Verrat an Konoha?

von Twister
GeschichteDrama, Romanze / P18
Kakashi Hatake
01.01.2019
27.02.2019
58
64532
8
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Dies ist meine erste Naruto-Fanfiktion und auch meine erste Fanfiktion nach einer Pause von mehr als zwei Jahren. Ich habe Naruto noch nicht ganz fertig geschaut und steckte mitten im großen Ninjakrieg. Die Geschichte spielt also kurz davor, als Tsunade noch Hokage ist und alle noch im Frieden leben. Da ich den weiteren Verlauf nicht kenne, spielt sich so eine alternative Zukunft ab, die es im Original so nicht geben wird/kann. Es werden Personen ins Dorf kommen, die nie in Konoha gelebt haben, es aber in der Fanfiktion tun. Auf diese kleine Veränderung müsst ihr euch einlassen.  ;)

Inhaltlich möchte ich wenig vorweg nehmen. Es wird ein Pairing geben und natürlich mit der Hauptfigur. Wer nach ihr sucht, wird sie kennen. Für alle anderen löst sich das erst in wenigen Kapiteln auf.

Ich wünsche euch viel Spaß mit der Geschichte und ich würde mich über Rückmeldungen freuen. ;)

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Mitten in der Nacht

Es war tief in der Nacht. Er hatte es eilig, denn hierbei durfte ihn keiner sehen. Es durfte noch nicht einmal auffallen, dass er weg war. Es war also Eile geboten. Bisher lief aber alles gut, so dass er sich keine Sorgen machen musste. Er sah sich noch einmal um, ehe er im Wald verschwand. Dort sprang er von Baum zu Baum, ehe er eine Lichtung entdeckte. Er hatte sich komplett in einem Mantel gehöhlt. Niemand, absolut niemand durfte ihn sehen. Zu dem Zweck hatte er zusätzlich noch eine Verwandlung angewandt. Er war extrem vorsichtig.

An der Lichtung angekommen lief er langsamer. Auch hier gab es noch einmal einen prüfenden Blick. Als er meinte, jemanden gesehen zu haben, flog aber nur eine Eule davon. Es war alles in Ordnung. Notfalls hatte er immer noch seine Verwandlung, die ihn als jemand anderes darstellte, als er war. Er war eh kaum im Mondlicht erkennbar. Die Kapuze bedeckte das falsche Gesicht, dass er trug. Dennoch war er nervös. Es war nicht seine Art, etwas vor seinem Dorf zu verheimlichen. Es fühlte sich wie Verrat an. Im Grunde war es das auch. Aber er war unfreiwillig in diese Situation gerutscht und wusste sich nicht mehr zu helfen. Was sollte er tun? Und mit wem konnte er darüber reden? Er wusste keinen Ausweg, so dass er sich einfach drauf einließ. So lange es keiner erfuhr, war alles okay.

Da kam auch schon die Person auf ihn zu, auf die er wartete. „Du kommst spät!“, stellte diese Person fest. Sie klang weiblich und im Gegensatz zu ihm, empfand sie es als unnötig sich zu verkleiden. Sie kam näher und er konnte ihr hübsches Gesicht im Mondlicht sehen. Warum hatte er sich nur darauf eingelassen. Hätte er sich ein wenig mehr zusammengerissen, dann wäre er nun nicht in dieser Lage und müsste sein Dorf nicht hintergehen. Es fühlte sich wie Verrat an, aber noch war er nicht als Nukenin gekennzeichnet. Noch nicht. Aber es konnte noch kommen. Er fürchtete sich vor dem Tag, an dem es passieren konnte. Würde er sein Stirnband verstecken? Vielleicht verkratzen, damit man es nicht bemerkte. Ob das half? Er würde es dann sehen.

