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Hirnlein, Hirnlein, du musst wandern

GeschichteFamilie, Fantasy / P16 / Gen
Catherine Corrigan Derek Rayne OC (Own Character) Rachel Corrigan
01.01.2019
02.01.2019
11
98.787
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02.01.2019 13.440
 
Am Nachmittag kehrten sie nach Hause zurück und waren ganz erstaunt, dass Kerubiel und Thalia bereits die Kinder aus dem Kindergarten geholt und mit Maurice, dem Koch von Kat und Sandalephon den Kaffeetisch gedeckt hatten, während ein lecker riechendes Abendessen in der Küche vor sich hin köchelte. "Ich hoffe, Ilse, Sie haben nichts dagegen, dass ich mich in Ihrer Küche mit Mademoiselle Kiriaitidou und Monsieur Kerubiel breit gemacht habe, aber da Sie in Griechenland waren, haben wir gedacht, wir überraschen Sie - und da Katherine und Sandalephon eh in Rom sind... also sie werden nachher auch kommen zum Abendessen, mit Dr. Bragi und Madame Bragi." "Oh Papa, es gibt Carpaccio mit geräucherter Entenbrust und Provencalisches Rinderragout mit Panisse - das sind Kichererbsenfladen und Schokoladensouffle mit Erdbeeren!" rief Linnéa begeistert. Der Höllenfürst musste lächeln.  Linnéa, seine kleine Küchenfee schaffte es oft ihn aufzuheitern mit ihrer fröhlichen Begeisterung fürs Kochen - und Essen.
In diesem Moment meldete sich Sandalephon. "Astaroth hat sich bei Euangelion gemeldet - oder besser Astarte. Er ist ja der einzige den sie so erreichen kann als Astarte. Asta ist immer noch "betäubt" - zumindest spielt sie das vor und liegt in einem Zimmer mit noch einer Person - Laurentia Farese... und vorhin war Clarice Farese da, mit einer Miriam Parton und es soll wohl morgen operiert werden. Die Parton meinte wohl auch sowas wie: "Du hast ja ein wahres Prachtexemplar von Körper in deiner Familie gehabt. Ich musste zwei Millionen für das Prachtstück hier zahlen..." Danach hätte diese Parton Astartes Körper betatscht und gemeint ihr wäre ein guter Kauf gelungen und sie würde es genießen in zwei, drei Monaten jung und knackig - endlich ohne Herzprobleme und Gicht - und dann hat sie es auf einen attraktiven Mann abgesehen." Der Höllenfürst spürte Sandalephons Belustigung. "Wenn sie dich meint und glaubt du würdest mein kleines Käthchen betrügen... dann bricht ihr das das Genick!" "Nein, an mich hat sie dabei nicht gedacht, sondern an den "unverschämt attraktiven, knackig düster aussehenden Dr. Dr. Lucian B. Rayne. Wobei sie wohl noch überlegte wofür B. steht und glaubt es wäre Benedict oder Basil oder irgendwas in die Richtung." "Wieso sollte ich "der Gesegnete" heißen? oder Basilikum? Ist ja noch schlimmer! Dabei passt Belial doch sehr gut... heißt immerhin "die Bosheit" oder "Das Unheilige". Und wie kommt diese Frau darauf, dass ich ihrem kranken Hirn in Astartes Körper nahe kommen wollen würde?" "Kannst du sie ja von deinem General fragen lassen, wenn Kat und er diese Bande morgen auffliegen lassen."
Um Michaels Mundwinkel zuckte es. Selvaggia sah ihn fragend an. "Ach du Schande... tja... ist manchmal echt ein Fluch ein Seraphim und körperlich attraktiv zu sein, oder, Großer?" meinte er und erläuterte dann seiner Schwägerin und den anderen was Sandalephon gerade berichtet hatte. "Die soll nur kommen! Wenn das nicht Astarte ist, dann..." Michael lachte. "Als würde Lucifer eine andere Frau als dich auch nur noch ansehen, Selvaggia!" Die hübsche Hexe errötete. "Ja... ich weiß... aber sowas macht mich einfach wütend!" Der Höllenfürst lächelte seine Frau an. "Mich genauso, mein Schatz." sagte er zärtlich und küsste sie. Als am Abend alle beieinander saßen und gemeinsam aßen, kuschelte Ainé sich an ihren Patenonkel. "Onkel Lucifer, das war heute lustig im Kindergarten und in der Vorschule und - ich weiß, dass du schon fünf Kinder und Christian hier hast... aber, wenn ich bei Onkel Michael... also könnte ich dann auch auf Norderney bleiben und dann hier zur Schule gehen? Und Odakota... ich... also er verhält sich ja genauso wie Tiberia und beschützt unsere Ponys und auch Linnéas Schafe und mich. Und Papa Philip wird bestimmt keinen Wolf im Legat haben wollen, der hat sich immer über Tiberia aufgeregt... aber du magst doch Wölfe und Onkel Michael glaube ich auch..." Michael legte einen Arm  um die kleinen Schultern. "Du bist bei Maria und mir jederzeit willkommen, kleiner Engel. Und da ich meine eigene Firma habe, mein eigener Chef bin und wie bei deinem Onkel Sandalephon vielen meiner engsten Mitarbeiter bekannt ist wer und was ich bin ist es kein Problem, wenn du einfach auftauchst." Sie lächelte erleichtert.
"Und im Boulevard, wo ich mein Büro habe kannst du auch jederzeit kommen. Da deine Onkel die Botschafter sind, also ich denke, da wird es auch keinen kreischend davonlaufen lassen, wenn du einfach erscheinst." fügte Maria hinzu. Ainé strahlte alle an. Der Höllenfürst grinste. "Und da meine Studenten und Kollegen an der Uni auch wissen wer ich bin... schließlich sind Luciano und Linnéa auch schon in meiner Vorlesung erschienen, genauso in Sandalephons, wodurch auch seine Studenten eine Ahnung haben wer oder was er ist... ich denke da kannst du auch auftauchen, wenn es dir zu langweilig wird. Und wenn du trotzdem in dieser komischen Schule bleiben sollst, Ainé, dann zeige ich dir wie du eine Illusion von dir erschaffst und dann gehst du in Paris zur Schule und lernst wirklich was. Und nächsten Samstag kann ich dich mitnehmen. Ich mache mit meinen Studenten einen Ausflug zur Milvischen Brücke." "Oh ja! Das wäre so cool, Onkel Lucifer!" "Ich will auch mit, Papa! Mit Lucas!" rief Linnéa. Der Höllenfürst seufzte. "Wenn ihr wollt, nehme ich euch alle mit, einverstanden? Aber dafür müsst ihr mir versprechen auch brav zu sein!" Die Kinder nickten aufgeregt. Der Höllenfürst erhob sich, als ein leises Weinen aus dem Kinderzimmer kam und holte Allegra.
"Wie zufrieden seid ihr eigentlich mit Signora Tardi als Haushälterin?" fragte er beiläufig Sariel und Catherine. Die Hebamme lächelte. "Sehr zufrieden, Lucifer. Sie ist so lieb mit unserer kleinen Stella. Für unseren kleinen Liebling ist sie schon "Tia Tadi" - Tante Tardi, sozusagen und auch deine Hiwine ist ein sehr liebes Mädchen. Beide haben die Tatsache wer Sariel ist und was ich geworden bin, sehr positiv aufgenommen. Du solltest Signora Tardi wirklich kennen lernen. Sie versteht immer noch nicht so richtig, wie ihre Tochter so begeistert von dir sein kann. Aber wenn du dich mal mit ihr unterhältst und deinen Charme sprühen lassen würdest, dann hättest du eine echte Bewundererin..." Der Höllenfürst lächelte milde. "Ach Catherine, lass erstmal Astaroth wieder zurück sein und Elisa wieder für mich arbeiten, dann sehen wir weiter."
Es war etwas später geworden. Ainé war mit Michael und Maria in deren Haus gegangen und auch Sandalephon und Kat hatten sich mit ihrer kleinen Tochter in ihr Häuschen auf der Insel zurückgezogen. Am nächsten Morgen wurden Sandalephon und Kat unsanft geweckt, als Camael und ihr Patenonkel König Paymon neben dem Bett erschienen. "Raus aus den Federn! Deine Legion ist angetreten und du hast keine Zeit hier rumzutrödeln!" schnauzte ihr Patenonkel sie an. "Und du mäßige dich gegenüber meiner Frau!" fuhr Sandalephon ihn an, was dem höllischen General aber nur ein teuflisches Grinsen entlockte. Camael räusperte sich. "General, wie dein Patenonkel schon sagte: Wir wären startbereit und warten nur noch auf dich . Normalerweise hätte Fürst Michael dich schon längst gerufen und... du hättest schon längst erscheinen sollen..." Sandalephon runzelte die Stirn. "Das ist seltsam... ich denke ich gucke lieber mal nach dem Rechten." meinte er und war im nächsten Moment verschwunden.
Er erschien im Haus von Michael und Maria, wo er leise ins Schlafzimmer trat - und er erstarrte. Das war nicht möglich! Ein Grinsen schlich sich auf sein Gesicht, doch der Geruch war eindeutig. Er rief in Gedanken nach ihrem Vater und bekam eine zustimmende Antwort. Vorsichtig beugte er sich über Maria und flüsterte ihr ins Ohr: "Gut gemacht, Schwägerin... du wirst euren kleinen Jungen lieben..." Damit verschwand er um lachend wieder im eigenen Schlafzimmer zu erscheinen, wo Kat gerade in Rüstung stand. Irritiert sah sie ihn an. "Was lachst du so?" "Das erzähle ich nachher, Liebling. Und ... hm... Ich denke... Metatron und Lucifer hätten auch mal wieder Lust auf Action... genau wie ich und immerhin ist Astaroth unser Kollege als Erzseraphim beider Seiten, Metatrons Sekretär und Lucifers Freund..." "Er - oder sie ist auch unser Freund beziehungsweise unsere Freundin..." "Ja, und du hast, da Astaroth mit dir im himmlischen und höllischen Feuer war eine ebenso intensive Bindung an ihn wie an Metatron..." "Ja und?" fragte Kat erstaunt. "Das heißt, du wirst uns führen müssen, Maya!" schnaubte König Paymon und gab das Zeichen zum Aufbruch. Kat übermittelte Astaroths Position an ihre Legion und ihren Patenonkel, der das Gleiche mit seiner Legion tat. Unsichtbar erschienen Kat und eine halbe Zenturie mit Metatron und dem Höllenfürsten in einem OP - und eine weitere halbe Zenturie der höllischen Soldaten erschien ebenso. "Die anderen beiden Hälften der Zenturien sind im benachbarten OP und der Rest der Legionen sichert das Gelände..." meldete Camael, der die Rolle des Tribuns innehatte und als solcher die Verbindung zwischen beiden Legionen sicherte.
"So, dann wollen wir mal anfangen... Mrs. Parton hat für diesen hübschen Körper zwei Millionen hingeblättert. Schwester, sie können mit dem Rasieren des Schädels anfangen." sagte ein wie ein Chirurg gekleideter Mann. "Ja, Dr. Watanabe." Kat spürte die Belustigung von Astarte in ihren Gedanken. "Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr jetzt eingreifen würdet... meine Haare sind sehr schön und ich bin in dieser Gestalt etwas eitel!" Sie grinste und wurde sichtbar. "Ich denke, dass meine Freundin das nicht schätzen würde, Kurpfuscher!" zischte sie. Neben ihr wurden Sandalephon und jeweils fünf der Soldaten sichtbar. "Raus aus meinem OP! Wie kommen Sie hier überhaupt rein?!" brüllte der Arzt. "Schwester, rufen Sie den Sicherheitsdienst!" Sandalephon lächelte eisig. "Ich bin Dr. Sam Dale-Ponte McNeal... zumindest ist das mein menschlicher Name und..." "Halt dich da raus!" unterbrach Kat ihren Mann und gab den Soldaten ein Zeichen. "Du kannst die Charade jetzt beenden, Onkel Astaroth..." meinte sie dann und die hübsche junge Frau auf dem OP-Tisch wurde zu dem attraktiven Seraphim in seiner eher menschlichen Gestalt. Das OP Team keuchte auf. Innerhalb kürzester Zeit war das ganze Areal geräumt und auch die Computerfabrik zu der das Neurologische Institut gehörte.
