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Hirnlein, Hirnlein, du musst wandern

GeschichteFamilie, Fantasy / P16 / Gen
Catherine Corrigan Derek Rayne OC (Own Character) Rachel Corrigan
01.01.2019
02.01.2019
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98.787
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01.01.2019 10.778
 
Das Wochenende nahte - und am Samstag kam von Euangelion die Nachricht: "Astaroth hat sich gemeldet. Er - oder besser Kendra Hellgate - ist von zwei Typen gekidnappt worden, die ihm eine Spritze gegeben haben. Er meinte, das wäre ein Betäubungsmittel gewesen. Er spielt jetzt betäubt und wartet ab, wo sie ihn hinbringen." "Gut, was sagt der Überwachungschip aus der Technikschmiede von unserem Sandy?" wollte der Höllenfürst wissen. "Der sagt, dass es gerade im Flugzeug Richtung Japan geht. Sobald die Astaroth "ans Hirn" wollen, werden wir wissen wohin die höllische Legion gehen wird um alles dort auszulöschen." Der Höllenfürst wusste, dass seine anderen mächtigen Brüder diese Nachricht auch erhalten hatten - genauso wie Kat. Die Seraphim waren untereinander verbunden. Er hörte Michaels Befehl an ihre gemeinsame Patentochter: "Das wird die Hölle nicht allein entscheiden, Katherine-Micaela! Nimm eine der himmlischen Legionen und unterstütze Paimons Legion! Denn er ist der General, den Lucifer mit einer Legion seiner eigenen Wahl schickt." Und Sandalephon mischte sich ebenfalls ein: "Nimm Jophiel und ein IT-Team mit. Wir müssen die ganzen Beweise sichern und dann schauen, mit Vater beraten, was mit denen geschieht, die gestohlen haben was ihnen nicht gehört."
Der Höllenfürst knurrte verärgert. "Das kriegen meine Streitkräfte allein hin, Michael! Lass Kat aus dem Spiel!" Jetzt mischten Metatron und Casssandra sich ein.  "Kommt nicht in Frage! Astaroth ist mein Sekretär, Lucifer! Er ist ein Erzengel beider Seiten - also werden beide Seiten zu seinem Schutz eilen!" hörte er die Stimme seines himmlischen Botschafterkollegen - und dessen Frau fügte hinzu: "Glaub mir, Lucifer: Ich nähme es wirklich übel, wenn meiner besten Freundin Astarte etwas passieren würde! Mit wem kann ich sonst so wunderbar dekadent shoppen gehen oder ins Spa?" Um die Mundwinkel des Höllenfürsten zuckte es. Seine Schwägerin - immer noch eigentlich die höllische, aber seit sie mit Metatron verheiratet war inzwischen persönliche Pressesprecherin beider Botschafter - war eine couragierte und wundervolle Frau, die es schaffte Metatron um den Finger zu wickeln - und manchmal auch ihn. "Na gut, dir zuliebe, Cassie!" murmelte er. Seine Schwägerin schickte ihm einen Kuss auf die Wange durch die Seraphimverbindung und er zuckte zusammen. Kats Antwort - die Antwort an ihren General, Michael - war ein: "Verstanden! Ich werde mich mit Onkel Paimon absprechen."
Am Freitagnachmittag saßen alle zum Kaffee zusammen auf der Strandterrasse. "Ist nicht jetzt dann der Wolfstag im Zoo in Hannover?" fragte Linnéa plötzlich. "Warte ich schaue schnell ich habe es für dich notiert, weil du da so interessiert warst." sagte Ilse. Kurz darauf kam sie wieder. "Der ist Morgen." Lucifer seufzte. "Wir könnten mit Linnéa in den Zoo gehen, denn wir gehen gerne in den Zoo, dann bleibt dir das erspart Onkel Lucifer." sagte Kat gut gelaunt. "Hervorragende Idee." murmelte dieser. "Ich will aber Lucas mitnehmen!" sage Linnéa bestimmend. "Kein Problem. Mein kleines Brüderchen kann gerne mitkommen."
"Darf ich dann morgen bitte zu Fenja? Bitte Mama, Papa!" bettelte Luca. "Ich würde sagen, wenn Freya und Henrik nichts dagegen haben, dann geht das in Ordnung, oder Lucifer?" antwortete Selvaggia. Ihr Mann nickte. "Du weißt, wo das Telefon steht und wie du anrufen musst hat Mama dir ja gezeigt. Ruf Freya an und frag nach, ob das morgen in Ordnung geht und wann." fügte sein Vater hinzu. Kurz darauf kam der kleine Junge fröhlich pfeifend zurück. "Ich nehme mal an Freya hat es dir erlaubt." stellte Thalia fest. Luca nickte.
In diesem Moment erschien die kleine Ainé neben dem Höllenfürsten. "Onkel Lucifer du musst mir helfen bitte! Es ist nicht auszuhalten mit Papa Philip, wenn Mama-Papa Astarte Astaroth weg ist. Ich soll mit Papa den Rosenkranz beten und Loblieder auf Großvater singen und die Kinderbibel anschauen während er vorliest und dabei kann ich doch selber lesen... ich mag Großvater ja, aber ..." "Ist schon gut das reicht." unterbrach ihr höllischer Onkel ihren Redefluss. "Aber ich halte das nicht aus das ganze Wochenende mit diesem Kirchenkram zu verbringen." weinte die Kleine fast verzweifet. "Verständlich. Aber weiß dein Papa Philip, dass du hier bist?" fragte er das kleine Mädchen und kletterte auf den Schoß ihres Onkels. Das kleine Mädchen schüttelte den Kopf. Philip erschien. "Ainé! du kannst nicht einfach verschwinden, wenn ich gerade Wasser für deinen Malkasten hole. Wir wollten gerade das Abendmahl ausmalen. Und ..." Der Höllenfürst seufzte gequält auf. "Und ich vermisse meinen Bruder! Zumindest am Wochenende, wenn er keine Schule hat kann ich doch auch mal zu Onkel Lucifer und überhaupt kann ich nicht mal Ferien hier machen, ich finde es nämlich sehr schön auf Norderney und Onkel Lucifer und Tante Selvi haben bestimmt nichts dagegen, wenn ich mal ein paar Tage da bin. Ich bin lieb und gehorche auch immer! Bitte Papa." Philip schaute seine Tochter fast etwas traurig an. Christian interessierte sich für Aquarien und das Meer und würde irgendwann vermutlich mal Meeresbiologie studieren und Ainé interessiert sich auch für etwas anderes.
Christian stand auf und umarmte seinen Papa Philip. "Hallo Papa. Vielleicht hast du Lust das Wochenende hier zu bleiben und mit mir und Sophia in ein Aquarium zu gehen, denn Ainé möchte bestimmt mit Onkel Lucifer und den anderen ausreiten, sie reitet nämlich sehr gerne." Philip zuckte mit den Schultern und sah unsicher zum Höllenfürsten, da er sich nicht sicher war, ob dieser ihm eine seiner Töchter anvertrauen würde. "Dann will ich, dass Christiana kommt." sagte Luciano. Das Mobiltelefon des Höllenfürsten klingelte. Überrascht ging der dran. "Freya - ist irgendwas dazwischengekommen? Soll ich Luca morgen doch nicht schicken?" fragte er besorgt. Ein Lachen am anderen Ende beruhigte ihn. "Ganz im Gegenteil. Ich wollte eigentlich fragen ob er nicht schon heute Abend kommen will und bei uns übernachten möchte." "Oh ja, bitte, Mama, Papa!" rief Luca. Selvaggia lachte leise. "Na, dann pack mal deinen Schlafanzug und deine Zahnbürste und so zusammen..." sagte sie. Luca jubelte und rief laut: "Ich darf, Tante Freya!" und rannte aus der Küche. "Du hast ihn ja gehört - ich bringe ihn euch zum Abendessen?" meinte der Höllenfürst schmunzelnd. "Danke - Fenja wird sich so freuen. Sie ist schon ganz aufgekratzt, seit sie gehört hat, dass Henrik mit ihm telefoniert hat."
"Aquarium ist doof. Können wir nicht wo anders hin?" maulte Sophia. Christian verschränkte die Arme vor der Brust und zog belustigt eine Augenbraue hoch. "Und wohin würdest du wollen, kleine Hexe?" fragte er. Sie funkelte ihn an. "Ich bin keine Hexe! Und du bist blöd, Christian!" Er lachte. "Ja, mag sein, aber du magst mich - und glaub mir, du wirst das Aquarium mögen... Es gibt ein tolles in China und..." "In der Mall in Dubai ist auch ein tolles." unterbrach Sandalephon ihn. "Und ich könnte im Burj al Arab eine Suite für euch reservieren. Dann könntet ihr da das Wochenende verbringen." "Kommt nicht in Frage! Es gibt auch in Irland gute Aquarien, wie die Ozeanwelt Aquarium Dingle oder das Galway Atlantaquaria - National Aquarium of Ireland... da bin ich mit Christian auch noch nie gewesen!" widersprach Philip leicht schockiert von dem Angebot Sandalephons. Lucifer schloss kurz die Augen und atmete ruhig ein um nicht aus der Haut zu fahren, da ihn diese Diskussion schon wieder aufregte. Er griff in die Tasche seines Jacketts und holte ein Schachtel Zigaretten, sowie ein Feuerzeug heraus und erhob sich. Er lief vor zum Wasser, da gerade Flut herrschte setzte er sich in den Sand und sah auf das offene Meer hinaus.
