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Und wenn du mich küsst, dann ist die Welt ein bisschen weniger scheiße

von Minou
GeschichteLiebesgeschichte / P18
OC (Own Character) Till Brummer / Kummer
01.01.2019
01.03.2019
41
106.318
14
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
08.02.2019 3.253
 
Ihr Lieben,

letztes Kapitel. Vorerst. Der zweite Teil ist schon halb fertig und ich beginne am 1.3. (also in drei Wochen) mit dem Posten. Werde allerdings in einer neuen Geschichte veröffentlichen, damit diese nicht so lang wird. Damit ihr es nicht verpasst, werde ich, wenn ich anfange, hier in dieser Geschichte nochmal einen Link posten.

Diesmal danke ich nicht den üblichen Verdächtigen, sondern
Saufprinzessin, Cayenne, Lischk4, Moneygirl, Lunii und LuciTonks, deren Reviews und Anregungen mir wirklich viel bedeuten. Hört nicht auf, Reviews zu schreiben. Das motiviert mich und alle uns Schreiber ohne Ende.

Allerliebste Grüße
Minou

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"Was... machst du denn schon hier?", fragte Stina und schaute überrascht aus der Koje.
"Hatte keine Lust mehr. Mach mal Platz!" Schon legte Till sich neben sie, drückte sie etwas zur Seite, damit er sich zu ihr legen konnte.
"Wie keine Lust? Es ist der letzte Abend!" Empört schüttelte sie den Kopf.
"Und der erste von uns zusammen..." Till zog sie nah an sich, küsste sie liebevoll. "Stimmt... aber willst du nicht lieber feiern? Wir haben die ganze Woche", versuchte sie ihn noch einmal zu überzeugen. Doch schnell schüttelte er den Kopf.
"Nein, ich will bei dir sein...", sprach er leise und drückte sich fest an ihn.
"Du bist so süß...", ganz sanft küsste sie seinen Mundwinkel "hast du gerade geraucht? Gras?"
"Doch nicht ohne dich...", lachte er leise und strich ihr durchs Haar.
"Das will ich ja wohl hoffen." Sie grinste, kuschelte sich fest an ihn.
"Stinchen?", flüstere er nach einer Weile.
Kann er bitte mal die Klappe halten? Ich will das hier genießen.
"Ja?" Sie schaute nicht auf, hatte ihren Kopf an seine Brust gelehnt.
"Ich liebe dich und... es tut mir leid... ich war... der größte Arsch." Immer wieder strich er durch ihr Haar. Er hatte das schon die ganze Zeit sagen wollen, aber nicht gewusst wie. Irgendwie fand er es jetzt ganz passend.
"Mhm...“, nuschelte sie in sein Shirt, war zu beschäftigt mit seinem Duft.
"Ich hatte einfach so Angst, dass es... scheitert." Kaum traute er sich, ihr die Wahrheit zu sagen.
"Weil ich dir weh tun könnte?", fragte sie und hob leicht ihren Kopf.
"Wir uns gegenseitig."
"Oh, ich werde dir weh tun. Viel zu oft." Stina grinste, biss sich auf die Lippe.
"Sag das nicht..." Schnell drückte er sie an sich, wollte sie gerade nicht ansehen.
"Doch. Denn nur dann liebt man doch richtig, oder? Ich werde dir weh tun, wenn ich nicht da bin, wenn du eifersüchtig bist... aber es ist okay. Denn die guten Zeiten gleichen das hundert Mal aus", erklärte sie, was sie eigentlich hatte sagen wollen.
"Stina...", sie hatte so sehr recht mit ihren Worten "wie konnte ich dich nur gehen lassen?"
"Du hast es ja gemerkt", flüsterte sie.
"Es tut mir wirklich leid...", gab er ehrlich zu.
"Ich weiß."
Ich sag ihm jetzt nicht, dass ich ihm verzeihe. Das wäre gelogen.
"Und... Wie machen wir das? Also... Wochenendbeziehung? Und wenn ich mehr Zeit hab, bin ich bei dir und du bei mir?" Das war die eine Sache, die ihn schon die ganze Zeit beschäftigte. Eine Sache, weshalb er die größte Angst vor dieser Beziehung hatte.
"Klingt sinnvoll... Was ist besser, wenn wir beide in KMS sind, wenn du was tun musst und in Braberg, wenn ich arbeiten muss? Oder arbeiten wir gleichzeitig und sehen uns nicht und haben dann zusammen frei?", überlegte sie laut.
