Witness

von DjVulpix
GeschichteRomanze, Horror / P16
Eddie Gluskin OC (Own Character)
31.12.2018
31.12.2018
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«War das alles, Park?» frage ich Waylon genervt und ein kleines bisschen wütend wegen einer 12 Stundenschicht die für mich nervend zerreibend war. Kann das nicht warten bis morgen? Ich bin müde. Und will einfach nur noch schlafen. «Nein Michelle das kann nicht warten! Ich habe es selbst gesehen. Du musst mir glauben! Da stimmt was nicht.» Waylon folgt mir auf Schritt und Tritt, weil er nicht aufhören will mit seinen Verschwörungstheorien. Ich seufzte tief, hielt an und drehe mich mit Schwung um. Waylon wäre fast in mich rein gelaufen hätte er nicht so ne gute Reaktion. Schade eigentlich. «Park! Ich hatte eine 12 Stundenschicht und bin bis aufs äusserste ausgelaugt und genervt. Ich möchte jetzt nur noch ins Bett, kannst du das verstehen oder muss ich es dir noch mal sagen, aber diesmal mit meinen Fäusten?!»Ich sehe ihn gereizt an und Waylon starrt nur verblüfft zurück. Waylon öffnet sein Mund, um ihn gleich wieder zu schliessen, um wie ein Hundewelpen auf den Boden zu blicken. Er wippt hin und her und wagt einen schüchternen Blick zu mir. Obwohl das eher seltsam aussieht, weil Waylon ist ein grosses Stück grösser als ich, so sieht er eher auf mich herunter. Ich seufzte schon wieder tief und massierte mir mit meinem Daumen und Zeigefinger meine Nase. «Ich habe sonst niemand der mir zuhören würde. Alle anderen sagen das ich spinne und gehen dann lachend weg.» sagt Waylon mit einer traurigen Stimme. Ich lege meinen Kopf in den Nacken und schloss meine Augen für einen Augenblick. Ich mag Waylon wirklich sehr. Er war der erste Freund denn ich hier im Mount Massive kennen lernte. Wir verstehen uns prächtig, haben Spass und können über alles reden. Er ist verheiratet und hat diese Stelle angenommen, weil er Geld braucht. Genau wie ich. Ich bin auch hier, weil ich Geld brauche. Der Unterschied ist das ich kein Softwaretechniker bin, sondern nur eine Aushilfe in der Küche. Wie schon gesagt ich brauche das Geld.
Ich öffne wieder meine Augen, streiche kurz durch meine kurzen blond-braunen Haare und schau wieder Waylon an. «Park ich weiss schon alles. Du hast mir es schon etwa 10 Mal erzählt und ich kenne jetzt alle schmutzigen Geheimnisse von dieser Anstalt. Es ist nicht nötig mir jetzt wieder alles zu erzählen. Okey? Gute Nacht!» Somit drehe ich mich um, um den Weg zu meinem Bett einzuschlagen. Ein paar Schritte weiter ruft Waylon mir noch was nach.
«Okey ich habe verstanden, aber ich werde nicht weg schauen! Ich werde was ändern!»
Hätte ich ihm doch nur geglaubt…

Verdammt! Verdammt, verdammt, verdammt, verdammt! Was zum Teufel ist passiert? Wieso ist das passiert? Wieso bin ich überhaupt hier? Verdammt, Waylon hätte ich dir doch nur geglaubt! Ich irre schon seit einer geschlagenen Stunde durch die Anstalt und ich habe keine Ahnung wo ich bin. So lange arbeite ich noch nicht hier um zu wissen wo alles ist. Ausserdem habe ich Angst. Unbeschreibliche Angst. Hätte ich gewusst was die machen, wäre ich nie hie hergekommen. Ich meine, wieso sollte man solche Dinge auch einer Küchenhilfe sagen?!
Als der Alarm vor 3 Stunden los ging war ich zuerst sehr perplex. Ich dachte so etwas passiert hier doch nie. Von wegen! Die Sicherheitsleute kamen zu uns in die Küche und wollte uns rausschmeissen. Wir folgten natürlich brav und dachten uns nichts Schlimmes. Aber das war der grösste Fehler meines Lebens! Wie aus dem nichts sprang plötzlich Jemand mit vernarbter Haut um die Ecke und hat den Sicherheitsmann mit einem Messer die Kehle aufgeschnitten. Sofort war der Mann nicht mehr unter den Lebenden und wir von der Küche schrien los. Ich schrie und hörte sofort auf meinen ersten Instinkt.