In Gedanken setzte er sich mit Derek in Verbindung, da er vorher dank seiner magischen Kräfte gespürt hatte, dass dieser auch wach war. "Können Christina und Lucas morgen, und eventuell das Wochenende kommen? Luciano und Linnéa wünschen sich mal wieder etwas Zeit mit den beiden verbringen zu können." "Ja klar. Das geht in Ordnung. Ich werde sie mit einem kleinen Köfferchen am Samstagmorgen deutscher Zeit zu euch bringen." antwortete Derek ebenfalls auf der mentalen Ebene, was ihm möglich war, da sein Freund ihm dies ja schon vor langer Zeit gewährt hatte.
Anschließend regelte er auf die gleiche Weise mit Metatron, dass auch Jan über das Wochenende kommen durfte und rief Alexandra an um auch Samantha holen zu dürfen, da diese sicher auch gerne reiten und mit Jan zusammen sein wollen würde.
"So habt ihr euch geeinigt wo ihr hingeht? Wenn ja kannst du Sophia gerne mitnehmen, denn ich bin mir sicher, dass du gut auf meine Kleine aufpasst, weil viel zu viel Respekt vor mir hast um dir etwas anderes zu erlauben." sagte der Höllenfürst etwas giftig an Philip gerichtet. "Und wenn die anderen mit euch in den Zoo gehen, dann reite ich morgen mit Ainé, Luciano, Christina, Samantha und Jan aus, die übrigens über das Wochenende hier sind. Das hab ich gerade geregelt." Luciano und Linnéa jubelten, vor Freude.
"Sag mal, Lucifer ... warum hast du heute eigentlich so schlechte Laune?" wollte Ilse wissen, der das wie auch den anderen nicht entging. "Ich mache mir Sorgen um Astaroth." antwortete er, sah aber auf Selvaggia. Er konnte nicht fragen wieso sie lernen wollte Italienisch zu unterrichten ohne zuzugeben, dass er ihr hinterherspioniert hatte und ihr das Gefühl zu geben ihr nicht zu vertrauen. Thalia lächelte. "Er wird zurechtkommen. Immerhin ist er ja bei Bewusstsein, oder? Ein normaler Mensch wäre betäubt und wehrlos, niemand wüsste wo er wäre... und vielleicht kriege ich ja so Calliope wieder... irgendwie... aber wenn das stimmt, was ihr vermutet dann wohl nicht..." Traurig sah er die junge Frau an. "Ach Thalia, gib die Hoffnung nicht auf! Wir haben bisher jeden Fall mit gutem Ende gelöst und ich werde nicht aufgeben, bis du deine Schwester wieder hast - und du solltest nicht vergessen, was Vater alles ermöglichen kann..." antwortete ihr Chef um sie zu beruhigen. Sie seufzte. Innerlich lächelte der Höllenfürst jedoch. Er war sich sicher, dass die Anwesenheit ihrer Großmutter Thalia beruhigen würde und Chrisathea Kiriaitidou würde am Abend eintreffen. Er hatte der alten Dame geschrieben - sehr konservativ - und Michael und Maria gebeten ihr notfalls gut zuzureden. Die beiden würden sie auch begleiten, da sie über die Hochzeit reden wollten. Und auch Marias Eltern würden mitkommen. Irgendwie war der Höllenfürst schon auf die Teufels gespannt. Immerhin hatten sie eine Tochter, die Pastorin geworden war - trotz des Nachnamens - und sogar ihm frech und selbstbewusst gegenübertrat.
Es blitzte neben der Terrasse und eine etwas überraschte ältere Frau stand neben einem großen Koffer da. Thalia keuchte auf. "Yaya?" fragte sie ungläubig. "Thalia, o ángelos mou!" antwortete die Frau und breitete ihre Arme aus. Thalia warf sich hinein. "Oh Yaya... was machst du hier und..." sie merkte, dass sie Deutsch sprach und wollte gerade in Griechisch fortfahren, doch ihre Großmutter lachte. "Ach Kind, der Erzengel Michael hat dafür gesorgt, dass ich auch Deutsch kann. Er meinte, dann würde ich auch hier auf dieser Insel besser klar kommen und mit einer Frau Meier." Thalia lachte. "Ach Yaya, mit Ilse wirst du dich gut verstehen, und auch mit meinem Chef, seiner Frau... und die Kinder werden dich lieben. Komm ich stelle dich allen vor!"
Der Höllenfürst lächelte über die Szene und sah zu seiner Familie. "Ist das deine Oma, Thalia?" fragte Linnéa neugierig. "Ja, das ist meine Yaya." antwortete ihre Nanny und stellte sie dann vor. Die alte Dame musterte den Höllenfürsten genau als sie ihm vorgestellt wurde. "Sie waren der Grund... oder besser der Platz in der Kindertagesstätte, dass Thalia... bei ihren Eltern rausgeflogen ist..." meinte sie fast streng. Er lächelte gewinnend. "Ja, das hat sie mir erzählt, Kyria Kiriaitidou, aber sie hat die Chance ergriffen ihre Ausbildung zu machen - und als ich ihr den Job als Kindermädchen angeboten habe, hat sie angenommen, weil sie wusste, dass sie meine Kinder mag - alle vier die sie zu dem Zeitpunkt schon kannte und auch unser Nesthäkchen, Allegra. Und meine Tochter Linnéa, das ist dieser kleine Hüpfer hier..." er hob seine Tochter auf den Arm, "hatte Ihre Enkelin schon seit ihrem ersten Kindergartentag ins Herz geschlossen." "Sie haben freundliche Augen... ich weiß nicht, wie das bei Engeln ist, aber... bei Menschen heißt es, dass Augen der Spiegel der Seele sind. Und außerdem hat ihr... ich glaube er bezeichnete sich als Bruder... der Erzengel Michael gesagt, dass Sie ein guter Kerl seien..."
Der Höllenfürst lächelte charmant, hob ihre Hand an die Lippen und hauchte einen Kuss darauf. "Für meine Freunde und meine Familie, ja, zweifellos, für meine Angestellten sicher auch... nur für meine Feinde nicht... Willkommen auf Norderney. Es ist mir eine Freude, Sie kennen zu lernen, Kyria Kiriaitidou. Darf ich Ihnen meine Mutter im Herzen, Ilse Meier vorstellen? Und meine Frau Selvaggia." Kat und Sandalephon grinsten einander an und stellten sich dann ebenfalls samt ihrer Tochter vor. "Thalia, kommst du mit deiner Oma morgen mit in den Zoo? Wir können Wölfe angucken und die haben da ein ganzes Programm rund um Wölfe und Onkel Sam hat uns eine Familienkarte geschenkt und... ähm..." Sie sah zu Sandalephon. "Thalia und ihre Oma können doch mitkommen, oder?" "Wenn sie möchten, gern. Aber vielleicht möchte Frau Kiriaitidou sich ausruhen und Thalia möchte vielleicht noch etwas Zeit mit ihrer Großmutter allein verbringen." "Kyrios... Avgerinos ich..." "Rayne, Kyria Kiriaitidou - oder wir einigen uns auf Vornamen. Thalia sagt Lucian zu mir, das ist die "menschlich akzeptable" Abwandlung für die ich mich entschieden habe. Es wäre mir eine Freude, wenn Sie sich soweit wohl fühlen, dass Sie..." Die alte Dame lächelte. "Sehr gern, Lucian, ich bin Chrisathea. Und da meine Thalia sich bei Ihnen wohl fühlt, das sehe ich, freue ich mich und fühle mich schon fast geschmeichelt." Der Höllenfürst lächelte. "Das ist auch meinerseits, Chrisathea. Willkommen auf Norderney und im Meier-Rayne Haus - und irgendwie in der Familie, denn Thalia gehört dazu."
Ilse bat alle an den Kaffeetisch zurück und holte noch ein Gedeck. Mit einem Schnippen ließ der Hausherr den Koffer des Gastes im geplanten Gästezimmer verschwinden, was ihm einen leicht tadelnden Blick von seiner Frau eintrug. "Ich dachte, du wolltest nicht so viel zaubern..." Er grinste nonchalant. "Ach Selvi, du erwartest doch wohl nicht, dass ich den Koffer ins Gästezimmer trage!" Selvaggia seufzte genervt und gab Allegra das Fläschchen. "Musst du immer so arrogant sein?" murmelte Ilse. "Ich hab das gehört Mutti, und so bin ich eben, das wisst ihr und was heißt immer - das stimmt so auch wieder nicht. Thalia du hast ab jetzt das Wochenende frei. Verbring die Zeit mit deiner Großmutter." Thalia lächelte. "Danke Lucian, vielen Dank! Auch dafür, dass du meine Yaya hast herkommen lassen." Er lächelte zurück. "Nichts zu danken!" Luca kam lachend und hüpfend mit einem kleinen Rucksack wieder herein. Seine Mutter kontrollierte kurz ob er alles hatte.
