SwanQueen-Jahreskalender

von Valkyr
KurzgeschichteAllgemein / P16 Slash
01.01.2019
15.03.2019
64
81483
22
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
Hallöchen ihr!
Ich bemühe mich wirklich, die Kapitel schnellstmöglich nachzuholen. Es geht auf jeden Fall noch weiter, nur leider ist es zur Zeit nicht machbar, so viel hochzuladen. Habt bitte Geduld und danke dafür! Hier aber schonmal nachträglich das Kapitel vom 05.03.  und diesmal eher AU :)
Viel Spaß!

Liebe Grüße
Eure Valkyr
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05.03.2019 - Die richtige Person

Kaum war Emma aus dem Zug gestiegen, musste sie missmutig feststellen, dass der Bahnhof völlig überfüllt war. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet ihr, dass ihr nicht mehr viel Zeit blieb, um ihren Anschluss zu bekommen, weswegen sie ihre Umhängetasche fest umklammerte und sich einen Weg durch die Menschenmassen bahnte.

Dann und wann stieß sie gegen jemanden oder wurde selbst angerempelt, aber sie ignorierte es, bis sie gegen eine weitere Person stieß und diese, samt Emma, zu Boden fielen.

Nach einem flüchtigen Moment des Schocks, rappelte Emma sich auf und wandte sich sofort an die dunkelhaarige Frau, gegen die sie geknallt war. Sie war recht seriös gekleidet und wirkte nun ganz und gar nicht erfreut über die Tatsache, dass man sie umgerannt hatte.

"Haben Sie denn keine Augen im Kopf?", zischte sie und lehnte Emmas Hilfe ab, indem sie allein aufstand und ihren Mantel glattstrich, ehe sie ihr Haar zurückwarf und Emmas Blick traf. Dieses intensive Brauen ihrer Augen schien sich nur so in jene Emmas zu bohren, was sie etwas verwirrte.

"Äh... ich...", begann Emma zu stammeln, da hörte sie nur eine Ansage und sah auf. Sie war ganz dicht an dem Gleis, zu dem sie musste, doch durch das Gedränge und den Zusammenprall, war ihre übrige Zeit verstrichen und ihr Anschluss somit abgefahren. Seufzend ließ sie die Schultern hängen. Statt dass die Frau noch weiter auf ihr herumhackte, folgte sie Emmas Blick zur Anzeigetafel, schürzte die Lippen und schien zu überlegen.

"Storybrooke, hm? Was wollten Sie denn da?"
Blinzelnd sah Emma wieder zu ihr. "Meine Eltern besuchen. Der nächste Anschluss kommt erst in ein paar Stunden, also...", sie zog die Schultern hoch, "sorry, dass ich sie umgerannt habe, ich war einfach in Eile. Was soll's."

Auf einmal setzte die Frau ein kühles Lächeln auf.
"Ich wohne in Storybrooke. Für gewöhnlich mache ich das nicht, aber... wenn Sie mir versichern, dass Sie keine vollkommene Irre sind, kann ich Sie mitnehmen."

Emma staunte nicht schlecht ob diesen Angebots. Ob sie es wirklich annehmen sollte? Immerhin kannte sie die Frau gar nicht, aber nachdem sie bereits vier Stunden durchs Land gefahren war, hatte sie keine Lust mehr, noch länger auf die Weiterreise zu warten, also nickte sie.
"Okay. Und nein, ich bin... eigentlich ganz normal."
"Das will ich hoffen. Also dann..."

So folgte Emma ihr zurück durchs Gedränge und nach draußen. Die frische Luft außerhalb dieser Menschenmasse tat gut und so musste sie erst einmal tief durchatmen, bevor sie weiter ging und schließlich in den schwarzen Mercedes der Fremden einstieg.

"Ich bin übrigens Emma."
Wieder lächelte die Frau, diesmal jedoch etwas freundlicher. "Hallo, Emma. Ich heiße Regina."


