Silvester- doch nich so, wie jedes Jahr

OneshotHumor, Freundschaft / P12
Captain Falcon Fox McCloud Link Peach Samus Aran Zelda
31.12.2018
31.12.2018
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Silvester - doch nicht so, wie jedes Jahr


Kommt doch vorbei! Wir stoßen an und feiern so ins neue Jahr hinein! Als gemütliche Runde, nur unter uns.

Als Peach den Vorschlag angebracht und die Einladungen verteilt hatte, konnte sie nicht ahnen, zu was für einem Stress das führen konnte. Sie hatte schon ein Glas Rotwein leer getrunken, um ihre Nerven zu beruhigen. Nervös schenkte sie sich das zweite ein. „Wenn das so weiter geht“, dachte sie. „Erlebe ich Mitternacht nicht mehr mit.“ Es waren noch fünf Stunden - und im Saal war noch nichts fertig.
Die Feier sollte diesmal nicht im Pilzkönigreich stattfinden. Da waren sie schon so oft gewesen. Nein, diesen Ort hatte Ness ausgesucht. Sie befanden sich in einem Restaurant, welches einen großen Saal im Nebengebäude besaß. Ness hatte irgendwie einen guten Draht zu den Leuten gehabt, so konnten sie ihn, unter der Bedingung ihn nicht zu zerstören, für eine Nacht vermieten.
Seit dem Mittag waren Peach und ihre Freunde hier beschäftigt gewesen. Doch bevor sie mit der Deko beginnen konnten, hatten sie den Raum erst mal räumen und putzen müssen. Das hatte mehr Zeit in Anspruch genommen als erwartet. Von wegen nicht zerstören, jetzt war er gerade mal salonfähig! Sie klammerte sich an einem Stuhl fest und beobachtete das Treiben.
Mario und Donkey Kong hatte sie damit beauftragt, Stühle und Tische zu rücken. Gerade brachten sie die letzten in den Raum.
Olimar hatte sich an einen der Tische niedergesetzt und bastelte Tischgestecke aus Blumen. Peach wusste nicht warum, aber irgendwie hatte der zierliche, etwas seltsam aussehende Raumfahrer ein Talent dafür, die Deko besonders schön anzurichten.
Meta Knight und Pit flogen an den Wänden entlang und hingen Girlanden auf, an welchen Olimar schon zuvor gebastelt hatte. Diese Aufgabe war leichter gesagt, als getan, denn immer wieder verhedderten oder rissen sie, da das Papier, aus denen die Deko geknüpft wurde, extrem dünn und zerbrechlich war. Zudem konnte man sie schwer irgendwo anbringen.
Ness und Snake standen an der Anlage und reparierten einen der Lautsprecher. Die Sache hätte eigentlich schneller gehen könne, wenn nicht Snake dies als eine Gelegenheit gesehen hätte, eine Unterrichtsstunde über Schaltkreise und Elektrizität zu halten, bei welcher Ness interessiert zuhörte. Peachs Blick wanderte zu den Mikrofonen, welche in allen Einzelteilen auf einem Stuhl lagen, und nahm einen Schluck aus ihrem Glas. Sie hoffte, dass Snake und Ness es noch heute schafften, sie zusammenzubauen.
Ganondorf hantierte auf einer Leiter an der Decke und versuchte, die Glühbirnen der Lampen auszutauschen. Eine Aufgabe, die anscheinend schon seit Jahrzehnten keiner ernst genommen hatte. Peach bekam jedes Mal eine Gänsehaut, wenn es dem Magier gelang, eine der Lampen herauszudrehen, da es ein gewaltiges Quietschen erzeugte, das durch den gesamten Raum hallte.
Wario stand seit Stunden in einer Ecke und hielt sich ein riesiges Handy ans Ohr. Sie konnte ihm keinen Auftrag geben, da er erstens, beschäftigt war mit Telefonieren und er zweitens, was wesentlich wichtiger war, die Miete für den Saal übernommen hatte und er der Meinung war, das wäre genug Arbeit gewesen, wo ihm Peach wohl oder übel zustimmen musste.
Eine Gruppe war in der Küche und bereitete das Essen zu.
Marth und Ike, letzterer mit einem Bündel Weintrauben in der Hand, kamen auf sie zu. „Prinzessin Peach.“ holte Marth aus und deutete eine ehrfürchtige Verbeugung an. Die angesprochene dreht sich zu den beiden um und taumelte, wodurch sie sich an Ike festhalten musste. Dieser ließ ein paar seiner Weintrauben fallen. „Du solltest nicht so viel trinken!“ warf er ihr vor. Seine Aussage war fern von Respekt und Ehrfurcht, im Gegensatz zu Marth‘ zuvor. „Sorry, war nur 'nen Tick zu schnell.“ sagte sie, wobei sie die einzelnen Laute sorgfältiger betonte als sonst. „Wir haben keine Gläser mehr.“ meldete der Prinz letztendlich an. „Ich glaub im Keller sind noch welche!“ kam es von Ness, welcher sich für einen Moment die Zeit nahm, irgendetwas wirklich Wichtiges zutun um dadurch Peach zu helfen. Doch kaum konnte sie etwas sagen, sah er wieder auf die Schaltkreise vor ihm und betrachtete Snakes Finger, der in seiner Erklärung fortfuhr. „Okay, dann holt sie dort.“ meinte die Prinzessin und sah schließlich Marth prüfend an. „Und unterlasse dieses Siezen, ja?“
Kaum hatten die beiden den Raum verlassen, sah sich Peach um. Wo steckten eigentlich Zelda und Link? Die wollten ihnen doch auch unter die Arme greifen!
Kurz bevor sie die Frage laut stellen konnte, polterte es.