"Können wir gleich gehen?" fragte der kleine Junge ungeduldig. "Ich trinke nur noch schnell meinen Pharisäer aus und dann können wir zusammen hin reiten. Ich nehme dein Pony dann wieder mit zurück. "Oh ja. Ich geh schon mal in den Stall." rief Luca begeistert und war schon auf den Weg in den Stall. "Oh, Onkel Lucifer, darf ich mit ausreiten? Dann sattle ich Taifun. Luca hilft mir bestimmt." bettelte Ainé. Der Höllenfürst lächelte. "Dein Vater ist da, Ainé. Hast du ihn um Erlaubnis gefragt?" Das kleine Mädchen sah bittend zu ihrem Vater. Ihr Blick war herzzerreißend. Philip seufzte. "Ich glaube nicht, dass du das verdient hast, nachdem du zu Schwester Mary Paul so frech gewesen bist! Und du weißt, dass sie dir aufgegeben hat, die Geschichte von dem bösen Jungen zu lesen, der in die Hölle kommt!" "Wie bitte? Sag mal, was für eine schwachsinnige Vorschule besucht deine Tochter?" fragte Sandalephon scharf. "Meine Tochter geht auf die Katholische Schule in Dublin! In die erste Klasse!" schnaubte Philip. "Eine der besten Schulen in Irland!" "Vater hat dir und Astaroth Ainé sicher nicht anvertraut damit du sie zur Nonne erziehst, Philip! Du weißt doch selbst was für Schwierigkeiten Christian hatte!" ließ sich Michaels Stimme vernehmen. Er war mit Maria im Arm auf der Strandterrasse erschienen. "Wir sollten wirklich mit Astaroth reden... meinst du, du könntest Ainé die nächsten Wochen bei dir beherbergen, bis Marias und mein Haus fertig ist - dann kann sie zu uns kommen und bei uns wohnen und hier zur Schule gehen, wie ihr Bruder!" Philip bekam fast Schnappatmung.
"Onkel Michael, ich möchte schon gern bei Mama-Papa Astaroth und Papa Philip bleiben, aber die Schule ist wirklich doof. Und ich mag die blöden Schwestern nicht. Und ich bin in Dublin allein, weil meine Mitschüler mich für ein Baby halten - obwohl sie wissen - irgendwie - was ich bin. Die haben irgendwie Angst vor mir. Kann ich nicht in Paris zur Schule gehen? Da im Kindergarten war es auch schön. Und da... also da wissen die da wie das mit uns Kindern ist, deren Eltern Engel sind... Luciano kommt dieses Jahr doch auch in die Schule, zusammen mit Christina und Lucas... und Samantha und Jan kommen doch auch rein... das wäre so schön mit denen allen in eine Klasse gehen zu können..." flüsterte sie.
"Zeig mir mal diese Geschichte, Ainé, Süße." bat der Höllenfürst, bemüht ruhig zu bleiben. Ainé seufzte. Sie holte aus ihrer Tasche ein kleines Buch und reichte es ihrem Onkel. Der blätterte es durch und warf es dann Philip zu. "Hast du dir diesen Schwachsinn mal angeguckt? Lass das bloß nicht Astaroth sehen und ihn mitkriegen, dass du Ainé gezwungen hast so einen Schrott zu lesen. Vor allem weil dieser Mist von dieser Schwester Mary Paul selber geschrieben wurde. Du kannst dem Pinguin ausrichten, wenn Astaroth wieder da ist, werde ich ihr von ihm die Hölle zeigen lassen! Das was sie in diesem Geschreibsel macht ist nämlich falsch Zeugnis reden - über mich, die Hölle, Astaroth und jeden der mir damals gefolgt ist!" Sandalephon schnipste und schon hatte er das Heft in Händen. Auch er sah es sich - mit Kat - an und reichte es an Michael weiter. Dessen Augen verdüsterten sich. "Ich werde da ja fast schwachsinnig dargestellt!" meinte er entsetzt, als er das Ende las wo "der holdselige Erzengel Michael" den kleinen Jungen nach einem Gefecht mit den Dämonen der Hölle mit in den Himmel nahm. "Lass mal Lucifer, das regle ich mit der Nonne... ich werde Ainé übermorgen zur Schule bringen und dann sehen wir weiter. Ich werde ihr den "holdseligen Erzengel" mal zeigen... und ihr klar machen, dass ich kein grenzdebil grinsender Idiot bin und anderes zu tun habe als mit dir und den deinigen um einzelne Seelen zu kämpfen!"
Sein Blick traf den von Philip. "Und da dein Vater offenbar nicht in der Lage ist, seiner Verantwortung und seinem Rang als Archai gemäß zu handeln, Ainé, Engelchen, übernehme ich für die nächsten zwei Tage die Vormundschaft für dich und bestimme, dass du hierbleibst. Das Haus von Maria und mir hier auf Norderney ist an sich ja bewohnbar, auch wenn Freya Rass noch einiges machen lassen wird, aber dein Vater will sicher nach Dublin zurück und notfalls gehe ich mit Christian und Sophia ins Aquarium!" Lucifer stand auf und nahm Ainés Hand. "Komm mit, wir gehen reiten, das bringt dich erst mal auf andere Gedanken." sagte ruhig, als er sah, dass seine kleine Nichte den Tränen nahe war. Philip wollte etwas erwidern, doch eine zornige Handbewegung des Erzengels hinderte ihn daran. "Geh einfach! Wir werden das mit Astaroth und Vater ausdiskutieren, allerdings nicht mehr heute und nicht mehr in den nächsten Tagen. Lass Ainé zur Ruhe kommen!" sagte er ungewohnt kalt und eine weitere Handbewegung schleuderte Philip nach Dublin.
Der Höllenfürst begleitete zusammen mit Ainé seinen Sohn Luca zu Freya und Henrik Rass, brachte anschließend das Pony seines Sohnes zurück in den Stall und ritt mit Ainé aus. Etwas entfernt vom Ort hielten sie an und setzten sich an den Strand. Ainé kuschelte sich traurig an ihren Onkel. "Warum zwingt mich Papa Philip zu diesem religiösen Mist? Und warum mag er dich nicht?" fragte sie. Ihr höllischer Onkel seufzte und rieb sich die Schläfen. "Du weißt, dass dein Papa mal Priester war?" Ainé nickte. "Er war sehr ... wie soll ich sagen ... gläubig. Ist er wohl immer noch. Für ihn bin ich nur der böse Teufel, etwas anderes wird er in mir wohl nie sehen." "Schade, denn ich hab dich auch lieb Onkel Lucifer. Und Großvater sagt auch, dass du einer seiner Lieblingssöhne bist." Der Höllenfürst lächelte. "Ich dich auch kleines Engelchen. Weißt du was wir jetzt machen? Wir reiten jetzt noch ein wenig zusammen und ich bringe dich zu Michael, dort kannst du übernachten wie er es gesagt hat und morgen früh kommt ihr drei zu mir zum Frühstück und wir bestimmen, wer wo und mit wem hingehen möchte." Ainé nickte und stieg wieder auf ihr Pony. Gemeinsam ritten sie zum Haus von Michael und Maria, die Pastorin begrüßte die beiden freundlich und bat sie herein.
"Michael hat einen ganz süßen Schlafanzug für dich besorgt. Mit der Elsa aus dem Schneekönigin-Film drauf - und auf der Hose sind lauter Olafs und Svens... also Schneemänner und Rentiere." sagte sie und umarmte Ainé. Die grinste etwas gequält. "Was ist denn, Engelchen?" fragte ihr Onkel. "Ich dachte, Mädchen mögen solche Sachen." "Na ja... schon... ist aber etwas kitschig..." Nachdenklich sah Michael sie an. "Ich kann das auch ändern. Möchtest du lieber ein schlicht weißes Nachthemd?" Sie schüttelte den Kopf. "Ne, ist schon in Ordnung." "Na, dann zeige ich dir mal dein Zimmer. Dein Onkel Hagiel hat das in eine sehr schöne Märchenlandschaft verwandelt... aber vielleicht..." Maria sah fragend zu ihrem Verlobten. "Wenn es ihr nicht gefällt, agapi mou, dann kann ich es notfalls ändern." Er küsste sie sanft auf die Wange. Maria brachte ihre zukünftige Nichte in ihr Zimmer.
"Danke Michael." Der Erzengel sah seinen gefallenen Bruder überrascht an, denn ein Danke hätte er von ihm nicht erwartet. "Wofür?" fragte er überrascht. "Dafür, dass du erschienen bist und eingegriffen hast, denn ich war kurz davor ... du weißt was ich meine ... und auch dafür, dass du dich um Ainé kümmerst, bis Astaroth wieder da ist." Michael nickte. " Wir ... wir kümmern uns beide so lange um sie. Sie kann auch mit dir ausreiten und mit deinen Kindern spielen ... du weißt, dass sie dich sehr mag. Alle Kinder mögen dich sehr und Philip ist das immer noch ein Dorn im Auge, dass Christian bei dir wohnt und du so ein guter Ersatzvater bist, denn irgendwie  bist du das ja, wenn er hier auf der Insel bei dir wohnt." Lucifer nickte.
"Gefällt dir dein Haus? Es ist noch nicht ganz fertig, aber Freya hat schon gute Arbeit geleistet wie ich sehe." wechselte der Fürst der Hölle das Thema. "Ja sehr. Freya Rass hat ausgezeichnete Arbeit geleistet. Ich werde mich definitiv bei ihr bedanken, wenn ich sie mal sehe." antwortete Michael. "Sogar meine Ikonen hängen schon... obwohl sie etwas ungläubig geschaut hat als ich die liefern ließ." Er grinste.
Am nächsten Morgen, einem  Samstag, saßen alle im Esszimmer des Maier-Rayne-Hauses zusammen. Michael und Maria waren mit Ainé auch gekommen. Ebenso wie Sandalephon und Kat mit Elisabeth, da besprochen werden musste, wer mit welchen Kindern was machen würde. Lucifer hatte noch vor dem Frühstück Christina und Lucas, so wie Samantha abgeholt, so dass die Kinder mit entscheiden konnten, was sie machen wollten.  Der Höllenfürst starrte wie immer schlechtgelaunt in seinen Kaffee und rieb sich die Schläfen. Er griff zu einer Schmerztablette und spülte diese mit seinem Kaffee herunter. "Sandy und ich gehen mit Linnéa und Lucas also nachher in den Zoo in Hannover zum Wolfstag." sagte Kat.