Eine lange Zeit fuhren sie und saßen einfach stumm da. Während Regina sich auf den Verkehr konzentrierte, schaute Emma aus dem Fenster und betrachtete, wenn auch eher etwas abwesend, die Landschaft. Die großen Häuser und Betonklötze verschwanden, die Stadt endete und bald schon kamen Wälder und Felder zum Vorschein, Seen und Flüsse, die sie überquerten, doch bald schon bekam Emma nicht mehr viel davon mit, da sie den Kopf gegen die kühle Scheibe legte und die Augen schloss. Lang dauerte es nicht, da war sie eingeschlafen.


"Emma? Wir sind da."
Müde und auch etwas verwirrt, sah Emma um sich, bis sie in Reginas Gesicht blickte. "Mh, was?"
Regina schmunzelte leicht. "Wir sind in Storybrooke. Wenn Sie mir sagen, wo Ihre Eltern wohnen, kann ich Sie dort absetzen."
"Die Straße runter", sagte Emma unter einem Gähnen, "nicht weit vom Granny's."

Gesagt, getan, hielt Regina nur wenig später am Bordstein. "Also, da wären wir dann."
"Ja... Vielen Dank, Regina."
"Nicht der Rede wert."

Als Emma ausgestiegen war, sah sie Regina noch nach und lächelte leicht. Wer auch immer diese Frau war, aber es war nett gewesen, sie mitzunehmen. Davon abgesehen, war sie äußerst ansehnlich. Emma war sich sicher, dass sie noch öfter an sie denken würde. Außerdem war Storybrooke nicht sehr groß. Vielleicht würde sie ihr ja nochmal über den Weg laufen.

* * *

Es war Emmas dritter Tag in Storybrooke, als sie gerade zum Granny's ging, um sich einen Kaffee zu bestellen. Doch kaum, dass sie das Diner betreten hatte, blieb sie wie angewurzelt stehen, als sie Regina am Tresen stehen sah. Sie unterhielt sich gerade sehr angeregt mit Ruby, der Kellnerin.

"Ich weiß wirklich nicht, was du an ihm hattest. Er war so nervig", sagte Ruby und Emma hatte das Gefühl, als wäre sie auf einmal in eine gewisse Intimsphäre geraten.
"Manchmal... Er war dennoch sehr nett. Und er kam super mit Henry klar... Sowas ist selten", war Reginas etwas traurige Erwiderung, bevor sie an ihrer Tasse nippte.

"Ach, er wird nicht der einzige Mensch auf Erden sein, der mit einem zehnjährigen Jungen klar kommt."
"Ich würde damit klar kommen!" Warum zur Hölle hatte Emma das jetzt nur gesagt?
Nicht nur, dass sie sich einfach in ein Gespräch eingemischt hatte - sie zog nun auch noch die Blicke der beiden auf sich. Ruby wirkte dabei eher belustigt, Regina hingegen... irritiert.

"Schon mal etwas von Privatsphäre gehört?"
Emma schluckte und spürte, wie ihre Wangen heiß wurden. "Entschuldigung... Ich habe... nur zufällig mitgehört und..."
"Schon gut", unterbrach Regina sie, leerte ihre Tasse und zog ihren Mantel an, "ich muss sowieso los."

"Machs gut, Regina", Ruby nahm die Tasse und stellte sie beiseite, derweil Regina an Emma vorbei ging.
Aus einem Impuls heraus griff Emma nach ihrer Hand und wieder trafen sich ihre Blicke.
"Keine Ahnung, was war, aber... Sie finden schon die richtige Person. Und mich würde es nicht stören, ein Frau zu haben, die ein Kind hat."

Verdutzt sah Regina sie an, den Mund leicht geöffnet, im Begriff, etwas zu sagen, doch da lächelte sie auf einmal nur. "Mal sehen."
Damit löste sie sich von Emma, doch keinesfalls hektisch; Es schien so, als würde sie ihre Hand so lange wie möglich an der eigenen spüren wollen, sie so lang wie möglich ansehen wollen, bevor sie das Diner dann verließ.

Emma hatte keine Ahnung, was da gerade passiert war, doch nun war sie sich um einiges sicherer, als zuvor: Sie würde noch öfter mit Regina zu tun haben.
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