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Und wenn du mich küsst, dann ist die Welt ein bisschen weniger scheiße

von Minou
GeschichteLiebesgeschichte / P18
OC (Own Character) Till Brummer / Kummer
01.01.2019
01.03.2019
41
106.318
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06.02.2019 2.360
 
"Magda, kommst du mit zum Auto?", fragte Stina, als sie wieder aus dem Backstage zurück kam.
"Ich war eben erst vor 'ner viertel Stunde. Ich hab mich grad erst wieder hin gesetzt!“, grummelte Magda.
"Magda, bitte", flehte Stina.
"Ja, ist schon gut." Murrend stand sie auf und folgte Stina zum Auto. Einen Moment schwiegen beide.
"Was musst du denn aus dem Auto haben?", erkundigte Magda sich schließlich.
"Nichts... ich... ich will nur mit dir reden", gab Stina zu.
"Das hätten wir doch auch bei den anderen können." Magda verstand nicht, was Stina von ihr wollte.
"Ich... war gerade im Backstage", begann sie zu erzählen.
"Was? Wieso?!" Plötzlich war Magda hellwach.
"Karl hatte mir geschrieben. Ich durfte nix sagen. Tut mir leid. Ich... hab mit Till geredet..." Weiter kam sie nicht. Schon hatte Magda sie unterbrochen.
"UND?! Na sag schon endlich!!! Was habt ihr besprochen?!" Magda war ganz aufgeregt, blieb wie angewurzelt stehen.
Sie bringt mich um, ich wette, sie bringt mich um.
"Wir...", Stina atmete tief durch "wir sind jetzt...  zusammen. Ich weiß, dass dir das weh tut. Und es tut mir unsagbar leid.  Aber... ich liebe ihn und er liebt mich... und... ja... so ist es jetzt."
"WIRKLICH?!", schrie Magda vollkommen unvermittelt, hüpfte wie ein Flummi auf und ab. Etwas überrumpelt nickte Stina.
"SAG SCHON, JA?! STIMMT DAS? JA???", fragte sie viel zu laut.
"Ja. Ja wir sind zusammen.  So richtig... ich...", Stina konnte sich nicht mehr zusammenreißen, hüpfte mit Magda mit "ich glaub es selbst kaum."
"ICH FREU MICH SO FÜR DICH!!! Oh Gott! Ich glaub das kaum!" Magda fiel ihrer besten Freundin in die Arme.
"Wieso bist du gar nicht sauer?", fragte Stina immer noch ein bisschen perplex.
"Weil du ihn liebst... ich... gab mich damit abgefunden. Er gehört zu dir und... das ist auch gut so", erklärte Magda.
"Magda... ich hab dich so lieb... Danke."
"Aber glaub mal nicht, dass ich ihn nicht kennenlernen kann! Du MUSST ihn mir vorstellen! Du MUSST!"
"Klar. Vielleicht nicht heute... aber... wenn er mit nach Braberg  kommt auf jeden Fall", versicherte Stina.
"Jaa, natürlich! Ich verlang auch nicht heute. Aber dann komm ich mal zuuuufällig vorbei", lachte Magda "ach Stina, du siehst wieder soo glücklich aus!
"Musst du nicht. Wir machen das ganz offiziell. Du bist meine beste Freundin und er mein Freund. Und... ich bin verdammt glücklich. So glücklich, dass ich es gerne Jackie, Saki und Babs erzählen will", erklärte Stina.
Die werden aus allen Wolken fallen...
"Und ich freu mich auch so sehr für dich! Für euch! Boah ich muss den vermutlich gleich so sehr, so dämlich angrinsen. Du musst es aber auch Fritzi erzählen! Die freut sich bestimmt genau so  sehr. Ich hol die Mädels, schreib du in der Zeit Fritzi", beschloss Magda. Noch einmal drückte sie ihre Freundin fest, dann lief sie beschwingt zurück zu den anderen.

"Hey...", begrüßte Stina die anderen, als Magda sie zu ihr ans Auto geholt hatten.
"Hey, Magda wollte, dass wir kommen?", Babs schaute Stina skeptisch an.