"Dann gehen Maria und ich mit Christian und Sophia und Ainé, falls sie auch mit möchte in ein Aquarium." schlug Michael vor. "Und du reitest mit uns aus Onkel Lucifer?" wollte Jan wissen. "Wenn ihr wollt." antwortete er knapp. ""Wir könnten aber auch morgen ausreiten und heute einen Ausflug machen. "Ich würde so gerne mal auf einem Schiff fahren und auf die Insel Helgoland - ich hab da mit Papa mal ein Buch angeschaut und der hat gesagt, ich soll dich fragen, weil du an der Nordsee wohnst und vielleicht können wir das heute machen." bat Samantha." "Oh, das wäre voll cool!" riefen auch Luciano, Christina und Jan. "Na dann wäre deine Tagesplanung auch schon geklärt, Lucifer." sagte Michael. "Und am Abend kommt ihr alle zum Essen hierher - Selvi und ich kochen etwas Leckeres für euch alle, die Einladung gilt auch für euch beide, Michael und Maria. Schön, dass ihr mal wieder hier seid." sagte Ilse. "Das wird in Zukunft vielleicht öfter sein, wenn wir erst hier auf Norderney wohnen." antwortete Maria mit einem frechen Grinsen zu Lucifer. Ainé zupfte Sandalephon am Ärmel. "Kann ich mit in den Zoo? Das mit den Wölfen klingt interessant." Sie sah auch Kat und Linnéa und Lucas an. Die beiden Kinder legten sofort einen Arm um die Schulter ihrer "Cousine". Kat und Sandalephon lächelten. "Aber natürlich, wenn du willst, sehr gern, Ainé." sagte der Erzengel beider Seiten. "Aber ich glaube, es ist etwas windig und etwas regnerisch dort. Also wetterfeste Kleidung ist angesagt!" meinte Kat.
Ainé grinste bedauernd. "Ich hab doch keine Sachen mitgebracht..." flüsterte sie. Michael lächelte liebevoll. "Sollte das ein Problem sein, Kleine?" fragte er sanft, wedelte mit der Hand und schon war sie mit einem kuscheligen roten Anorak bekleidet und trug rote Gummistiefel und eine Jeans. Darunter konnte man ein langärmliges Shirt erkennen auf dem Wölfe waren. Ainé grinste. "Das ist cool, Onkel Michael." "Ja, so ein Shirt möchte ich auch!" rief Linnéa und ihr Onkel erfüllte ihr den Wunsch - auch für Lucas.
"Na dann, an die kleinen Seefahrer: trinkt aus, macht euch fertig und zieht eine warme Jacke an, weil es auf dem Schiff kühl und windig ist. Die nächste Fähre geht in einer halben Stunde ab Hooksiel. Ich habe gerade im Internet nachgesehen." rief Selvaggia. Während die Kinder sich fertig machten, trank Lucian seine zweite Tasse Kaffee aus, stellte sie in die Spüle und zog im Flur seinen schwarzen Lieblingsmantel an. Er wollte sich gerade mit den vier Kindern und seiner Frau nach Hooksiel zaubern, als Ilse in den Flur trat und ihm ein Pharisäer - to- go in die Hand drückte.
"Oma, kommst du mit zum Wolfstag? Und Thalia, was willst du mit deiner Großmutter machen?" Chrisathea Kiriaitidou lachte. "Wenn es euren Eltern recht ist und nicht zu anmaßend, auch in Bezug auf die liebe Ilse: Nennt mich ruhig Yaya, wie Thalia das auch tut. Und ich würde an sich gern hier bleiben. Ilse und ich wollten Rezepte austauschen und für heute Abend alles vorbereiten. Thalia, Herzchen, geh du doch mit. Ich habe doch gemerkt, wie sehr du an den Kindern hängst! Und wenn wir zwei alten Frauen uns um Allegra kümmern, dann braucht ihr euch alle auch keine Sorgen um den kleinen Schatz zu machen." Der Höllenfürst lächelte. "Wenn... du meinen Kindern anbietest sowas wie ihre zweite Großmutter zu sein, Chrisathea, dann werden wir uns in Zukunft duzen!" Thalias Oma lachte. "Kein Problem, Lucifer - und nun geht schon, sonst verpasst ihr die Fähre! Und du musst ohnehin schon zaubern, denn in zwanzig Minuten schafft ihr es sonst nicht." "Na geh schon, Thalia, Liebes." sagte Chrisathea sanft zu ihrer Enkelin. "Oh, komm mit zu den Wölfen, Thalia. Wölfe sind so cool! Und die sind überhaupt nicht so doof wie in Rotkäppchen!" Thalia lachte. "Na, da das letztens wirklich nett war im Zoo, komme ich da gern mit.“
Im Zoo Hannover - sie hatten einfach ihre Familienkarten genommen - gingen sie sofort zur kommentierten Fütterung der Wölfe. Fasziniert schauten die kleinen Mädchen zu. Der Zooscout, der ebenfalls dabei war, und Linnéa wiedererkannte, zwinkerte ihr zu. Als die Fütterung nach einer Viertelstunde zu Ende war, kam er lächelnd auf sie zu. "Na, junge Dame, wieder mit deinem Onkel und deiner Tante unterwegs?" Linnéa grinste. "Ja, und mit meiner Cousine Ainé und meinem Freund Lucas, dem Bruder von meiner Tante Kat und mit Thalia, unserem..." sie blickte Thalia an. "... ähm.... Kindermädchen..." Die junge Frau lächelte. "Ganz genau, die nervige Nanny." neckte sie Linnéa. "Du bist nicht nervig! Ich mag dich!" Thalia lachte, wuschelte ihrem Schützling durch die dunklen Locken und antwortete: "Ich mag dich auch, lígo lýkos, kleine Wölfin..."
Ainé sah fasziniert zu den Wölfen. "Ich glaube, ich weiß um was für ein Haustier ich Großvater bitte..." flüsterte sie und grinste. Sandalephon lachte leise. "Dein Papa Philip wird ausrasten..." Ainé grinste. "Und Mama wird ihm klar machen, dass das genauso ist wie mit Christian und Tiberia..." Kat kicherte. "Oh ja... das wird spaßig..." In diesem Moment heulte ein kleiner Wolf auf. "Oh, was hat er denn? Onkel Sam... du bist doch Doktor. Kannst du nicht..." "Das ist Patachon. Er hat eine verkrüppelte Pfote und darum wird er von den anderen nicht so akzeptiert." erzählte der Zoowärter seufzend. "Der arme Wolf... Onkel Sam, du kannst das doch bestimmt mit Onkel Sandro und Onkel Henrik heile machen, oder?" fragte Linnéa. "Ich bin Kinderarzt und -chirurg, Spätzchen, ich bin kein..." Linnéa schnaubte. "Onkel Sam! Du bist so alt und du kannst mir nicht sagen, dass du nicht auch was von dem weißt was ein Tierarzt macht!" Der Zoowärter lächelte. "Na, so alt ist dein Onkel ja nicht... ich würde schätzen höchstens Anfang Dreißig." sagte er.
Sandalephon lächelte mild. "Hängen Sie noch ein paar Nullen dran und wir sind im Geschäft..." meinte er belustigt und ließ den Zoowärter kurz sehen was er war. "Tatsächlich habe ich auch Erfahrung in Tiermedizin. Aber selbst wenn Patachon gesund wäre, würde das Rudel ihn nicht so akzeptieren - zumal er, abgesehen von seiner Verkrüppelung - an sich ein Alphatier ist und den Alpha herausfordern würde, sobald er dazu in der Lage ist... aber ich denke... ich habe da eine interessante Lösung... Meine Nichte Ainé möchte ein Haustier und Vater würde dafür sorgen, dass Patachon das ideale Haustier für sie ist - genauso wie Tiberia, der Smilodon ihres Bruders das ideale Haustier für meinen Neffen wurde und wie ein Hütehund - abgesehen davon, dass sie eine Säbelzahntigerin ist - auf die Ponys der Kinder aufpasst und wie ich inzwischen gemerkt habe, auf Linnéas Schaftrio..." "Oh, sie mag die drei?" fragte seine kleine Nichte begeistert und hüpfte auf und ab.
In diesem Moment traten zwei Männer ans Gehege und blickten sorgenvoll auf den Wolf der abseits stand. "Der Zoodirektor und unser Tierarzt..." flüsterte der Zoowärter. Sandalephon lächelte und trat zu den beiden. Kat sah, dass er mit den beiden redete und dann stand plötzlich Patachon neben Ainé. Ihr Onkel nahm den Kopf des Tieres in beide Hände und sah ihm eindringlich in die Augen. Die Kommunikation zwischen beiden Wesen war spürbar, dann schien der Wolf zuzustimmen, hob seine verkrüppelte Pfote in Sandalephons Hand und leckte ihm über den Arm als die heilende Kraft des Seraphs in ihn strömte und ihn heilte. Vorsichtig näherte Ainé sich. "Hallo?" fragte sie. Der Wolf kam schnuppernd auf sie zu und schmiegte sich dann an sie. Fasziniert sahen die drei - Zoodirektor, Tierarzt und Zoowärter - zu, wie Ainé und der Wolf Freundschaft schlossen. "Onkel Sam... Patachon gefällt ihm nicht als Name." sagte Ainé. "Dann einigt euch doch auf einen neuen, schönen Namen, der euch beiden gefällt. Wie wäre es mit etwas indianischem... wie Mingan, grauer Wolf?" Der Wolf schnaubte. "Ziemlich langweilig, oder?" fragte Ainé grinsend. "Findet er übrigens auch..." "Odakota? Das ist Sioux und heißt " Freund" oder Nitis - gleiche Bedeutung, andere indianische Sprache..." "Odakota - das finde ich schön... und er mag es auch... weil wir ab jetzt genau das sind: Freunde." sagte Ainé und umarmte den Wolf der sich an sie kuschelte.
