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Vergangene Zukunft

von Adrimeny
CrossoverAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Old Shatterhand Winnetou
01.01.2019
03.09.2020
21
64.965
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122 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
14.01.2019 5.051
 
Persönliches Logbuch des Captain – Kathryn Janeway – Sternzeit 51892.28. Zumindest ungefähr - nach meiner Schätzung, denn den Computer kann ich nicht mehr danach fragen. Wir mussten alle Systeme, die nicht unbedingt zur Lebenserhaltung notwendig waren, abschalten und ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich zum letzten Mal die Sternzeit bewusst wahrgenommen habe. Zu viel ist seitdem passiert, zu viel gab es zu tun. Zu viel ist zerstört worden. Daher führe ich dieses Logbuch per Hand – ein ungewohntes Gefühl Papier und Stift zu benutzen, ich musste erst einmal in meiner Kabine danach suchen. Und doch ist es so passend in unserer Situation. Es ist, als hätte man uns mit einem Schlag in die Vergangenheit katapultiert. Allerdings ohne das Wissen, wie man in dieser Vergangenheit überlebt.

Pures Überleben scheint überhaupt nur noch der einzige Zweck unseres Daseins zu sein. Ein täglicher Kampf, der mit jeder feindlichen Attacke aussichtsloser erscheint.

Der letzte Angriff von einem Feind, der für uns noch nicht einmal einen Namen oder ein Gesicht hatte, hat uns zwar das Leben gelassen, so gerade, aber die Voyager liegt im Sterben.

Sie bemüht sich und gibt nicht auf, doch letztlich schleppen wir uns nur noch quälend langsam voran, die letzte verbleibende Energie nutzend, um irgendwie voran zu kommen und uns am Leben zu erhalten. Auf ein Wunder hoffend.

Wunder scheint der Deltaquadrant [1] jedoch für uns nicht bereitzuhalten. Es scheint als gäbe es hier nur Feindseligkeit, Kampf und Krieg.  

Vielleicht sollte nie jemand bis hierhin vordringen und wir werden nun für unser Eindringen bestraft. Doch wir haben uns unser Hiersein nun einmal nicht ausgesucht. Es war nicht unser Forschergeist, der uns hierher geführt hat, keine Expansionspläne der Föderation [2]. Wir wurden von einem fremden Wesen, vom Fürsorger, hierher gezogen und strandeten in dieser feindseligen Umgebung.    

Und nun? Nun sind wir weiter von der Erde entfernt, als wir es ohnehin schon waren. In diesem Zustand wird die Voyager uns nicht nach Hause bringen können. Niemals.

Doch ich darf nicht zu schwarzsehen. Ich muss mir die Hoffnung auf eine Rückkehr in den Alphaquadranten und zur Erde erhalte. Ich bin der Captain, der Anführer dieser wunderbaren Crew. Wenn ich die Hoffnung verliere, dann ist wirklich alles verloren.


Gedankenverloren blickte Kathryn durch die transparenten Scheiben ihres Bereitschaftsraums. Es war fast, als würden sie im Weltall stehen. Keine vorbeiziehenden Streifen eines Flugs mit Warpgeschwindigkeit [3]. Keine Anzeichen dafür, dass sie sich überhaupt bewegten. Stillstand. Stille.

Durch die Abschaltung aller nicht unbedingt notwendigen Systeme  war es überhaupt ungewöhnlich still auf dem Schiff. Die sonst so vertrauten Geräusche waren nicht mehr da.

Totenstille dachte sie und unwillkürlich lief ihr ein kalter Schauer über den Rücken.

Ein Klopfen, das in dieser Stille übermäßig laut wirkte, schreckte sie aus den trüben Gedanken.

Chakotay, ihr erster Offizier, Vertrauter und wichtigster Berater stand in der Tür.

Ach ja, die automatischen Türen hatten sie ja ebenfalls deaktiviert und sie standen jetzt überall offen.

Sie seufzte tief – etwas, das sie sich nur erlaubte, wenn sie allein war oder eben in der Anwesenheit Chakotays, dem Mann, den sie eigentlich gefangen nehmen sollte und der nun ihr engster Verbündeter war.

Er sah genauso lädiert aus wie das Schiff. Doch Kathryn war froh, ihn überhaupt wieder auf den Beinen zu sehen. Sie hatte schon gedacht, sie hätte ihn verloren, als ihm beim letzten Angriff Teile der Steuerkonsole direkt am Kopf getroffen hatten. So viel Blut und er hatte einfach reglos dagelegen. Ein weiterer Schauer erfasste sie, als diese schrecklichen Bilder ungewollt vor ihrem inneren Auge auftauchten.

Er erriet ihre Gedanken und zeigte auf seinen Kopf, der nun von einem dicken Verband umwickelt war.

„Ich habe einen Dickschädel, Kathryn. Das wissen Sie doch! Ich wünschte allerdings, dass wir noch genügend Energie für die Dermalregeneratoren [4] hätten oder den Doktor. So werde ich wohl eine hübsche Narbe davontragen.“ Er zeigte ihr dieses Lächeln, von dem sie sich stets einredete, dass es nur für sie reserviert war.