Die verantwortlichen für den Menschen- oder Körperhandel waren in das Gefängnis im Boulevard verbracht worden und die IT- Einheiten der Legionen hatten ganze Arbeit geleistet und alle Beteiligten - Käufer und Körper, sämtliche Ärzte die das Verfahren erlernt hatten und ähnliches ausfindig gemacht. Katherine und Michael standen mit Kerubiel und dem Höllenfürsten vor dem HERRN. "Was gedenkst du wegen der Körper zu tun, beziehungsweise wegen der ausgetauschten Gehirne?" wollte der Höllenfürst wissen, nachdem die Strafen für die Übeltäter abgehandelt waren. Ein mildes Lächeln war die Antwort. "Bei dreien war die Zeit gekommen, Lucifer. Insgesamt sind bisher 43 Gehirne getauscht worden. Morena Castaldi - und um die, oder besser das ursprüngliche dazugehörige Gehirn, Leben, die Seele geht es, das spüre ich deutlich - dir und Kerubiel in erster Linie - werde ich wieder zurückversetzen. Morena Castaldi hat sich an Lucifer gebunden und wird in die Hölle fahren. Morgen früh wird in dem Körper wieder Calliope Portalou sein, mit vollem Bewusstsein - aber unter dem Namen von Morena Castaldi, auf der Erde reich, mächtig - aber nicht so skrupellos und auch unerfahrener. Ich erwarte von dir, Kerubiel, dass du ihr im Betriebswirtschaftlichen unter die Arme greifst und ihr - auch in Thalia Kiriaitidous Interesse - den Rücken für das Studium der Medizin freihältst. Bei den anderen 39 erwarte ich, dass ihr alle, meine Söhne und meine Tochter, dafür sorgt, dass sie mit dem Reichtum und mit der dadurch gewonnenen Macht auf der Erde zurecht kommen und zum Wohle der Menschen einsetzen." Die vier verbeugten sich leicht. "Ich darf Calliope sicher nach Norderney holen? Ihre Großmutter und ihre Schwester werden sich sicher freuen." fragte der Höllenfürst. Ein zustimmendes Nicken war die Antwort. "Und Lucifer, ich erwarte dich und deine Familie morgen, hier oben." fügte er hinzu. Er seufzte, sah seinen Vater an und nickte, ohne eine Gefühlsregung dabei zu zeigen.
Am Nachmittag trafen sie im Haus von Sandalephon und Kat zusammen. "Wieso hast du mich nicht informiert, Onkel Mike?" wollte Kat wissen und sah erstaunt, dass ihr Pate errötete. "Das... ich habe verschlafen. Wie dein Mann und dein Onkel Lucifer habe ich ein Schlafbedürfnis..." "Red nicht drum rum, Glückwunsch, Maria. Ich hätte nicht gedacht, dass - wie Lucifer ihn immer nennt - "Papas Musterknabe" dich vor der Hochzeit zu seiner Frau macht." wurde er von Sandalephon unterbrochen. Maria lächelte. Der Höllenfürst blickte Michael verblüfft an. Dieser sah verlegen zu Boden und kaute nervös auf seiner Unterlippe herum. Ein breites Grinsen machte sich auf Lucifers Gesicht breit und er trat vor Michael, der immer noch verlegen auf den Boden starrte und nicht wagte seinen gefallenen Bruder, den Fürsten der Hölle anzusehen. "Ernsthaft? Du hast es getan?" Lucifer hob mit zwei Fingern das Kinn von Michael an, so dass dieser ihm in die Augen schauen musste. "Ich ... ich konnte nicht ... widerstehen. Maria hat mich ... verführt und es war ..." "Du brauchst nicht weiterzureden. Deine Augen verraten, dass es dir sehr gefallen hat." lachte der Höllenfürst und ging zu Maria, die er freundschaftlich umarmte - wobei er durch seine Kräfte sofort spürte, dass sie schwanger war. Er sah lächelnd zu Sandalephon, der ihm kurz zunickte. "Wie auch immer du das geschafft hast, sehr gut, wirklich sehr gut, Teufelchen." flüsterte er ihr ins Ohr. Und gab ihr einen sanften Kuss auf die Wange. Über die andere Sache schwieg er noch, da er von Sandalephon wusste, dass die beiden noch nichts von ihrem Nachwuchs wussten.
Kurz darauf erschienen Astaroth und Philip. Christian und Ainé liefen sofort zu ihren Eltern und umarmten diese sehr erfreut. Astaroth funkelte Michael und Lucifer etwas böse an. Michael blickte zu Lucifer, der Astaroths Blick ohne Probleme standhielt, was er selbst nicht geschafft hatte. "Michael, Astaroth, Philip, wir sollten uns kurz in meinem Arbeitszimmer unterhalten." sagte er und verschwand. Als die anderen drei Engel auftauchten stand er bereits an seinem Schreibtisch, starrte auf das Meer und zündete sich eine Zigarette an, Sein Arbeitszimmer war der einzige Ort im Haus, an dem er rauchte, ansonsten wurde nur auf der Strandterrasse geraucht. Der Höllenfürst war der einzige der Engel, der sich im Laufe der Zeit dieses Laster zugelegt hatte. Er war nur froh, dass seine Frau mittlerweile akzeptierte, dass er rauchte und trank zumal der Alkohol bei ihm nur wirkte, wenn er sich wirklich betrank, da er sehr viel vertrug, war es auch kein Problem, wenn er tagsüber trank, da es im Alltag niemandem auffiel, außer seiner Familie. Er drehte sich um und wies die anderen an in der Sitzecke Platz zu nehmen. "Ich nehme an ihr wisst worum es geht?" fragte der ursprünglich höllische Erzseraph beider Seiten barsch.
Michael sah hilfesuchend zu Lucifer, da dieser besser mit Astaroth konnte. Dieser seufzte und nahm nochmal einen Zug seiner Zigarette. "Ich weiß ja nicht was Philip dir erzählt hat, aber ich kann mir seine Version schon vorstellen." Ihr beide habt mir Ainé weggenommen!" fauchte der ehemalige Priester. "Schweig! Sonst sorge ICH dafür, dass du schweigst!" drohte ihm der Fürst der Hölle. Philip schluckte und schwieg. "Michael lebt seit letzter Woche schon in seinem Haus auf Norderney. Freya muss nur noch ein paar Kleinigkeiten fertigmachen, die sie auch machen kann, wenn das Haus schon bewohnt ist. Sandy und ich hatten am Wochenende die Idee alle Kinder hierher zu holen um mit ihnen Ausflüge zu machen, auszureiten ... dann tauchte Ainé bei mir auf und bat mich ihr zu helfen, weil sie es nicht mehr aushielt Kirchenlieder zu singen und Bilder einer wirklich schrecklichen Bibel auszumalen, wenn man das Ding überhaupt als Bibel bezeichnen kann. Philip tauchte auf und schimpfte Ainé warum sie einfach abgehauen ist. Michael und Maria tauchten auf und Michael hat eingegriffen, was gut war, denn ich war kurz davor deinem Lebensgefährten ein zu knallen, weil er von Ainé verlangte dieses verleumderische Buch zu lesen, dass von wer weiß wem verfasst wurde, während die anderen Kinder Spaß haben sollten."
Astaroth hatte seinem höllischen Chef schweigend zugehört und starrte nun nachdenklich aus dem Fenster. Er kann ihn schon seit Ewigkeiten und er wusste, dass er die Wahrheit sagte. Philip hatte ihm etwas ganz anderes erzählt. "Astaroth?" fragte Michael, der sich nicht sicher war, ob Astaroth gleich ausflippen würde oder nicht. "Lass ihm einen Moment Michael, er denkt nach." sagte Lucifer grinsend. "Asta ... Liebling ... ich ..." "Schweig einfach! Du hast mir nicht die ganze Wahrheit erzählt." fauchte er seinen Lebenspartner an. "Was ist das für ein Buch, Lucifer?" Dieser zauberte über seine Gedanken das Buch herbei und reichte es seinem Freund. Astaroth erblasste, als er das Buch las. "Dir ist bewusst, dass du mich mit diesem Mistding in den Augen unserer Kinder unmöglich machst, oder, Philip? Dir ist bewusst, dass du unsere Beziehung als widernatürlich, schmutzig und abscheulich darstellst! Eine Beziehung die mein Vater mit Wohlwollen sieht, eine Beziehung, die er mit zwei Kindern bereichert hat und vor denen lässt du mich dastehen wie eine... mir fehlen die Worte! Und ja, ich kann zaubern - und Ainé auch. Macht sie das zu einer Hexe? Macht mich das zu einer Hexe oder einem Zauberer? Ich bin ein Seraph, ich bin eine Göttin, Philip. Wenn du mich dämonisieren willst, gut. Dieses Buch stellt Astarte als blutrünstige Schlampe dar und zieht alles in den Schmutz was sie ausmacht, aber dann... ich denke, an diesem Punkt ist unsere Beziehung beendet... Ich werde die Kinder nehmen und..." "Nein, ich liebe dich... ich..." stöhnte Philip. "Mag sein, mag auch sein, dass du dir das nur einbildest. Was mich betrifft: Ich brauche Abstand und jetzt geh. Ich hole nachher die Sachen unse... meiner Kinder ab und schaue, dass ich irgendwo unterkomme..."
Es klopfte, gerade in dem Moment in dem Philip protestieren wollte. Sandalephon betrat den Raum. "Ich habe über unsere Seraphimverbindung mitgekriegt was hier abgelaufen ist... also zum Thema "unterkommen"... Irgendwie haben die Protestanten ein seltsames Gebaren gegenüber Engeln... und sie machen irgendwie keine Unterschiede zwischen "höllischen" und "himmlischen"... wobei bei mir und Lucia die Grenze ja eh... fließend ist, wie bei dir, Bruderherz. Aber davon mal abgesehen... Da der eine Arzt aus dem Krankenhaus das Weite gesucht hat und einen Käufer für sein Haus, da er ja nicht schnell genug von hier wegkommen konnte... und bevor es irgendein Idiot kauft habe ich zugeschlagen... Also wir müssten vielleicht mit etwas Magie renovieren, aber ihr könntet sofort einziehen... Ist auch nicht zu weit von Michaels und Lucias und meinem Häuschen entfernt..." Astaroth lächelte dankbar. "Das ist wunderbar, danke, Sandy..." Sandalephon grinste. "Schon klar, Asta. Und wo wir dabei sind: Hast du Odakota schon begrüßt?" Verwirrt sah Astaroth ihn an. "Wen?" Ein Grinsen schlich sich auf das Gesicht der anderen - außer auf Philips.