"So... hier im Zoo darf er allerdings nicht ohne Geschirr herumlaufen und... " "Aber Onkel Sam! Odakota wird nichts tun, nicht von unserer Seite weichen und..." "Das sind hier aber die Vorschriften, junges Fräulein. Da kann ich keine Ausnahme machen... und ein so großer Hund... oder besser Wolf... das ist an sich schon eine Ausnahme..." sagte der Zoodirektor. "Und Odakota hat sich bereit erklärt den Hund zu "spielen" wenn wir in der Öffentlichkeit unterwegs sind. Herzchen." sagte Sandalephon sanft. Im gleichen Moment trug der Wolf ein Geschirr. Er schüttelte sich das ganze ein wenig zurecht, dann stupste er Ainé an und bedeutete ihr die Leine zu nehmen. "Ich freue mich für den Burschen..." sagte der Zoodirektor. Der Tierarzt nickte. "Und - Sie sind Sam Dale Ponte, nicht wahr? Der berühmte..." Sandalephon räusperte sich. "Ja, aber berühmt würde ich jetzt nicht sagen... aber falls nochmal ein Wolfsjunges ähnliche Probleme haben sollte, rufen Sie mich ruhig an." unterbrach er ihn und reichte dem Tierarzt eine Visitenkarte. "Ich danke Ihnen dafür, dass Sie das so möglich gemacht haben, Ihnen dreien, und dass Odakota jetzt ein schönes Zuhause bei meiner Nichte haben wird - wenn sein "Rudel" in Dublin auch etwas kleiner sein wird als hier... wir werden mit unseren Nichten jetzt mal weiter den Wolfstag genießen und..." "Ich lasse Ihnen Dauerkarten ausstellen - Familienkarten... also ewig gültige..." murmelte der Zoodirektor und griff nach seinem Mobiltelefon.
Sandalephon nahm es ihm vorsichtig aus der Hand. "Wir haben Familienkarten - mein Bruder und seine Familie, mein Neffe hat eine Familienkarte und ich habe Linnéa und Lucas - obwohl sie meine Nichte und mein Neffe - oder in Lucas Fall mein Schwager - sind über diese Karte mit in den Zoo genommen... was vielleicht nicht so legitim war, aber gut... wir hatten es etwas eilig um zur Fütterung zu kommen. Und Ainé und Thalia sind über die Familienkarte meines Bruders reingekommen. Ich kann mir diese Karten jedes Jahr mit Leichtigkeit leisten und werde sie mir mit Sicherheit leisten - jährlich, mir und meinem Bruder Luci...an..." Er gab das Telefon zurück und verabschiedete sich. Am Stand des NABU informierte Ainé sich. Misstrauisch - denn Sandalephon hatte das Geschehen mit Odakota und sein Gespräch mit den Verantwortlichen aus der Zeit gerückt - blickte eine der Tierschützerinnen auf den Wolf. "Na, der hat aber wirklich Ähnlichkeit mit den Burschen da im Gehege." meinte sie. "Und du kannst den doch gar nicht halten! Das ist ja unverantwortlich von deinen Eltern!" Ainé grinste. "Odakota ist ja auch ein Wolf - und mein Onkel und meine Tante sind nicht unverantwortlich, Odakota ist mein Freund und wenn er versuchen würde auszureißen würde er mir weh tun und das macht er nicht!" sagte sie bestimmt und wie zur Bestätigung schmiegte der Wolf sich an seine kleine Freundin.
Die Infozeit und auch die beiden Märchen, die von Mitgliedern eines Theaters vorgeführt wurden, ließen sich die Kinder und die Erwachsenen nicht entgehen. Odakota genoss sichtlich die Aufmerksamkeit der Kinder. "Und Kitty, Saphi und Lulu darfst du nicht fressen! Die sind wie kleine Schwestern! Nur ohne Zähne und mit... na ja... mehr Wolle..." hörten Kat, Thalia und Sandalephon Linnéa gerade ermahnend zu dem Wolf sagen. Zustimmend stubbste er sie an.
Als sie im Restaurant einkehrten - die Kinder und Thalia waren hungrig geworden - wurden sie gleich an einen Tisch etwas abseits geführt. "Unser Zoodirektor hat Bescheid gesagt und wir haben auch für den Hund Ihrer Nichte ein feines Freßchen bereitgestellt." sagte der Restaurantleiter. Sandalephon dankte ihm und beobachtete - genau wie die anderen Besucher des Restaurants interessiert, wie Odakota brav neben Ainé her schritt und erst als sie mit einem Tablett mit einem großen Burger wieder zum Tisch kam und als auch alle anderen sich etwas zu essen geholt hatten sich über die Schüssel mit Fleisch hermachte.
Michael und Maria waren mit Sophia und Christian unterwegs. Da die kleine Tochter des Höllenfürsten genörgelt hatte, sie wolle nicht in ein blödes Aquarium, war der Erzengel mit ihnen und seiner Verlobten bei Seaworld Orlando aufgetaucht. "So, ich denke, hier haben wir die richtige Mischung aus Aquarium und Abenteuer für euch beide, oder?" fragte Michael belustigt. "Und nachher gehen wir dann ins Aquatica planschen... ich glaube 36 Wasserrutschen - eine davon führt in einer durchsichtigen Röhre durch eine künstliche Lagune mit Commerson-Delphinen - dürften euch beide begeistern, was meint ihr?" meinte er belustigt. "Ähm... Schatz... wie ist das möglich? Zeitverschiebung? Ich meine ja nur..." flüsterte Maria. Ihr Verlobter lächelte. "Ich habe Vater gefragt, ob ich die Zeit... etwas manipulieren darf... Ich will schließlich ein "cooler Onkel" sein können..." Maria lachte leise.
Lebendig und anschaulich berichtete er kurz darauf - fast als wäre er Meeresbiologe - den beiden Kindern von den Orcas, Delphinen, Seelöwen und -kühen, so dass selbst Sophia ihm fasziniert lauschte. Anschließend sorgte er dafür, dass beide Kinder die "Journey to Atlantis" - Wasserachterbahn mit ihnen fahren konnten. Sie sahen sich zwei Shows an, aßen etwas in einem der Restaurants und fuhren danach noch zwei andere Attraktionen um die Zeit zu überbrücken. "So, auf ins Badevergnügen!" rief Michael irgendwann und kurz darauf hatte Sophia einen hübschen Badeanzug mit einem Motiv der Eiskönigin aus dem Disneyfilm an, Christian eine Badeshorts mit Delphinen und Orcas drauf und Michael und Maria waren - er in eine Badeshorts, sie in einen hübschen Tankini - in marineblau-weiß gestreift mit Ankermotiv gekleidet. Nach ein paar Stunden waren die beiden Kinder vergnügt und erschöpft, bereit heimzukehren.
Der Höllenfürst teleportierte sich mit Selvaggia, Luciano, Christina, Samantha und Jan an den Außenhafen von Hooksiel. Von dort fuhren sie etwa zwei Stunden mit der Fähre nach Helgoland. Die Kinder freuten sich und fanden es lustig, als das Schiff kurz vor dem Hafen hielt und sie in kleinen Booten zur Insel fuhren. Zuerst gingen Selvaggia und Lucifer mit den Kindern über eine Treppe ins Oberland, vorbei am Leuchtturm und dem Lumenfelsen, bis zur Langen Anna einem freistehenden Felsen neben der Insel. Weiter ging es dann quer über die Insel ins Oberdorf. Dort bummelten sie durch die Souveniershops, wo sich jedes der vier Kinder ein Andenken kaufte und auch nicht vergaßen für Christian, Sophia, Ainé, Lucas und Linnéa, aber auch für Thalia und ihre Großmütter etwas auszusuchen. Zum Mittag aßen sie dann in einem kleinen Restaurant zu Mittag. Anschließend ging es wieder nach unten, wo sie dort noch einen kleinen Rundgang machten, bevor es dann mit der Fähre wieder zurück ging. Auf dem Rückweg waren die vier Kinder dann eingeschlafen. Selvaggia kuschelte sich an ihren Mann, der mit geschlossenen Augen auf der Bank unter Deck saß. "Lucifer ... was ist denn los? Du bist in letzter Zeit so nachdenklich und ich weiß nicht ... es kommt mir so vor als hättest du manchmal wieder leichte Magenschmerzen und Kopfschmerzen. Was beschäftigt dich?" Ihr Mann seufzte leise.
"Die Kopfschmerzen kommen davon, wenn ich zu wenig in der Hölle bin und zu spät zu den Tabletten greife. Das mit dem Magen, na ja ... ich mache mir Sorgen um Astarte sie ist ja gerade in nicht ganz ungefährlicher Mission unterwegs und sollte ihr etwas passieren, dann ist auch Astaroth betroffen." Selvaggia sah ihren Mann etwas traurig an. Sie mochte Astarte auch seit sie gelernt hatte zu akzeptieren, dass die schöne Göttin tatsächlich nur eine Exgeliebte von ihrem Mann war. Und auch den Engel Astaroth mochte sie. "Den beiden wird schon nichts passieren!"