"Ja... ich wollte euch was erzählen, was vielleicht nicht alle hören müssen", erklärte sie.
"Alles gut? Was ist los?", fragte Jackie besorgt. Brauchte sie einen Tampon? Oder ging es ihr irgendwie schlecht?
"Ich hab jetzt einen... Freund", begann Stina.
"Waaas? Echt jetzt?" Saki sprang aufgeregt auf und ab. Sie freute sich so für ihre Freundin.
"Kennen wir den?", wollte Babs wissen.
"Wir haben schon ein bisschen länger was  laufen... aber seit heute sind wir offiziell zusammen. Und... ihr kennt  ihn."
Oh Gott, das ist alles so unwirklich! Ich fass es nicht!
"Wer soll es denn sein? Haben wir ihn irgendwo auf nem Festival kennen gelernt?", fragte Jackie und überlegte schon direkt, wer es wohl sein könnte.
"Ich freu mich total für dich!" Saki biss sich auf die Lippe. Warum war sie nur so verdammt nahm am Wasser gebaut?
"Ja... ähm... ihr müsst mir versprechen, dass ihr es für euch behaltet." Stina sah die anderen ernst an.
"Warum, wenn's offiziell ist?" Babs verstand nicht ganz, was Stina wollte. Warum sollten sie es geheim halten?
"Weil... weil das nicht jeder wissen muss", mischte Magda sich ein.
"Okay?" Saki war leicht irritiert.
"Wer ist es denn?", fragte Jackie, die im Kopf jetzt gefühlt alle Männer und ihre Beziehung zu Stina durchgegangen war.
So. Auf drei. Eins, zwei...
"Till", platzte sie heraus.
"Welcher Till?", fragte Saki und ging alle Tills in ihrem Kopf einmal durch.
"TILL?" Babs fielen fast die Augen aus dem Kopf.
"Ja... Till. Till Br... Kummer." Bei dem Namen hüpfte ihr Herz kurz auf und ab.
"Nicht dein Ernst!" Jackie starrte Stina ungläubig an.
"WAS?", rief Saki und schlug sich direkt die Hand auf den Mund. Das hatte ja wohl hoffentlich niemand gehört!
"Wow... also Stina... sehr witzig!" Abschätzig schaute Babs Stina einmal von Kopf bis Fuß an. Warum erzählte sie so etwas? Fand sie das etwa lustig?
"Ja... ich weiß..." Leicht beschämt sah Stina zu Boden, strich mit dem Fuß hin und wieder her.
"Du verarschst uns doch grad." Skeptisch schüttelte Babs den Kopf.
"Ich freu mich so für dich!!!" Saki umarmte Stina fest. Niemandem würde sie das mehr gönnen, als ihr.
"Nein... ich... ich verarsch euch nicht. Wir...  erinnert ihr euch ans Puls? Als ich jemanden kennen gelernt habe und  mitgegangen bin? Das war das erste Mal", erzählte sie den anderen.
"SCHON SO LANGE?" Jackie konnte es nicht fassen.
"Ja... irgendwie... den ganzen Sommer", gab Stina zu.
Wieder drückte Saki Stina fest, wischte sich schnell die ersten Tränen ab.
"Du bist so süß..." Stina gab Saki einen Kuss auf die Wange.
"Ich freu mich so sehr!", erklärte Saki sich und wischte schon die nächsten Kullertränen fort.
"Also... wow, es stimmt? Ich glaub das kaum..." Babs schüttelte den Kopf. Stina... ihre Stina... mit Till?
"Alles okay?", fragte Stina Saki, die inzwischen aufgegeben hatte, gegen die Flut an Tränen zu kämpfen. Sie nickte selig.
"Du und Till..." Ein breites Grinsen breitete sich auf Jackies Gesicht aus.
"Jaa... alles okay!", schniefte Saki.
Stina kramte ihr Handy heraus, suchte ein Foto von sich und Till und entschied sich für eins, was Philipp gemacht hatte. Sie saß auf seinem Schoß, er hat die Arme ganz fest um sie geschlungen, hatte seine Nase in ihren Haaren vergraben.