"Sie haben Ainé einen riesigen Wolf geschenkt! Ein wahres Monster, wie ein Werwolf! Und sie hat ihm auch noch einen heidnischen Namen gegeben!" rief Philip. Michael stöhnte genervt auf. "Odakota ist Sioux und heißt "Freund". Das ist nicht heidnisch! Selbst wenn du meinst die Sioux und andere indianische Stämme wären heidnisch - was glaubst du Narr wer "Manitou" für sie ist? Du kannst Maintou mit "Gott", "Vater", "Schöpfer" ersetzen..." Astaroth lächelte. "Meine Kleine hat ein Haustier? Einen Wolf? Echt?" Der Höllenfürst lachte leise. "Ja, sogar einen Timberwolf - Alphatier. Sandy hat ihn geheilt. Der Bursche hatte eine verkrüppelte Pfote und da er nicht im Zoo bleiben konnte, weil das Unruhe ins Rudel gebracht hätte und da Ainé mit im Zoo war... fand er das eine ideale Lösung. Und Odakota versteht sich ausgezeichnet mit Tiberia und dem "Ponyrudel" und witzigerweise auch mit Stinkywinky, Müffi und Skunky... oder wie Linnéa sie genannt hat: Lulu, Saphi und Kitty, ihrem Schaftrio..." Astaroth warf Sandalephon einen dankbaren Blick zu. Philip begann zu geifern: "Das ist ein Raubtier! Wölfe fallen Menschen an! Christian hat schon so ein Monster und..." "Schweig, Philip! Verschwinde nach Dublin und denk über den Mist nach den du gerade schwafelst! Wenn du zur Vernunft gekommen bist, dann kannst du dich mal melden und vielleicht reden wir dann nochmal über unsere Beziehung, aber nicht jetzt!" unterbrach Astaroth ihn barsch und brachte ihn mit einer Handbewegung zum Schweigen. "Asta..." versuchte er es nochmals, doch der dunkle Erzseraph herrschte ihn kalt und hart an: "Schweig! Und verschwinde!"
Er wollte noch Einwände erheben, doch die drei anderen Seraphim traten an Astaroths Seite - drohend, bedrohend für ihn, den kleinen Engel. Mit hängendem Kopf verschwand er. Astaroth wandte sich ab. Sandalephon legte einen Arm um ihn. "Wir spüren alle drei deine Trauer, deine Verzweiflung und ich sehe deine ungeweinten Tränen. Gefühle sind an sich ein Segen, aber manchmal sind sie auch ein Fluch - und Lucifer und ich, auch Michael, wir wissen alle drei wie weh einem ein Gefährte oder seine Zurückweisung tun kann... Ich habe es Catherine und Sariel zu verdanken, dass ich mit meiner Lucia eins bin, in ihr ruhe wie sie in mir... aber ich hätte sie fast verloren..." Astaroth nickte  dankbar. Er merkte, dass es für ihn in Ordnung war den Trost von Sandalephon anzunehmen, während es ihm bei Michael unangenehm gewesen wäre. "So, nun sollte ich dir mal euer neues "Home sweet Home" zeigen, oder?" meinte der aus dem Himmel stammende Erzseraph beider Seiten.
Eine Stunde später waren Astaroth und die beiden Kinder mehr oder weniger in das hübsche kleine Häuschen eingezogen. Hagiel hatte Ainés Zimmer in eine Feenprinzessinenlandschaft verwandelt, was Astarte - zu ihr war Astaroth geworden - ein gequältes Lächeln auf die Lippen brachte, aber Ainé war glücklich und Christian ebenso. "Papa Astaroth, das ist so toll, dass wir jetzt auch auf Norderney wohnen. Wo ist Papa Philip?" Astaroth zuckte leicht zusammen. Sandalephon nahm seinen Neffen zur Seite. "Philip braucht etwas Abstand. Er kommt nicht damit klar ein Engel zu sein und auch nicht damit, dass Astaroth auch mal Astaroth sein muss, nicht nur immer Astarte sein kann... und er will... nun ja... Ainé ist ja noch sehr klein, aber an sich schon ein recht mächtiger Engel, aber er wollte sie... sagen wir mal so erziehen, dass sie besonders religiös ist, was bedeutet hätte, dass sie deinen Papa Astaroth auch als ihre Mama Astarte in sehr schlechtem Licht gesehen hätte... und darum hat Astaroth um eine... nennen wir es Auszeit - gebeten." Christian sah ihn aufmerksam an. "Du meinst, Papa Philip kommt immer noch nicht wirklich damit zurecht, dass Papa Astaroth ihn auch liebt, nicht nur als Mama Astarte?" Sandalephon lächelte. "Ich vergesse immer, wie weit du bist... obwohl ich dein Lehrer war..." sagte er liebevoll. "Und du warst ein total toller Lehrer, Onkel Sam, auch wenn ich dich manchmal voll unheimlich fand." Sandalephon lachte leise und hob Christian auf den Arm. "Voll unheimlich? Na dann..."
Im Haus von Michael erwachte eine junge Frau. Neben ihrem Bett saßen Kerubiel und Chrisathea Kiriaitidou. "Yaya? Signor Ubiel? Wieso... wieso kenne ich Sie... wieso... sind zwei... Erinnerungen da?" Christathea griff nach der Hand ihrer Enkelin. "Kalimera Calliope." sagte Kerubiel sanft. "Sie sind auf Norderney, im Haus meines Bruders Michael Archangelos, des himmlischen Generals. Woran erinnern Sie sich?" Calliope blinzelte. "An... ich war in einem überfüllten Bus... in... in Afrika und... wollte zum Camp von "Ärzte ohne Grenzen" ... und dann plötzlich war alles schwarz... und dann ist da eine ganze Weile nichts mehr... nichts was mit mir zu tun gehabt hat... sondern ein Gefühl von Gier, Leere, Erinnerungen an... an sowas wie Schwarze Messen... ich... ich erinnere mich auch an Sie... an ein Foto, an... den Wunsch Sie zu besitzen... aber das war ich nicht... das... und dann waren sie mit... mit Thalia, meiner Schwester, auf diesem Empfang..." Kerubiel nickte.
"Dann lassen Sie uns mal die Erinnerungsstränge zusammenführen..." und er berichtete von Morena Castaldi und von dem was geschehen war. Calliope sah ihn erstaunt an. "Und die hat wirklich... den Teufel angebetet? Und Sie sind ein... cherouveím? Und verknallt in meine kleine Schwester? Thalia arbeitet doch in Paris für den Teufel, oder?" Kerubiel grinste. "Erstens: Ja, Morena Castaldi war Satanistin - was nicht heißt, dass Sie es sind oder dass Lucifer Sie, Kyria Calliope, als solche ansähe. Zweitens, ja ich bin ein Cherub - genauer gesagt sogar einer der beiden Fürsten. Drittens... ähm... ja... ich mag Ihre Schwester sehr gern und Viertens: Nein, Thalia arbeitet nicht mehr in Paris für Lucifer, sondern in einem der hiesigen Kindergärten um ihre Ausbildung zu machen und ist nebenbei das persönliche Kindermädchen der Familie Rayne - sprich von Lucifers Kindern, die ihre Nanny sehr gern haben." "Wow..." Calliope grinste. "Sie sind total Thalias Typ... Sie ist ja eher so "klein, kurvig und mediterran dunkel" - sagt sie immer und sie hat immer Liebesromane gelesen wo blonde große starke Wikinger..."
Calliope kicherte, dann wurde sie jedoch ernst. "Aber... das kann nicht gehen, oder? Sie sind ein Engel, sie ist ein Mensch und..." "Calliope; Lucifer ist ein Engel - wenn auch ein gefallener - und er hat fünf Kinder und ist glücklich verheiratet, mein Bruder Sandalephon ist glücklich mit meiner - ehemals sterblichen - Patentochter Katherine verheiratet, die schon zuvor in den Rang einer Seraphim erhoben Michaels Stellvertreterin bei den himmlischen Heerscharen ist und die beiden haben eine süße kleine Tochter. Mein Bruder Hagiel hat mit seiner Frau Mathilde Drillinge, Metatron, der himmlische Botschafter mit seiner Ehefrau Cassandra zwei Jungs... und mein Bruder Samyaza - einer der gefallenen Engel - wird demnächst eine ehemalige Nonne heiraten...  Michael will in zwei Monaten seiner Maria - einer evangelischen Pastorin, der Hausgeistlichen der Botschaft - das Jawort geben und von Sariel, dem fünften der verheirateten Seraphim - oder dem vierten der... nicht ernannten sondern erschaffenen - der mit seiner Frau Catherine in Rom lebt und Arzt ist - Dr. Sandro Ariel Bragi - den Namen dürftest du gehört haben - könnte ich dir ebenso berichten und von ihrer kleinen Tochter Stella... und dann ist da noch Lucifers Sekretär Euangelion, der furchtbar verliebt in Lucifers Hiwine Elisa Ginevra Tardi ist - deren Mutter die Haushälterin von Sariel und Catherine ist. Catherine ist eine Cherubim, Cassandra inzwischen eine Seraphim, wie ihr Mann. Selvaggia, Lucifers Frau, und auch Mathilde... nun ja... das ist so eine Sache... die beiden waren Hexen und daher... sind sie eher Dämoninnen und auch Maria ist inzwischen eine Cherubim - obwohl sie das ziemlich annervt, wie sie mal meinte. Wieso sollte also irgendwas nicht gehen?"
Chrisathea kicherte. "Glaub mir, Thalia ist absolut hingerissen von ihm." Calliope nickte nur und starrte auf den Höllenfürsten und Astaroth, die mit Michael eingetreten waren. "Und, wie ist es, bereit Ihre Schwester zu sehen? Thalia hat sich ziemliche Sorgen um Sie gemacht, Kyria Portalou." meinte der Hausherr freundlich. "Ich bin Michael Archangelos, der griechische Bau..." "Sie sind der Erzengel... der..." Michael grinste. "Der auch..." Doch Calliopes Blick war an Astaroth hängen geblieben. "Und das sind meine Brüder Astaroth und Lucifer, der Chef Ihrer Schwester." Der jungen Frau entfuhr ein leises: "Wow...!"
Der Höllenfürst folgte ihrem Blick und grinste leicht, kommentierte das jedoch nicht. Er trat auf Calliope zu, legte ihrer Großmutter eine Hand auf die Schulter und fragte sie: "Wie geht es deiner Enkelin, Chrisathea?" Die ältere Frau lächelte. "Ich denke, sie wird sich erholen. Im Moment ist es nur etwas verwirrend für sie, dass sie sich an vieles erinnert was diese Castaldi ausmachte..." Er nickte. "Wobei das notwendig ist um in dem neuen Leben zurecht zu finden. Allerdings liegt ja ihr Interesse eher im medizinischen Bereich und sie ist eine eher selbstlose junge Frau. Aber keine Sorge, Vater hat uns schließlich allen aufgetragen den Transplantierten zu helfen die ihr Leben zurückbekommen haben und Calliope wurde Kerubiel ans Herz gelegt... wo er immerhin wohl bald ihr Schwager ist." "Ach, Lucian, ich bin erst einmal froh, dass ich meine Enkelin wieder zurück habe..." Der Höllenfürst nickte. "Und ich freue mich, dass mein Kindermädchen ihre Schwester zurück hat." antwortete er zwinkernd.
"Aber - oh meine Güte! Ich muss doch noch das Praktikum... ich wollte doch bei "Ärzte ohne Grenzen"..." Calliope stöhnte leise auf. "Ja, aber das ist geklärt. Sie haben einen Platz in der Pädiatrie der Gemelli-Klinik bei Prof. Dr. Dr. Dale-Ponte McNeal und ergänzend auch in der Gynäkologie unter Dr. Roccalli und in der Chirurgie unter Prof. Dr. Bragi." informierte Astaroth sie. "Das hat der himmlische Botschafter mit den dreien für Sie ausgemacht und unsere beiden Brüder und ihr menschlicher Kollege waren gern bereit zu helfen. Außerdem werden Sie dann an der Universität in Rom weiterstudieren. Sie sind bereits eingeschrieben als Calliope Castaldi-Kiriaitidou. Da Sie allerdings... "wohltätig" tätig werden wollten, Kyria Castaldi-Kiriaitidou, ..." Astaroth verzog spöttisch die Mundwinkel, "bat Dr. Dale-Ponte McNeal um Rücksprache. Er hat ziemlich gute Kontakte zu "Ärzte ohne Grenzen" und ähnlichem..." "Sie reden von DEM Dr. Dale-Ponte, Mr... Astaroth?" Sie errötete leicht. Der Seraphim lächelte. "Ja, dem Mann meiner Patentochter Katherine..."