Als sie am  Abend kurz nach 18 Uhr zum Abendessen eintrafen, wurden sie von Ainés neuem Wolf freudig begrüßt. Selvaggia erschrak, als ihr der Wolf entgegen kam, während ihr Mann von der Schönheit des Wolfes fasziniert war. "Das ist mein neues Haustier." erklärte Ainé, als Ilse und Chrisathea zum Essen riefen, sie hatten den großen Esstisch im Esszimmer bereits gedeckt. Es gab verschiedene Salate und Fisch in verschiedener Ausführung, so dass für jeden etwas dabei war, selbst für den gefallenen Engel. Für Michael hatte sie sie Heringssalat gemacht und ihren eingelegten Hering auf den Tisch gestellt. Die Kinder berichteten, was sie alles gesehen und erlebt haben. Es wurde ein gemütlicher Abend.
Nach dem Abendessen trugen die vier Kinder die auf Helgoland gewesen waren gemeinsam ein kleines Gedicht vor, das sie auf der Hinfahrt gelernt hatten.
"Grün ist das Land.
Rot ist die Kant.
Weiß ist der Sand.
Das sind die Farben von Helgoland."
Die anderen lobten sie für das Vortragen des kleinen Gedichtes. Nachdem die Kinder im Obergeschoss in ihren Betten lagen, heute auch Ainé, weil Maria und Michael den Abend noch mit den anderen im Meier-Rayne Haus verbrachten, berieten sich die Paare. "Wir können Ainé nicht bei Philip lassen - zumindest nicht, wenn Asta nicht da ist... egal ob als Astarte oder Astaroth! Die kleine Maus leidet!" meinte Michael. Der Höllenfürst nickte. "Wobei ich denke, Astaroth wird ziemlich sauer mit uns sein... immerhin liebt er Philip und das mit all seinen Macken..." seufzte er. "Hm... wobei Wölfe ja... einen relativ schlechten Ruf haben... könnte der Auslöser sein, dass sie Ainé von dieser Schule werfen... und dann bleibt ihr nur hier auf Norderney zur Schule zu gehen und dann nachher auf das Lycée des Seraphin oder ins Internat auf dem Festland. Oder sie geht gleich in Paris auf die Schule... Das würde Astaroth sicher unterstützen..." "Klar... und da könnte sie auch Odakota mitnehmen. Schon erstaunlich, dass der Bursche und Tiberia nicht wie sprichwörtlich Hund und Katze sind, sondern sich gleich verstanden haben und Tiberia ihn mit in ihr Rudel integriert hat." meinte Maria. Ihr Verlobter grinste. "Alpha-Katze und Alpha-Wolfsrüde... passt doch... und schaut nur, die beiden liegen da gemeinsam im Körbchen." "Also ich würde vorschlagen, wenn Astaroth der Ansicht ist, dass Ainé hier zur Schule gehen sollte, dann wäre sie bei dir und Maria gut aufgehoben. Sie braucht... andere Bezugspunkte als Christian, der ein Mensch ist. Lucia und ich sind ja eher in Rom - zumindest die meiste Zeit... und falls ihr mal weg seid wäre Ilse da... und Lucifer nebst Selvaggia, aber die beiden haben schon fünf eigene Kinder und dann noch Christian... ich denke mit Ainé würde das zu viel." sagte Sandalephon nachdenklich.
"Also ich würde mich freuen." meinte Maria und lächelte ihren Verlobten an. Der grinste. "Kann ich mir vorstellen. Zwei weibliche Engel die versuchen mir auf der Nase herumzutanzen." Sie lachte. "Und du liebst es... gib es zu! Du kannst es nicht erwarten Vater zu werden!" meinte sie. Er seufzte. "Hast mich erwischt." meinte er. "Du machst dich, Mike... hätte ich nicht gedacht, dass du auf SeaWorld in Orlando nebst Wasserpark kommst - und dazu noch die Zeit beugst, extra bei Vater darum anfragst, damit die Kinder den ganzen Tag haben und so Christians und Sophias Interessen verbinden konntest. Alle Achtung... und ich weiß, was für eine kleine Primadonna meine Mittlere ist..." meinte der Höllenfürst belustigt. Selvaggia grinste. "Ja, Christian war ganz begeistert von dieser transparenten Rutsche und den Shows und den Tieren und Sophia von den Fahrgeschäften und dem Badespaß... Irgendwie verstehe ich nicht, was dahintersteckt. Die beiden haben so unterschiedliche Interessen und doch scheinen sie zusammen zu gehören..." "Ja, schon erstaunlich... aber Sophia reißt Christian mit und Christian bremst ihren Überschwang..." meinte Kat nachdenklich, schmunzelte dann aber und meinte an ihren zweiten himmlischen Patenonkel gewandt: "Aber eins versichere ich dir: In Sophias und Christians Ansehen bist du zweifellos nach oben gerutscht..." Michael lächelte. "Ja, genauso wie Sandalephon in Ainés. Ist fraglich, ob sie nicht so lange quengelt bis sie zu euch ziehen darf..." Thalia schnaubte. "Und dann? Soll sie vielleicht in die Schule im Vatikan gehen? Ich denke, da geht es genauso schlimm zu wie im Kindergarten!"
Sandalephon grinste. "Es gibt im Vatikan keine Schule. Dazu ist die Bevölkerung zu gering. Im Durchschnitt kommen 4-5 Kinder im Jahr zur Welt - vor allem von den Gardisten und ihren Frauen. Wie willst du da eine Schule aufrecht erhalten? Ein Kindergarten, ja, eine Schule wäre zu aufwändig. Wobei ich vermute, dass es in Rom auch wirklich gruselige Schulen gibt - ähnlich der von Philip so geschätzten "Dubliner Katholikenschmiede"... aber selbst wenn Ainé zu Lucia und mir nach Rom will... es gibt auch sehr gute Schulen dort... Die deutsche Schule beispielsweise... Ainé könnte dort... viel erreichen. Sie spricht Deutsch, Italienisch, Latein, Griechisch, Englisch, Gälisch und Französisch... und wohl auch - wie eigentlich alle unsere Kinder - außer Said und Christian, da die ja menschlich sind - Aramäisch und Hebräisch..." "Trotzdem - angesichts dessen wer ihre Eltern sind... ich denke, Astaroth und Philip sind die idealen Eltern... und Christian ist ein wundervoller Bruder für sie. Und ich gestehe, auch wenn ich Philip am liebsten manchmal ohrfeigen will... Er ist schon wesentlich... erträglicher geworden." murmelte der Höllenfürst. "Ich denke, wenn Christian für sein Abitur in die Schule nach Paris muss wird er auch nach Dublin zurückgehen zu seinen Eltern. Er liebt sie, das merkt man, und er vermisst beide - und Ainé..."
"Ich hoffe nur, Astaroth passiert nichts... Seid ihr sicher, dass er alles unter Kontrolle hat?" fragte Selvaggia nervös. "Er ist einer der hochrangigsten Seraphim des Himmels gewesen, Metatron, Michael und mir an Rang gleich, Selvaggia. Nur dein Mann überflügelt ihn und uns. Und wie meine Frau und ich es sind, so ist er ein Seraphim beider Seiten. Vater liebt ihn nach wie vor. Was also glaubst du?" fragte Sandalephon sanft. Selvaggia seufzte leise und sah zu ihrem Mann. Sie wusste, dass der Astarte als weibliche Freundin - als "Kumpel" vermisste, eine Frau mit der er zweifellos auch manchmal über seine Probleme mit ihr geredet hatte.
"Und was wird... mit Calliope? Wo doch diese Morena Castaldi... ich meine, das ist ja nicht mal mehr meine Schwester..." flüsterte Thalia. Es klopfte leicht am Türrahmen des Meier-Rayne'schen Wohnzimmers. "Kerubiel, was machst du hier?" fragte der Höllenfürst überrascht. "Ich sollte eigentlich melden, dass Astaroth in Japan gelandet ist... aber ich dachte, ich tue das persönlich..." antwortete er und lächelte Thalia zu. Die errötete leicht. Der Blick ihrer Großmutter ging von dem recht jung und gut aussehenden rotblonden Hünen zu Thalia. "Ähm... Yaya, das ist Ca..." "Thalia, deine Yaya hat von Lucifer gehört wer ich bin und von Kerubiel kann man Cherub - oder das griechische cherouveím sehr gut ableiten. Ich bin was ich bin: Einer der Fürsten des zweiten Chores des ersten Himmels. Das kann ich verbergen, wenn ich es muss und hinter der Fassade des Energiemagnaten Cajus Eric Ubiel verstecken, aber ich bin und bleibe ein Cherubim..." unterbrach Kerubiel Thalia sanft. Er kam auf Chrisathea Kiriaitidou zu, verbeugte sich leicht vor ihr und stellte sich vor. "Und da Sie anwesend sind... und irgendwie Thalias... nun ja... Familie, Kyria Kiriaitidou: Darf ich um die Erlaubnis bitten Ihrer Enkelin den Hof zu machen?" Die alte Dame starrte ihn verblüfft an, dann lächelte sie. "Das Erröten meiner Enkelin sehe ich als Beweis ihrer Zuneigung zu Ihnen, von daher: ja. Aber dann bin ich Chrisathea und nicht Kyria Kiriaitidou und ich werde Sie... dich... Kerubiel oder Cajus? ... nennen!" Kerubiel lächelte. "Ersteres in einer Runde wie dieser hier, auch in der Botschaft in Paris. In der Öffentlichkeit, unter den Menschen Cajus." Er küsste Thalias Großmutter sanft auf die Wange. "Danke für die Erlaubnis, die, deine Enkelin zu umwerben und die, dich beim Vornamen nennen zu dürfen, Chrisathea."
