Death Note—Another Story

GeschichteAllgemein / P16
OC (Own Character)
31.12.2018
31.01.2019
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„Und du bist dir sicher, das dies alle sind?“fragte ich Sebastian und schaute mir die Namen und Gesichter an. Er rollte mit seinen braunen Augen.
Manchmal nervte ich ihn mit meiner Vorsicht, aber in einer Welt, wo ein Mörder jemanden nur durch einen Namen und ein Gesicht töten konnte, konnte man gar nicht vorsichtig genug sein. „Ja, ich bin mir sicher, es wurde über sie ihn den Nachrichten als Ermittler im Kira-Fall berichtet.“
Wieder sah ich sie mir an. Dann öffnete ich meinen Laptop.
Mal sehen ob ich etwas zu ihnen fand. Und ich wurde fündig.
Mr. Soichiro Yagami, der Kopf der ganzen Sache, verheiratet, zwei Kinder, Sayu und Light Yagami.
Mr.Shuichi Aizawa, verheiratet, zwei Kinder, einen kleinen Jungen und ein 5-jähriges Mädchen.
Mr.Kanzo Mogi, geschieden, eine Tochter.
Mr.Tota Matsuda, jüngster der Gruppe, nicht verheiratet.
Mr.Hirokazu Ukita, Kettenraucher, nicht verheiratet.
Und noch viel mehr Namen und Fakten. Schnell lies ich mir alles durch und zerstörte mit einem Klick die Informationen.
Sie waren gefährlich. Zu gefährlich um sie zu behalten.
Aber diese Informationen würden nicht reichen. Ich würde mehr brauchen.
„Sebastian, versuche dich in den privaten Computer von Mr. Yagami zu mogeln“, kam es mir einfach so über die Lippen. Er sah mich erstaunt an.
„Wieso?“fragte er entgeistert. „Wir werden neue Informationen brauchen und auf normalen Wege schaffen wir das nicht“,erklärte ich, „und hast du nicht mal gesagt, du würdest dich in jedes System hacken können?“fragte ich herausfordernd.
Damit hatte ich ihn. Er war stolz auf das was er tat, und wenn jemand seinen Stolz angriff, tat er alles um ihn zu verteidigen.Eine, meiner Meinung nach, ausnutzbare Schwäche.
„Ich denke ich brauche etwas, aber ich kriege das sicher hin“, erwiderte er und startete seinen Computer, „auch wenn ich es nicht gut finde, auf solche Methoden zurückgreifen zu müssen.“ Denkt er mir würde das Spaß machen, ich tue es auch nur notgedrungen.
Frustriert sah ich aus dem Fenster. Es schneite.
Der Schnee war wunderschön. Ich hatte schon lange keinen Schnee mehr gesehen.
Da konnte man doch mal einen kleinen Spaziergang machen. Ich rang mit mir.
Einerseits war es gefährlich, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Andererseits konnte niemand mein Gesicht sehen, womit es Kira unmöglich wäre mich zu töten.
Gut gelaunt fuhr ich mit dem Fahrstuhl nach unten. Ich hatte Sebastian Bescheid gesagt, dass er wenn ich in spätestens 2 Stunden nicht zurück war, sofort L alarmieren sollte.
Mir war es egal. Zwei Stunden waren mehr als genug.
Die Straße war fast komplett frei von Menschen. Nur ein Mann mit Regenschirm rempelte mich kurz an.
Er entschuldigte sich überschwänglich und ging schneller weiter. Irgendwoher kannte ich diesen Mann, aber woher?
Bevor ich weiter nachdenken konnte, nahm ich im Augenwinkel eine Bewegung war. Eine junge Frau, gekleidet in enge, schwarze Kleidung lief, ohne mich eines Blickes zu würdigen, an mir vorbei.
Ich erkannte sie sofort. Diese langen schwarzen Haare und stahlgrauen Augen würde ich überall wiederkennen.
Es war Naomi Misora. Sie hatte dafür gesorgt, dass Beyond Birthday nach seinem gescheiterten Suizid im Theater gefasst wurde.
Auch hatte sie mich, als ich noch im Koma lag, im Krankenhaus besucht, Sebastian hatte mir von davon erzählt. Offenbar hatte sie einen Verlobten, Raye Penber, auch ein FBI-Agent.
Er war zusammen mit ihr dorthin gegangen, laut Sebastian hatte sie vor ihn dieses Frühjahr zu heiraten. Es war echt unglaublich, an was für Informationen er kam.
„Frau Misora, dürfte ich kurz mit Ihnen reden?“ rief ich ihr hinterher. Sie reagierte nicht. Merkwürdig. Ich rollte ihr hinterher, bis ich mit ihr Schritt halten konnte.
Ihr Blick war nach vorne gerichtet, Augenringe zeichneten sich unter ihren Augen ab. „Naomi, was ist los, wohin gehst du?“ fragte ich sie.
„Irgendwohin“,antwortete sie mit einer matten und gefühlslosen Stimme. Verwundert, wieso sie mich gar nicht gefragt hatte, wer ich war, fragte ich weiter: „Wo ist dein Verlobter, Raye Penber?“ Bei der Aussprache dieses Namens hielt sie kurz Inne, in ihren Augen zeichnete sich ein innerer Kampf ab. Dann ging sie monoton weiter.
Nach einer Weile sagte sie: „Er ist tot.“ „Was? Wie?“ fragte ich entgeistert zurück.