"Sie ist wach?!" rief in diesem Moment eine Stimme - Thalia, die ins Zimmer stürmte und ihre Schwester umarmte. "Oh Callie, ich habe mir solche Sorgen gemacht!" Calliope lachte. "Ach Thalia. Ja, dank deines... Verehrers und seiner Brüder ist alles in Ordnung." antwortete sie und erwiderte die Umarmung. "Hab ich ihn auf dieser Party echt angebaggert als ich mehr diese Morena war?" flüsterte sie ihrer Schwester ins Ohr. Kerubiel lachte leise. "Ja, hast du - aber das bist nicht du gewesen, Calliope, sondern Morena Castaldi, die - wie ich - in der Energiebranche tätig ist oder besser war und mehr an meinem Unternehmen als an mir interessiert war." Die junge Frau errötete. "Ähm... ich glaube... Castaldi Energia gibt einen Empfang... und da sind einige von Ihnen eingeladen, oder?" Der Höllenfürst lächelte. "Ja, eigentlich hatte ich nicht die Absicht hinzugehen - obwohl Morena Castaldi eine sehr... engagierte Anhängerin war... aber ich glaube, dass es dem Unternehmen helfen würde, wenn Kerubiel, Astaroth und ich - und vielleicht auch Metatron und Sandalephon mit Familie kommen..." "Ich werde nicht..." begann der dunkle Erzengel beider Seiten, doch sein Herr unterbrach ihn: "Auch du, Astaroth! Du könntest Calliope unter die Arme greifen. Bei Castaldi Energia ist einiges zu reorganisieren." Astaroth funkelte den Höllenfürsten an.
"Hör auf damit, Lucifer! Sie ist interessiert an mir und du..." "Ja und? Vielleicht ist Thalias Schwester genau das, was du wirklich brauchst. Du bist die meiste Zeit Astaroth seit du wieder sprechen kannst und Philip war doch wohl eher eine Spielerei von Astarte..." Der Blick des Höllenfürsten ging zu Calliope und die junge Frau keuchte auf. "Sie... Sie lesen..." sie brach ab. "Ja - deine Gedanken und ich erfasse deine... nennen wir es "dunkleren Bedürfnisse"... Astaroth wäre perfekt für dich... Dominant, etwas aggressiv... aber auch sehr beschützend..." "Hör auf!" fuhr Astaroth in an, doch der Höllenfürst fuhr fort: "Und er spricht dich äußerlich sehr an: Dunkelhaarig, dunkelblaue Augen... und es würde dir gefallen auch mit Astarte... oh ja... das wäre perfekt." Calliope errötete. Kerubiel lächelte Thalia an, dann sah auch er forschend auf Calliope. "Du hast recht, Lucifer..." murmelte er. "Komm, meine Muse, du fröhlich Geschöpf der Mythologie..." fuhr er dann an Thalia gewandt fort, "Lass uns gehen. Ich werde mich - wenn deine Schwester erlaubt - mit dir um die letzten organisatorischen Belange für die Party bei Castaldi Energia kümmern." Er zog sie in seine Arme und verschwand mit ihr.
"Lucifer, hör mit dem Mist auf! Und vergiss nicht, dass Sariel und Sandy sie sich ansehen wollten um zu schauen ob es ungewollte Nachwirkungen hat! Und Frau Castaldi-Kiriaitidou - ehemals Portalou - will sicher ihre Eltern verständigen..." "Nein, das will ich nicht! Wissen Sie, Kyrios Astaroth..." "Signore wäre angesichts dessen, dass Sie nun Italienerin sind, Signorina, passender..." unterbrach Astaroth sie mit einem spöttischen Lächeln, "Und wieso wollen Sie ihre Eltern nicht sehen?" Calliope schnaubte. "Würden Sie Eltern wiedersehen wollen, die Ihnen ständig sagen, dass Sie eine finanzielle Belastung sind? Ihnen ständig vorhalten auf was sie alles Ihretwegen verzichten? Eltern, die Ihre Schwester aus dem Haus werfen nur weil sie das leid war und wo sie die Chance genutzt haben sie zu verstoßen, weil der Arbeitgeber Ihrer Schwester ihnen nicht genehm ist? Klar, meine Eltern würden sich freuen, wenn ich mich melde - und sie wären auch sofort - natürlich völlig selbstlos..." Calliope lächelte ironisch, "bereit von Griechenland nach Italien zu ziehen, wäre zwar eine Überwindung von einem kleinen Einfamilienhäuschen, das sie zum Inbegriff von ihrer Vorstellung von Familienleben gemacht haben, in eine riesige Villa in Mailand zu ziehen und keinen Finger mehr rühren zu müssen... und wie schnell mich der Troll von Sohn vom Ortshotelier heiraten würde, den sie schon für mich ausgesucht haben..." Sie lachte hart auf. "Ich dachte, Kyrios Astaroth, das hätten Sie gewusst als sie mich als Calliope Castaldi-Kiriaitidou an der Uni in Rom eingeschrieben haben..."
Verblüfft sah der Seraphim sie an. "Nein, ich dachte nur... dass Sie vielleicht... aber ich verstehe... Sie entschuldigen mich jetzt sicher, ich muss mich um meine beiden Kinder kümmern. Die zwei sind zusammen mit den anderen Kindern bei Ilse und Selvaggia.
Calliope sah ihn erstaunt an. "Kinder? Wie...? Entschuldigung, das geht mich nichts an." Astaroth lächelte. "Ja, ich habe Kinder - und in der Tat: Es geht Sie nichts an...  aber wo es Sie interessiert: Christian und Ainé sind adoptiert." "Oh, Sie... ja... nett..." Sandalephon erschien. "Ah, ich sehe, da ist jemand wach geworden. Ich würde Sie gern kurz untersuchen, Calliope. Ich bin übrigens Sam Dale Ponte oder Sandalephon." Sie nickte nur und ließ den Arzt kurz alles kontrollieren. "Sieht so aus, als wären Sie ganz die Alte - mit einigen Erinnerungen mehr, aber sonst... völlig intakt." meinte er und fügte hinzu: "Sie dürfen dann aufstehen, aber schonen Sie sich ein wenig, verbringen Sie Zeit mit ihrer Großmutter und Thalia, vielleicht Lucifers Kindern, wenn Sie mögen und Kerubiel wird sich mit Ihnen um die Firma Castaldi kümmern." Sie dankte Sandalephon. "Dann verschwinde ich mal wieder nach Rom. Wobei... wo kommen Sie unter? Ihre Großmutter wohnt bei Lucifer und... hm... Astaroth, in deinem Haus ist doch noch ein Gästezimmer frei und Ainé bringt Thalias Schwester bestimmt auf andere Gedanken."
Astaroth lachte trocken. "Wohl eher mich, oder?" "Nun, sagen wir mal: Es kann nicht schaden, oder? Übrigens soll ich dir ausrichten, dass Vater mit dir reden will und da er weiß, dass du auf stur schaltest, wenn er dich persönlich rufen würde... hat er mich gebeten es dir auszurichten." Der Seraphim seufzte und verschwand.
"Astaroth, schön, dass du meiner Bitte gefolgt bist." wurde er begrüßt. "Was willst du, Vater?" "Mein Sohn, meine Tochter, mein Kind... du bist es alles drei. Aber ganz zu Anfang warst du mein Kind und mein Sohn. Du glaubtest Glück gefunden zu haben, und es war auch irgendwie wichtig, denn sonst wäre vieles nicht möglich gewesen; Maria und Michael nicht und auch die Wiederannäherung von Derek Rayne und Philip Callaghan nicht, aber du kannst und du willst nicht ständig Astarte sein, weil es Philip so genehmer ist! Das ist eine Missachtung deines Seins. Du hast ihn nie vor mir geheiratet, nur standesamtlich und das habe ich bereits aus den irdischen Büchern löschen lassen. Philip will eher jemanden wie Samyazas Frederica, nur frommer, ergebener, eine ihn unterstützende und mit ihm arbeitende Frau, die eher die Sonntagsschule leitet als das Vorzimmer des - wenn auch himmlischen - Botschafters. Du siehst doch an dem was er Ainé beibringen wollte, dass er vielleicht die Vorstellung liebte dich als Astarte um sich zu haben, aber Astarte für ihn in seiner Vorstellung eine rachsüchtige, promiskuitive, sich prostituierende Dämonin ist." Astaroth nickte. "Aber ich denke, wir brauchen einfach nur Zeit und..." "Mein Sohn, ich habe zwar Kerubiel gebeten Calliope unter die Arme zu greifen, wenn es um den Castaldi-Konzern geht, aber Lucifer hatte absolut recht: Calliope hat einige Wesenszüge die deine perfekt ergänzen. Im Gegensatz zu Thalia, Katherine-Lucia oder Selvaggia, zu Catherine, Mathilde oder Cassandra, mag sie es durchaus auch etwas rauer... dunkler..." "Du befiehlst mir also Philip zu vergessen und mit Thalias Schwester rumzumachen?" fragte Astaroth spöttisch. "Ich befehle dir nichts, mein Sohn, ich gebe dir nur... meine ausdrückliche Erlaubnis, einen Rat und meine Bestätigung - falls du diesen annimmst..." Astaroth nickte schwach und verschwand.
Im Zimmer von Calliope erschien er wieder. "Ich habe Order von meinem Vater... bekommen, Ihnen... vorerst Quartier zu bieten." "Oh, das ist nicht nötig. Ich bin schließlich inzwischen... wohlhabend genug um ins hiesige Hotel zu gehen und wo Sie mich nicht mal duzen, vergessen Sie es!" Astaroth lächelte spöttisch. "Nun denn, Calliope... schwing diesen entzückenden Hintern aus dem Bett und beweg dich! Mein Vater und der Mann meiner Patentochter haben mir nahegelegt, dass in dem Haus in dem ich wohne noch ein Gästezimmer frei ist... also beweg dich... und falls du es vergessen hast: Ich heiße Astaroth..." Calliope errötete. "Ja, schon gut... ich... ich brauche nur was zum Anziehen und..." Ungeduldig hob Astaroth sie aus dem Bett, schnippte mit den Fingern worauf sie bekleidet war und fragte süffisant: "Ich hoffe, Jeans und Bluse sind genehm?" Calliope konnte nur nicken und erschien im nächsten Moment in dem Haus in dem Astaroth wohnte - an seiner Seite. Er öffnete eine Tür und schob sie hinein. "Das wäre dann dein Zimmer. Willkommen in... nun ja... momentan noch Sandalephons und Kats zweitem Haus auf Norderney, aber ich denke, ich werde es ihnen abkaufen... was wollen die beiden auch mit zwei Häusern hier... Im Schrank findest du übrigens noch andere Kleidung und dort, gegenüber der Treppe ist das Bad. Ich denke, du willst dich frisch machen. Du findest dort auch Kosmetik..." "Oh, ich glaube kaum, dass Sie... ähm... du weißt, was eine Frau so alles..." Ihr stockte der Atem als er vor ihren Augen zu Astarte wurde. "Ach Süße, habe ich dich mit meiner männlichen Gestalt so verschreckt? Glaub mir, in dieser Gestalt bin ich die beste Freundin von Selvaggia, Cassandra und Kat... und glaub mir, Süße, ich weiß durchaus was eine Frau braucht..." flüsterte die Göttin Calliope ins Ohr.
Im nächsten Moment stand wieder Astaroth vor ihr. "Und ich würde mich beeilen, denn wir sind bei Lucifers Familie zum Essen eingeladen und ich komme ungern zu spät, schon gar nicht, wenn Ilse eingeladen hat, denn die möchte ich ungern enttäuschen!" "Ilse? Ich dachte, die Frau... heißt die nicht Selvaggia?" Ein Grinsen huschte auf Astaroths Gesicht. "Ja, Lucifers Frau heißt Selvaggia, aber seine... hm... ich glaube, ich verrate mal nichts..." Wie betäubt ging Calliope ins Bad.
