Verrat an Konoha?

von Twister
GeschichteDrama, Romanze / P18
01.01.2019
18.01.2019
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Kakashi verstärkte wieder den Griff um sein Stirnband. Er sah in die Runde. „Ich treffe mich mit Hanare seit einiger Zeit. Eigentlich immer, wenn Naruto eingeschlafen war. Wir haben die Nächte zusammen verbracht, kamen aber irgendwann zu dem Schluss, dass es besser war, wenn wir uns nicht mehr sehen würden. Alles lief ganz gut und ich konnte die Sache abhaken. Doch dann kontaktierte mich Hanare wieder. Damit fing alles an“, startete er. Sakura sah nun nur noch traurig aus. Er hatte sich in die Spionin verliebt und war eine geheime Beziehung eingegangen? Aber wo war der Verrat. Weil er sie hatte laufen lassen?

Kakashi sah auf sein Stirnband. „Ich musste mich entscheiden zwischen Konoha und der Neuigkeit, die mir Hanare mitgeteilt hatte. Ich liebe Konoha, aber es gibt tatsächlich etwas, was mir noch wichtiger ist als Konoha“, stellte er fest. „Dein Leben?“, fragte Naruto. Kakashi lachte. „Nein, ich bin bereit mein Leben für Konoha zu geben. Jederzeit, auch jetzt wo ich den Status als Nukenin habe!“, stellte er fest. „Ein Kind“, sagte Sakura abwesend. Naruto sah sie verwirrt an. „Was für ein Kind?“, fragte er verwirrt. „Man stell dich doch nicht so dumm. Hanare ist schwanger geworden. Die haben nicht nur die ganze Nacht gequatscht!“, fauchte Sakura. Kakashi lachte wieder verlegen und kratzte sich am Hinterkopf.
Sai sah ihn interessiert an. „Ist das wahr? Der Grund ist dein Kind, dass Hanare austrägt?“, fragte er. Kakashi nickte. Sakura hatte es gut erfasst. Sai ging in sich. Er schien über etwas nachzudenken. Kakashi gab ihm die Zeit, auch wenn die anderen beiden ungeduldig wurden. „Ich verzeihe dir. Aber ich verstehe noch nicht, warum es zum Verrat reicht. Klar, sie haben dich verdächtig, Informationen zu verkaufen und der Verdacht ist noch nicht behoben. Sie vertrauen aber uns. Sonst könntest du nicht alleine mit uns reden!“, stellte Sai fest. Kakashi nickte.

„Ich wurde beobachtet. Man sah mich dabei, wie ich Hanare eine Schriftrolle gab. Zudem hatte ich mein Aussehen verändert, so dass ich nicht erkannt werden würde. Hanare und ich wollten nie zusammen gesehen werden. Das haben wir abgemacht. All das wirkte sehr verdächtig“, stellte Kakashi fest. Sai nickte. „Und du hast mich abgehängt, aber nicht die Anbu bemerkt. Ein dummer Fehler“, stellte Sai fest. Kakashi sah traurig auf den Boden. „Was stand in der Schriftrolle?“, fragte Naruto. „Es waren Tipps für die Schwangerschaft. Ich kann sonst nichts für sie tun. Als Austausch habe ich immer Infos bekommen, wie es in der Schwangerschaft verläuft. Sie hat oft auch nur ihre Gefühle aufgeschrieben“, sagte Kakashi. Er holte eine Schriftrolle aus der Tasche.
„Dürfen wir?“, fragte Sakura. Kakashi nickte. Tsunade hatte sie ja sogar als erste gelesen. Noch vor Kakashi. Sakura rollte sie auf. „Es geht mir gesundheitlich gut. Dank deinem Tipp kann ich nachts wieder schlafen. Ich wünschte, du könntest bei mir sein, um dich selbst zu überzeugen, dass es unserem Kind gut geht. Ich mache mir etwas Sorgen, was passiert, wenn ich nicht mehr in der Lage bin, alles alleine zu machen. Ist es dir möglich längere Zeit bei mir zu bleiben? Ich kann niemanden aus meinen Dorf bitten, da ich verstoßen worden bin!“, las sie.

