Verrat an Konoha?

von Twister
GeschichteDrama, Romanze / P18
Kakashi Hatake
01.01.2019
27.02.2019
58
64532
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Kakashi war ging hinter Tsunade her. Sie zwang ihn wieder das Stirnband zu tragen. Und nicht nur das. Sie reisten so durch die Gegend. Zwar trug Kakashi eh einen Sack über den Kopf und seine Hände waren hinter dem Rücken gebunden, aber es war dennoch demütigend. Im Grunde war Kakashi sogar dankbar, dass er sich unter dem Sack verstecken konnte. Es war aber hinderlich für die Reise. So dass Kakashi mehrmals die Gruppe aufhielt. Er konnte jedoch nichts dafür. Er konnte nicht sein Sharingan nutzen, da seine Chakrapunkte frisch blockiert wurden, bevor sie die Reise antraten. So war er nicht nur einmal gefallen.

Kakashi wusste nicht, wie lange sie gelaufen waren oder wo sie waren. Ihm war nicht gut, aber er ertrug es. Er hatte noch die Hoffnung, dass Tsunade ihn begnadigte. Sie hatte sich so angehört. Doch nun wurde er erst noch bestraft. Das war ihm klar. Er hätte zu ihr kommen können, doch nun war es zu spät. Gab es noch Hoffnung für das Kind? Immer mehr wuchs in ihm die Angst, dass sie Hanare umbringen konnten. Oder noch schlimmer, dass er es tun sollte. In dem Fall wusste er nicht, wie er reagieren sollte. War er in der Lage sein Kind zu töten? Würde Tsunade es verlagen, damit sie ihn begnadigte? Warum war er in die Lage eine Nukenin geraten? Er liebte sein Dorf doch! Wie konnte das passieren? Aber er liebte auch sein Kind. Und selbst wenn Hanare nicht schwanger wäre, konnte er ihr nichts antun. Denn an ihr hatte er auch sein Herz verloren.

Kakashi stolperte. Mal wieder. „Wir machen eine Pause!“, hörte er Tsunade. Danach wurde er auf den Boden gedrückt. Er stöhnte etwas. Dann wurde es hell. Kakashi blinzelte. Es dauerte etwas, ehe er Tsunade erkannte. Er sagte aber nichts. Sie hatte noch den Sack in der Hand und stand schräg von ihm. Sie lehnte sich gegen einen Baum. „Es tut mir leid, ich muss das tun!“, stellte sie fest. Kakashi sah auf. „Ich habe nichts gesagt“, gab er zurück. Sie nickte. „Ja, aber du siehst nicht gut aus. Und es nervt mich, dass dein…. Ach vergiss es!“ , sagte sie und sah zur Seite. Sie konnte ihm schlecht nun schon verraten, dass sie ihn am liebsten gleich begnadigt hätte. Das mit den Stirnband störte sie noch mehr als ihn. Aber sie war den Anbu nicht böse. Allerdings hätte sie es nicht sofort gemacht.

Kakashi sah auf den Boden. Ihm ging es wirklich nicht gut. Aber was erwartete sie denn? „Ich habe lange nichts mehr trinken können. Könnte ich was haben?“, fragte er. Tsunade sah ihn geschockt an. Oh natürlich! Sie und auch die Anbu hatten zwischendurch getrunken aber niemand hatte daran gedacht, Kakashi etwas zu trinken zu geben. Deswegen sah er so mies aus. Sie hockte sich vor ihn. Dann nahm sie ihre Trinkflasche und wollte sie zu seinem Mund führen. Durch die Maske zu trinken war jedoch nicht so toll. So zog sie ihm die Maske wieder runter und sah den Mann an.
Sie zögerte und sah in seine Augen. Er wirkte müde und verzweifelt. Warum traute er ihr denn nicht? Selbst jetzt zögerte er. Er war sich unsicher, das sah sie ihm an. Mit dem Daumen fuhr sie über seine Lippen. Sie fühlten sich trocken an. Er hatte wirklich lange nichts mehr getrunken. „Tsunade…“, gab Kakashi von sich. Sie richtete ihren Blick von seinen Lippen wieder in seine Augen. „Ja?“, fragte sie. „Ich hab wirklich Durst!“, meinte er und lächelte. Konnte sie ihm nicht einfach was geben? Was auch immer gerade in ihr vorging. Sein ganzer Körper schrie danach, dass er etwas zu trinken bekam. Sie konnte danach noch an ihm rumspielen.