Die Herzlichkeit im Hause Meier-Rayne überraschte sie sichtlich. "Christian, Ainé, das ist Calliope Castaldi-Kiriaitidou, Thalias Schwester und unser Hausgast für die nächste Woche. Ich hoffe, dass auch Tiberia und Odakota sie in Ruhe lassen und..." kaum hatte Astaroth die beiden Haustiere erwähnt, schlichen sie auch schon um Calliope herum und beschnüffelten sie ausgiebig. Ainés Wolf legte seinen Kopf zustimmend auf ihre Oberschenkel und Tiberia schnurrte. Christian grinste. "Schon erledigt, Papa. Die zwei lieben Callie..." "Oh, die beiden sind ja wirklich lieb." gurrte die und kraulte beide Tiere, die das sichtlich genossen.
Am nächsten Tag wurde Astaroth vom Duft von Kaffee und heißer Schokolade, frisch gebackenen Brötchen und Marmelade geweckt, in den sich auch Rührei, gebratener Speck und Pancake mischte. Er folgte dem Geruch und landete in der Küche, wo Calliope mit Christian und Ainé wirtschaftete. "Glaub mir, Callie, ich kann das Blech mit den Brötchen so nehmen. Ich bin ein Engel!" meinte Ainé und bewies es ihr. "Ich wecke Papa. Mit diesem heißen Kram kann ich euch eh nicht helfen - ich bin nämlich rein menschlich." meinte Christian grinsend. Er lief Astaroth in die Arme. "Oh, Papa, da bist du ja. Wir haben mit Callie Frühstück gemacht!" rief er. "Ja, das... habe ich gerochen. Das duftet angenehm..." Calliope lachte. "Guten Morgen! Red nicht so geschwollen daher, setz dich. Und bevor du denkst ich wolle mich einschleimen oder so: Nein, ich wollte nur lecker frühstücken und außerdem kann ich mich so für die Gastfreundschaft revanchieren!" meinte sie. "Ja,... Guten Morgen..." murmelte Astaroth und setzte sich, worauf sie sofort einen großen Teller Pancakes vor ihm abstellte. "Leider haben wir keinen Ahornsirup, aber ich habe Karamellsauce gemacht." "Das sieht sehr gut aus... danke..." Er genoss das Frühstück sichtlich und schon bald waren alle vier in ein angeregtes Gespräch vertieft. "Callie hat ja leider noch kein Pferd... sonst hätten wir mit Onkel Lucifer ausreiten können..." meinte Ainé. "Aber wir könnten zum Strand, oder... Papa kann ja mit uns und Callie überall hin..." Astaroth lehnte sich auf dem Stuhl zurück, verschränkte die 'Arme vor der Brust und sah Calliope gespannt an. "Also, was würde dich interessieren? Wie meine Kinder schon sagten: Wir können überall hin..."
Die junge Frau grinste, dann meinte sie: "Ich wollte schon immer mal nach Rovaniemi..." Astaroth zog erstaunt eine Augenbraue hoch und Ainé und Christian sahen sie fragend an. "Wo liegt das denn?" wollte Ainé wissen. "In Finnland - und es wundert mich wirklich, dass ihr noch nie davon gehört habt. Ihr feiert doch Weihnachten, oder?" Die Kinder nickten. Astaroth lächelte mild. "Na dann...  wir sollten uns wohl gleich warm anziehen und dann besuchen wir den Weihnachtsmann..." Die Kinder jubelten und sprangen vom Tisch auf. "Ich räume schnell alles weg und mache mich dann auch..." Astaroth unterbrach die Ausführungen seines Gastes mit einem: "Ts ts ts... nicht so schnell!" schnippte und die Küche war blitzblank. "Zieh dich an, schönstimmige Muse..." Calliope lachte. "Ja, schon klar, unsere Eltern hatten es mit den Musen... Ich - die der epischen Dichtung und Thalia die der Komischen Dichtung..."
Winterlich gekleidet kamen die Kinder in die Küche. "Wir sind fertig, Papa!" rief Ainé. "Kann ich bei Onkel Lucifer fragen ob Sophia mitkommen will?" fragte Christian. "Nein, das wird mal ein Ausflug ohne eure Cousinen und Cousins. Wenn es euch gefällt machen wir das im Winter nochmal mit den anderen zusammen. Seht euch einfach mal als... Erlebnis-Scouts." Er legte einen Arm um Calliope, die im gleichen Moment ebenfalls winterlich gekleidet war und erschien mit ihr und den Kindern im Weihnachtsdorf, wo die Kinder - und auch Calliope sichtlich Spaß daran hatten Postkarten an ihre Familien zu schreiben. "Und ich muss auch noch an Lucas und Christina auf Angel Island schreiben - und an Onkel Derek und Tante Rachel!" meinte Ainé. Die Beschäftigten im Postamt lächelten über den Eifer des kleinen blonden Mädchens und waren ganz erstaunt, als die offensichtlich nicht mal Sechsjährige Briefe in Englisch, Deutsch und Italienisch schrieb und mit Calliopes Hilfe sogar in Griechisch an Thalia und Chrisathea. Sie sahen sich begeistert die Ausstellung über Weihnachtsbräuche an und waren ganz aufgeregt als sie sich mit dem Weihnachtsmann fotografieren lassen konnten. Hungrig von dem Abenteuer aßen sie traditionell in einem bekannten Lokal in der Stadt, wo die Kinder etwas empört reagierten, als ihr Vater Rentierbraten für sich bestellte und Thalia geschmortes Rentier.  Aber trotz allem kehrten sie am Abend nach Hause zurück, noch ganz begeistert vom Erlebten.
Das Telefon im Haus klingelte. Astaroth nahm ab und eine atemlose Thalia rief: "Callie, na endlich!" Er lachte. "Beruhige dich! Deiner Schwester geht es gut, wir haben nur einen kleinen Ausflug mit den Kindern gemacht." Sie seufzte am anderen Ende der Leitung. "Ich habe mir verdammte Sorgen gemacht!" fauchte sie. "Hey, wegen mir? Glaubst du, deine große Schwester ist bei mir in Gefahr, Kleine?" "Nein, ... ja... also nicht direkt... verdammt, Astaroth, ich weiß bei dir nie woran man ist und das nervt! Und ich habe um Callie lange genug Angst haben müssen! Wo seid ihr gewesen, zum Kuckuck?!" "Lass dich überraschen. In den nächsten Tagen kriegst du Post..." meinte Astaroth schmunzelnd. "Und jetzt entschuldige mich, die Kinder wollen mit deiner Schwester backen, glaube ich..." Er legte auf.
In der Küche liefen die Planungen. Die Kinder hatten beschlossen, dass sie unbedingt Lebkuchenhäuser backen wollten. "Soll ich euch Mathildes Lebkuchen-Rezept besorgen?" fragte Astaroth. Calliope lachte. "Nein, nicht nötig. Ich habe eins hier oben..." sie tippte sich an die Stirn, "gespeichert, sehr lecker und vegan noch dazu... du müsstest nur Sirup... also könntest du den so simsalabim...?" Sie grinste verlegen. "So "simsalabim"? Hm... mal schauen..." meinte er belustigt und im gleichen Moment stand dunkler Rübensirup auf dem Tisch. "Brauchst du sonst noch was?" Sie schüttelte den Kopf. "Doch, klar! Wir brauchen bunte Streusel, und Gummibärchen und so zum Verzieren!" rief Ainé. "Backt erstmal die Häuschen, dann sehen wir weiter, mein kleiner Liebling."
Am Sonntagmorgen im Hause Meier-Rayne hatte Lucifer besonders schlechte Laune, wie Ilse bemerkte. Sie stellte ihm einen Pharisäer neben seinen Kaffee. "Extra stark! Vielleicht hebt das ja deine Laune." sagte sie. Er seufzte. "Wann gehen wir denn? Wenn er keine Zeit gesagt hat, dann ziehen wir jetzt unsere Kinder an und erledigen den Besuch im Himmel gleich." schlug Selvaggia vor. Er hatte ihr gestern Abend von Vaters Befehl erzählt. Er nickte. "Gute Idee! murmelte er. "Welcher Befehl? Und wo müsst ihr denn hin?" fragte Ilse neugierig. "Der himmlische Vater, also Lucifers Vater möchte uns sehen und Allegra kennenlernen." antwortete ihre Schwiegertochter. Ihr geht zu Gott in den Himmel?" Lucifer nickte. "Oh - das scheint du bist nicht gerne da, Lucian?" "Nicht mehr wirklich. Aber na ja, Befehl ist Befehl und gegen Vaters Befehle kommt man nicht an."
Kurz darauf tauchte Sandalephon mit neuen Medikamenten für Lucifer auf, da Ilse ihn angerufen hatte und ihm mitgeteilt hatte, dass in den Tropfen nicht mehr viel drin war und er sich die Schmerztabletten gegen die Kopfschmerzen, die sie in dem Küchenschrank gebunkert waren, vor zwei Tagen in die Manteltasche gesteckt hatte. "Na wenigstens bedient er sich selbst, wenn sie hier bei dir sind. Ich lasse dir von jedem gleich zwei Packungen da, weil er momentan wieder mehr zu brauchen scheint." Ilse nickte. "Ja leider. Er hat seit Asta weg war wieder öfter Magenprobleme gehabt, aber er hat oft gesagt es seien nur leichte bis mäßige Schmerzen. Zweimal habe ich ihn aber gesehen wie sie wohl stärker waren und er sich an den Tropfen im Schrank bedient hat ... und irgendein Problem hat er mit Selvi, glaube ich. Sie streiten zwar nicht und gehen liebevoll miteinander um, aber irgendetwas ist da." erzählte Ilse Sandalephon, weil sie sich um ihren Sohn sorgte. "Danke Ilse, dass du es mir gesagt hast, ich behalte Lucifer im Auge und bitte Kat mal mit ihm zu reden. Immerhin besteht zwischen ihnen sowas wie eine Vater-Tochter-Beziehung. Und immerhin nimmt er jetzt etwas gegen seine Magenschmerzen und ich bin mir sicher du tust ihm hin und wieder etwas in seinen Pharisäer:" sagte er grinsend. Ilse nickte ebenfalls grinsend. "Danke Sandy. Wir sehen uns dann nachher." antwortete sie und begann Salat zu putzen.
Wie geplant standen sie ein paar Minuten später im Himmel vor dem himmlischen Vater.  Die vier älteren Kinder liefen zu ihrem Großvater und begrüßten ihn. Dann kam er auf seinen Sohn und seine Schwiegertochter zu und umarmte ebenfalls beide. "Schön, dass ihr gekommen seid." sagte er und blickte aber seinen Ältesten direkt an. Er wandte sich Selvaggia zu, die Allegra auf dem Arm hatte. "Möchtest du sie mal halten?" fragte sie. "Ja sehr gerne." antwortete der himmlische Vater, nahm das Baby entgegen und bat sie in der Sitzecke, die er immer errichtete, wenn er privaten Besuch von Lucifer bekam. Sie unterhielten sich eine Weile über alles mögliche. "Kommt bitte nächsten Monat wieder. Am zweiten Sonntag im Monat. Wenn ihr wollt auch gleich wieder am Vormittag, dann könnt ihr den Rest des Tages am Strand genießen. Und Lucifer, friss nicht alles in dich rein, ich spüre, dass dich etwas sehr beschäftigt." sagte er zum Abschied zu seinem höllischen Sohn. Dieser lächelte nur etwas gequält auf die letzten Worte seines Vaters.
Als sie wieder auf Norderney ankamen, standen Ilse, Cassandra, Kat, Mathilde, Thalia und ihre Großmutter in der Küche und bereiteten zusammen mit Maria und Kat verschiedene Salate zu. "Hallo mein Junge. Habt ihr es geschafft? Dann kannst du ja jetzt etwas bessere Laune an den Tag legen und zu deinen Brüdern auf die Strandterrasse gehen, denn ich habe alle zum Grillen eingeladen. Selvaggia legte Allegra, die mittlerweile eingeschlafen war, in ihren Laufstall und half den Frauen in der Küche.