Weglaufen.
Ich drehte mich um und rannte um mein Leben. Hinter mir höre ich die ohrenbetäubenden Schreie von den Küchenmitarbeitern. Ich rannte durch die Gänge und ich sah so viel Blut! Mit wird schwindelig, Blut ist nicht so meins. So viele Leichen! Ich hörte so viele ängstliche Schreie! Wie ist das alles Passiert? Was ist mit Waylon? Geht es ihm gut? Ich habe keine Antwort nur ein Gedanke ist in meinen Kopf.
Verstecken.
Ich rannte in einen Raum, der aussah als wäre es ein einfacher Aufenthaltsraum. Ich schritt hinein und schloss sofort die Tür. Leider hatte sie kein Schloss. Ich sah mich hektisch um und erblickte einen Stuhl. Ich sprang zum Stuhl und riss ihn zur Tür. Sofort stelle ich ihn so hin damit man die Türhebel nicht mehr runterdrücken konnte. Ich entfernte mich sofort von der Tür in die hinterste Ecke und lauschte. Ich hörte Schreie. Todesschreie. Gebrüll und andere undefinierbare Laute. Mein Kopf war wie in Watte. Ich dachte zu viel und trotzdem zu wenig. Als es plötzlich an der Tür hämmerte zuckte ich sofort zusammen und suchte ein Versteck. Schnell sprangen meine Augen an die Decke und sah meine Rettung. Die Lüftungsschächte. Sofort schnappte ich mir einen anderen Stuhl und stellte ihn darunter. Ich stieg auf den Stuhl und öffnete schnell das Gitter. Als es offen war hievte ich mich rein und kroch weg von dem Gitter. Von unten konnte ich Gebrüll hören und gepolter.
2 Stunden lang bewegte ich mich keinen Millimeter. Ich betete zu Gott, auch wenn ich nicht an ihn glaube und hoffte nur das alles ein Alptraum ist. Nach diesen Stunden stieg ich irgendwo wieder aus dem Lüftungsschacht und befand mich irgendwo. Keine Ahnung wo ich bin. Beim Aufenthaltsraum wollte ich sicher nicht wieder runter. Ein Blick nach unten sagte mir das meine Kleider schrecklich verdreckt sind und auch Blut daran klebt. Verdammt! Und ich kann kein Blut sehen.
Wo bin ich? Ich schaue in jeden Raum bin dabei aber sehr leise und höre ganz genau auf meine Umgebung. Es ist still. Zu still. Nur mein Atem gibt ein Geräusch von sich. Ich habe Angst. Mein Körper zittert unaufhörlich und ich kann ihn nicht beruhigen. Doch ich muss mich beruhigen. Ich atme tief ein und aus. Einfach einen klaren Kopf behalten und alle Informationen sammeln. Was weiss ich? Heute Morgen…ist es wirklich noch heute? Ich bin so verwirrt. Ich kann das nicht. Meine Knie gaben nach und ich heulte los. Alles ist zu viel. Es wie in einem Horrorfilm. Leute sterben mit viel Blut und Schmerzen. Ich weiss nicht wo ich bin, noch wo der Ausgang ist oder wo Waylon ist. Ich heule meine Seele raus. Etwa 15 Minuten lang knie ich irgendwo und heule. Egal ob ein Monster oder so kommt. Ich bin einfach zu gestresst. Werde ich sterben? Werde ich entkommen? Und wenn ich entkommen, kann ich mit diesem Trauma leben? Reiss dich zusammen Michelle! Du wirst es schaffen du musst nur klar werden, also werde klar!
Meine innere Stimme hat recht. Ich schaffe das. Ich kann das also steh auf und sammle dich. Ich stehe auf und atme noch mal tief ein und aus. Gleichzeitig streiche ich mir über die Wange, um die Spuren der Tränen zu verwischen. Was weiss ich?
Ich weiss nicht viel über diese Anstalt nur das ich eine einfach Küchenhilfe bin und nichts mit der Anstalt an sich zu tun haben. Waylon ist da schon eher betroffen. Er ist ein Informatiker und er hat mir erzählt das er die Patienten manchmal sieht. Aber nur kurz. Bis heute. Er sah komisch aus als ich ihn getroffen habe, wie als hätte er den Teufel gesehen oder ein Monster. Ich wollte nicht zu aufdringlich sein und fragte auch nicht nach. Er erzählte nur das übliche Zeug von Mount Massiv. Hätte ich ihm nur geglaubt. Doch ich war wir alle anderen. Ich habe ihn als verrückt und ein Verschwörungstheoretiker abgestempelt. Jetzt im nach hinein war ich eine schlechte Freundin für ihn. Wenn ich ihn sehe entschuldige ich mich. Hoffentlich lebt er noch.