Tsunade schreckte auf. „Natürlich!“, sagte sie und wurde leicht rot. Kakashi hatte das bisher immer bemerkt, dass Tsunades Gesichtsfarbe zunahm, wenn sie ihn ohne Maske sah. Vielleicht sollten sie deswegen noch mal reden. Es war wohl unbewusst, wie von Kakashi, wenn er auf ihre Brüste starrte. Tsunade hielt ihm den Trinksack hin. Kakashi war wirklich durstig, aus dem Grund hielt er sich auch nicht zurück. Tsunade wurde das alles zu viel. Sie zog den Trinksack zurück, aber Kakashi dachte gar nicht daran ihn frei zu geben. So fiel nicht nur er, sondern auch Tsunade.
Kakashi fiel weich. Auch wenn er im ersten Moment nicht verstand, wo er gelandet war, war es danach umso klarer. Er lag mit seinem Kopf zwischen ihren Brüsten. Etwas geschockt wollte er sich aufrichten. Dabei versuchte er sich mit dem Fuß aufzustützen, was jedoch dazu führte, dass er mit dem Knie gegen ihren Schritt drückte. Entsetzt zog Kakashi das Bein zurück und fiel wieder mit dem Kopf in die Brüste.

Tsunade wurde rot. Sie konnte nicht glauben, was da passierte. War es Absicht oder ein Versehen? Fakt war, dass sich Kakashi da nicht rauswinden konnte. Aber da konnte sie nachhelfen. Sie ballte ihre Faust und schlug zu, bevor die Anbu bei ihr waren. Kakashi flog gegen den nächsten Baum und blieb benommen liegen. „Was sollte das denn werden?!“, fauchte sie an. Kakashi kniete inzwischen wieder, da er aufstehen wollte. Er sah nach oben und sah eine sehr bedrohliche Tsunade. Eigentlich sah er nur ihre Brüste, aber darauf wollte er gerade nicht hinaus. Er fiel nach hinten und knallte gegen den Baumstamm. „Es tut mir leid!“, stammelte er.
An den Baumstamm gepresst, sah er Tsunade panisch an. Würde sie nun ausflippen? Vermutlich. Dabei war es keine Absicht gewesen. Statt erneuter Schläge folgte aber nichts. Er bemerkte, dass die Anbu neben ihr stand. Sie würde aber auch so zuschlagen, da war sich Kakashi sicher. Aber nichts passierte. Er hatte die Augen zugekniffen und öffnete sie nun wieder. Sie stand einfach nur da und sagte nichts. Kakashis Augen wurden groß. War sie verlegen? Das war wirklich nicht in seiner Absicht gewesen.

„Gibt ihn regelmäßig etwas zu trinken! Ich möchte nicht, dass er krank wird. Essen braucht er nicht!“, stellte sie streng fest. Kakashi sah sie emotionslos an. War sie nun zickig? Dass sie ihm etwas zu Essen verwehrte war doch total überzogen. Er senkte den Blick. Einer der Anbu näherte sich und reichte ihm die Flasche. Kakashi wollte was trinken, ehe er Anbu es ihm doch verwehrte. Kakashi sah ihn verwirrt an. Der Anbu lachte. Erst dann gab er ihm etwas zu trinken. Kakashi konzentrierte sich weniger darauf zu trinken. So passierte es auch, dass Wasser an seinem Mund vorbei lief.
Das Lachen hatte er doch schon mal gehört. Er musste denjenigen kennen, der unter der Maske war. Er kannte ihn definitiv. „Was für ein süßes Paar!“, spottete der Anbu. Kakashi zog sich wieder zurück und verengte die Augen. Ja, er war sich fast sicher, wer da vor ihm saß, auch wenn er seine Stimme verstellte und sein gesamten Körper unter einem Mantel mit Kapuze verbarg. Das Lachen hatte ihn verraten.
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