Sie winkte ihn herein!

„Setzen Sie sich Chakotay.“

Er blickte sich etwas ratlos um.

Als sie sah, dass es kein intaktes Sitzmöbel mehr gab, außer der Couch, auf der sie sich niedergelassen hatte. Klopfte sie auf den Platz neben sich.

Er ließ sich etwas zögerlich nieder.

„Nur Mut, Chakotay. Sie können kaum etwas kaputt machen.“ Ihr entfuhr ein trockenes Schnauben und sie machte eine weit ausholende Geste. „Es ist bereits alles zerstört!“

Chakotay ließ sich in die Polster fallen und lehnte sich mit geschlossenen Augen zurück. Er sah mindestens so erschöpft aus, wie sie selbst war. Dazu die Verletzung – Kathryn konnte den Impuls nicht mehr unterdrücken legte ihrem ersten Offizier ihre Hand leicht an die Wange.

Chakotay öffnete erstaunt seine Augen.

„Haben Sie starke Schmerzen?“

Er legte seine Hand ganz kurz über die ihre.

„Ich kann es aushalten, aber ich gebe zu, dass ich die medizinischen Errungenschaften des 24. Jahrhunderts vermisse. Dann wären dieser Kratzer und der brummende Schädel längst Geschichte.“, sagte er mit einem schiefen Grinsen.

Janeway ließ ihre Hand wieder sinken und lehnte sich nun ebenfalls zurück in die Polster.

„Ich vermisse eine Dusche!“

Das ließ Chakotay kurz auflachen.

„Ich dachte, Sie bevorzugen eine opulente Badewanne?“

Janeway wischte sich mit einer müden Geste über ihr rußverschmiertes Gesicht.

„Ich werde bescheiden, Chakotay – immer bescheidener!“

„Captain, Commander! Das sollten Sie sich einmal ansehen!“, kam der Ruf von Fähnrich Kim aus Richtung der Brücke.

Unwillig runzelte Kathryn kurz die Stirn. War ihr nicht einmal eine kurze Ruhepause vergönnt? Was konnte es schon Interessantes geben, was nicht auch noch in ein paar Minuten da war. Schließlich bewegten sie sich gerade sozusagen in Zeitlupe durchs All, da konnte man ja gar nichts verpassen.

Chakotay stand bereits schon wieder und hielt ihr eine Hand hin, um ihr beim Aufstehen behilflich zu sein.

„Die Pflicht ruft, Captain!“

Sie ergriff seine Hand und gemeinsam betraten sie die Brücke – oder das, was davon noch übrig war.

Aus den Decken –und Wandpaneelen hingen Kabel heraus, es roch nach verbranntem Kunststoff und das Licht war auf ein Minimum gedimmt, was dem Raum in eine unwirkliche Atmosphäre tauchte, doch leider war das alles viel zu real. Viele der Konsolen, deren Anzeigen sonst leuchteten und vom Status des Schiffs zeugten, waren nun dunkel, was im Grunde genauso viel über den Schiffszustand aussagte.

Janeway ließ kurz ihren Blick schweifen und machte Harry Kim, den jungen Fähnrich an einer der seitlichen Konsolen aus, die noch in Betrieb waren.

Gemeinsam mit Chakotay trat sie zu dem jungen Mann, der gerade wütend mit der Faust auf die Konsole schlug.

„Verdammtes Teil, mach schon – gerade ging es doch noch!“

Chakotay räusperte sich kurz, um auf ihre Anwesenheit aufmerksam zu machen. Als Harry sah, wer da bereits hinter ihm stand, konnte er nicht verhindern, dass seine Gesichtsfarbe in ein tiefes Rot wechselte.

„Captain, Commander – bitte verzeihen Sie. Ich wollte Ihnen etwas zeigen, doch nun ist die Anzeige ausgefallen – schon wieder.“

Janeway grinste und hieb nun ebenfalls auf die Konsole. Die Anzeige flackerte kurz und war dann wieder stabil.

„Jetzt geht’s wieder! Captains touch!“, gab sie trocken von sich.

Chakotay konnte sein Lachen kaum unterdrücken und Fähnrich Kim schüttelte nur irritiert seinen Kopf, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder auf die Anzeige richtete und mit seiner Erklärung begann.

„Wie Sie wissen, funktionieren die Langstreckensensoren nur sehr unzuverlässig und wir haben sie ohnehin heruntergefahren, um Energie zu sparen. Alle zwei Stunden lassen wir jedoch einen Scan laufen, damit wir nicht völlig blind durch das All reisen. Beim letzten Scan kam das hier in Reichweite des Scanners.“

Er deutete auf den Bildschirm und Janeway beugte sich gleich darüber und fing an, die Daten zu deuten.

