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Transformers - Right by my side

von Blythe
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Bumblebee OC (Own Character) Optimus Prime Sam Witwicky
31.12.2018
09.05.2022
5
7.588
3
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Dieses Kapitel
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31.12.2018 770
 
// NEST Zentrale

Sie strich sich müde das rote Haar aus den Augen und griff nach der dampfenden Tasse Kaffee. Es war erst 13 Uhr und in der Nest-Zentrale war wieder einmal die Hölle los.

An Tagen wie heute war ihr das teilweise einfach zu viel Trubel und Unruhe. Seit etwa 2 Jahren arbeitete sie nun hinter den Kulissen, leitete Einsatzpläne und stellte die richtigen Ressourcen in engen Zeitfenstern zur Verfügung. Der Job hinter dem Bürostuhl war etwas, das ihr einfach mehr lag als der hektische und oft lebensgefährliche Teil der Außenmissionen.

Ihre hohen Schuhe machten die Treppenstufen in die riesigen Trainingshallen schwieriger als normal und sie lächelte Sideswipe schief zu, als er ihr in der großen Lagerhalle entgegen pfiff.
„Mädchen, das ist mal ein schicker Aufzug. Hast du noch etwas vor?“, fügte er mit einem sinnlichen Unterton hinzu. Sie grinste breit und ging einige Schritte auf ihn zu, Ratchet und Ironhide kurz zunickend. „Vielleicht. Hättest du heute Nachmittag Zeit für eine kleine Ausfahrt?“ Ein empörtes Quietschen kam von rechts und sie verzog die Lippen zu einem schiefen Lächeln. „Sorry Bee, aber Gelb ist in bestimmten Situationen einfach nicht die richtige Farbe.“ Sie tätschelte warm seine Wange und versuchte seine Empörung zu ignorieren, als er sich beleidigt neben sie kniete.

„Heute ist definitiv Silber angesagt und die geilste Corvette, die je gebaut wurde“, murmelte sie belustigt. Sideswipe verneigte sich spielerisch vor ihr und strich über seinen matt glänzenden Lack. Er schnurrte regelrecht. Fabienne schüttelte lachend den Kopf und bahnte sich einen Weg durch nagelneue Autos, massive Roboterbeine und einer Menge Waffen und Ausrüstung. Ratchet neigte sich zu ihr hinunter. „Hallo Fabienne, du siehst gut aus.“ Sie strich sich verlegen durch die roten Locken und blickte an sich hinab: das schwarze Kleid und die hohen Schuhe machten tatsächlich Einiges her. „Danke. Ich habe die Pläne für nächste Woche fertig, ihr solltet also zurechtkommen. Falls etwas ist, bin ich über´s Handy erreichbar. Morgen erledige ich noch den Rest der Kommandoprogrammierung und der restlichen Anfragen der anderen Stützpunkte.“ Fragend hoben sich seine Augenbrauen und er legte den Kopf schief. „Wo...bis du denn nächste Woche?“

Fabienne betrachtete ihn einen Moment und stemmte dann die Hände in die Hüften. „Wirklich? Ich habe dir bestimmt 4x gesagt, dass ich nächste Woche frei habe. Urlaub. Entspannung. Erholung. Erinnerst du dich?“
Er nickte und fuhr sich müde über die Augen. „Ja, entschuldige. Entspannung würde mir auch gut tun...“. Sie strich mehrmals über den grünen Lack in ihrer Reichweite und klopfte dann gegen sein Bein. „Wenn du magst, begleite mich: 4 Tage in einer abgelegenen Berghütte. Weit und breit kein anderes Haus. Das WLAN wird wohl auch schlecht sein“, fügte sie schief grinsend hinzu. „Aber es schadet wohl nicht, wenn ich das Handy mal ein paar Tage weg lege“, fügte sie mit einem Augenrollen hinzu.
Schwere Schritte lenkten sie ab und hielten Ratchet von einer Antwort ab. Optimus trat zu ihnen, einen fragenden Ausdruck im Gesicht. „Wer begleitet dich, Fabienne?“ Ihr Lächeln war breiter als sonst und sie legte eine Hand auf sein Bein, der kühle Lack unter ihrer Haut beruhigte sie sofort. „Wie meinst du das? Bee bringt mich hin, aber natürlich kommt er dann gleich wieder zurück. Ihr braucht jeden Mann hier. Äh, Roboter meine ich.“ Das zusammenziehen der Augenbrauen und die dunkler werdenden Iriden hätten ihr wohl eine Warnung sein müssen. Zumindest Ratchet spannte sich an.
„Ungenügend. Es sollte jemand die gesamte Zeit für deinen Schutz vor Ort sein.“ Ihr Gesichtsausdruck wechselte in Unglauben und sie schüttelte den Kopf. „Warum das denn? Dort ist absolut Niemand und es weiß auch niemand, dass ich dort bin. Ich habe hier schon genug von Euch, da muss ich nicht noch mit Euch in den Urlaub fahren!“ Ihre Stimme hatte einen gereizten Unterton und Ratchet bemühte sich bereits um eine Eskalation zu vermeiden, indem er versuchte Optimus Aufmerksamkeit durch ein Handzeichen zu erringen. Vergebens.

Optimus starrte ihr hinterher als sie wütend davon rauschte, das leise Seufzen seines Freundes nur am Rande wahrnehmend. Ratchet legte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Das war übertrieben, Prime. Sie ist von uns fast 24 Stunden am Tag umgeben, es ist irgendwann genug. Wir holen sie ab, arbeiten mit ihr, bringen sie nach Hause... sie sucht Abstand – besonders von dir, mein Freund.“ Optimus strich sich müde über die Augen. „Ich weiß. Es ist... schwieriger geworden mit ihr umzugehen. Es ist zu vertraut und zu normal geworden. Sie ist einer der wenigen Menschen der jederzeit Kontakt sucht und auch einen gewissen Kontakt zurück möchte." Er überlegte einige Sekunden und nickte dann seinem Freund zu. „Ich muss etwas wieder gut machen, entschuldige mich.“
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