„ZEEEEEEELLLLLDAAAA!“, brüllte Link durch die Wohnung. „BIST DU SO WEIT??!“ Ungeduldig trat Links kleiner Großcousin, den viele auch einfach Toon-Link riefen, von einem Fuß auf den anderen. Gerade hatte er aber so eine jugendliche Phase, in der er dachte, er könnte Rapper werden, weshalb er alle bat ihn T-L zu nennen.
Oben strich Zelda nochmals prüfend über das Kleid. Sie war sich nicht sicher, ob sie es anziehen wollte. Es war neu und wurde extra für diesen Anlass gekauft. Aber war das eine gute Idee? Der lila Stoff reichte von ihren Schulten, bis zu ihren Knöcheln. An ihrer Taille hatte es einen schlichten, lila Seidengürtel, ansonsten war das Kleid golden bestickt. Ihre Haare lagen in Locken über ihrer Schulter.
Die Tür öffnete sich und Link betrat den Raum. Er selbst trug ein sauberes Baumwollhemd und eine grüne Hose dazu. Sein Haar war gekämmt. „Du siehst großartig aus.“ meinte er und nahm sie in den Arm. „Wirklich?“, fragte Zelda unsicher. Link drückte ihr einen Kuss auf das Haar. „Lass uns losfahren.“ schlug er vor. „Echt mal!“ meinte T-L, der nun auch im Zimmer stand. „Ich hab Hunger!! Warum müsst ihr immer rumknutschen! Ich will los!!!“ Und dann war er verschwunden.
Das Trio ging in Richtung des Autos von Link. Draußen wirbelten in der Dämmerung einzelne Flocken durch die Luft. „Zelda?“ fragte Link schließlich. „Hast du einen Schlüssel?“ „Für die Haustür?“ hakte sie nach. Sie dachte zuerst, er wolle sie auf den Arm nehmen, sie hatte doch gerade eben abgeschlossen. „Nein, für das Auto.“, meinte er und schenkte ihr einen nervösen Blick. „Neeeiiiin...“ antwortete Zelda vorsichtig. „Das ist nicht euer Ernst!!!“, quengelte T-L.