Jetzt muss ich einen Ausgang finden. Mit leisen Sohlen lauf ich bis zum Ende des Ganges und öffne die letzte Tür. Mein Puls rast. Na großartig, super gemeistert das mit dem klaren Kopf. Schon seit der Sicherheitsmann vor meinen Augen getötet wurde rast mein Puls unaufhörlich doch für eine kurze Zeit konnte ich mich beruhigen.
Ich schreite in den Raum und treffe auf gähnende Leere und Dunkelheit. Ich durchsuche den Raum auf Gefahren, finde aber keine. Bis jetzt. Ausser dass dieser Raum wie eine Turnhalle aussieht. Seit wann haben wir eine Turnhalle hier? Schnell gehe ich zu der einzigen Lichtquelle im Raum, das düstere Licht vor dem Fenster und schaue raus. Es ist stockdunkel und es regnet. Toll. Das Wetter beschreibt ziemlich gut meine Situation. Ich habe keine Ahnung wo ich mich befinde, ausser dass ich im Mont Massiv bin und mir ist zum Weinen zumute, wie der Regen es grade vorzeigt. Schon wieder. Ich habe ein sanftes Gemüt. Ich drehe meinen Rücken zu der Wand und gleite dort bis auf den Boden runter. Ich fühle mich allein und schwach. Ich finde keine Kraft, um aufzustehen. Ich bin durch den Stress zu überanstrengt. Ich schliesse meine Augen und betete wieder mal zu Gott.
«Hallo.»
Sofort riss ich meinen Kopf nach hinten und drücke mich mehr an die Wand. Mein Herz klopft schnell und das Adrenalin pumpt durch meine Adern. Die Gestalt die vor mir in der Hocke ist. schaut mich leicht lächelnd an. «NEIN! Geh weg! Hilfe! HIIIIIILLFFEEEEEEE!», schreie ich und strample mit meinen Beinen. Ich versuche gleichzeitig an der Wand nach zu rutschen, um mich noch weiter zu entfernen. Plötzlich greift das Monster meine Beine und zieht an denen. Sofort strample ich noch heftiger und schreie noch lauter. Wieso muss das mir passieren?
«Alles gut, Darling. Du musst nicht schreien. Bei mir bist du sicher.», sagt die dunkle Stimme mit einem sanften Unterton. Seine Hände, die meine Beine halten sind gross und unglaublich warm. Langsam stelle ich das Strampeln ein und sehe das Monster mit sanfter Stimme und warmen, grossen Hände an. Noch immer rast mein Puls und erst jetzt bemerke ich wie stark ich zittere. Ich mustere ihn ängstlich. Das Monster ist ein Mann mit schwarzen kurzen Haare und blauen Augen. Doch das Weisse um seine Augen ist rot unterlaufen und auch sein kantiges Gesicht ist voller Dreck und Blut. Seine Kleidung sieht genauso aus. Seine Lippen bezieht ein leichtes Lächeln und seine Augen sehen mich warm und voller Fürsorge an. Was zum Teufel!?
«W-was willst du?», stottere ich. Er lächelt weiter und streckt seine rechte Hand nach mir aus. Sofort reagiere ich und rutschte weg. Im Augenwinkel sehe ich die Tür, in der ich rein kam. Mein einziger Ausweg? Die Tür! Ich schlage einmal wahllos nach vorn um ihn vielleicht zu treffen um den Überraschungseffekt zu nutzen. Schnell erhebe ich mich und renne zur Tür, die meine Freiheit werden soll. Mein Blut rauscht in meinen Ohren. Alles um mich herum wird dumpfer, wohl ein Grund wieso ich ihn nicht hören konnte, wie er mir schnell folgte. Als ich schon fast die Türklinke in der Hand hatte wurde ich mit einer unmenschlichen Kraft an die Tür geschupst. Der Schwung und die Kraft presst die Luft aus meinen Lungen. Ich japse nach Luft doch es wollte nicht so funktionieren. Oh Gott…ich werde hier sterben. Meine Augen fangen an zu brennen und ich konnte es nicht mehr zurückhalten. Ich weine. Vor ihm. Vor meinem Tod. In dieser Anstalt, die wenn ich hier lebend rauskomme, nie wieder betrete.