„Jetzt mach nicht so ein Gesicht. Das Treffen war deine Idee. Du wolltest doch unbedingt, dass…“, sprach sie weiter. „Ich weiß!“, unterbrach er sie. Sie stöhnte und sah genervt auf den Boden. Es herrschte Schweigen. Erst Minuten später hob sie den Kopf. „Du bereust es, richtig?“, fragte sie. Er sah traurig zur Seite. Sollte er darauf nun antworten? Er tat es tatsächlich. „Es war nie meine Absicht mein Dorf zu hintergehen!“, stellte er fest. Sie schwieg und sah ihn betrübt an. Das war nicht, was sie gemeint hatte. Und das wusste er auch. Er wollte also nicht drüber reden.

Sie lächelte ihn an und hoffte, dass sie sein Lächeln auch mal wiedersehen könnte, aber er wirkte nur noch angespannt. Lange musste er es nicht mehr ertragen. In wenigen Monaten schon war er erlöst. Es war nur ein zeitweiliger Verrat, wenn man es so nennen konnte. Wobei Verrat auch weit hergeholt war. Er wurde mit Informationen versorgt und sie bekam nichts. Sicher waren sie Feinde, aber er ging hier kein Risiko ein. Das war ihm doch bewusst, oder? Den einzigen Verrat, den er beging, war, dass er sich unerlaubt entfernte und der Hokage von nichts wusste. Man konnte auch sagen, dass es Folgen von seinem eigentlichen Verrat war. Aber seinem Stirnband ging es doch gut. Er machte sich unnötig Sorgen. Man konnte sogar sagen: Er war dem Dorf so verpflichtet, dass er seine gesamte Aktion als Verrat ansah. Vermutlich sah es der Hokage gar nicht so eng wie er selbst. Genau das war doch sein Problem, oder?

Sie streckte die Hand aus und gab ihm eine Schriftrolle. Er bedankte sich und steckte sie ein. Dann griff er in seine Tasche. Sie bekam ebenfalls eine Schriftrolle, die versiegelt war. Sie nahm sie an und lächelte. Sie gab der Schriftrolle einen Kuss und das Siegel öffnete sich. Er verengte die Augen. „Lies sie nicht hier! Wenn jemand kommt und mich als Absender identifiziert, dann…“, erklärte er, woraufhin sie schon abwinkte. „Ja schon klar!“, meinte sie nur genervt und steckte die Schriftrolle ein. Er atmete angestrengt ein und dann wieder aus.

„Entspann dich!“, kam es von ihr. Sie lächelte wieder, aber sein Gesicht blieb steif. Er stand unter Stress, das konnte man ihm ansehen. Er fühlte sich nicht gut bei der Aktion. Es war alles einfach falsch und fühlte sich wie Verrat an. Dennoch beugte sie sich vor und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Ich bereue gar nichts!“, sagte sie. Er sah sie ausdruckslos an. Natürlich tat sie das nicht, denn sie hatte ihren Strich auf ihrem Stirnband schon. Er wusste auch genau, dass er der Grund dafür war. Sie hatte nichts mehr zu verlieren. Er hingegen alles. Aber er konnte nicht anders. Er musste sich hierauf einlassen. Denn sie hatte etwas, was er unbedingt haben wollte. Dafür musste er diese Monate überstehen. Sonst konnte es sein, dass er es niemals bekommen würde. Das wollte er verhindern.

Sie drehte sich um und verschwand in der Nacht. Sie war immer noch sehr attraktiv. Es war ein Fehler gewesen ihren Reizen zu erliegen. Nun hatte er den Salat. Er musste das wieder ausbügeln. Und das konnte er nur alleine. Er konnte niemanden um Hilfe bitten. Denn in dem Moment, in dem er es tat, würde er vermutlich auch seinen Strich auf dem Stirnband bekommen. Er konnte nur froh sein, dass es niemand heraus fand. So drehte er sich auch um und verschwand wieder. Diesmal blickte er sich nicht um, so dass ihm der Anbu auf dem Ast gar nicht auffiel. Er war die ganze Zeit schon verfolgt worden. Man war ihm längst auf die Schliche gekommen.
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