„Ein Klasse L Planet  [5]? Sind Sie sich sicher, Harry?“

Der junge Fähnrich fuhr sich mit einer nervösen Geste durch sein Haar.

„Captain, unsere Sensoren funktionieren in etwa wie eine schwache Taschenlampe, die man in einem völlig finsteren Raum für zwei Sekunden anmacht, um sich kurz zu orientieren. Die Lampe geht an, man sieht kurz etwas, weiß aber ja gar nicht genau, wo man hin leuchten soll. Ich weiß nicht, was ich Ihnen noch sagen kann, außer dem, was sie gerade selbst sehen konnten.“

Janeway blickte zu Chakotay, der die ganze Zeit über geschwiegen hatte.

„Es ist nicht so, als hätten wir viele Möglichkeiten, Kathryn. Sagt man nicht, dass das Glück mit den Tüchtigen sei? Vielleicht ist es dieses eine Mal mit uns. Wir hätten es weiß Gott verdient!“

Sie schaute kurz zu Boden und dann wieder auf die Anzeigen, die bereits wieder zu flackern begonnen hatten.

„Klasse L– ein Wüstenplanet mit sehr dünner Atmosphäre, aber atembar.“, sagte sie mehr zu sich selbst, als zu den beiden Männern, die mit ihr an der Konsole standen. Dann an den Fähnrich gewandt:

„Harry, wurden irgendwelche Vorkommen, Erze, Rohstoffe, irgendetwas angezeigt, das uns von Nutzen sein könnte?“

Der Fähnrich schüttelte den Kopf.

„Tut mir leid, Captain. Für derartige Informationen reichte die Intensität des Scans nicht aus. Aber das hier wollte ich Ihnen noch zeigen.“ Damit deutete er auf ein anderes Anzeigenfeld, das fast nur noch glimmte und ganz am Rand der Konsole war.

„Eine temporale Anomalie? Warum kann nicht einmal etwas einfach sein? Davon bekomme ich immer Kopfschmerzen! Heute ist vorgestern und übermorgen ist in hundert Jahren und wenn man nicht aufpasst, verhindert man, dass die eigenen Urgroßeltern sich kennenlernen und existiert plötzlich nicht mehr.“ Sie wandte sich wieder an Chakotay.

„Sind sie immer noch der Meinung, dass das eine gute Möglichkeit für uns ist, Commander?“

Chakotay legte dem Captain eine Hand auf die Schulter und sah sie an.

„Es ist die einzige Möglichkeit, Kathryn. Aber das wissen Sie ja bereits.“

Kathryn grinste schief.

„Sie kennen mich einfach zu gut, Commander! Trotzdem spüre ich schon den aufziehenden Kopfschmerz, den eine temporale Anomalie unweigerlich mit sich bringt. Aber mangels anderer Optionen und bevor uns die Voyager hier im All auseinanderbricht! Verlassen wir uns auf das Glück der Tüchtigen! Tom!“, wandte sie sich an den Piloten.

„Captain.“

„Setzen Sie einen Kurs auf diesen Klasse L Planeten. Geschwindigkeit….“, sie zögerte kurz…“so schnell es geht!“

„Aye, aye Captain!“

Janeway ging auf den Turbolift [6] zu. Im letzten Moment fiel ihr ein, dass dieser ja ebenfalls nicht funktionierte und sie blieb kurz mit hängenden Schultern stehen.

„Chakotay, Sie haben die Brücke. Ich werde nun durch das ganze Schiff klettern, um dann meiner sicherlich sehr wütenden halbklingonischen [7] Chefingenieurin zu eröffnen, dass wir mit dem, was von der Voyager noch übrig ist, auf einem Wüstenplanet landen werden. Sollte B’Elanna mich durch das nächste Schott schleudern, behalten Sie mich gut in Erinnerung!“

Janeway kroch unter eine der ausgefallenen Konsolen und öffnete ein Schott zu einer der Jefferiesröhren [8]. Kurz überlegte sie, wie sie durch das Röhrensystem, das das Schiff durchzog am schnellsten zum Maschinenraum gelangen konnte. Dann kletterte sie in den engen Schacht.

„Ich bin froh, dass ich nur Pilot bin. Ich möchte gerade nicht mit dem Captain tauschen.“, gab Lieutnant Paris von sich.

„Dann tun Sie auch ihre Arbeit als Pilot und bringen uns zu diesem Planeten, Paris und kümmern Sie sich nicht um die Angelegenheiten des Captains, sonst schicke ich Sie ebenfalls in den Maschinenraum!“, gab der Commander mit einem Grinsen von sich.

„B’Elanna wird sich bestimmt freuen!“, fügte er noch hinzu.

Tom widmete seine Aufmerksamkeit wieder der Steuerkonsole.

„Ich wusste nicht, dass ich schon wieder etwas angestellt habe, was eine  derartige Strafe nach sich zieht.“

„…und das werde ich B’Elanna bei nächster Gelegenheit erzählen.“

Chakotays Tonfall war derart ernst, dass Tom sich umdrehte, nur um ein Augenzwinkern des ersten Offiziers zu ernten.