"Das... das war in... Chemnitz. Ich war eine Woche bei ihm zu Besuch. Und einen Abend waren wir alle zusammen bei Steffen", erklärte sie das Bild.
"Ihr seid echt süß zusammen!", befand Jackie zufrieden.
"Und du hast die ganze Zeit NICHTS gesagt?! Wie konntest du das?" Immer noch ungläubig schaute Babs auf das Foto. Aber sie musste zugeben, dass Till unfassbar glücklich mit Stina aussah.
"Ich... ich konnte nichts sagen... weil...  also... was hätte ich den sagen sollen? Dass ich Till vögele? Das wäre doch irgendwie schräg gewesen", gab Stina zu bedenken.
"Aber... warst du dann wirklich manchmal Backstage? Wir wurden drauf angesprochen aber wir haben dich nie gesehen. Nur  einmal kurz aber da dachten wir nachher doch, es war jemand anderes", erklärte Jackie, in deren Kopf jetzt alles plötzlich Sinn ergab.
"Ja... wenn die Lemminge nicht da waren, war ich  immer Backstage. Und... beim Kosmo war ich auch im Freundebereich. Aber  da hab ich drauf geachtet, dass man mich nicht sieht... war eh die  meiste Zeit im Wohnwagen", erklärte Stina.
"Du warst im Freundebereich?! Oh Gott wie wars?" Aufgeregt klatschte Jackie in die Hände.
"Jaa, erzähl!", forderte auch Saki, die sich langsam wieder unter Kontrolle hatte.
"Ich... hab keine Künstler getroffen... oder so. Zu der Zeit wussten es auch nur Steffen und Felix. Ich musste ja auch irgendwie noch bei euch sein, damit es nicht auffällt. Und wenn ich im  Freundebereich war, dann halt im Wohnwagen." Stina presste die Lippen zusammen, hätte wirklich gern Casper getroffen.
"Ich hätt so gern gewusst, obs es wirklich so schön ist, wie die Jungs immer sagen", seufzte Jackie enttäuscht.
"Jaa, ich auch", stimmte Saki zu.
"Ja... da kann ich euch nicht weiterhelfen. Aber ich kann euch sagen, dass Steffens WG-Partys genau so legendär sind, wie man es sich vorstellt." Stina konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
"Ach, da warst du auch schon?!" Babs konnte einfach nicht fassen, dass sie das alles nicht mitbekommen hatte.
"Erzähl!", forderte Jackie aufgeregt.
"Ich war ja eine ganze Woche bei ihm. Und... zur ersten Party bin ich nicht mit, aber bei der zweiten dann. Ich kann halt jetzt nicht krass Insider-Infos rausgeben. Aber da ist schon richtig Stimmung und irgendwas geht kaputt. Und alle bauen irgendeine Scheiße. Wir sind aber nicht bis zum Ende geblieben. Angeblich ist da noch ein Bierfass aus dem Fenster geflogen." Stina kicherte.
"Was?! Um Himmelswillen!" Jackie war kurz geschockt, musste dann aber doch lachen.
"Die Vorstellung..." Saki lachte mit.
"Keine Ahnung. Da waren wir schon wieder zuhause." Ein Grinsen schlich auf Stinas Gesicht, bevor sie es verhindern konnte.
"Ich will gar nicht wissen, WAS ihr zuhause gemacht habt." Schnell schüttelte Babs den Kopf.
"Aber... sag mal... ist er wirklich so ein Arsch?", fragte Jackie leise.
"Ich würd lieber wissen, ob er wirklich so gut im Bett ist, wie wir es uns vorstellen." Saki kaute sich auf der Lippe herum... oh, das wüsste sie zu gern.
"Ist er. Er ist ein mega Arsch. Und der süßeste und liebste Mann, den man sich vorstellen kann. Und... oh Gott, ja...  ist er", fasste sie kurz zusammen.
"Irgendwann musst du uns mal alles erzählen." Jackie hätte am liebsten jetzt schon alles gehört.
"Ja, musst du auf jeden Fall!" Aufgeregt nickte Saki.