Der Höllenfürst seufzte. Ihm war eigentlich nicht nach Gesellschaft. Als er auf seine Strandterrasse trat, saßen Michael, Sandalephon, Metatron und Hagiel am Tisch bei einem Bierchen und unterhielten sich angeregt miteinander. Er griff nach dem Aschenbecher und setzte sich auf die Treppe, die hinunter zum Strand führte, um seine Brüder von denen niemand rauchte nicht mit dem Rauch zu stören. "Ist Astaroth nicht ..." "Er unternimmt noch etwas mit seinen Kindern und Calliope. Sie kommen später zum Kaffee." antwortete Sandalephon ihm. Sein gefallener Bruder nickte kurz. "Warum hast du eigentlich so schlechte Laune, Lucifer?" wollte Michael wissen, Dieser sah ihm nur kurz in die Augen, schwieg aber. Sandalephon verdrehte leicht genervt die Augen. Er mochte Lucifer mittlerweile sehr. Es störte ihn aber, dass er sich immer so verschloss und oft zurückzog. Auch dass er immer erst so spät zu seinen Medikamenten griff. Aber er wusste einfach nicht wie er an ihn ran kommen sollte. Er behielt ihn wie versprochen im Auge und hatte seine Frau gebeten mal mit ihm zu reden.
Am Nachmittag ritt er mit allen Kindern aus, wobei diese sehr viel Spaß hatten und die Zeit mit ihrem Onkel genossen. Als sie zurückkamen wa der Kaffeetisch bereits gedeckt. "Onkel Lucifer, kann ich dich bitte mal in deinem Arbeitszimmer sprechen?" fragte Kat als das Kaffeetrinken beendet war. Ihr Lieblingsonkel und väterlicher Freund sah sie fragend an. "Komme einfach mit, bitte." sagte sie auf dessen Blick und erhob sich. Er folgte der schönen jungen Frau in sein Arbeitszimmer. Sie bat ihn sich auf den Hocker zu setzen den sie vor das Sofa gestellt hatte und setzte sich hinter ihn. Sie wies ihn weiter an seinen Mantel und sein Hemd auszuziehen, was dieser auch machte da er wusste was käme und er die wenn auch wegen Zeitmangels beider Seiten seltenen Massagen sehr genoss. "Was ist eigentlich los, Onkel Lucifer. Du wirkst in letzter Zeit etwas bedrückt, traurig und manchmal sehr gereizt. Und Ilse meinte sie spüre, dass du ein Problem mit Tante Selvi hast?" fragte sie  während sie ihn weiterhin massierte.
Ihr Onkel seufzte. "Ach Käthchen ... da gibt es mehrere Dinge über die ich nicht reden will, aber Selvi ... na ja sie hat Geheimnisse vor mir und nun seit diversen Streitereien und dem letzten wirklich heftigen Streit, da bin ich mir nicht mehr sicher ob sie mir überhaupt noch vertraut, oder jemals vertraut hat. Ich bin ja schon froh, dass sie jetzt meine beiden Laster, das Rauchen und Trinken akzeptiert, zumal es mir ja nun wirklich keinen gesundheitlichen Schaden zufügt, da ich ein Engel bin. Aber es tut schon irgendwie sehr weh, wenn man an dem Vertrauen seines Partners zweifelt. Ich liebe Selvi sehr und möchte nicht ohne sie sein, aber - das zehrt schon irgendwie." Kat nickte verständnisvoll. "Du sagtest vorher Tante Selvi hat ein Geheimnis?"
Er nickte. "Denkst du denn, dass es etwas Schlimmes ist wo du eingreifen müsstest?" fragte seine Patentochter. "Nein, das nicht. Ich weiß auch was sie macht und ich halte es für gut, mich beschäftigt nur, dass sie es mir nicht sagt. Das lindert das Gefühl. dass sie mir nicht vertraut nicht gerade, im Gegenteil." Kat seufzte. "Hast du schon mal dran gedacht, dass sie dich vielleicht überraschen möchte? Manchmal gibt es Dinge die man erst sagen will, wenn es sicher ist. Menschen sind so. Wir denken anders als ihr. Ich war auch mal rein menschlich und Tante Selvi auch, das solltest du immer bedenken. "Au! Vielleicht hast du recht." Sie drückten nochmal an die Stelle an der er gerade vor Schmerz aufgeschrien hatte. "Du bist ganz schön verspannt Onkel Lucifer. Ich muss versuchen dich öfter mal zu massieren." sagte sie, als er erneut leise aufstöhnte.
"Und über deine anderen Sorgen willst du nicht mit mir reden? Du weißt du kannst mir vertrauen, Onkelchen." Er seufzte. "Ach Käthchen! Was gehen dich meine Probleme an. Du bist noch jung, du solltest dir um mich keine Sorgen machen. Ich bin stark - körperlich wie seelisch, mich macht das nicht so schnell kaputt." "Das mag wohl stimmen, aber trotzdem fällt den anderen auf, dass du in letzter Zeit gereizter bist, wieder häufiger Kopf- oder Magenschmerzen hast und ... du siehst traurig und nachdenklich aus. Selbst deine Studenten merken das, besonders Elisa. Und mich hat erst eine sehr nette deiner Studentinnen gefragt, ob Engel auch krank sein können wie Menschen, weil sie festgestellt hatten, dass du öfter mal unter Kopf- oder Magenschmerzen leidest." Er seufzte abermals. "Was hast du gesagt. Warum ich wie auch Sandy diese immer wiederkehrenden Kopfschmerzen habe das weißt du ja, die Magenschmerzen sind grad echt leicht erträglich. Es beeinträchtigt in keinster Weise mein Leben. Was kümmert das denn die Menschen immer? Solange ich meine Arbeit mache und was meine Vorlesungen angeht, die müssen ganz gut sein, wenn ich da an manche Reaktionen denke." "Deine Studenten mögen dich und sorgen sich deshalb. Von Linnéa mal ganz abgesehen, Und Dr. Gentile schätzt dich sehr. Und Maria möchte dich doch ständig auf andere Gedanken und zum Lachen bringen. Die arme Frau ist schon ganz enttäuscht, weil es ihr nicht mehr gelingt." "Na dafür kann ich ja auch nichts." Kat grinste nur. "Mach dir einfach mal Gedanken über das was ich gesagt habe und wenn du doch reden willst ..." Er lächelte, drehte sich um und umarmte Katherine liebevoll und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. Er zog sein Hemd und den Mantel wieder an und betrat wieder gemeinsam mit ihr die Strandterrasse. Während Kat sich wieder zu den anderen an den Tisch setzte, lehne er sich an das Geländer um eine zu rauchen. Er lächelte, als er die Kinder glücklich am Strand toben sah.
Am nächsten Morgen einem Montag begaben sich alle wieder in die Schule, Kindergärten und Arbeit. "Guten Morgen Dr. Rayne." wurde er von seiner Hiwine freundlich und gut gelaunt begrüßt, als diese den Hörsaal betrat. sie trat zu ihm vor das Pult, wo er gerade an seinem Laptop saß und die Power Point Präsentation für die heutige Vorlesung aufrief. Nachdem seine Hiwine jetzt zwei Wochen nicht da war und er in dieser Zeit alles allein machen musste und die zusätzlichen Studenten und Kollegen in seinen Vorlesungen hatte, machte er das ganz automatisch, ohne sich von ihr helfen zu lassen. "Dr. Rayne, lassen Sie mir die Skripte der verpassten Vorlesungen zukommen wie besprochen?" Sicher. Heute nach der Vorlesung in meinem Arbeitszimmer in Paris." antwortete er und öffnete die Präsentation. "Sind sie sauer? Das war doch abgesprochen und ..." Er grinste etwas genervt. "Das wurde mehr oder weniger bestimmt. Ich habe nicht zugestimmt, aber auch nicht abgelehnt, also wurde es so gemacht. Ich bin nicht wütend auf Sie, Elisa." antwortete er und wirkte dabei sehr arrogant, wie Elisa feststellte. Und sie merkte auch, dass er nicht besonders gute Laune zu haben schien. Sie setzte sich an ihren Platz, während sich der Saal langsam füllte.
"Langweile ich Sie heute so, Signore Delano?" fragte er seinen Studenten als dieser zum wiederholten Male laut gähnte. Dieser fuhr erschrocken hoch. "Es tut mir leid Dr. Rayne ich ..." "Vielleicht sollten Sie nachts mal schlafen. Bleiben Sie bitte nach der Vorlesung noch kurz da." sagte er arrogant wirkend. Manche Studenten, denen das auffiel, sahen sich kurz an. Aber es ließ ihn auch irgendwie sehr charmant wirken, diese arrogante Freundlichkeit. Die meisten seiner Studenten in allen vier Kursen, schätzen ihn sehr.
Eine Information, dass er eine E-Mail bekommen hatte, poppte auf. Er sah kurz auf den Absender - es war der Unipräsident - und beschloss, dass die Studenten die Mail auch ruhig lesen könnten. Er öffnete sie und las, dass er gebeten wurde nach der Vorlesung in das Büro zu kommen. Einige Studenten klatschten und johlten. Er sah überrascht hoch. "Wieso jubeln Sie so?" fragte er. "Na ja... ist ja irgendwie nicht so üblich, aber vermutlich will der Unipräsident Ihnen... schon Vorab das Ergebnis der Abstimmung mitteilen. Und da in den letzten zwei Wochen immer sowohl Professoren als auch andere Studenten hier waren... und ich glaube nicht, dass Sie sich die Vorträge der anderen Bewerber angesehen haben... Ich habe mir zwei angeschaut, Dr. Rayne. Bei dem einen bin ich fast eingeschlafen, so monoton hat der geredet - und ich war nicht die Einzige - und der andere... sagen wir mal: Der hat sich benommen als wäre er mit Iulius Caesar auf Du und Du gewesen... Und dann sind Sie da: Sie waren vermutlich mit Caesar bekannt, lassen das aber nie raushängen. Sie reden nicht nur über Cleopatras Schönheit daher, sondern haben sie selber gesehen... und wenn Sie darüber berichten, welche "ptolemaische Selene oder Berenike" komplett durchgeknallt war, dann ist das eine Tatsache und keine bloße Vermutung!" erklärte eine Studentin entschieden. "Na, danke für den Lorbeer..." "Frisch von den Isthmischen Spielen..." meinte Andrea Farese. "Falsch - bei den Isthmischen Spielen zu Ehren Poseidons gab es erst Siegerkränze aus Kiefer, später aus Sellerie. Sie verwechseln das mit den Pythischen Spielen, Signore Farese!" verbesserte der Höllenfürst ihn. Andrea Farese errötete und murmelte eine Entschuldigung. Er wandte sich an seine Hiwine: "Elisa - gehen Sie nach der Vorlesung nach Hause. Ich komme dann heute Nachmittag dort vorbei um Ihnen die Skripte zukommen zu lassen, ich will eh meine kleine Patentochter besuchen." sagte er und wandte sich dann seinem Studenten zu.