„Nicht witzig Commander – gar nicht witzig.“

Janeway erreichte nach einer schier endlos erscheinenden Kletterei durch das Innere des Raumschiffs den Maschinenraum. Wenn das überhaupt noch möglich war, sah es dort noch schlimmer aus, als auf der Brücke.

In der Mitte, wo sonst der Warpkern sein schimmerndes Licht verbreitete, stand nun eine dunkle Säule, wie ein Zeugnis oder als letzter Beweis dafür, dass es nicht mehr weitergehen kann.

Auch hier hingen überall Kabel aus Wänden und Decken, Funken sprühten dort, wo noch Reste von Energie durch die Adern der Voyager flossen.

Es war ein trauriges Bild und Janeway musste sich erst einmal sammeln, damit sie die nötige Portion Zuversicht aufbrachte, um B’Elanna, ihrer Chefingenieurin vom neusten Vorhaben zu berichten. Wenn sie sich hier so umsah, war sie sich plötzlich nicht mehr sicher, ob eine Landung auf diesem Planeten wirklich eine gute Idee war. Vielleicht würde dies die letzte Landung der Voyager sein und ein dauerhaftes Leben auf einem Wüstenplaneten war nicht gerade eine rosige Aussicht.

Sie fand die Chefingenieurin inmitten eines undurchdringlichen Kabelwustes auf dem Boden liegend, laut fluchend und unaufhörlich Kommandos an die umstehenden Techniker erteilend.

Kein guter Zeitpunkt für dieses Gespräch – dachte Kathryn, doch die Aussicht auf einen besseren Moment war nur sehr gering, also griff sie nach einem Bein der Halbklingonin, schüttelte kurz daran und rief:

„B’Elanna, auf ein Wort!“

„Jetzt nicht, verdammt nochmal!“, kam es wütend aus den Kabeln hervor.

Janeway war eher amüsiert, als verärgert. Nach fast vier Jahren, wusste sie, wie sie das Temperament ihrer Chefingenieurin zu nehmen hatte. Doch dafür war jetzt keine Zeit. Also sagte sie im besten Befehlston:

„Genau jetzt, Leutnant!“

Das veranlasste die Halbklingonin dann doch aus dem Kabelgewirr hervorzukriechen und sich zumindest den Anschein von Zerknirschtheit zu geben.

„B’Elanna, wie ist der Status?“

„Status?“, die Chefingenieurin machte eine ausladende Geste mit ihren Händen.

„Schauen Sie sich um, Captain und sagen Sie mir, wie der Status des Schiffes ist! Ich weiß nämlich gar nicht, wo ich anfangen soll aufzuzählen, was alles zerstört ist. Vermutlich wäre es einfacher zu sagen, was noch funktioniert – so gut wie nichts, außer der Lebenserhaltung und auch die läuft nur noch auf Reserve!“

„Können wir mit ihr landen?“

„Was? Landen? Captain, mit allem nötigen Respekt, aber ich glaube Sie haben zu viel von dem Qualm eingeatmet, der hier überall in den Gängen steht. Nein, wir können nicht landen! Ausgeschlossen!“

Janeway schloss kurz die Augen und atmete einmal tief durch. Es war wirklich viel Qualm in der Luft, aber das hatte ganz sicher nicht ihr Urteilsvermögen beeinträchtigt.

„B’Elanna. Das hier ist wichtig und ich zähle auf Ihre Einschätzung der Lage. Wir haben einen Klasse L Planeten geortet. Bis dorthin können wir es schaffen, doch wir müssen landen, damit wir zumindest einige der Reparaturen durchführen können. Also – wird die Voyager das aushalten? Und, und das ist vielleicht sogar die alles entscheidende Frage – wird sie wieder starten können?“

B’Elanna hob abwehrend ihre Hände und schüttelte ihren Kopf.

„Ausgeschlossen, Captain. Wir reden hier von einem Haufen Schrott, der einmal ein Raumschiff gewesen ist und nur noch von Hoffnung und Wille zusammengehalten wird!“

Janeway legte eine Hand auf B’Elannas Schulter.

„Dann werden uns eben Hoffnung und Wille auf diesem Planeten landen und auch wieder von ihm wegfliegen lassen. Das und Ihr Können, auf das ich zähle! Es ist unsere einzige Chance, B’Elanna! Sie wissen, dass ich es sonst nicht verlangen würde!“

Damit drehte sich Janeway um, kletterte in die nächste Jefferiesröhre und ließ eine ratlose Chefingenieurin zurück. Sie musste wohl mal wieder eines ihrer technischen Wunder vollbringen und machte sich gleich an die Arbeit. Sie durfte den Captain nicht enttäuschen!

Es dauerte quälend lange fünf Tage ehe sie den Orbit des Klasse L Planeten, der sich in einem bewegenden Kreisel aus zwei Sonnen und einem Mond befand, erreichten.