„Die haben bestimmt vergessen, dass sie uns losgeschickt haben.“, jammerte Lucas. „Ach komm, ohne uns haben sie doch nichts zum Anstoßen!“, erinnerte Samus den kleinen Jungen daran. „Sie können uns nicht vergessen.“ „Und außerdem werden die hier ja gleich Sekt haben“, stimmte Fox in Samus' Beruhigungen ein. Die Drei betraten gerade eine Tankstelle, die auch zu Silvester geöffnet hatte, abends um acht.
Es war ihnen schleierhaft, wie man an Silvester vergessen konnte Sekt zu kaufen. Im Saal war alles da, von Likör über Wein bis hin zur Bowle. Nur das, womit man das neue Jahr einleitete, hatte niemand besorgt. Ganz am Anfang der heutigen Vorbereitungen, wurden Fox, Lucas und Samus losgeschickt, doch bisher waren alle Geschäfte entweder geschlossen oder hatten keinen Sekt. Nun standen sie in einer Tankstelle, nach dem die Supermärkte in der Umgebung alle abgeklappert waren. Ein gelangweilter Tankwart saß alleine hinter seiner Theke und beobachtete die Überwachungskamera. Die drei schritten die Regale ab. Doch weit und breit war nichts von Sektflaschen zu sehen. Schließlich nahm Fox seinen Mut zusammen, was nichts heißen musste, denn Fox war alles andere als zaghaft und ging zu dem Verkäufer. „Guten Abend.“ wünschte er. „Haben sie zufällig noch Sekt?“ Der Tankwart musterte erst ihn, dann Samus, welche einmal weder ihren Powersuit, noch den hautengen Anzug trug und ganz zum Schluss Lucas, welcher gerade einmal über die Theke blicken konnte. „Tut mir leid.“, sagte er. Dabei ließ er seinen Blick nicht von dem kleinen Lucas ab. Anscheinend waren ihm seine Kunden nicht gerade vertrauenswürdig. „Leider schon seit gestern alles leer.“ „Mist.“ fluchte Samus und Fox fragte verzweifelt den Tankwart. „Wissen sie, wo wir noch ein paar Flaschen herbekommen?“ „Nein... weiß ich nicht.“ sagte der Tankwart und warf ihnen einen Blick zu, der die drei abschrecken sollte, weiter zu fragen. „Die nächste Tankstelle ist in zwölf Kilometern.“ gab er dann doch nach, als er die verzweifelten Blicke seiner Fast-Kunden sah. “Danke!“ Samus schenkte ihm ein bittersüßes Lächeln und wandte sich gemeinsam mit Fox zum Gehen. „Einen guten Rutsch ins neue Jahr!“ rief Lucas und folgte den Anderen. Der Tankwart grummelte irgendetwas Unverständliches und drehte sich wieder seiner Überwachungskamera zu.
„Ich hoffe, wir sind irgendwann mal erfolgreich.“, seufzte Samus, als sie sich neben Fox auf den Beifahrersitz fallen ließ. Dabei konnte sie ein Gähnen nicht unterdrücken. Sie waren schon so lange in Fox' Wagen durch die Gegend gefahren. „Auf ein Neues!“, meinte der Fuchs und startete den Motor.

Die Türen schlossen sich. Captain Falcon stieg hinter das Lenkrad des Minibusses, den er sich extra wegen diesem Anlass geliehen hatte. Seine Mission - das Einsammeln der Gäste. Also aller, die nicht zu den Vorbereitungen kommen konnten oder mussten. Nun saß hinter ihm der grüne Bruder von Mario, ein Pinguinkönig, ein anderer König, nämlich der König der Koopas, ein Pokemontrainer, ein blauer Igel und Diddy Kong. Es war also eine bunt gemischte Truppe. „Hoffentlich hält uns niemand an“, hoffte Captain Falcon inständig. Die Leute würden die Gruppe für noch zwielichtiger als sonst halten, und das lag bestimmt nicht nur an Bowser.
Captain Falcon startete den Motor. Trotz der schweren Last schnurrte er wie ein Kätzchen. So mochte der Rennfahrer das. Sie verließen nun die Ausfahrt und bogen in die Straße ein.
Schließlich hielten sie nach einer halben Stunde mitten auf der Autobahn an. „Was'n los!“, brüllte Bowser durch den Bus, sodass Luigi, der vor ihm saß, zusammenzuckte. Captain Falcon hämmerte auf der Hupe herum. Doch es brachte nichts. Das Auto vor ihm bewegte sich keinen Millimeter. Genauso wie die anderen, auf der gesamten Straße.
„Ich glaube, wir stecken im Stau...“, gab der Captain schließlich bekannt.