"Signore Delano! Ich habe Sie letztes Semester schon mal gefragt was los ist. Warum SIe oft so müde und unkonzentriert sind. Sie haben das letzte Semester mit Müh und Not geschafft. Und wenn sie dieses so weitermachen geht es ihnen wieder so und im äußersten Fall muss ich Sie durchfallen lassen. Das möchte ich aber nicht. Entweder sie bekommen Ihre Probleme in den Griff, erbringen trotzdem die erforderte Leistung, oder sie vertrauen sich jemandem an. Falls Sie niemand haben, können Sie auch mit mir reden. Ich reiße niemandem den Kopf ab, auch wenn ich der Teufel bin. Denken  Sie darüber nach. Ich muss jetzt zu Dr. Gentile. Bis morgen. Signore Delano. Überlegen Sie sich bis dahin, ob Sie mit mir reden wollen oder mit jemand anderem oder ob Sie dieses Semester besser aussetzen..." Damit drehte er sich um und hörte noch, wie Elisa zu ihrem Kommilitonen sagte: "Dr. Rayne ist echt cool drauf und wenn er dir zu unheimlich ist, dann... ich denke, du kannst auch mit seinem Sekretär in der Botschaft reden. Euangelion ist total nett. Ich habe die letzte Woche mit ihm gearbeitet in Paris - und der ist ein Engel aus dem Himmel... oder vielleicht mit Astaroth... der ist auch sehr nett und Euangelions Kollege, allerdings für Botschafter St. Cyr, den himmlischen Botschafter..." "Danke Elisa..." murmelte Sebastiano Delano und eilte davon.
Der Höllenfürst war inzwischen beim Büro des Unipräsidenten angekommen und klopfte. Die Sekretärin rief ihn herein. "Ah, Dr. Rayne, wie immer ist es eine Freude Sie zu sehen." begrüßte sie ihn fröhlich. "Die Freude ist ganz meinerseits, Signora Milano." antwortete er charmant und souverän. "Professor Dr. Gentile wartet schon mit Prof. Dr. Marino, der Dekan des historischen Instituts auf Sie, gehen Sie rein." Er nickte, klopfte an die Tür des Büros und trat ein. "Ah, Dr. Rayne, da sind Sie ja." begrüßte Prof. Dr. Gentile ihn. "Sie kennen ja Prof. Dr. Marino?" "Wir hatten flüchtig zu Anfang das Vergnügen." Der untersetzte ältere Dekan räusperte sich. "Nun ja... wir hatten keinen besonders guten Start... zugegeben... Ich fand die... Vorstellung Sie als Geschichtsdozenten zu beschäftigen sehr gewagt, zumal wir ja eher auch... etwas konservativer sind, aber Sie haben mich wirklich überzeugt, Dr. Rayne. Und die Studenten lieben Sie. Jeder der es in eine Ihrer Vorlesungen geschafft hat und eines dieser bemerkenswerten Skripte, in Leder gebundene Bücher, in denen Name und Matrikelnummer bei "in Besitznahme" aufgetaucht sind ist total in, und ich war in zwei Ihrer Vorlesungen und in beiden hat mich ihre Effizienz und ihre lebendige Art und Weise mitgerissen - und ich bin bei weitem nicht leicht zu beeindrucken." Der Unipräsident lächelte. "Das ist wahr, und auch die Studenten aus den anderen Studiengängen und vom Studentenparlament haben sich eindeutig geäußert." Er lachte leise. "Gegen Sie ist keiner der anderen Bewerber angekommen. Der beste hat es gerade mal auf eine Drei geschafft - Sie haben von allen durchgängig eine Eins bekommen... sozusagen... Normalerweise ist das ja so früh nicht klar... aber in diesem Fall... Im nächsten Semester dürfen wir Sie dann wohl als neuen Professor für Geschichte der Antike begrüßen, wenn Sie wollen..."
Der Höllenfürst schluckte. "Das... kommt jetzt sehr schnell, aber ja... Ich mag es zu unterrichten und da ich die Zeiten selbst erlebt habe ist es auch interessant darüber zu berichten... und offensichtlich hören die Studenten mir gern zu." Er grinste. "Auch wenn ich wohl im nächsten Semester etwas über Olympische, isthmische und pythische Spiele machen muss, damit sie mir keinen Lorbeerkranz zuschreiben, wenn sie vom Selleriekranz reden müssten... Davon abgesehen, ich danke Ihnen für die Eröffnung und das damit entgegengebrachte Vertrauen, die Herren und würde mich jetzt gern verabschieden, da ich meiner Hiwine noch die Skripte der letzten Wochen vorbeibringen muss, da sie in der Zeit den Sekretär meines Kollegen und Bruders in der Botschaft vertreten hat und das nacharbeiten will." Er verabschiedete sich und verschwand zuerst nach Paris, dann nach Rom, wo er bei "Tardi" klingelte. Eine ältere, sympathisch wirkende Frau machte ihm auf. "Signora Tardi, ist Elisa da?" "Si, Sie müssen... der ähm... ihr Professor sein, oder der Dr. in Geschichte... der... Fürst der Finsternis..." Er nickte und trat ein. "Hallo Dr. Rayne, schauen Sie nur, Elisabeth und Stella sind so niedlich miteinander!" rief Elisa begeistert. Sie saß mit den beiden kleinen Mädchen auf dem Boden und spielte mit ihnen. Der Höllenfürst lächelte. "Und sie mögen dich ganz offensichtlich, Elisa. Hier sind die versprochenen Skripte, und nun komm kurz her, ich will nicht, dass du die Zeit groß mit Nachholen vertun musst, wo du schon Astaroth vertreten musstest, was ja nicht deine Schuld war." Elisa gehorchte und der Höllenfürst berührte sie kurz an den Schläfen um ihr das notwendige Wissen zu übermitteln, er empfahl sich, knuddelte kurz Stella und Elisabeth und verschwand nach Norderney. Der Ausflug mit seinen Studenten stand am Samstag bevor und er hatte noch einiges dafür vorzubereiten.
Er tauchte auf der Strandterrasse auf und rauchte noch eine Zigarette. Leise trat er ins Wohnzimmer, wo Allegra friedlich in ihrem Laufstall schlief. Er lächelte kurz, als er sein jüngstes Töchterchen ansah. Anschließend ging er in die Küche, wo Ilse bereits dabei war das Abendessen vorzubereiten, da die Kinder in der Kita aßen, Christian jetzt bei Astaroth wohnte und Selvaggia durch ihren Unterricht an der VHS in Bremen nicht da war was Lucifer ja nur durch Zufall wusste, aber so tat als wüsste er nichts, da seine Frau dies vor ihm verheimlichte, gab es jetzt abends warmes Essen und er war am Mittag mit Ilse und Allegra allein zu Hause. "Hallo mein Junge. Jetzt sind wir beide Mittags immer alleine. Möchtest du mit mir Brotzeit machen?" fragte sie und lächelte ihn liebevoll an. Sie liebte ihn mittlerweile, als wäre er ihr richtiger Sohn. Und sie wünschte sich so er wäre mal etwas fröhlicher und würde öfter lachen.
Er öffnete den Kühlschrank und griff nach einer Flasche Radler, das er darin fand. Ilse schüttelte den Kopf. "Was?" fragte er. "Kein Wunder, dass du in letzter Zeit wieder vermehrt Magenschmerzen hast." Er sah sie fragend an. "Was hat das jetzt mit dem Bier zu tun?" "Ach Lucian, du hast einen menschlichen Körper und der reagiert nun mal, wenn man sorglos mit ihm umgeht und da du wie Sandy mit mal erklärte zu einem Reizmagen neigst und dein Magen schon vorbelastet ist und du kaum etwas isst begünstigt der Alkohol die Magenschmerzen." Er sah ihr tief in die Augen. "Aha." war seine Antwort. Sie drückte ihm ein Tablett mit Brotzeit für zwei Personen in die Hand. "Trag das bitte nach draußen und setz dich. Ich komme gleich und wir essen zusammen!"  befahl sie und machte sich noch eine Saftschorle. Er trug das Tablett nach draußen, stellte alles auf den Tisch und setzte sich. "Lucian! Ich weiß du musst nichts essen als Engel, aber ich bestehe darauf, weil du viel Alkohol trinkst." Er warf ihr einen verwunderten Blick zu. "Warum kümmert dich das? Und warum jetzt plötzlich?" fragte er. "Erstens: Weil ich dich wie einen richtigen Sohn liebe und es mir weh tut dich leiden zu sehen. Und ich spüre das, selbst wenn du dir nichts anmerken lässt. Zweitens: Jetzt sind wir Mittags allein und da kannst du deiner alten Mutti ruhig Gesellschaft leisten und mit ihr zu Mittag essen." Er seufzte und nahm sich ein Stück Brot. Jasper kam auf die Strandterrasse. "Ich habe geklingelt, aber es hat niemand aufgemacht." Setz dich Junge und iss etwas, bevor ihr Hausaufgaben macht und lernt. Mit vollem Magen lernt es sich besser." sagte Ilse freundlich.
Nach dem Essen holte Jasper seine Schulaufgaben heraus. Während der Schüler schon anfing rauchte Lucifer noch mal eine Zigarette und lümmelte sich dann neben den Jungen in einen Stuhl und starrte auf das Meer. "Du hast ganz gut aufgeholt, Jasper.  Wenn du Glück hast, dann kannst du nächstes Schuljahr auf die Schule in Paris wechseln, denn so viel ich weiß ziehst du diese Möglichkeit den beiden anderen vor. Der Junge nickte. "Ja aber ... ich habe mir mal Gedanken gemacht ... da wird doch in Französisch unterrichtet und ich kann kein Französisch." Der Höllenfürst grinste. "Ach Jasper, das bedarf nur einer Berührung deiner Schläfen und ein kleiner Gedanke von mir mit einem Hauch von Magie und du sprichst jede Sprache die ich dir gestatte. Magie macht vieles möglich." Jasper nickte. Anschließend lernten sie noch für die Geschichtsprüfung die Jasper am Mittwoch schreiben würde. Es machte Jasper richtig Spaß mit dem Onkel von Christian Geschichte zu lernen, er konnte alles so erklären, dass er es viel besser verstand als bei seinem Lehrer. "Das macht richtig Spaß mit dir dieses Fach zu lernen, du erklärst alles so lebendig und verständlich."  sagte Jasper. "Es war mir ein Vergnügen. Geschichte ist genau mein Ding und es war schön mal nicht nur so kirchlich angehauchte Geschichte zu lehren. Ich denke, wir habe genug gelernt und dein Pony wartet auf dich. Kommst du mit ausreiten, wenn ich die Kinder gleich aus der Kita geholt habe?" Jasper nickte. "Ja klar gerne. Das Reiten macht echt Spaß."
Am nächsten Morgen in der Vorlesung beobachtete Lucifer Sebastiano Delano und sah, dass dieser eingeschlafen war. Er war heute selbst sehr müde, da er bis in die Nacht gearbeitet hatte, an den Vorbereitungen für den Ausflug, wie er den Nachmittag mit den Kindern verbracht hatte.
Er nahm ein Blatt von seinem Schreibtisch, knüllte es zusammen und warf es in Sebastianos Richtung und rief laut: "Delano!" Im selben Moment landete der Papierball vor ihm auf dem Tisch. Der junge Mann fuhr erschrocken hoch. "Guten Morgen! Ich hoffe Sie haben gut geschlafen, da Sie nachts offensichtlich nicht schlafen." Delano seufzte und rief: "Merda! Es tut mir leid Dr. Rayne. Ich kann nichts dafür, ich muss ... " "Wollen Sie mir endlich sagen was mit Ihnen los ist? Ich will Ihnen keinen Ärger machen, im Gegenteil ich könnte Ihnen Hilfe anbieten, aber dazu muss ich wissen was los ist. Bleiben Sie bitte nach der Vorlesung nochmal hier." sagte er rieb sich die Schläfen und hielt die Hand vor den Mund, da er auch gähnen musste. "Sie sehen aber heute auch sehr müde aus Dr. Rayne." stellte eine Studentin keck fest. Er lachte kurz auf. "Ich habe bis in die Nacht hinein gearbeitet und wenig geschlafen. Aber mit dem Unterschied, dass ich nicht einschlafe oder nur halbe Leistung bringe. Ahhhhhh." "Haben Sie schon wieder Kopfschmerzen? Das haben sie sehr oft Dr. Rayne. Können Engel krank werden und müssen wir uns Sorgen machen?" fragte einer seiner Studenten. Er seufzte. "Um Sie zu beruhigen, diese Kopfschmerzen sind unbedenklich. Hängt mit der Tatsache zusammen, dass ich ein Engel bin. Aber jetzt wird weiter gemacht, sonst schaffe ich mein heutiges Pensum nicht und Sie müssen es Zuhause nacharbeiten." sagte er und fuhr mit seiner Vorlesung fort.