«Bitte…mach…m-mach es…schnell.», schluchzte ich immer noch an der Tür und mit geschlossenen Augen. Er berührt mich nicht, aber ich kann seine Anwesenheit klar und deutlich hinter mir spüren. Plötzlich legt sich eine grosse und warme Hand auf meine Schultern und ich zuckte sofort zusammen. Die Hand lässt sich nicht beirren und dreht mich zu sich um. Als die Hand mich loslässt, versuchte ich mich so klein wie möglich zu machen. Ich schaue zum Boden immer noch mit geschlossenen Augen und tränennassen Wangen. Seine Anwesenheit ist auf eine Art sehr beruhigen, doch auf die andere sehr beängstigend. Ich zucke heftig zusammen als plötzlich eine Hand mein Kinn greift und meinen Kopf hebt. Ich wimmere und kniff jetzt panisch meine Augen zu. Hilfe…Gott hilf mir!
«Dir werde ich nichts tun, Darling. Bitte, hab keine Angst! Komm schon! Öffne deine Augen und zeig mir dein Lächeln!» Seine sanfte Stimme passt gar nicht in diese Situation. Aber trotzdem hat seine tiefe Stimme eine beruhigende Wirkung auf mich. Ich lockere unwillkürlich meine ganze Haltung und das merkt er auch. Was ist mit mir los? «So ist gut. Jetzt musst du nur noch deine Augen öffnen und lächeln.» Wieso ist seine Stimme so…wunderschön. Ich finde kein anderes Wort, das es am besten beschreiben könnte. Seine Hand an meinem Kinn macht die Sache auch nicht gerade verständlicher, denn dort wo er mich berührt fängt es an zu kribbeln. Mein Körper spielt verrückt. Langsam öffne ich meine Augen und schaue geradeaus auf seinen Hals, wegen dem Höhenunterschied. Mein Blick klettert empor zu seinem Kinn, zu seinen überaus wundervollen Lippen, über seine Wangenknochen und dann zu seinen stechenden Augen. Jetzt und hier kann ich ihn noch besser mustern.
Seine braunen Haare sind nach hinten gestrichen. Seine Augen strahlen Wärme und Fürsorge aus, aber wenn man gut hinschaut dann sieht man das das nicht alles ist. Ich kann nicht erkennen was noch in seinen Augen ist. Seine Wangenknochen sind stark ausgeprägt und seine Lippen sind ein Traum. Ob sie so weich sind wie sie aussehen? Ohne das ich es merke hebe ich meine rechte Hand und nähere mich seinen Lippen. Er schaut mich weiterhin mit diesen ausdrucksstarken Augen an. Gott, ich könnte zergehen.
Plötzlich halte ich an. Michelle was machst du da? Bist du übergeschnappt!? Diesem Monster zu vertrauen und dann noch schön finden! Los bewege deinen Arsch und renn um dein Leben!
Ich höre auf meine innere Stimme. Überraschungsmoment, jetzt!
Ich ohrfeigte ihn und rann so schnell wie möglich zurück zum Fenster. Den Schmerz in meine Hand ignorieren, rannte ich zum Fenster und wollte hinausspringen, egal wie ich mich verletzte. Ich wollte schon zum Sprung ansetzten da hielt mich eine Hand am Handgelenk fest. Seine Hand. Er zog an meinem Handgelenk so fest und mit solch einer unmenschlichen Kraft, die ich nur in Filmen kenne. Ich flog zurück zu ihm doch er hielt mich nicht fest, sondern liess mich auf den Boden fallen. Der Schmerz durch zuckte meinen ganzen Körper und ich gab einen erstickten Schrei von mir.
Jetzt liege ich wimmert auf dem Boden. Warte auf den Tod und auf die letzte Sekunde. Ich wollte doch nur überleben und weiterleben. Vielleicht Kinder bekommen einen Mann haben, der mich liebt wie ich bin. Doch es ist alles zu spät. Eine einzelne Träne verlässt mein Auge. Auf Wiedersehen Welt.