„Denkst du, wir sind richtig?“, fragte Marth vorsichtig, als Ike voller Entschlossenheit eine Tür aufriss. Auf diese Art waren sie schon einmal versehentlich in der Küche gelandet. Kirby hatte die beiden dann sofort wieder hinausgeworfen. „Nicht gucken!“ hatte er gemeint und dann hatten sie sich vor der Tür wiedergefunden.
Dieses Mal, als Ike die Tür öffnete, erwartete sie tiefste Dunkelheit. „Ich glaube, wir sind richtig...“, grummelte Ike und tastete die Wand nach einem Lichtschalter ab. Er fand auf einer niedrigen Höhe einen, jedoch passierte beim Einschalten nichts. „Die Glühbirne ist sicher genauso alt, wir die im Saal, wenn nicht sogar älter.“, schlussfolgerte Marth. „Dann muss es halt so gehen.“ Der blauhaarige Prinz zog eine Fackel aus dem Umhang. “Nimm doch einfach die.“, sagte Ike und reichte ihm eine Taschenlampe. Zögernd betätigte Marth den Schalter. „Woher hast du das?“ Ike zuckte mit den Schultern. „Snake hatte zwei.“ Marth wollte nicht wissen, ob sein Freund die Lampe geliehen hatte. Er wollte jetzt einfach nur die Gläser finden. So ganz geheuer war ihm dieser Keller dann doch nicht.
Sie stiegen die Treppe hinunter, die vor ihnen lag.
Trotz der Taschenlampe konnten sie nicht allzu weit sehen. Jeder ihrer Schritte wirbelte Staub auf. Die beiden Kämpfer erwarteten jede Sekunde, dass jemand aus dem Gang sprang. Keine Ahnung wer - vielleicht ein vergessener Kellner, eine Ratte oder Roy. Den hatten sie beim Smash länger nicht gesehen. Ihre Hände ruhten auf den Schwertgriffen. Ike fand einst, dass es eine blöde Idee sei, sie mitzunehmen, war aber dankbar, dass sie doch bewaffnet waren. Eigentlich waren sie ja keine Angsthasen, aber eine Art Aura machte ihnen diesen Keller unheimlich. Marth sah kurz auf den Boden. Der Gang war leer, gelegentlich lag etwas Müll herum. Er hörte, wie Ike gegen etwas Metallisches mit dem Fuß stieß. Er zuckte zusammen, als das Echo im Gang wiederschallte. Schon wollte er seinem Freund einen bösen Blick beim Gehen zuwerfen, als er in einem Vorhang aus Spinnenweben landete. „Iiiihihiihhhhh!“ Wie ein Mädchen kreischte der Prinz durch den Gang. Zwischendurch fluchte er auf Japanisch. Wie sehr er doch Spinnen hasste. Sie krabbelten gerade sicher auf ihm herum. Marth fuchtelte mit den Armen umher, ließ die Taschenlampe fallen, welche krachend ihre Batterien auswarf und so das Licht erlosch. Es war stockduster im Keller. Als ob das nicht genug war, polterte es, als Marth in eine Regalreihe fiel. Sie begrub den Prinzen unter sich komplett. Und Ike stand irgendwo in seiner Nähe und konnte nichts erkennen. „Na super...!" fluchte er leise...