"Und wenn Tour ist und ich gar nicht zuhause bin? Könntest du das wirklich so gut einteilen? Ich weiß nicht, wie wir das dann machen sollen. Also jetzt geht's ja, jetzt haben wir ja Pause, aber... wenn wir Proben haben, am Album arbeiten, Konzerte, Festivals... Du da oben und ich hier..." Till schluckte. Es war doch alles so kompliziert.
"Du weißt... dass ich... nie da weg gehen werde." Stina sprach ganz leise.
"Und ich kann hier nicht weg...", erklärte er genauso leise.
"Scheiße." Mehr Wörter brauchte es nicht. Genau so war es einfach.
"Wie... wie machen wir das dann, weil... also in Zukunft..." Bevor er sich jetzt wirklich Hals über Kopf in sie verliebte, wollte er das einfach geklärt haben.
"Ich... weiß es nicht... das hätten wir uns vorher überlegen sollen, oder? Ich meine... dann hat das mit uns... nicht wirklich Sinn." Die Worte fielen ihr so schwer. Sie... wollte Till so sehr, aber die Umstände sprachen einfach gegen sie.
"Doch, Stina, nein! Ich hab die Scheiße jetzt nicht alles gemacht, damit du mir jetzt sagst, dass es mir uns keinen Sinn hat!" Sofort schlang er seine Arme um sie, hielt sie fest. Er konnte sie jetzt nicht mehr gehen lassen...
"Kannst du dir das vorstellen? Immer pendeln? Ich könnte meine Stunden noch ein bisschen reduzieren und nur noch einen oder zwei Tage in der Woche arbeiten... aber... mein Garten"
Ich hab so viel Liebe in meinen Garten gesteckt. Ich kann doch nicht einfach... gehen. Und wo soll ich mein Gemüse anpflanzen? Auf seinem Balkon?
"Ich weiß nicht... Ich würd auf jeden Fall nicht für zwei Tage kommen sondern wenn dann länger... Und wenn du dir trotzdem hier einen Job suchst? Ich weiß wie gerne du deinen Job machst und... ich will nicht das du das für mich aufgibst." Till meinte das Ernst. Er wusste ganz genau, wie sehr sie ihren Job liebte. Dann konnte sie doch auch genau so gut in Chemnitz arbeiten.
"Zwei Restaurants sind mir zu stressig. Vielleicht könnte ich es so absprechen, dass ich immer eine Woche in Lüneburg arbeite und die andere frei habe. Dann können wir wöchentlich wechseln...", schlug sie vor.
"Wenn das geht. Ich kann dir wohl nicht versprechen, dass ich immer kann..." Auch er hatte Verpflichtungen und konnte nicht einfach immer nach Braberg wann es ihm passte.
"Das musst du auch nicht. Wenn wir das beide wollen... Ist das doch erstmal ne Möglichkeit. Also... erstmal." Sie seufzte. Das würde so verdammt stressig werden.
"Und... in Zukunft?", fragte er vorsichtig.
"Wie... stellst du dir denn deine Zukunft so vor?"
STINA! Warum fragst du so dumme Sachen?
"Schon... mit dir... irgendwie..." Ein Grinsen legte sich auf seine Lippen. Eine Zukunft mit ihr. Das klang so unglaublich schön.
"Nur... wir zwei?" Sie kuschelte sich an ihn, oh, das klang so perfekt.
"Neee, auf keinen Fall!!", sagte er viel zu schnell und viel zu laut.
"Also... willst du Kinder?", fragte sie irritiert. Irgendwie hatte sie das nicht vermutet.
"Ja! Ganz sicher! Du... du denn auch?", fragte er vorsichtig.
"Ich... hab mich irgendwie nie so als Mutter gesehen." Sie schüttelte schnell den Kopf.
"Nicht?" Ein ungutes Gefühl machte sich in seinem Magen breit. Wieder schüttelte sie den Kopf, kuschelte sich an seine Brust.
Müssen wir da jetzt drüber reden?
"Wieso nicht?" Auch wenn er wusste, dass hier würde kein gutes Gespräch werden, wollte er es wissen.
"Ich weiß nicht." Ohne aufzusehen zuckte sie mit den Schultern.
"Und du meinst nicht... das kommt noch mit der Zeit?", fragte er, strich sanft durch ihre Haare.
"Keine Ahnung. Ich kann es dir nicht sagen. Ich finde Babys irgendwie... bäh. Hab mich auch immer geweigert, eins zu halten oder so." Sie sah auf, verzog ihr Gesicht.