Die Reparaturen waren noch nicht so weit fortgeschritten, dass sie eine Landung wagen konnten und so blieben sie noch drei weitere Tage in einem stationären Orbit über dem Planeten, der wenig einladend aussah und doch ihre einzige Chance auf Überleben war.

Das gab ihnen zumindest die Zeit in immer wiederkehrenden kurzen Scans, die sie von dem unwirtlichen Planeten machten, mehr darüber zu erfahren, wo sie am besten landen konnten und ob nicht vielleicht etwas dort zu finden war, das ihnen bei den Reparaturen nützlich sein konnte.

Immer wieder waren bei den Scans kurz temporale Ausschläge zu erkennen, die von einem bestimmten Gebiet ausgingen. Janeway beschloss daher zunächst, dass diese Gegend auf jeden Fall zu meiden war. Sie konnten es nicht riskieren zu ihren ganzen bestehenden Problemen auch noch in eine wie auch immer geartete Raum -/ Zeitverschiebung zu geraten.

Sie teilte sich ihre Zeit zwischen Brücke und Maschinenraum auf und versuchte ihre Mannschaft so gut, wie es eben ging bei den Reparaturen zu unterstützen.

Sie versuchte sich gerade an der notdürftigen Reparatur einer Plasmaleitung [9] im hintersten Teil des Maschinenraums, als sie die aufgeregte Stimme von Fähnrich Kim hörte.

„Ist der Captain hier irgendwo? Captain? Sind sie hier im Maschinenraum?“

Vorsichtig, um an keine lose Leitung zu stoßen, die vielleicht noch einen Rest Energie in sich hatte, zog sie erst ihren Kopf und dann ihre Hände aus der Wartungsluke und rief dann zurück:

„Ich bin hier, Harry. Warten sie, ich komme!“

„Kommen Sie bitte direkt mit hinauf zur Brücke, Captain! Ich muss Ihnen unbedingt etwas zeigen, was der letzte Scan des Planeten erbracht hat.“, kam es von dem jungen Offizier zurück, der sofort wieder zurück in die Jefferiesröhre kletterte, um zur Brücke zu gelangen.

Als Janeway nur wenige Minuten nach ihm auf die Brücke kam, stand Harry schon wieder an der provisorischen OPS-Station [10].

Janeway beugte sich über die Anzeigen und kniff angestrengt die Augen zusammen.

„Ich hoffe, sie haben wirklich etwas Interessantes gefunden, Harry. Vom Maschinenraum hier hinauf zu klettern ist wahrlich kein Vergnügen für eine Frau in meinem Alter.“

Der junge Fähnrich wusste nicht so recht, was er darauf antworten sollte und errötete etwas. Janeway legte ihm beruhigend eine Hand auf seinen Arm.

„Schon gut, Fähnrich. Sie müssen darauf nicht antworten. Lassen Sie mal sehen, was sie da entdeckt haben.“

Harrys Finger huschten über die Tasten und die Bildschirme begannen etwas zu flackern. Er schlug einmal kräftig mit der Faust gegen die Seite der Konsole und die Anzeigen der Monitore wurden klar.

„Captains Touch – ich habe von Ihnen gelernt!“, sagte er mit einem Augenzwinkern.

„Sehr gut, Fähnrich. Ich sehe eine große Karriere für Sie voraus. Vorausgesetzt, das was sie da entdeckt haben, bringt und hier heraus!“, gab Janeway schlagfertig zurück.

Beide Offiziere beugten sich nun über die Anzeigen. Harry sagte nichts, wollte dass Janeway es selbst sah und die Bedeutung erkannte.

Er wusste, dass er sein Ziel erreicht hatte, als sie sich mit einem Ruck aufrichtete und ihn direkt ansah:

„Dilithium [11]?“

Harry nickte.

„Nicht in seiner reinsten Form, aber definitiv etwas, mit dem wir arbeiten können, um dringend notwendige Energie zu erzeugen.“

„Fähnrich, das ist großartig! Doch irgendetwas in ihrem Blick sagt mir, dass Sie mir gleich etwas sagen, was ich weniger großartig finden werde. Was ist es?“

Harry zeigte nur stumm auf eine weitere Anzeige, auf der Koordinaten zu sehen waren. Janeway genügte ein Blick und ihre gerade noch gute Laune verflog sofort.

„Sagen Sie mir bitte, dass ich mich irre, Harry! Das ist nicht das Gebiet, in dem die temporalen Anomalien auftreten, oder?“

Im gleichen Moment winkte sie ab.

„Sparen Sie sich die Antwort. Ich wollte Sie nicht in Verlegenheit bringen. Natürlich ist es genau dieses Gebiet. Warum sollte das Glück auch einmal mit uns sein. Danke, Fähnrich! Commander!“, wandte sie sich an Chakotay. „Mein Raum!“

Als die beiden Führungsoffiziere allein im Bereitschaftsraum waren, ergriff Chakotay sofort das Wort:

„Ich weiß, was Sie von mir hören wollen, Kathryn. Ich weiß aber auch, dass Sie letztlich sowieso das tun, was Sie jetzt schon im Kopf haben. Was Sie tun wollen! So ist es immer!“

Janeway ließ die Schultern etwas nach vorn sinken.

