich wohl bei ihr, genau wie auch im Dorf, doch irgendwie auch nicht.
Irgendwie spürte sie instinktiv, dass sie hier nicht her gehörte und irgendwo da draußen ihr Platz war, leider wusste sie immer noch nicht warum. Es war einfach, als würde sie nicht die sein, die sie glaubte zu sein. Nur konnte ihr keiner dabei helfen, denn niemand wusste wo sie hin gehörte und das machte es auch nicht einfacher. Sehnsucht zu haben ist nie leicht, aber wenn man nicht wusste nach was man sich sehnte, war es umso schwieriger.
Sie würde gerne wissen, ob sie noch Eltern hatte oder sogar Geschwister und was für Menschen diese waren, doch wie sollte sie das jemals heraus finden. Wo sollte sie suchen, sie hatte keinen Anhaltspunkt. Nur die Klippe und das Flussufer verbanden sie mit ihrer Vergangenheit. Dort hatte sie knapp ein Jahr nach ihrem Auftauchen im Dorf nachgeschaut, ob sie eventuell was finden würde, leider gab es da aber nichts, was ihr hätte weiter helfen können. Daher gab sie es auf und lebte weiterhin hier im Dorf.
Die Welt oder das Land war einfach zu groß, wenn sie nicht wüsste wo sie hin musste. Was, wenn sie den falschen Weg gehen würde und nicht mehr zurück findet? Oder schlimmeres und sie heraus findet, dass es niemanden gibt, der sie vermisste, weil ihre Familie vielleicht bei einem Kampf ums Leben kam. Vielleicht hatte sie daher die Verletzungen gehabt und konnte fliehen. Sicher war sie sich nicht, hatte einfach Angst davor nichts zu finden, was sie ihrer Vergangenheit näher bringen würde.
Seitdem waren wieder mehrere Monate vergangen und sie sehnte sich immer mehr danach ihre Wurzeln zu finden. Auch schlief sie seit Wochen schlecht, wachte immer Schweiß gebadet oder schreiend auf, doch konnte sie sich nicht an die Träume, die sie in der Nacht heim suchten, erinnern.
Langsam sah man es ihr auch an, dauernd war sie müde oder erschöpft, obwohl sie nichts getan hatte. Oft versuchte sie auch wach zu bleiben, da sie sich davor fürchtete zu schlafen, aus Angst wieder zu träumen. Doch dies war nicht leicht, da es draußen schnell dunkel wurde und die Sonne früh vom Horizont verschwand, wenn sie denn überhaupt da war. Es war nämlich Winter und die Tage waren kurz, dafür aber die Nächte sehr lang. Und dies machte es nicht einfacher wach zu bleiben, weswegen sie immer wieder kurz einschlief und nach kürzerer Zeit wieder schreiend hoch schreckte.
Miyu konnte ihr auch nicht helfen. Irgendwann hatte Kagome das Gespräch mit ihr gesucht, da sie Angst hatte zu schlafen, da sie ihrer Meinung nach immer wieder von Alpträumen heimgesucht wird. Die Miko verstand warum sie so fühlte, doch ihr einen wirklichen Rat geben konnte sie auch nicht. Sie meinte es könnte was mit ihrem Unfall zu tun haben, da sie ein Trauma erlitten hat. Ihr Geist und ihr Körper wollen damit abschließen und dieses Erlebnis verarbeiten. Und damit das gelingt, würde sich ihr Unterbewusstsein daran erinnern wollen.
Bloß was sollte sie tun? Man hatte ihr geraten, dass sie diese Träume zulassen sollte, aber sie hatte Angst und konnte es nicht. Was wenn sie etwas sah, was ihr nicht gefallen würde oder es wirklich nur Träume waren? Nichts Wahres dran war. Dies wäre zu schmerzlich für sie, sodass sie dem Rat von Miyu nicht zustimmen könnte. Für sie war es nur wichtig mal wieder zu schlafen, das hatte sie so lange nicht mehr, einfach mal fest schlafen und die Ruhe genießen. Wer weiß, vielleicht sollte sie es wagen. Was kann schon schief gehen, auch wenn sie befürchtete zu träumen, doch hoffte sie auf einen schönen Traum und das sie entspannt aus diesem erwachen würde und nicht wie immer hoch schreckte.
Einfach abwarten was der Abend ihr bringen würde, vielleicht hatte sie Glück und konnte sich wehren ein zu schlafen, wenn nicht wäre es eh schon zu spät.
Später am Tag saß sie mit der Miko in der Hütte und beide aßen zusammen Eintopf, der wirklich gut duftete. Miyu konnte einfach wunderbar kochen, sie selbst konnte es nicht. Ob es ihr nie gezeigt wurde oder sie es einfach nicht konnte, wusste sie nicht. Wie so vieles, jedoch immer, wenn sie es versucht hatte, ging alles schief. Daher war sie nur für die Besorgung des Essens zuständig, ob nun aus dem Wald oder Garten das war egal. Sie besorgte es und Miyu kochte.
Nachdem alles weggeräumt und gesäubert war, blieb Kagome noch wach. Miyu war schon längst schlafen gegangen, war es doch ein anstrengender Tag für sie beide gewesen, doch wie immer wollte sie stark sein und wach bleiben. Zumindest redete sie sich das ein, denn stark wäre sie, wenn sie sich der Angst stellen würde. Das wusste sie und doch traute die junge Frau sich nicht diesen Schritt zu gehen.
Deshalb beobachtete sie durch das Fenster ihres kleinen Zimmers den Mond, der hoch am Himmel stand. Dieser brachte die ganze Umgebung in einem sanften, sowie leuchtenden Licht zum strahlen. Es war ein Sichelmond und auch hier bekam sie das Gefühl, dass irgendwas Wichtiges fehlte, als wenn ein Teil ihres Herzens nicht bei ihr, sondern bei jemand anderes war. Irgendjemand war da draußen und wartete auf sie, dass wusste sie nun. Auch wenn sie es sich nicht vorstellen konnte, dass da jemand war, den sie liebte. War es nur ein Freund oder hatte sie einen Mann? So viele Fragen und keine konnte man ihr beantworten.
Sie spürte es, irgendwas war da draußen und wollte sie, nur sie. Wollte sie ihn auch? Müsste sie ja, warum sonst hätte sie das Gefühl, dass man ihr das Herz gestohlen hätte. Jemandem hatte sie ihr Herz geschenkt und doch musste was geschehen sein, da sie einen leichten Stich fühlte. Wie immer konnte sie es nicht zuordnen. Doch wurde sie dadurch nur unsicher, hatte diese Person vielleicht etwas mit ihren Verletzungen zu tun oder war er beim Versuch sie zu retten ums Leben gekommen. Dass es so sein könnte, wollte sie sich gar nicht vorstellen, denn es tat weh, wie sie feststellen musste.
Lange saß sie noch in ihrem Zimmer und versuchte die Augen offen zu halten. Versuchte sich mit weiteren Gedanken ab zu lenken, damit sie nicht dem Drängen ihres Körpers nach gab und diesem Ruhe gönnte. Obwohl dieser es sich verdient hatte, wollte sie es nicht. Jedoch siegte an diesem Abend ihre Erschöpfung und ließ sie in einen tiefen Schlaf fallen, wo sie direkt ins Land der Träume verschwand.
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