"Okay..." Er biss die Zähne zusammen. Er machte sich wirklich gerade ernsthaft Gedanken, ob Stina dann die Richtige für ihn war. Je mehr Freunde Familie bekommen haben, desto mehr sprach sich bei Till auch der Drang nach einer kleinen Familie aus. Er hatte die letzten Jahre das Bedürfnis mit aller Kraft verdrängt und... es musste ja auch nicht in den nächsten Jahren sein... aber irgendwann halt schon.
"Ich will es nicht ausschließen. Aber ich kann es dir auch nicht garantieren. Till... das Ganze hier steht unter keinem guten Stern. Die Entfernung... das jetzt... ist es wirklich das, was wir beide wollen?"
Ich will nicht, dass du mit mir unglücklich bist.
"Ich... hab keine Ahnung... willst... willst du das denn?"
"Ich will dich auf jeden Fall nicht unglücklich machen. Und... wenn du nun Mal Kinder willst..."
"Vielleicht finden wir ein Kompromiss... Irgendwie..." Er wollte krampfhaft daran glauben.
"Für solche Sachen gibt es keinen Kompromiss..." Stina schloss die Augen. Sollte das hier wirklich das Ende sein, obwohl es noch gar nicht angefangen hatte?
"Also wenn... du da bleiben willst und ich hier. Da bekommen wir bestimmt irgendwie hin und... mit einem Kind... was ist, wenn es bei mir wohnt und... wir kommen halt zu dir und du zu mir? Ich weiß doch auch nicht..." Till schloss die Augen. Wie dumm war denn diese Idee?
"Hey... alles ist gut. Reg dich nicht so auf." Sie sah sofort, wie sehr ihn das belastete.
"Ich will es wenigstens probieren... und ich will es nicht probieren und wir beide wissen nicht, wo wir stehen." Er biss sich auf die Lippen. Er wusste ganz genau, was er wollte. Nur sie wollte anscheinend nicht dasselbe.
"Ich kann dir nichts versprechen, Till. Ich weiß halt einfach... also ich hätte kein Problem mit schwanger sein, das vertrag ich ganz gut. Ich glaube nur einfach, dass ich keine gute Mutter wäre", versuchte sie ihm verzweifelt klar zu machen und biss sich auf die Lippe.
Nein! Das hast du gerade nicht laut gesagt, NEIN!
"Was meinst du? Schwanger sein verträgst du gut? Bist du... Stina, hast du ein Kind?" Kurz bekam er keine Luft mehr, fror in seiner ganzen Bewegung ein. Hatte sie wirklich schon ein Kind?!
"Nein... nein hab ich nicht." Bei dem Gedanken musste sie fast lachen.
"Aber...?", fragte er vorsichtig. Till verstand nicht, was sie meinte.
"Aber...", sie atmete tief durch "aber ich war schon mal schwanger."
"Hast du... es... verloren?" Es war einfach eine Sache, die Till niemals fühlen konnte. Er hätte auch nie gedacht, dass er das mal mit jemanden besprechen musste.
Stina schluckte hart, schüttelte den Kopf.
"Was denn dann?" Jetzt war er neugierig, wollte es wissen. Natürlich würde er sie nerven, aber das musste sie nun leider aushalten.
"Ich... hab die Schwangerschaft abgebrochen", erklärte sie sachlich.
"Oh..." Trotz seines Schocks küsste er ihre Haare.
"Ich... konnte es mir einfach nicht vorstellen. Ich hab das nicht übers Knie gebrochen. Ich hab in der fünften Woche erfahren, dass ich schwanger bin und war in der zehnten zum Abbruch. Ich hab lange darüber nachgedacht... und mich dagegen entschieden." Stina sprach ganz ruhig. Und irgendwie war es das, was Till am meisten verunsicherte. Wie emotionslos sie war.
"Wie alt warst du?", fragte er leise und ganz liebevoll. Er wollte sie kennen lernen. Wollte Dinge wissen, die anscheinend kaum einer wusste.
"Versuchst du jetzt eine Entschuldigung dafür zu finden, weil ich zu jung war? Kriegst du nicht. Ich war einundzwanzig." Sofort verfiel Stina in den Verteidigungsmodus, hatte sich schon so oft rechtfertigen müssen.
"Ich rede doch ganz normal mit dir", verwirrt sah er sie an. Natürlich verwunderte es ihn, dass sie so emotionslos war. Trotzdem brauchte sie ihn doch nicht so anzumotzen.