„Das ist unfair, Chakotay. Sie wissen, dass ich Ihren Rat sehr schätze. Doch ich bin und bleibe der Captain dieses Schiffes und ich treffe die Entscheidungen und verantworte sie, auch wenn sie manchmal unpopulär sind. So ist das nun einmal und so war es schon, als Kapitäne noch auf Segelschiffen über die Ozeane reisten und nicht in einem Trümmerhaufen von einem Raumschiff durchs Weltall!“

Chakotay hob in einer beschwichtigenden Geste seine Hände.

„Ist schon gut, Kathryn. Ich befürworte, dass wir dort landen und zusehen, dass wir das Dilithium gewinnen können. Wir haben nur diese eine Chance, auch wenn sie uns nicht gefällt. Hoffen wir einfach, dass die temporalen Anomalien einen Bogen um uns machen.“
Er grinste etwas schief und Janeway atmete erleichtert aus.

„Also gut! Sehen wir zu, dass wir das alte, klapprige Ding in einem Stück auf den Planeten bringen!“

Es dauerte weitere zwei Tage, ehe Janeway alle Führungsoffiziere um sich versammelte, um zu einer gemeinsamen Entscheidung zu kommen, ob sie eine Landung wagen oder die Mission abbrechen und hier Glück weiterhin im Weltall suchen sollten. Niemand sagte etwas, als sie ihren Blick von einem zum anderen schweifen ließ. In den Augen ihrer Offiziere las sie noch einen restlichen Zweifel, den sie selbst auch hegte, doch vor allem sah sie dort Entschlossenheit und den Willen es zu schaffen, den Willen zu überleben. Den Willen, den ihre Crew schon von Anfang an gezeigt hat und der sie schon so viel hat überstehen lassen.

Sie straffte ihre Schultern und begann im besten Kommandoton ihre Befehle zu erteilen:

„Harry, nutzen Sie so viel Energie, wie Sie abzweigen können, um die temporale Anomalie im Auge behalten zu können! Tom, bringen sie uns so nahe an dieses Gebirge, in dem das Dilithium liegt heran, wie sie es verantworten können. B’Elanna, halten Sie das Schiff irgendwie zusammen! Chakotay, helfen Sie mir beim Beten!“

Mit einem fast schon einstimmigen „Aye, Captain!“ verließen die Offiziere den Raum und begaben sich zu ihren Stationen.

Der Teil der Crew, der für das Landemanöver nicht zwingend gebraucht wurde, wurde in jene Bereiche des Schiffes evakuiert, deren Schilde noch die höchste Stabilität aufwiesen. Es zeigte sich, dass dies eine gute Entscheidung war, denn der Eintritt in die Atmosphäre des Planeten zerstörte einige Sektionen des Schiffes, aber es gab zum Glück keine Verluste zu beklagen.

Keiner konnte nachher mehr sagen, wie – aber irgendwie schafften sie es die Voyager auf dem Planeten landen zu lassen.
Ein erneuter Scan der Umgebung zeigte, dass die Luft atembar, wenn auch sehr dünn war und keine unmittelbar toxischen Substanzen enthielt, so dass sie sich zumindest ohne Schutzanzug draußen bewegen konnten, was die Reparaturarbeiten sehr erleichterte.

Chakotay und Janeway saßen gerade über dem Schichtplan der Crew zusammen, als Fähnrich Kim sie erneut auf die Brücke rief.
„Captain, Commander!“, begrüßte er knapp seine Vorgesetzten.

„Der letzte Scan hat ergeben, dass sich die Intensität der temporalen Anomalie plötzlich erhöht hat. Leider ist sie genau in dem Bereich, in dem wir das größte Dilithiumvorkommen entdeckt haben. Der erste Außentrupp wartet darauf von Bord zu gehen, um die Möglichkeiten des Abbaus untersuchen zu können, doch wir würden sie praktisch direkt in die Anomalie laufen lassen.“
Janeway sah Chakotay an. Dieser zuckte mit den Schultern.

„Wir haben keine Wahl, Kathryn. Mir gefällt das auch nicht, aber nun sind wir hier gelandet und ohne Dilithium werden wir kaum mehr von diesem Sandhaufen wegkommen. So gerne ich mich irgendwo niederlassen würde – dieser Planet käme dafür nicht in die engere Wahl.“

Der Captain nickte. Das war das was sie ebenfalls dachte und was sie von ihm hatte hören wollen.

„Ok, Commander. Sie werden diese erste Gruppe begleiten. Bringen sie alle wieder heil an Bord!“

Die sechs Crewmitglieder, inklusive des ersten Offiziers, die für diese erste Erkundung des Planeten ausgewählt worden waren, traten durch das große hintere Außenschott, das sonst für die Starts und Landungen der Shuttle genutzt wurde, ins Freie. Sofort schlug ihnen eine trockene Hitze entgegen, die von einem stetigen Wind begleitet wurde, der den roten, sandigen Boden immer wieder aufwirbelte.