"Mach ich... vielleicht. Aber nicht jetzt. Es fällt eh schon mega auf, dass wir alle so lange weg sind", meinte Stina.
"Ich mein ja auch wann anders", korrigierte Jackie sich leicht enttäuscht.
"Ja und? Sagen wir halt, dass wir bei den Mädels auf der anderen Seite waren." Babs zog die Augenbrauen zusammen. War ihr doch egal, was die anderen Mädchen dachten.
"Aber... ihr müsst mir versprechen, dass ihr das für euch behaltet. Wirklich." Stina sah die anderen eindringlich an.
"Machen wir!", versicherte Jackie.
"Versprochen", stimmte Saki zu.
"Ich halt auch meine Klappe", stimmte Babs zu.
"Danke. Echt. Das bedeutet mir viel." Stina lächelte dankbar in die Runde.
"Klar, gerne." Jackie nickte aufmunternd.
"Super... ich fahre übrigens auch nicht mir euch zurück", erzählte Stina den anderen.
"Gehst du zu Till?", fragte Saki mit großen Augen.
"Natürlich geh sie das!" Jackie lachte. Schließlich waren die beiden jetzt zusammen.
"Ja... ich bin die ganze Woche da. Und danach gucken wir... vielleicht kommt er mit zu mir."
"Ich freu mich so...! Hach. Und es freut mich für  Till so sehr. Stimmt das eigentlich, dass er so lange keine Freundin  hatte?", wollte Jackie wissen.
"Ja... er ist ewig Single. Fast drei Jahre", erzählte sie.
Darf ich sowas überhaupt erzählen? Ich muss das unbedingt mit Till besprechen.
"Wow... das ist echt lang!", stellte Babs nickend fest.
"Warum?", erkundigte Jackie sich weiter.
"Weil... er also... es... ist kompliziert. Er wollte sich nicht wirklich nochmal auf jemanden einlassen", versuchte sie zu erklären, ohne zu viel zu verraten.
"Beschissene Ex?", mutmaßte Jackie.
"Ja... schon. Ich... will halt nicht zu viel ausplaudern. Weiß nicht, ob er das cool fände."
"Verständlich." Jackie nickte verständnisvoll.
"Wir sollten wirklich zurück...", warf Magda ein. Sie wollte gleich den anderen nicht erklären müssen, was passiert war.
"Sollten wir. Und ihr geiert ihn nachher alle schön an, um zu gucken, ob er mich anguckt. Wird er nicht." Stina lachte.
"Als ob!" Babs grinste.
"Der wird so hart gucken", vermutete auch Jackie.
"Der guckt mich nicht an. Das wäre viel zu auffällig. Der wird wahrscheinlich jeden außer mir angucken", vermutete Stina.
"Davor hat er auch ständig zu dir geguckt, also...", sagte Magda schulterzuckend.
"Vielleicht stell ich mich heute einfach mal auf Steffens Seite... um ihn zu ärgern...", überlegte sie laut.
"Nein, mach das nicht! Dann ist Magda ja ganz allein", empörte sich Jackie. Schnell sah Stina zu ihrer besten Freundin, griff ihre Hand. Magda lächelte ihr dankbar zu.
Oh, den Fehler mach ich nicht nochmal. Magda geht vor allem.
"Das will ich nicht... dann bleib ich bei... meinem Freund..." Kurz musste Stina kichern bei dem Gedanken daran, dass er wirklich ihr Freund war.
"Du bist so hart verliebt." Grinsend schüttelte Babs den Kopf.
"Ich liebe ihn, Babs. Wirklich."
"Das merkt man." Jackie lächelte mild.
"Und wie man das merkt", lachte Magda.
"So... wir gehen jetzt... ich fang sonst gleich an zu heulen oder so", beschloss Jackie und drückte Stina einmal fest.
"Ich würd's vermutlich auch. Vor Glück", seufzte Magda.
"Danke, Mädels, echt. Für alles." Stina war so unfassbar froh, so tolle Freundinnen zu haben.
"Nicht dafür!" Auch Babs nahm ihre Freundin noch kurz in den Arm, dann gingen sie gemeinsam wieder zur wartenden Menge.
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