Mit einem Fingerschnippen verschwand sein Laptop und der Rest seines Zeuges. Er legte seinem Studenten eine Hand auf die Schulter. "Nicht erschrecken, ich nehme Sie jetzt an einen freundlicheren Ort mit. "Wow!" rief der junge Mann, als er sich auf dem großzügigen Balkon eines Palazzos im Reichenviertel von Rom wiederfand. "Wo sind wir?" wollte er wissen. "In meinem Palazzo. In Rom. Wollen Sie auch einen Kaffee? fragte er seinen Studenten und bot ihm an sich zu setzen. Er zauberte zwei Kaffee herbei, als dieser bejahte. Lucifer nahm eine Tablette. "So und jetzt erzählen Sie mir was los ist! Denn so kann es nicht weitergehen Signore Delano!"
Der junge Mann holte tief Luft. "Ich bin nicht reich Dr. Rayne, ich verdiene mir das Geld für das Studium mit einem Job als Nachtportier in einer großen Firma. Deshalb bin ich immer so müde. Ihre Vorlesungen sind echt toll. Sie erklären so spannend und lebendig und ..." Er gähnte abermals. "Ich möchte aber auf jeden Fall studieren und nicht abbrechen." sagte der junge Mann. "Okay. Wie wäre es, wenn Sie nur zwei Kurse pro Semester belegen, anstatt diese vier. Wie es aussieht bleibe ich der Universität Rom erhalten. Und ich bin sogar bereit Ihnen Hilfe beim Lernen anzubieten. Kommen Sie zu mir, falls Sie etwas nicht verstanden haben. Denn ich nehme an sie würden es nicht zulassen, wenn ich ihnen das Geld für die Studiengebühren leihe." Er sah seinen baldigen Professor überrascht an. "Das würden Sie tun? Ich ... das kann ich nicht annehmen denke ich. Sie kennen mich doch gar nicht und ich müsste trotzdem Arbeiten um es Ihnen zurück zuzahlen Aber ich überlege es mir nur zwei Kurs zu belegen." Lucifer nickte. "Danke für ihr Verständnis Dr. Rayne. Ihr Vorgänger hätte mich hochkant aus seinen Kursen geworfen." "Sowas mache ich nicht. Ich bin der Fürst der Hölle, manchmal hart und fies, aber nur. wenn es jemand verdient hat. Ich bin kein seelenloses Arschloch wie viele Menschen denken." Delano lächelte. "Das merkt man Dr. Rayne. Sie sind sehr nett, und ... danke. Ich gehe jetzt nach Hause und denke darüber nach. Bis morgen." Lucifer nickte freundlich zum Abschied, zauberte wieder Ordnung in seinem Palazzo und erschien auf der Strandterrasse seines Hauses auf Norderney.
Hier saßen Astaroth und Ilse. "Du bist heute spät dran, Junge." begrüßte seine Mutti ihn. "Ja, es gab ein kleines Problem mit einem meiner Studenten. Er ist immer eingeschlafen - und ich habe von ihm erfahren, dass er sich sein Studium als Nachtportier verdienen muss... Vielleicht macht er weniger Vorlesungen mit in Zukunft. Das Geld geliehen haben will er natürlich auch nicht... Ich habe ihn mit in meinen Palazzo in Rom genommen und ihm eine Tasse starken Kaffee - mit magisch verstärktem Koffeingehalt - eingetrichtert." "Hm... und wieso hast du ihm nicht vorgeschlagen der Hausmeister für deinen Palazzo und deine zwei anderen Tenementis oder besser Mietshäuser zu werden? Im Endeffekt wäre das doch eine Möglichkeit... und du scheinst ihn zu mögen..." meinte Astaroth nachdenklich. Der Höllenfürst lächelte. "Daran habe ich gar nicht gedacht... und das schöne ist, es gibt unten eine nette kleine Zwei-Zimmerwohnung in meinem Palazzo... Kannst du Euangelion Bescheid geben, dass er sich darum kümmert Sebastiano Delano den Job anzubieten?" Astaroth nickte, versenkte sich kurz in seine Gedanken in denen er mit Euangelion reden konnte und sagte dann: "Erledigt, er kümmert sich schon drum..."
"Was machst du hier bei Mutti?" fragte der Höllenfürst, da er merkte, dass die beiden recht ernst waren. Astaroth seufzte. "Mir Rat holen... bei einem Menschen den ich schätze... ich weiß nicht, Lucifer, wie das mit Philip weitergehen soll. Er will mich nur als Astarte, nicht als Astaroth... Bin ich Astarte gibt er meinen Kindern Bücher in denen ich als Flittchen und Schlimmeres verunglimpft werde, bin ich Astaroth zieht er meinen Namen mit anderen Büchern in den Schmutz in denen ich als Dreck aus der Hölle bezeichnet werde. Ich habe in Ainés Zimmer unter ihrem Bett haufenweise solchen Mist gefunden, solchen Schund! Teils sogar aus seiner eigenen Feder!  Meine Kleine hat es vor mir versteckt, weil sie mir keinen Kummer machen wollte..." Traurig sah er auf das Meer hinaus. "Und dann ist es für ihn in Ordnung Astarte im Bett zu haben, aber... ich meine zwischen dir und mir, das war Sex aus dem Freundschaft wurde, das war keine Liebe... aber wenn ich liebe, liebe ich mit zwei Aspekten, weiblich und männlich - und er kann und will nur einen Aspekt akzeptieren. Wenn ich ihn mit mir, in dieser Gestalt und meinen Bedürfnissen, meiner Liebe konfrontiere, dann betet er danach stundenlang und schlägt sich mit einer Rute. Und er glaubt ich merke es nicht..." "Hm... verstehe. Zumal sich da die Schlange in den Schwanz beißt, oder? Er will Astarte - die er aber eigentlich verdammt. Er will Astaroth nicht, aber nimmt ihn hin... Und die Kinder will er was? Retten? Vor Astartes moralischer Verdorbenheit und Astaroths... höllischem Einfluss?" fragte der Höllenfürst spöttisch.
Astaroth zuckte mit den Schultern. "Ich weiß es nicht... ich weiß nur, dass mich dieses hier, was ich bei Ainé unter dem Bett gefunden habe, echt entsetzt hat..." meinte er und warf eine Broschüre auf den Tisch.  Der Höllenfürst nahm sie und sah Astaroth an. "Kylemore Abbey? Wieso gibt Philip Ainé sowas? Das ist ein Benediktinerinnen-Kloster!" "Ja, und er hat sich angewöhnt Ainé - wie sie mir auf mein vorsichtiges Fragen geantwortet hat - um Viertel vor Sechs zu wecken, die Matutin und Laudes mit ihr durchzugehen - diesen ganzen "Vor-Frühstück-Gebetskram" - dann hat er ihr wohl eine halbe Stunde Lektionen erteilt, bevor sie endlich was Essen durfte und danach zur Schule musste - wo natürlich Mittagsgebet und Mittagessen eingenommen wurden und abends - wenn ich noch in Paris war - hat er dann mit ihr Vesper und Eucharistie gefeiert... und wenn ich um Acht Abends noch nicht da war - oder gerade in der Küche oder so... ich wollte ja für ihn versuchen die perfekte Hausfrau zu sein... trotz Butler... - hat er mit ihr eine Komplet durchgezogen!" bevor sie dann schlafen gehen konnte. Und die Schule auf die sie geht wird auch von Benediktinerinnen... naja, die unterrichten da... Philip hatte offenbar auch schon geplant sie in die Nonnenschule nahe Kylemore Abbey zu schicken... offenbar wollte er Ainé zur bigotten Nonne machen... Ich habe ihn vorhin deswegen zur Rede gestellt. Weißt du was seine Antwort war?" Astaroth lachte bitter.
Der Höllenfürst sah ihn ernst an. "Nein, aber ich denke, du wirst es mir sagen..." "Oh ja... Seine Worte waren: "Asta, wir leben schon in Sünde! Wir sind nicht vor der heiligen Mutter Kirche verheiratet und du bist nicht immer die gottgefällige keusche Frau die die wahre Zierde eines Hauses ist - und was unsere kleine Tochter betrifft: Ihre Eltern waren nicht verheiratet! Sie ist ein Kind der Sünde, entstanden aus einem satanischen Ritual und gezeugt von sündigen, gefallenen Engeln! Es ist unsere heilige Pflicht, diese Schuld von ihren Schultern zu nehmen und sie zu ermutigen Gott demütig zu dienen! Die Benediktinerinnen sind das was sie braucht und sie wird diesen Schritt frohen Herzens gehen, wenn sie die Wahl hat!"
Der Höllenfürst keuchte entsetzt auf, kniff die Augen zusammen und drückte sich eine Hand fest in den schmerzenden Magen. "Wow... was für ein mieser Drecksack... und was sagt Ainé zu den Plänen von "Papa Philip"?" Astaroth seufzte. "Sie hat Angst, dass wir, dass ich sie abschieben will. Sie weiß dank Philip, dass Seraphiel... oder Seraphielle und Sealthiel ihre Eltern sind und sie weiß was die beiden getan haben..."
"Und was sagt dein Vater zu der Angelegenheit?" wollte Ilse wissen. "Oh, der war... sehr präzise: "Du glaubtest Glück gefunden zu haben, und es war auch irgendwie wichtig, denn sonst wäre vieles nicht möglich gewesen; Maria und Michael nicht und auch die Wiederannäherung von Derek Rayne und Philip Callaghan nicht, aber du kannst und du willst nicht ständig Astarte sein, weil es Philip so genehmer ist! Das ist eine Missachtung deines Seins. Du hast ihn nie vor mir geheiratet, nur standesamtlich und das habe ich bereits aus den irdischen Büchern löschen lassen. " und auch mit der Aussage, dass Philip eher eine Ex-Nonne wie Frederica wolle, nur devoter, eine ergebene Betschwester die das Hausmütterchen gibt. Und... er meinte, Calliope habe einige Wesenszüge die meine perfekt ergänzen. Im Gegensatz zu ihrer Schwester und meinen Schwägerinnen, möge sie es durchaus auch etwas rauer... dunkler... auf meine Frage, ob er mir befehle, Philip zu vergessen und mit Thalias Schwester rumzumachen bekam ich zur Antwort: "Ich befehle dir nichts, mein Sohn, ich gebe dir nur... meine ausdrückliche Erlaubnis, einen Rat und meine Bestätigung - falls du diesen annimmst.." - also im Endeffekt..." Ilse schnaubte. "Dann mach das! Calliope ist ein nettes Mädchen! Und Christian und Ainé würden sich über ein Geschwisterchen sicher freuen..." meinte sie grinsend. "Ich kann das nicht so einfach. Philip war von Anfang an Ainés Vater... und seit vier Jahren ist er auch Christians..." "Na ja... ich kann dir nur raten: Lass ihn ziehen! Und wage es ja nicht die beiden armen Kinder mit ihm allein zu lassen! Sonst verhaue ich dir den Hintern! Ist mir egal ob du ein Engel bist oder nicht! Aber Christian und Ainé sind mir genauso lieb wie meine fünf Enkelchen und ich dulde nicht, dass sie so einen Schwachsinn ertragen müssen!" Astaroth lächelte traurig. "Danke Ilse..."
"Befolge Vaters und Ilses Rat. Verlass ihn und ... lass die Kinder ... vergessen." flüsterte er fast, stand auf und verschwand. Ilse sah  besorgt aus als sie auf die Stelle sah, wo er eben noch gestanden hatte, denn sie hatte eine Wut in ihm gesehen, wie sie sie zuvor noch nicht bei ihm gesehen hatte.
 
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