Das Amulett [DM/HG] *Adventskalender 2019*

von DDDracooo
GeschichteRomanze, Angst / P16
Draco Malfoy Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
01.01.2019
08.12.2019
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Kapitel 5 - Türchen drei

Als Hermine das nächste Mal erwachte, waren Harry und Ron zurück. Sie erzählten ihr, dass sie das Amulett von Malfoy bekommen hatten und es bereits Heiler Green gegeben hatten, der es wiederum bereits einem bekannten Fluchbrecher gegeben hatte. Es war schon zwei Stunden her und bisher hatten sie noch keine Ergebnisse bekommen.
»Malfoy scheint übrigens wirklich nichts damit zutun zu haben. Er hat uns seine Erinnerungen gezeigt und mich seinen Zauberstab überprüfen lassen. Beides war absolut sauber«, sagte Harry ihr zum Abschluss. Hermine nickte wissend, das hatte sie ja bereits gesagt.
Ob die alte Frau, die ihr das Amulett verkauft hatte, wohl wusste, dass es magisch war? Hermine war sich nicht sicher. Sie hatte so nett gewirkt.
»Eine alte Frau hat mir das Amulett verkauft. Ich kann euch die Erinnerung geben, dass ihr sie suchen könnt?«, fragte sie ihre Freunde. Ron schien begeistert davon zu sein, eine neue Aufgabe zu haben. So setzte Hermine ihren Zauberstab an ihre Schläfe und dachte an den Tag zurück, an dem sie das Amulett gekauft hatte. Die Erinnerung korkte sie in eine Ampulle ein, die Harry als Auror immer dabei hatte.
»Es ist schon spät, ihr solltet langsam nach Hause. Ihr könnt euch die Erinnerung auch morgen anschauen«, sagte sie, als sie Harry das gefüllte Gefäß übergab.
»Wir bleiben so lange, bis wir wissen, was das für ein Fluch ist. Außerdem denkst du wirklich, wir lassen dich jetzt ganz allein?« Harry schnaubte als Antwort auf ihre eigene Frage.
Hermines Herz flatterte vor Freude, endlich wieder mit ihren Freunden vereint zu sein.

Es dämmerte bereits, als Heiler Green ihr Zimmer betrat. Hermine hatte in der Zeit immer mal wieder kurzzeitig geschlafen, doch sie hatte Albträume von dem Kerker. Immer wieder war sie zusammengezuckt und wieder aufgewacht. Immer wieder hatte sie das Gefühl wieder eingesperrt zu sein. Anfangs war sie noch so erschöpft, dass sie traumlos geschlafen hatte, doch das konnte sie nun wohl nicht mehr.
Ihre Freunde hatten es bemerkt aber sie nicht darauf angesprochen und Hermine war froh darüber.
»Miss Granger, Mister Potter, Mister und Miss Weasley dies ist Mister Bones, er ist Englands bester Fluchbrecher«, stellte Heiler Green den Mann neben sich vor.
»Es freut mich Ihre Bekanntschaft zu machen«, sagte Mister Bones und neigte leicht den Kopf.
»Haben Sie herausgefunden, welcher Fluch auf mir liegt?«, fragte Hermine wissbegierig. Sobald sie den Fluch abgeschüttelt hatte, konnte sie hoffentlich damit beginnen, diesen Schrecken zu verarbeiten und zu vergessen.
Der Gesichtsausdruck des Fluchbrechers verhärtete sich und Hermine überkam sofort ein schlechtes Gefühl.


»Das Amulett, welches Sie uns überreicht haben ist sehr alt. Es wurde vor weit über hundert Jahren zur Sklavenhaltung verwendet. Ein reinblütiger Zauberer konnte in dem Amulett Muggel oder aber auch Muggelgeborene gefangen halten.«
Hermine starrte den Fluchbrecher paralysiert an und wartete darauf, dass er endlich erzählen würde, was für ein Fluch auf sie lag.
»Sie hatten Glück im Unglück, dass Mister Malfoy das Amulett gefunden hat. Nur ein Reinblut kann einen Gefangenen aus dem Inneren befreien.«
Mister Bones schenkte ihr einen mitleidigen Blick. Als er nicht weiter erzählte, fragte sie leise: »Und was hat das jetzt für Auswirkungen auf mich?«
»Nun, wie gesagt wurde die Amulette zur Sklavenhaltung verwendet. Es wurde sichergestellt, dass die Muggel nicht fliehen können. Ich kann noch nicht genau sagen, welche Konsequenzen es hat, aber wenn sie länger von Mister Malfoy getrennt sind, werden sie in irgendeiner Weise Schmerzen bekommen.«
In Hermines Kopf ratterte es.
»Man wird diesen Fluch doch lösen können oder?«, fragte sie nach einem Moment des geschockten Schweigens. Aus dem Augenwinkel konnte sie sehen, dass Ron kreidebleich geworden war und auch Harry sah nicht gut aus. Sie selbst sah wahrscheinlich nicht viel besser aus.
»Mister Malfoy sollte das Gegenstück zu ihrem Fluch tragen, wir müssen auch ihn untersuchen«, erzählte Mister Bones ausweichend. Auch Heiler Green, der neben ihm stand, wich Hermines Blick aus.
»Sie haben nicht ihre Frage beantwortet«, grummelte Harry in einem bösen Unterton. Hermine schluckte. Das konnte doch nicht wahr sein!
»Miss Granger, ich habe solch ein Amulett noch nie zu Gesicht bekommen und kenne es bisher nur aus der Literatur. Natürlich sind sie mittlerweile streng verboten und alle, die bisher aufgetaucht sind, wurden zerstört. Aber wenn der Fluch einmal ausgelöst wurde, ist es bisher noch nie gelungen ihn zu lösen«, erklärte Mister Bones.
»Es gibt doch zu allen Flüchen Gegenflüche, abgesehen von den Unverzeihlichen«, murmelte Hermine ihr Wissen aus.
»Es kann sein, das es einen gibt. Wenn ist er mir nicht bekannt und auch den besten Fluchbrechern der Welt nicht.« Unzufrieden wandte Hermine den Blick ab und schaute zu ihren Freunden. Harry drückte ihre Schulter, aber sie wirkten alle so geschockt, wie sie sich fühlte.
»Sie müssen Mister Malfoy für eine Untersuchung herholen. Es kann sein, dass der Fluch bei ihm noch nicht vollständig ausgeprägt ist, dann könnten wir vielleicht noch etwas unternehmen«, sprach Heiler Green an Harry und Ron gewandt. Die beiden ehemaligen Gryffindors schauten sich an und waren wenige Sekunden später schon appariert.
Immer noch apathisch bekam Hermine gar nicht mehr mit, wie die beiden Männer sich verabschiedeten und wie Ginny sie tröstend in den Arm nahm. Sie würde garantiert nicht die Sklavin von Malfoy werden. Lieber würde sie alle Bücher der Welt nach einem Gegenfluch durchkämmen!
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