Chakotay teilte die Männer, die hauptsächlich der wissenschaftlichen Abteilung angehörten mit kurzen Anweisungen in verschiedene Richtungen auf. Er selbst wollte sich so nah wie möglich an die temporale Anomalie heranwagen.

Das würde dem Captain zwar überhaupt nicht gefallen, aber er gehörte nun einmal nicht zu den Offizieren, die sich zurückzogen und andere vorschickten, wenn es gefährlich wurde. Solche Dinge hatte er schon beim Maquis [12] selbst erledigt und davon ließ er sich auch nicht von Janeway abbringen.

Er hielt direkt auf das Gebirge zu, in dem das größte Dilithiumvorkommen laut des letzten Scans sein sollte und von wo aus die Anomalie ausgestrahlt wurde.

Je näher er kam, umso deutlicher tat sich ein Höhleneingang im Fels auf, den er nun direkt ansteuerte.

Er wagte es kurz den Tricorder [13] einzusetzen, auch wenn die Energieversorgung dieses mobilen Scanners nicht mehr allzu gut und die Möglichkeiten ihn wieder aufzuladen begrenzt waren.

Sein Instinkt hatte ihn nicht getäuscht – sowohl die deutlichsten Anzeigen für das Dilithium, als auch die temporale Störung gingen direkt von dieser Höhle aus.

Kurz überlegte er, ob er den Captain oder wenigstens einen der Männer des Außentrupps kontaktieren sollte, aber dann fiel ihm wieder ein, dass die Kommunikatoren nicht funktionierten.

Also ging er in die Höhle hinein. Als sich seine Augen an das dämmrige Licht gewöhnt hatten, das kurz hinter dem Eingang herrschte, traute er diesen nicht.

Dort, an der glatten Felswand lag ein regloser Mann.

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[1] Deltaquadrant:  Die Galaxie der Milchstraße ist in Quadranten unterteilt, wobei sich die Erde im Alphaquadranten befindet. Die Voyager ist durch ein Unglück im bislang unerforschten Deltaquadranten gelandet, der von der Erde aus gesehen, der am weitesten entfernte Teil der Galaxie ist.

[2]  Föderation: Oder genauer gesagt: Föderation der Vereinten Planeten. Das ist sozusagen die UNO der Zukunft. Hier haben sich nicht nur Länder der Erde in einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen, sondern eben Planeten, bzw. die Völker dieser Planeten. Der Sitz der Föderation ist die Erde. Es ist eine große interstellare Allianz aus über 150 Mitgliedswelten und über 1000 Kolonien, die sich aus gegenseitigen wissenschaftlichen, kulturellen und verteidigungspolitischen Nutzen verbündet haben.

[3] Warpgeschwindigkeit / Warp / Warpkern : Unter einem Warp-Antrieb (englisch to warp „verzerren“, „krümmen“) versteht man im Allgemeinen einen Antriebsmechanismus, der Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit durch gezieltes Krümmen der Raumzeit ermöglicht. Es gibt verschiedene Warpstufen, je höher die Warpstufe, umso höher die Geschwindigkeit. Der Warpkern ist der Antrieb, der Motor des Raumschiffs. Er steht für gewöhnlich im Maschinenraum und sieht aus wie eine riesige fluoriszierende Säule.

[4] Dermalregenerator: Der Dermalregenerator, auch Hautregenerator oder Geweberegenerator genannt, ist ein kleines medizinisches Gerät, mit dem kleinere Verletzungen der Haut, zum Beispiel Hautirritationen, Hautdefekte, Verbrennungen und kleinere Schnittwunden behandelt werden können. Der Regenerationsstrahl wird dabei senkrecht auf die zu behandelnde Stelle gerichtet und langsam darüber bewegt, bis die Wunde, oder Ähnliches, geheilt ist.

[5] Klasse L Planet / Klassifizierung von Planeten:  Das System der Planetenklassifizierung ordnet jeden Planet entsprechend seinen Eigenschaften wie Atmosphäre, geologische Aktivität und andere Umweltbedingungen in eine Klasse ein. Die Erde ist ein Klasse M Planet.

[6]  Turbolift: Turbolifte sind auf jedem Raumschiff mit mehreren Decks der Sternenflotte zu finden und unterstützen die Mobilität der Crew an Bord durch schnelle Transporte von Ort zu Ort. Sie sind vergleichbar mit Aufzügen, fahren jedoch nicht nur vertikal sondern auch horizontal im so genannten Turboliftschacht.