"Tust du..."
Und das ist irgendwie seltsam.
"Ich will einfach nur mehr über dich erfahren...", sagte er leise, küsste ihre Haare.
"Ich war in einer Beziehung, wir waren... glücklich irgendwie und... Geld ist ja eh keine Frage. Es gab nicht wirklich Gründe dagegen. Außer mich. Und manchmal frage ich mich einfach, wie es gewesen wäre... jetzt ein Kind zu haben. Es wäre jetzt sicher schon im Kindergarten." Ein kurzes Lächeln huschte über ihr Gesicht.
"Ja, kommt hin... Und heute siehst du das immer noch... wie damals?" Immer noch konnte er nicht glauben, dass er jetzt mit ihr hier lag. Mit Stina. Mit seiner Freundin. Und dann direkt über solche Sachen sprach.
"Ich bereue es nicht, wenn du das meinst. Dann wäre ich heute immer noch mit Stefan zusammen und... wäre nie getourt... hätte dich nicht kennen gelernt... nein. Ich bereue es nicht. Wirklich. Wäre ich heute in der Situation, also... wäre es von dir... würde ich vielleicht anders handeln." Wieder seufzte sie.
Und ich hoffe einfach mal, dass wir nicht in diese Situation kommen.
Kurz zuckt ihm ein Lächeln über die Lippen. Sie sah es vielleicht anders. Das machte ihm Hoffnung.
"Ich liebe dich, Stinchen... Wir schaffen das mit allem, irgendwie", sprach er leise, sanft, küsste sie zärtlich. Er liebte sie wirklich sehr. Seine Hand strich über ihre Wange.
"Also... willst du es trotzdem probieren? Obwohl... ich vielleicht nicht... Kinder mit dir haben werde?", fragte sie noch einmal.
"Ja..." Till nickte, sah ihr fest in die Augen. Er wollte es wirklich aus tiefstem Herzen probieren.
"Das müssen die Jungs bitte nicht wissen, okay?" Sie schaute ihn flehend an.
"Müssen sie nicht... Aber sie werden trotzdem irgendwann fragen", antwortete er, dafür kannte er sie alle viel zu gut.
"Sie werden ja wohl nicht fragen, ob ich mal ein Kind abgetrieben habe..." Bei den Worten zuckte sie selbst kurz zusammen. Das klang so... hart.
"Ich mein, ob wir Kinder wollten..." Till schmunzelte kurz.
"Und was sagst du dann?" Stina verzog ihren Mund zu einer Schnute.
"Was sagen wir dann? Sie wissen, dass ich Kinder will... irgendwann."
"Sag, dass das noch Zeit hat... oder... keine Ahnung."
Was weiß ich denn? Hauptsache, du sagst ihnen nicht die Wahrheit!
"Uns fällt schon was ein", beruhigte er sie und küsste sie schnell.
"Ich weiß nur, dass ich mir vorstellen kann, mit dir alt zu werden. Und in meinem Garten zu sitzen..." Selig lächelte sie ihn an.
"In deinem Garten? Nicht unserem?", lachte er leise und hielt sie fest im Arm.
"Unser Garten... natürlich unser Garten." Stina zwinkerte Till kurz zu.
"Ich freu mich jetzt schon..." Das tat er wirklich.
"Vielleicht... ziehen wir ja zusammen nach Braberg? Oder nach Chemnitz? Oder... Magdeburg, das liegt genau in der Mitte. Oder wir wandern aus. Ich wollte schon immer nach Schweden."
"Wir gucken mal..."
"Hauptsache, zusammen..." Sie schmiegte sich an ihn, wollte ihn nie wieder loslassen.
"Jaa. Ich freue mich schon so auf unsere Woche jetzt in Chemnitz..." Er fragte sich, ob es jetzt wohl genau so weiter gehen würde, wie es bis jetzt bei ihnen lief.
"Es... tut mir leid, dass wir jetzt hier so Grundsatzdiskussionen geführt haben", flüsterte sie in sein Ohr.
"Ist doch wichtig." Till küsste ihre Haare.
"Zumindest, wenn man eine Beziehung haben will... so... eine richtige. Wir sind doch jetzt richtig zusammen, oder?" Sie grinste ihn frech an. Wie oft wollte sie ihn noch fragen?
"STINA!", beschwerte er sich laut und fing sie an zu kitzeln.
"Hör auuuf!", quietschte sie und versuchte sich zu wehren.
"Hör du auf zu fragen!", lachte er, hörte gar nicht damit auf.