"Also kommt Astaroth heute in einer Woche?" wollte Michael wissen. "So ist es geplant." antworte ihm der Fürst der Hölle. "Dann würde ich vorschlagen, dass wir diese Woche ganz auf Norderney bleiben und Ainé bis dahin bei uns wohnt und wenn sie mal Lust hat darf sie bei Christian, also hier bei dir schlafen - wie heute ja auch, denn jetzt wecken wir sie nicht mehr auf und erscheinen dann morgens zum Frühstück. Was denkst du Lucifer?" fragte Michael. Dieser nickte.
"Und am Samstag reden wir mit Astaroth wegen einem Schulwechsel. Sie ist dort total unglücklich, wie damals Christian." antwortete Lucifer. "Du bist aber bei dem Gespräch dabei? Denn du verstehst dich am besten mit Astaroth und kannst ihn am besten kontrollieren, falls er wütend werden sollte, oder Astarte - je nachdem." fragte Michael seinen gefallenen Bruder. Dieser nickte. "Wobei Astaroth dieses ganze evangelikale ja auch auf den Nerv geht. Vermutlich hat er nur gedacht, da Ainé von zwei himmlischen, wenn auch... in Ungnade gefallenen Engeln stammt würde sie sich vielleicht leichter mit diesem Erzkatholischen abfinden..." Maria lachte leise. "Mike hier nervt mich schon mit seinem orthodoxen Gehabe - aber Philip... also ich habe mich mal mit ihm unterhalten, weil er ja als Hausgeistlicher des Boulevards mein Vorgänger war... seine Vorstellungen von Gottesdienst - auch von Kindergottesdiensten - waren gruselig!" Sandalephon seufzte. "An sich ist es auch noch zu früh für Ainé zur Schule zu gehen. Meine Güte, Luciano und Christina und Lucas kommen dieses Jahr... Gut, ich habe ihnen allen - auch den Zwillingen und schon Linnéa, weil sie wirklich gebettelt hat - das Lesen beigebracht... aber sie sind alle noch Kinder - wenn auch geistig stark entwickelte." Verblüfft sah der Höllenfürst ihn an. "Das mal von dir zu hören... wow!" "Oh und ich habe eine so schöne Idee für den Einschulungsgottesdienst. Wir sind schon am Planen. Das wird richtig schön. Die Kinder sollen Senfkörner pflanzen und das werden große Blumen als Zeichen wie sie auch wachsen." erzählte Maria. Der Höllenfürst verdrehte leicht die Augen bei dem Gedanken an die baldige orthodox-evangelische  Trauung von Michael, vor der ihm schon etwas graute - wobei der Einschulungsgottesdienst interessant klang, so wie Maria ihn zu planen schien.
Den Sonntag verbrachten die Kinder mit Reiten begleitet von ihrem  Vater und Onkel und mit Thalia bastelnd und spielend. Am späten Nachmittag spielten sie am Strand Volleyball - mit einem Schaumstoffball, der ganz weich war - Thalia, Maria und die Kinder gegen Lucifer, Michael, Sandalephon und Kat. Thalia hatte dies den Kindern vorgeschlagen, da sie ihren Chef auf andere Gedanken bringen wollte, da ihr nicht entging, dass er sich gerade sehr um seinen Freund/beste Freundin sorgte und allgemein schlecht gelaunt wirkte.
Am Montagmorgen saß Lucifer am Pult seines Hörsaales und nippte ins Leere starrend an seinem Kaffee to go, während sich der Saal langsam füllte. Auch Dr. Gentile trat ein, da ihm die Vorlesungen seines neuesten Dozenten sehr gefielen. Ihm fiel jedoch sofort auf, wie auch seinen Studenten, dass er heute etwas abwesend wirkte. Er war heute schon zeitig gekommen, da er seine Vorbereitungen, die sonst Elisa übernahm selbst machen musste, was ihn doch etwas ärgerte. Außerdem sorgte er sich nach wie vor um seinen Freund, beziehungsweise beste Freundin, die er gerade jetzt da ihn die Geheimnisse seiner Frau beschäftigten sehr vermisste. Sein Magen meldete sich seit ein paar Tagen wieder mit leichten bis mäßigen Schmerzen, wie immer, wenn er sich zu sehr sorgte oder gestresst fühlte.
Er erhob sich und drückte kurz mit einer Hand in den leicht schmerzenden Magen., ging dann die Anwesenheitsliste seiner Studenten durch und begrüßte auch die Besucher und begann dann mit seiner Vorlesung. Die wie auch die der letzten Woche großen Anklang fand. Einer der Studenten sprach Dr. Gentile an und wollte wissen, ob er noch den Kurs wechseln könnte, da er mit seinem gewählten nicht zufrieden war und er Dr. Rayne einfach super fände. "Nun, es ist ja noch ziemlich am Anfang - am Besten fragen Sie Dr. Rayne." schlug der Uni-Präsident vor und fügte hinzu: "Nur zu, er beißt nicht!" bevor er in sein Arbeitszimmer zurückkehrte.
Nachdem die Studenten und auch Kollegen den Hörsaal verlassen hatte und  der Höllenfürst gerade gehen wollte hörte er eine Stimme. "Dr. Rayne kann ich Sie kurz sprechen?" Er sah auf und erblickte Andrea Farese, was ihn gereizt aufstöhnen ließ. Er ließ sich auf seinen Stuhl sinken und rieb erneut über den Magen. "Was willst du denn? Ich weiß noch nichts von Laurentia und ich melde mich bei dir, wenn ich etwas weiß." "Aber ich mache solche Sorgen, ich will meine Schwester nicht verlieren und ..." "Ich kann das verstehen - ich mache mir auch Sorgen um meine beste Freundin, aber - wir müssen abwarten, was Astarte am Samstag zu berichten hat. Und bis dahin lass mich bitte in Ruhe! Ich kann vorher nichts für dich tun!" unterbrach er den Studenten gereizt. Er zauberte seine Sachen in sein Arbeitszimmer auf Norderney und verschwand dann nach Kanada, da er sich nach etwas Ruhe sehnte.
Auf Norderney hatten sie - als beide Raynes schon zu ihren Verpflichtungen aufgebrochen waren - beschlossen, dass Maria und Michael mit den Kindern - und Chrisathea Kiriaitidou als "Fremdenführerin" nach Kreta wollten um den Palast von Knossos zu besichtigen. Michael war sichtlich überrascht, dass die Kinder alle mit ihm mit wollten. "Aber Linnéa, Luciano, Luca, Sophia, ihr müsst doch in den Kindergarten, genauso wie Samantha und Jan in die Schule müssen! Ich will nicht mit Metatron oder Alex und Nick diskutieren müssen!" Jan seufzte "Onkel Michael, wir sind in der ersten Klasse - und das freiwillig, weil wir ja noch nicht müssten... und da lernen die gerade lesen und rechnen bis 100. Und dann haben wir noch Englisch als Fremdsprache - und das sprechen wir beide perfekt. Immerhin sind Samanthas Eltern aus Amerika und auch mit dieser Mischung aus Naturkunde, Geschichte und so kommen wir beide locker klar und vom Religionsunterricht haben unsere Eltern uns befreien lassen - angesichts dessen, dass Papa der Schulträger ist und mein Großvater und mein Lieblingsonkel sozusagen die einzigen "Freund- oder Feindbilder" sind, fanden die Lehrer das okay. Aber an den Schulgottesdiensten nehmen wir ja immer teil, das kann Tante Maria bezeugen!" Die junge Pastorin grinste. "Ja, mache ich auch. Ihr zwei engagiert euch auch immer sehr bei den Vorbereitungen."
Michael seufzte leise, dann meldete er sich bei Metatron und holte sich die Erlaubnis ein. Sein Bruder lachte. "Natürlich darf Jan "die Schule schwänzen". Samantha übrigens genauso. Es ist schließlich ein Versuch, dass die beiden schon zur Schule gehen und es ist ja nicht so, dass sie was verpassen. Sandalephon hat ihnen allen Lesen und einiges mehr beigebracht. Jan hat seinen Patenonkel so lange angebettelt, bis der ihm und auch Samantha alles mögliche beigebracht hatte. Und erste Fremdsprache ist wahlweise Englisch oder Latein - und beides können die zwei schon. Vater war bei seiner... zukünftigen Schwiegerenkelin genauso großzügig wie bei seinen jüngeren Schwiegerenkeln, sprich Christina Luciana und Lucas Lucian... und auch bei Christian war er nicht kleinlich... Er wird es auch bei euren Kindern nicht sein... die Sprachen der Bibel sprechen sie alle und sowohl die Englischlehrerin als auch der Lateinlehrer des Lycées waren schon bei mir und haben gefragt wie sie darauf reagieren sollen, dass beide Kinder bestes antikes Latein sprechen und Englisch sowohl mit amerikanischem als auch mit britischem Akzent." Michael musste schmunzeln. "Entschuldigst du die beiden dann heute - und vielleicht sogar für den Rest der Woche in der Schule? Und könntest du mit den Boyles reden?" Metatron lachte. "Erstens: Ja ich sage in der Schule Bescheid. Zweitens: Ich brauche nicht um Erlaubnis zu fragen, denn Alex ist gerade auf einem Forschungstrip in Afrika und Nick ist für die Botschaft unterwegs. Meine zukünftige Schwiegertochter ist bei Cassie und mir und wir sind verantwortlich. Das haben die beiden sogar - für alle Fälle, du kennst Nick ja - bei einem Notar schriftlich in ihrem Testament verfügt."