Keine Antwort.

„Und was machst du jetzt? Willst du vielleicht zu mir reinkommen, ich muss etwas mit dir besprechen“ fragte ich sie und wunderte mich. Es war nicht dieselbe Naomi Misora, die ich kennengelernt hatte.
Ich hatte sie noch nie so monoton und gefühllos gesehen. „Ich muss noch etwas erledigen, aber trotzdem Danke“ kam es zurück.
In dem Moment hatte ich einen Krampf in der Hand, war nicht mehr in der Lage ihr zu folgen. Verdammt!
Was war nur mit ihr los gewesen, klar jeder würde traurig sein, wenn der Verlobte starb, aber ich habe Naomi immer als starke Frau gesehen. Es passte nicht zu ihr.
Ich sah ihr nach. Naomi Misora, dachte ich mir, was ist passiert, dass du so geworden bist.
Ich drehte mich um. Etwa 50 Meter von mir entfernt ging jemand.
Die Person hatte einen weißen Mantel an und braune Haare, leider konnte ich aus der Entfernung nicht erkennen, ob es ein Mann oder eine Frau war. Sie ging in die entgegengesetzte Richtung wie Naomi.
Hatten die beiden miteinander geredet? Ich wusste es nicht.
Ich blickte auf den Boden, ein schwarzes Notizbuch lag dort. Hatte Naomi es fallen lassen? Höchstwahrscheinlich.
Ich hob es langsam auf. In dem Notizbuch waren lauter Aufzeichnungen, anscheinend Observierungsaufzeichnungen.
Mehrere Namen las ich dort. Ich erkannte die Handschrift nicht, Naomi hatte sie auf gar keinen Fall geschrieben, so viel stand fest.
Vielleicht ihr Verlobter? Gedankenverloren steckte ich es mir in die Tasche.
Was war das ganze nur, ich hatte keine Ahnung. Aber eins war klar, ich musste mehr über das Ganze herausfinden.
Als ich wieder hineinfuhr, begrüßte mich Sebastian schon im Treppenhaus. „Ich habe es geschafft!“jubelte er, während wir in den Fahrstuhl gingen, „war einfacher als ich es erwartet hatte, dieser Soichiro Yagami hat, dafür das er ein hochgestellter Polizist ist, ganz schön unkreative Passwörter! Du kannst es dir sofort ansehen!“
„Danke Sebastian, aber das muss erstmal warten. Ich muss noch einen Anruf machen.“
Sebastian hatte echt ganze Arbeit geleistet, es war von ihm keine Spur im System.
Anhand der Aufzeichnungen, kann ich entnehmen, dass Raye Penber hier war um Kira zu finden. Wurde er dabei von ihm getötet?
Wenn ja, dann hätte Naomi alles daran gesetzt, Kira zu überführen. Das konnte nicht übergangen werden.
Ich nehme Informationen, dachte ich mir, und dafür werde ich dir, L, auch Informationen geben. Kurz dachte ich darüber nach, es nicht zu tun, aber es musste sein.
Seufzend wählte ich die Nummer der Polizei. „Ja, was ist ihr Anliegen?“ fragte mich eine Stimme.
Ich kannte diese Stimme irgendwoher, aber ich ignorierte es. Jetzt war wichtigeres an der Reihe. „Hören Sie zu“, sagte ich mit verzerrter Stimme, „ich kann meinen Namen und Identität nicht preisgeben, aber ich habe sehr wichtige Informationen für die Headquarters über Kira.“ „Ich verstehe, einen Moment bitte“, tönte es aus der Leitung.
Es klickte und er sprach offenbar in ein zweites Telefon. „Watari, es gibt hier jemanden Anonymen, der Informationen für L hat.“
Watari?! Also war Mr.Wammy wirklich mit L gegangen.
„Rufen Sie bitte diese Nummer an, es wird so sicherer sein“, sagte er und begann Zahlen vorzulesen, welche ich in mein anderes Telefon eingab. Ich legte  mit einem „Danke sehr“ auf und rief die andere Nummer an.
Eine Stimme nahm ab und sagte: „ Ja, hier ist Susuki, der Direktor der Kira Informationen Sammlung?“ Aber ich merkte trotz der verstellten Stimme, dass es L war.
Wenn er Stimmen verstellen will, sollte er lieber den Computer benutzen, dachte ich mir. „Ja, es geht um die ehemalige FBI-Agentin, Naomi Misora. Die Verlobte von dem FBI-Agenten Raye Penber.“ „Raye Penbers Verlobte?“ fragte L. „Naomi Misora“, sagte er zu irgendjemanden.
„Ich habe diesen Namen schon mal gehört“, murmelte er. Natürlich hast du das, L.
„Sie wird, seit dem Tod ihres Verlobten vermisst“,sagte ich noch. Ein paar Sekunden später legte L schweigend auf.
Erleichtert lehnte ich mich zurück. Wenn ich ihm mehr erzählt hätte, hätte ich mich noch verraten, aber so war mein Gewissen wenigstens wieder rein.
Ich hasste es lügen zu müssen. Noch mehr hasste ich es L anlügen.
Ich blickte wieder auf Raye Penbers Notizbuch. In diesen Notizen war vielleicht der Name von Kira. Aber ich konnte es natürlich nicht wissen, es könnte auch sein, das er Kira nie zu Gesicht bekommen hatte. „So“, sagte ich zu Sebastian, „was hast du gefunden?“
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