"Niemals! Es ist einfach zu unglaublich", lachte sie.
"Da ist doch nichts unglaublich dran." Langsam hörte er auf, legte sich halb auf sie.
"Doch, du. Weil du der unglaublichste Mann auf der Welt bist. Meine Idee mit dem Durchbrennen nach Las Vegas steht noch." Stinas Worte ließen Till einfrieren.
"Wenn ich damit alles wieder gut machen könnte..." Till schluckte schnell.
"Ach komm schon... das war ein Witz!" Liebevoll schubste sie ihn von sich.
"Wenn es das ist, was du willst, Stina...", sagte er ganz Ernst, sah ihr fest in die Augen.
"Nein... NEIN... also... das wäre verrückt..."
Nicht, dass ich dich nicht heiraten würde... aber das ist bescheuert.
"Und wenn es verrückt ist... Wann sind wir das mal nicht? Wir hatten Sex an so unglaublichen Orten... Ich habe in den zwei Wochen gemerkt, dass ich dich liebe... So sehr... Und das nicht erst seit du mir das gesagt hast, sondern schon... seit ich bei dir war. Du bist die perfekte Frau in aller Hinsicht. Marie-Kristin... wenn es einen Ort gäbe, wo wir auf der Stelle heiraten können... Ich würde mit dir dahin..." Er legte seine Hände an ihr Gesicht. Wieso war ihm das plötzlich so Ernst? Warum wusste er, dass sie plötzlich die Eine ist?
"Vegas. Das... ist nicht dein Ernst." Stina lachte unsicher.
"Die sind von der Zeit zurück, oder?", fragte er, wurde plötzlich irgendwie nervös.
"Ähm... ja? Till, du willst doch jetzt nicht ernsthaft mit mir nach Vegas fliegen..." Immer noch lag ein ungläubiges Lächeln auf ihrem Gesicht.
"Du hast es doch vorgeschlagen! Stina, ich liebe dich, ich will mein Leben mir dir verbringen..." Till legte seine Lippen auf ihre. Er kramte sein Handy raus und suchte nach dem nächsten Flug, der nach Vegas ging.
"Was tust du?" Mit großen Augen sah Stina ihn an.
"Einen Flug suchen", antwortete er schnell, sah gar nicht zu ihr.
"Hör auf. Sonst machen wir das gleich wirklich!" Noch einmal schubste sie ihn von sich.
"Sag nein und ich werde nicht diesen Button drücken um zu kaufen. Wenn du nichts sagst, dann... fliegen wir." Er hatte seinen Finger auf dem Kauf-Button. Till meinte es todernst. Stumm starrte sie ihn an.
Als ob der das wirklich macht...
"Ich hab noch keine Frage gehört...", stellte sie frech fest. Er grinste sie breit an, küsste sie heftig.
"Stina... Meine Apfelstine, willst du mit mir nach Vegas abhauen und mich heiraten?", fragte er.
"Ja! Ja, verdammt! Hast du deinen Pass dabei?"
Das ist so verrückt! Ich... ich kann doch nicht... nicht wirklich...
"Natürlich. Du deinen?" Till nickte, küsste sie wieder heftig. Er wollte sie so sehr. Er wollte gerade nichts anderes. Er wollte nie wieder was anderes. Schnell kaufte er die Tickets, steckte das Handy wieder weg.
"Ja... tatsächlich... Ich... Oh Gott, das ist verrückt. Wann geht der Flug?" Stina lachte fast hysterisch. Ihr Herz schug hart gegen ihre Rippen.
"Um Dresden um sechs morgen früh. Wir müssen uns also gleich auf den Weg machen!" Till nickte, wollte sie noch ein allerletztes mal Küssen, bevor sie aufstehen und los zum Flughafen mussten.
"Ich... okay... dann... auf nach Vegas?" Stina sah ihm fest in die Augen, suchte den Zweifel. Doch fand keinen.
"Bist du dir sicher?", fragte er nochmal sicherheitshalber. Sie atmete noch einmal tief durch.
"Ja. Ja, ja, ja!", platzte es dann aus ihr heraus. Till musste sie immer wieder Küssen. Immer und immer wieder. Er würde heiraten. Er würde Stina heiraten. Sie wäre für immer seins! Till packte ihre Hand, stand auf. Sie mussten jetzt los, bevor es noch jemand mitbekommen würde.
Wie zur Hölle ist das alles passiert? Ich kann doch nicht wirklich... Oh Gott!
"Ich mir auch. Dann komm..."
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