Jan grinste Michael an als der die zwei Kinder musterte. "Papa hat ja gesagt und das auch für Samantha." meinte er belustigt. "Und du kleiner Schlingel hast das genau gewusst..." Jan zuckte mit den Schultern. "Ja." "Na gut, dann macht euch fertig, Ainé, Samantha, alle anderen - es sei denn, Ilse, du erhebst Einspruch?" "Ne, ich komm mit nach Kreta, Michael, Junge, Chrisathea wollte mir ihre Orangenbäume zeigen. Ich ruf nur schnell in Paris an und sag Bescheid, dass die Lütten heute nicht in den Kindergarten gehen." Zehn Minuten später waren sie auf Kreta, ganz in der Nähe des Palastes von Knossos. "So, alle zusammenbleiben, nicht dass ihr vom Minotaurus gefressen werdet!" rief Maria. "Vom was?" Die Erwachsenen lachten. "Vom Minotaurus - das ist eine Sagengestalt, so eine Art Märchen aus der Antike." erklärte Chrisathea und schon erzählte sie den gespannt lauschenden Kindern die Sage von Theseus, Ariadne und ihrem Kampf gegen den Minotaurus. Kaum hatte sie geendet waren sie auch schon beim Ticketschalter und Michael buchte die geführte Tour für eine Gruppe. "Meinst du nicht, dass du das auch allein könntest?" fragte Maria ihn leise. "Theoretisch ja, praktisch nein. Das ist nicht erlaubt. Außerdem..." "Ah, Kyrios Archangelos! Da sind Sie ja. Wir können Sie gut brauchen, denn es muss das eine oder andere überholt werden und..." Michael unterbrach den älteren Mann. "Dr. Papadakis, bitte, ich schaue mir das gern nächste Woche an, aber heute will ich mit meinen Nichten und Neffen, den Großmüttern und meiner Verlobten einfach die Touristenführung machen." Er wandte sich an Maria, Ilse und Chrisathea: "Dr. Papadakis ist der hiesige Kurator. Ich habe öfter mit meinem hiesigen Bauunternehmen Ausbesserungen vornehmen lassen und da ich... einige Kenntnisse betreffs Renovierung und Instandhaltung von antiken Bauwerken habe..."
Der Kurator schnaubte. "Einige? Sie stecken sogar mich in die Tasche, Kyrios Archangelos - und jetzt tun Sie nur nicht so, Sie haben immerhin auch einen Dr. in Architektur und einen in Kunstgeschichte! Würde mich nicht mal wundern, wenn Sie noch einen in Geschichte hätten!" "Den hat mein ältester Bruder... Lucian, der Vater von vier dunkelhaarigen Kindern. Der ist der Historiker und ein begnadeter Redner noch dazu. Er ist gerade im Berufungsverfahren zum Professor an der Uni in Rom. Ich wollte mir übermorgen mal seine Vorlesung anhören... ich glaube es ging um Bauwerke..." Linnéa schüttelte den Kopf. "Ochi, dann musst du donnerstags gehen, Theo Michael, Mittwoch spricht Papa über: "Das Pantheon und andere Gottheiten und ihre Kulte und Mysterien im Römischen Reich - inklusive Kaiserkult" und donnerstags über "Architektur der Antike und ihr Zweck - vom Aquädukt über den Limes bis zum Straßenbau, vom Kolosseum bis zu öffentlichen Bädern" - zumindest hat Tante Asta mir das gesagt." Michael lächelte. "Hm... dann wohl besser donnerstags... mal schauen." Der Kurator lächelte. "Dann werde ich die Führung für Sie machen, Kyrios Archangelos, für Sie und ihre Familienangehörigen." sagte er bestimmt und so mussten sie nicht einmal warten. Anschließend gingen sie Mittagessen und besorgten Kuchen, da Chrisathea Kiriaitidou sie eingeladen hatte. Sie besaß ein relativ großes Grundstück und die Kinder konnten noch ein wenig toben, bevor es Zeit zum Kaffee war. Am späten Nachmittag kehrten sie nach Norderney zurück.
Zum Abendessen erschien auch der Hausherr wieder. "Wart ihr denn heute nicht im Kindergarten?" fragte er, sah jedoch Michael streng an, als die Kinder von ihrem Ausflug nach Griechenland berichteten. "Sie wurden von Ilse in der Kita entschuldigt und Ilse war auch dabei." rechtfertigte sich Michael. "Reg dich nicht auf, mein Junge!" sagte Ilse ruhig und stellte ihm einen Pharisäer hin und die Magentropfen. "Falls du die auch brauchst." Er sah der älteren Dame tief in die Augen, "Dir entgeht auch gar nichts. Aber ich denke das wird jetzt nicht nötig sein, die Schmerzen sind bis jetzt noch auszuhalten." antwortete er, wandte den Blick jedoch nicht ab. Erst als Ilse sich mit einem Seufzen wegdrehte, das Fläschchen mit den Magentropfen nahm und wieder in des Schrank stellte. "Sieh es doch mal so Lucifer, die Kinder haben ja etwas gelernt. Es ist ja nicht so, dass sie nur rumgegammelt hätten. Sie haben etwas über Griechenland erfahren und ..." "Ist schon gut, Michael." unterbrach er seinen himmlischen Bruder. Man merkte, dass er keine Lust hatte sich zu streiten. Die drei anwesenden Frauen spürten zu ihrem Leidwesen auch die leichten Spannungen, die zwischen Michael und Lucifer bestanden.
Der Rest der Woche verlief ruhig. Lucifer war nach wie vor schlecht gelaunt. Er war genervt, dass seine Hiwine nicht anwesend war, dass sich ständig irgendwelche Leute, so wie immer wieder andere Kollegen und einige Studenten aus anderen Fachgebieten in seinen Vorlesungen tummelten. Eigentlich nervte ihn gerade fast alles. Seine Vorlesungen brachte er aber wie immer  hinter sich und unterrichte locker und cool wie immer, wie seine Studenten sich einmal ausgedrückt hatten.
Am Freitag wurden die Kinder nach dem Frühstück wieder in den Kindergarten gebracht. Lucifer hatte heute auch Ainé mitgeschickt. Michael und er hatten das am Abend vorher besprochen, da sie sich überlegt hatten, wenn es ihr gefiele mit Astaroth und wohl auch mit Philip zu reden und die beiden zu überzeugen, dass die Kleine dort besser aufgehoben wäre als in dieser katholischen Horrorschule. Immerhin war sie erst drei und noch ein Kind, das noch spielen wollte und sollte.
"Wie wäre es mit einem kleinen Ausflug nach Griechenland, Lucifer? Du hast von dem Land noch gar nicht viel gesehen und in unserem Haus auf Rhodos warst du auch noch nie. Selvi ist im Museum und dir schadet es nicht, wenn du mal auf andere Gedanken kommst, was Thalia ja auch schon am Wochenende versucht hat." sagte Maria. "Ilse kommt sicherlich auch mit." "Na klar! Sobald Lucian seinen Pharisäer ausgetrunken hat gehen wir." "Ach wird das jetzt einfach so bestimmt? Ich habe noch gar nicht zugesagt, dass ich mitgehe!" meckerte der schlechtgelaunte Höllenfürst und griff nach den Tabletten, die er von Sandalephon gegen die Kopfschmerzen bekommen hatte, die auch Sandalephon plagten, da sie mittlerweile mehr Zeit auf der Erde, als im Himmel oder der Hölle verbrachten.
"Hör auf zu mosern! Trink aus und dann Mantel an und auf nach Griechenland! Deine schlechte Laune ist langsam nervig und du weißt genau, dass ich dich nicht gerne so sehe. Was ist mit deinem Magen?" fragte sie besorgt. "Mutti! Ich habe dir diese Woche schon mal gesagt, dass es nicht schlimm ist. Ich will die Tropfen nicht gleich bei leichtem bis erträglichem Schmerz nehmen." Ilse seufzte unzufrieden, da sie auch nicht mochte, dass ihr Sohn sich mit erträglichen Schmerzen herumquälte, ließ es aber gut sein und steckte das Fläschchen unauffällig in ihre Jackentasche, als sie zusammen mit Maria und Michael nach Griechenland aufbrachen. Das Haushälter-Ehepaar freute sich, als sie kamen und Aglaia, die auch die Köchin von Michael auf Rhodos war, machte sich sofort daran ein leckeres Menü zu planen. "Oh, ich werde Souvlaki machen, die mögen Sie doch, Kyrios!" rief sie und war schon in der Küche verschwunden. Michael lächelte.
Der Höllenfürst sah sich um. "Also deine Hütte hier scheint ja ganz nett zu sein, aber es fehlt doch ein wenig, oder? Ich glaube, wenn dein Haus auf Norderney fertig ist, solltest du Freya hier auch mal dran lassen!" murmelnd. "Mal sehen. Manchmal mag ich es etwas spartanischer..." antwortete der Erzengel. Da Thalia arbeitete, war auch ihre Großmutter mitgekommen. "So, dann zeigen wir euch mal etwas von Rhodos. Soweit ich weiß, Lucifer, warst du kaum mal hier." Der Höllenfürst schnaubte. "Mit diesen christlichen Rittern hier? Bist du wirr?" Die anderen grinsten, lachten leise, aber sie brachen gemeinsam auf um sich den Großmeisterpalast und die Altstadt anzusehen.
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