«Was machst denn du da, Darling? Komm gib mir deine Hand.» Ich sehe seine Hand vor mir und bin mehr als verwirrt als er mir seine Hand hinstreckte und dazu noch mit dieser sanften Stimme und den blauen Augen. Ich sehe ihn verwirrt an. Er lächelt nur zu mir runter. «Beende es einfach ich will nicht mehr. Ich kann auch nicht mehr.» sagte ich mit zitternder Stimme. Er schüttelt seinen Kopf und deutet mit einem Nicken auf seine Hand. Ich wollte ihn nicht ärgern auch wenn er sehr ruhig aussieht, deswegen streckte ich meine Hand aus und ergriff seine. Er zog mich hoch und sofort knickten meine Beine ein. Er reagierte sofort und hielt mich fest.
«Alles gut, Darling. Ich halte dich.» Ich schaue zu ihm hoch. Er lächelt immer noch «Wieso lächelst du immer?» fragte ich unüberlegt und hielt mir sofort den Mund zu. Wie war das noch mal? Ihn nicht ärgern? Hat ja super funktioniert Michelle. Ängstlich sah ich ihn jetzt an doch sein Lächeln ging nicht weg. Langsam hob er seine Hand und streicht meine Wange. «Kannst du gehen?» Ich sah ihn komisch an und nickte dann. Er nickte auch kurz und lies mich langsam los. Sofort knickte ich wieder ein und er hielt mich wieder. «Also trotzdem nicht so gut. Das ist kein Problem Darling. Ich stütze dich.» seine Stimme verzaubert mich. Was ist mit mir los?
Er legte mir sein Arm um die Schulter und lief mit mir langsam zu der Tür, aus der ich nicht raus gekommen bin. Er lief mit mir durch einen dreckigen Gang und dann durch eine offene Tür zu einer Garderobe. Wie bei einer Turnhalle. Er lief zu einer der langen bänke und setzte mich dort hin. Ich war froh wieder mal sitzen zu können aber in Sicherheit fühle ich mich immer noch nicht. Ich sah meine Hände auf meinem Schoss an und wartete. Plötzlich zog mich seine Hand am Kinn nach oben und wieder lächelte er.
«Wieso bist du so nett zu mir?» fragte ich direkt. Ich konnte nicht anders als fragen. Er erhob sich und drehte sich dann um. Er lief drei Schritte in den Raum und atmete einmal durch. Jetzt sah ich ihn von hintern und musste ihn sofort mustern. Ich sah sein volles schwarzes Haar, seine breiten, starken Schultern und Rücken, seine starken und schlanken Beine bis zu den Füssen. Er war wie ein Gott. So jemanden habe ich noch nie gesehen. Dann noch mit dieser netten Art, ich verstehe nicht wie er in einer Anstalt gekommen ist. Durch seine Kleidung kann ich sehen, dass er ein Insasse ist. Plötzlich dreht er sich um und seine Sanftheit in den Augen ist verschwunden. Bei diesem kühlen Blick wird mir sofort kalt und ich zittere.
«Ich weiss auch nicht wieso ich so nett zu dir bin, Darling. Eigentlich hasse ich Frauen. Wie ich meine Mutter gehasst habe.» Ich schluckte hart. Was?! Er hasst Frauen wie seine Mutter. Was ist hier los?! Wieso lebe ich dann noch? So viele Fragen und er ist der Einzige der sie beantworten kann.
Ich wollte mich beruhigen aber mein Atem ist zu laut. Er kommt schnell auf mich zu und kniete sich hin. Er nahm meine Hände in seine und sah wieder lächelnd und sanft rein.
«Nein. Du musst keine Angst haben. Ich werde dir nichts tun. Mein Inneres sagt mir ich darf dir nicht tun, weil du etwas an dir hast was mich fasziniert. Bitte hör auf zu weinen. Ich kann das nicht sehen wenn du weinst.» ich merkte gar nicht wie ich angefangen habe zu weinen. Es wird alles zu viel. Dieser ganze Tag ist scheisse. Plötzlich wollte ich nur noch eine Umarmung und er war der Einzige der gerade da war. Ich weiss, es könnte Selbstmord sein aber ich muss mich einfach an einer Schulter ausheulen. Ich krallte mich an seinen Kleidern fest und heulte auf seinen Schultern los.
Er legte seine Arme sanft um mich und streichelte meinen Rücken. Leise und beruhigend sagte er: «Hab keine Angst. Ich, Eddie Gluskin, werde dich hier raus bringen und dich zu eine glückliche Frau machen»

Das war meine Geschichte. Danke für Lesen!
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