Der Hass zieht sich an (oder aus)

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
01.01.2019
29.04.2019
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Ich hing über den Fall, dieser mir John vor einer Woche in mein Büro gebracht hatte. Sobald Sherlock und er eine neue Entdeckung oder Spur hatten, informierten sie mich immer sofort. Aber irgendwie machte dies alles keinen Sinn. Welcher Zauberer würde einen Anschlag auf Muggel machen? Der dunkle Lord war besiegt. Ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen, als Harry und er das Duell gegeneinander hatten. Wie er sich aufgelöst hat. Streng grübelnd hing ich meinen Gedanken nach, nippte ab und zu an meinem kaltgewordenen Tee und spielte mit einer Haarsträhne.

Plötzlich klopfte es an der Tür und ich schreckte auf von meinen Gedanken. Jamie linste durch den Türspalt herein. „Der Minister und der neue Leiter für Strafverfolgung kommen jedem Moment“, sagte Jamie zu mir und lächelte mich freundlich an. „Danke Jamie.“ „Sollen wir heute Abend was trinken gehen? In dieser Sportbar von deinen Freunden?“, fragte er mich. „Ja sehr gerne“, antwortete ich. „Dann bis später“, sagte er noch und verschwand aus der Tür.

Hastig blickte ich um mich. Mein Schreibtisch sah so aus, als ob Wichtel durchgefegt sind. Ich stöhnte genervt auf. Doch bevor ich, irgendein Handgriff ausüben konnte, klopfte es erneut an der Tür. Nun öffnete sich die Türe ganz und Kingsley betrat mein Büro. Etwas peinlich berührt über die Unordnung die hier herrschte begrüßte ich ihn.

„Hallo Vanessa. Heute habe ich die Ehre, dir deinen neune Vorgesetzten vorstellen zu dürfen.“

Gebannt blickte ich zur Türe, wer gleich diesen Raum betreten mag.

Mir verschlug es die Sprache, als ich sah, wer mein Büro betreten hatte. Doch leider zum negativen.

Draco Malfoy stand vor mir, wie er leibt und lebt. „Mund zu Williams, sonst fliegen Florfliegen hinein.“ Langsam schloss ich meinen Mund und funkelte ihn böse an. „Auch einen schönen guten Tag Malfoy“, meinte ich ironisch höflich.

„Ach schön, ihr kennt euch ja schon“, versuchte der Minister die Situation etwas zu entspannen, „dann lass ich euch fürs erste alleine.“ Und schon verschwand er aus der Türe.

Der Blick von dem ehemaligen Slytherin glitt über meinen Schreibtisch. „Hättest auch aufräumen können, wenn du mich in deinem ehemaligen Büro empfängst“, meinte er monoton und schaute sich einmal um. Moment mal ehemalig? „Was hast du gerade gesagt?“, fragte ich ihn. „Ich bin dein Vorgesetzter Williams. Ich würde es sehr empfehlen, wenn du mich von nun an siezt.“ Ich öffnete meinen Mund, schloss ihn jedoch wieder. Auf so eine Frechheit fiel mir nichts ein. „Du duzt mich auch! Und wie ehemaliges Büro?“, rief ich empört, stemmte meine Hände in die Hüfte und pustete eine lästige Haarsträhne aus meinem Gesicht. Er machte ein abfälliges Geräusch, als ich ihn erneut mit DU ansprach, doch dann meinte er nur: „Ich bin jetzt DEIN Vorgesetzter und du musst jetzt nach meinem Zauberstab tanzen.“ „Pah, dass ich nicht lache“, leicht wütend verschränkte ich meine Arme vor die Brust. „Und wenn du jetzt bitte-“, er ging um meinen Schreibtisch rum und blieb an dem aufgeschlagenen Fall hängen. Interessiert blätterte er auf die nächste Seite. „Hey! Hände weg“, schnauzte ich ihn an und entriss es ihm aus seinen neugierigen Klauen. Verachtend zog er eine Augenbraue hoch, sagte jedoch nichts.

„Wenn du jetzt bitte deine Sachen aus MEINEM Büro entfernen würdest“, begann er erneut seinen Satz. „Aha und wohin?“, fragte ich ihn kalt. „Natürlich zu deinem Schreibtisch vor meiner Tür“, antwortete er auf meine Frage, als ob seine Aussage selbstverständlich wäre. Ich schnaubte wütend, sagte jedoch nichts. Mit einem schlenker meines Zauberstabes räumte sich mein ehemaliger Schreibtisch wie von selbst auf und leerte die Schubladen.

„Ach und Williams. Als dein neuer Chef, dulde ich kein solches Verhalten.“

Am Abend saß ich mit Jamie und Kamilla, die dazu gestoßen ist, leicht säuerlich in der Sportbar unserer Mitbewohner.

„Malfoy. Warum ausgerechnet Malfoy?“, schnaubte ich wütend und raufte meine Haare.

„Seamus? Nochmal eine Runde bitte“, rief Kamilla.

„Ich hasse diesen Kerl!“
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