Sakura gab Kakashi die Rolle wieder zurück. „Sie ist irgendwo alleine?“, fragte Sakura. Kakashi nickte. Sai wurde auch nervös. „Deswegen wurden die Treffen auffällig häufig. Ihr hattet keine Lösung dafür was passieren soll, wenn sie das Kind bekommt“, bemerkte er. Kakashi nickte. Das Problem gab es immer noch. „Hättest du das Dorf verlassen?“, fragte Naruto. Kakashi schwieg. Das war eine Option. Es trat wieder Schweigen ein. „Ich wusste es noch nicht. Wenn mir keine Wahl blieb, ja“, meinte er nur. Die drei schwiegen.
Nun war Kakashi wieder dran zu erzählen. „Nachdem ich Sai ans Messer geliefert habe, hat mich Tsunade gewarnt. Sie wollte, dass ich mich stelle und ihr sage, was wirklich los ist. Sie wusste ebenfalls nichts und es stand der Verdacht, dass ich ein Verräter bin. Mein Verrat kam aber erst am nächsten Tag. Die Frist von Tsunade lief ab. Sie gab mir einen Scheinauftrag in der Hoffnung, dass ich belastende Beweise bei mir tragen würde. Ich hatte tatsächlich nichts bei mir, als die Anbu mich stellte. Denn ich wollte an dem Tag das Dorf verlassen!“, stellte er fest

Sakura lehnte sich vor. „Du wolltest einfach gehen?“, fragte sie. Er nickte. Näher ging er nicht darauf ein, denn er konnte durchaus den enttäuschten Ton von Sakura hören. „Die Anbu stellte mich und wollte mich verhaften. Das passte weniger in meine Pläne. Ich versuchte zu entkommen. Die Situation eskalierte. Es blieb nicht bei Tritten. Als ich einen der Anbu ernsthaft verletzte, wurden die Anbu wütend und haben mein Stirnband entstellt. Es tat mir leid, aber da gab es dann auch kein Zurück mehr“, erklärte er. Naruto sah ebenfalls traurig auf das Stirnband.
„Zu der Anbu gesellten sich auch Sai und Yamato. Nachdem fest stand, dass sie mich gefangen hatten, wusste ich nicht mehr, was ich machen sollte. Zudem hatte ich nun den Status als Nukenin. So dass ich… “, sagte er. Sakura sah bedrückt aus, aber Naruto wollte es besser wissen. „Dass du was?“, fragte er. „Er wollte sich das Leben nehmen!“, stellte Sai fest. Naruto war geschockt. Kakashi sah traurig aus. „Was haben sie mit dir gemacht?“, fragte Sakura. Sie wandte sich ihm zu und hielt ihre Hand neben seiner Wange und versuchte ihn zu heilen. Kakashi aber senkte ihre Hand.

„Sie haben mich verhört und anschließend mein Gedächtnis durchwühlt. Als sie nichts gefunden haben, war ich eine ganze Zeit lang alleine. Vielleicht sogar Tage. Ich weiß es nicht genau. Dann kam Tsunade und hat mich…. sagen wir mal… persönlich verhört“, erklärte er es kurz. „Es dauerte etwas, aber schließlich fand sie meinen Schwachpunkt. Sie hat mich zu euch gebracht. Dass ich jetzt mit euch reden darf, war eine Bitte von mir. Ich werde noch heute zusammen mit Tsunade auf eine zwei Tagesreise gehen. Wir werden Hanare treffen, die meine Geschichte bestätigten soll. Begleitet werden wir von den Anbu, da ich mich nicht verteidigen kann und Tsunade immer ein Risiko eingeht, wenn sie das Dorf verlässt“, erklärte Kakashi.
Er erhob sich wieder. „Es tut mir leid, wie es gelaufen ist. Ich wollte weder, dass ihr etwas hiervon erfährt“, erklärte er und hob das Stirnband, „noch, dass ich das Geheimnis um Hanare preis geben muss. Das Kind sollte in Konoha aufwachsen, aber das wird es wohl kaum noch. Wenn ich mich nun nicht mehr kümmern kann, kann es sogar sein, dass Hanare es verliert“, betrachtete Kakashi die Lage nüchtern. Sakura sah traurig aus. „Tsunade wird das nicht zulassen!“, stellte sie fest. Kakashi aber ließ das nicht gelten. „Tsunade ist Hokage. Sie geht mit mir ein großes Risiko ein. Sollte nämlich all das gelogen sein und ihr glaubt mir dummerweise, dann begibt sie sich in Lebensgefahr. Tsunade lehnt sich weit für mich aus dem Fenster. Da kann ich ihr nicht auch noch mein Problem aufhalsen!“, belehrte er sie. Sie wirkte bedrückt und sah schweigend auf den Boden. „Ich wollte, dass ihr die Wahrheit kennt, bevor ich vielleicht für lange Zeit verschwinde. Es tut mir leid, dass ich euch hintergangen habe. Bitte verzeiht mir“, bat er. Mit den Worten ließ er die drei nachdenklich zurück und ging direkt auf die Anbu zu.
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