[7]  Klingonen:  Die Klingonen sind eine humanoide Krieger-Zivilisation. Sie stammen vom Klasse M-Planeten Qo'noS (gesprochen Kronos). Die Klingonen sind ein stolzes und sehr traditionsbewusstes Volk, das die Ehre hoch schätzt. Ihre angriffslustige Kultur machte sie zu einer respektierten und gefürchteten interstellaren Militärmacht. Das auffälligste körperliche Merkmal der Klingonen ist ihre Stirn mit ausgeprägten Verknöcherungen, die man als Schädelkämme bezeichnet. Die in dieser Geschichte vorkommende Halbklingonin B'Elanna Torres ist die Chefingenieurin der Voyager. Ihr Vater war Mensch, ihre Mutter Klingonin.

[8] Jefferiesröhre:  Jefferiesröhren sind Gänge und Tunnel in Raumschiffen der Sternenflotte, die als Wartungsschächte dazu dienen, unzugängliche Bereiche des Schiffes bzw. technische Einrichtungen erreichbar zu machen. Über die Jefferiesröhren kann man alle wichtigen Orte im Schiff (wie zum Beispiel die Brücke oder den Maschinenraum) erreichen. Sie werden oft benutzt, wenn die Energie ausfällt und die Turbolifte nicht mehr funktionieren. Manche Jefferiesröhren sind so groß wie normale Korridore, die meisten jedoch sind nicht höher als etwa 80 cm und etwas über einen Meter breit.

[9] Plasmaleitung: Plasmaleitungen sind Rohre, mit einem magnetischem System, die das ebenfalls magnetische Plasma zu den Systemen mit Energiebedarf leiten. Fast sämtliche Systeme eines Schiffs wandeln das Warpplasma aus den Rohren in die von ihnen jeweils genutzte Energieform um. Es sind also sozusagen die Kabel des Schiffes, die die Energie zu allen notwendigen Bereichen bringt.

[10]  OPS Station: Abkürzung für Operation Station. Von dieser Steuerungskonsole aus können alle wichtigen Schiffsfunktionen überwacht und gesteuert werden.

[11] Dilithium: Dilithium ist eine kristalline Substanz, die als Energielieferant / Treibstoff für die Raumschiffe benötigt wird. Da der Abbau von Dilithiumkristallen ein höchst lukratives Geschäft ist, sorgt er häufig für Auseinandersetzungen.

[12] Maquis: Der Maquis ist eine Widerstandsgruppe von Siedlern im Grenzbereich zwischen der Föderation und der Cardassianischen Union, die entsteht, als zwischen Cardassia (die Cardassianer sind eine weiteres Volk des Star Trek Universums, die aber für diese Geschichte keine Rolle spielen werden) und der Föderation ein Friedensvertrag geschlossen wird und dadurch einige Planeten der Cardassianischen Union zugesprochen werden. Primäres Ziel des Maquis ist es, durch Guerillakriegsführung die überlegenen cardassianischen Unterdrücker zu stürzen. Daher sabotiert er bei jeder sich bietenden Gelegenheit deren militärische Einrichtungen und Ausrüstungen.
Bei diesem Guerillakrieg verübt der Maquis zwar hauptsächlich Anschläge auf das cardassianische Militär, kalkuliert wenn notwendig aber auch Opfer in der cardassianischen Zivilbevölkerung und der Föderation mit ein.
Bis 2366 herrscht zwischen der Föderation und der Cardassianischen Union Krieg. In diesem Jahr wird dann zwischen den zwei Mächten Frieden geschlossen. Die Verhandlungen für den Friedensvertrag, in dem die Grenzen endgültig gezogen und eine Entmilitarisierte Zone eingerichtet werden, dauern jedoch noch bis 2370 an.
Nach dem neuen Vertrag fallen einige Welten der Föderation an die Cardassianer und einige cardassianische Kolonien an die Föderation. Auch die Siedler von Dorvan V, ehemalige amerikanische Ureinwohner, sollen umgesiedelt werden. Aber sie weigern sich und akzeptieren, dass sie nun den Cardassianern unterstellt sind. Chakotay gehört zu den Nachkommen dieser amerikanischen Ureinwohner und schließt sich ebenfalls dem Maquis an.
Auch Kolonisten von anderen Welten entscheiden sich zu bleiben. Aber die Cardassianer wollen diese Kolonisten aus ihrem Territorium haben und fangen an sie zu peinigen. Um sich gegen die Cardassianer wehren zu können gründen diese Kolonisten den Maquis.

[13] Tricorder: Der Tricorder ist ein tragbarer Handscanner der Sternenflotte und dient der Untersuchung von unbekannten Objekten, Personen und der Umgebung. Er erleichtert den Zugang zu nicht kompatiblen Computersystemen und zeichnet Ereignisse auf Außenmissionen auf. Des Weiteren lässt er sich sowohl mit den Schiffssystemen als auch mit Datenbanken und Universalübersetzern koppeln, um bestmögliche Untersuchungsergebnisse zu erzielen und diese schnellstmöglich auszuwerten. Es gibt Tricordermodelle, die auf bestimmte Einsatzgebiete wie Medizin, der Medizinische Tricorder, Wissenschaft, Maschinenbau oder Geologie spezialisiert sind.
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