„Das hatte gerade noch gefehlt“ dachte Peach für sich.
„Wie kann so ein großer Typ wie ein Baum von einer Leiter fallen UND sich auch noch was brechen?“ Pits Weltbild zerfiel gerade in alle Einzelteile. „Ich glaube eher, er hat sich den Fuß verstaucht...“ gab Snake grummelnd zu Bedenken. Ganondorf funkelte die beiden böse an. Es gefiel ihm gar nicht, wie sie über ihn redeten. Fest stand, er konnte nicht mehr auftreten uns so nicht mehr arbeiten. Und es war nur die Hälfte aller Lampen ausgetauscht. Peach seufzte. Wahrscheinlich musste sie Pit oder Meta Knight beauftragen, die Lampen zu wechseln. Aber die Girlanden waren auch noch nicht fertig. Sie traute sich nicht den Kopf zu drehen, denn schon vorhin hatte sie gesehen, wie eines der Dekostücke an einer Gardinenstange befestigt war, wobei man befestigt relativ sehen konnte. Der Knoten trudelte langsam auf. Gestresst setzte sie sich hin. Snake und Donkey Kong hievten Ganondorf soeben auf einen der Stühle. „Ich gehe dir was zum Kühlen holen.“, murmelte sie müde.
Sie schlich in die Küche, wohin sie Kirby, als Chefkoch der Gruppe, Mr. Game & Watch, Nana und Pepe sowie Yoshi hin verdonnert hatte. Sie öffnete die Tür leise und vorsichtig, da sie dachte, Kirby würde sie hinauswerfen. Er wollte nicht einmal verraten, was er kochte. Aber, sie musste zugeben, es roch jetzt schon himmlisch hier. Jedoch waren es so viele Gerüche, dass sie nicht unterscheiden konnte, was es gab. Kirby schnitt konzentriert Gemüse und warf allen Anderen Befehle zu. Wenigstens lief es bei ihnen.
Sie verließ die Küche auf Wunsch von Kirby schnell wieder, nachdem Pepe ihr einen Kühlakku gegeben hatte. Als sie wieder in den Saal kam, hörte sie laute Stimmen. „Es ist deine Schuld!“ „Meine? Ich kann nichts dafür, dass Ganondorf einen Gleichgewichtssinn, wie eine Knoblauchzehe hat! Nichts für Ungut, Kumpel!“ Ein Knurren folgte. Peach betrat den Saal. „Was ist hier los?“ fragte sie, wobei sie sich extrem angespannt fühlte. Was würde jetzt passieren?
Mario, Peachs (Kommentar der Autorin: Wohl oder Übel) Freund, sah sie an. „Wario hilft nicht. Wenn er Ganondorf geholfen hätte, dann...“ „Wäre er vielleicht trotzdem heruntergefallen?“ ergänzte der dunkle Magier lauernd. „Der da ist viel zu klein und... korpulent, um zu helfen!“ „Genau.“ Wario nickte stolz, da Ganondorf auf seiner Seite stand. Als das letzte Wort bei ihm ankam, sah er ihn dann ungläubig an. „Was?“ „Trotzdem...“, murrte Mario, aber darauf fiel ihm nichts mehr ein. Die Menge wollte wieder an ihre Aufgaben gehen, als Wario an Mario vorbeiging und ihm auf den Fuß trat. Als Mario seinen Gegner ansah, schlug er ihm mit der Faust in den Magen. „Was?!“ rief Peach aus, aber der rote Klempner ließ es nicht darauf beruhen und rannte auf Wario zu. Der Rest des Saales starrte ungläubig auf das Geschehen...

„Das ist nicht euer Ernst!?!?!?“, schrie T-L entrüstet, als er durch die Wohnungstür stürmte. „Er steckte am Auto!!! Wir haben anderthalb Stunden verschwendet!!!!“ Er fühlte sich mehr als nur leicht reingelegt. „Und ich hab immer noch HUUUUNNNGGEEERR!!!“ Er schrie wie am Spieß. „Toon-Link!“, setzte Zelda an, doch er unterbrach sie sofort. „T-L!!! Wenn schon korrekt!“ schimpfte er. „Hab ich dir schon einmal gesagt, wie lieb du bist?“, säuselte Zelda liebevoll. „Naja...“, brummte er. „Wir fahren auch nochmal Essen mit dir, okay?“ versprach sie ihm. „McDonalds“, grummelte er. „Meinetwegen auch das.“ lachte Zelda.
So stiegen sie letzten Endes ins Auto und fuhren los. Erst fuhren sie bei McDonalds vorbei, wo sich T-L ein Menü bestellte, während es Link und Zelda bei einer gemeinsamen Tüte Chicken Nuggets beließen und fuhren auf die Autobahn, wobei sie nicht sonderlich weit kamen. „Was zum?“, fluchte Link. „Ein Stau? Warum denn jetzt?“

„Geschlossen?!“ fragte Samus laut. Sie hatten doch im Internet nachgesehen, da stand sie hatte offen, sogar an Feiertagen. „Das darf doch nicht wahr sein!“ Sie spähte durch das Glas. „Ich glaube, wir haben einfach kein Glück.“ meinte Lucas. Demotiviert setzte sich Fox auf das Pflaster. „Sollen wir es aufgeben? Wir können ja mit Bowle anstoßen oder Wein...“ „Hm... aber Peach ist bestimmt gestresst. Wenn wir ihr jetzt sagen, wir haben keinen Sekt...“, murmelte Samus. Sie konnte sich Peach nur zu gut am Ende ihrer Nerven vorstellen. Zwar hatte sie keine Ahnung, wie es momentan in dem Festsaal aussah, aber zu Beginn durfte sie ja Zeuge des Chaos werden, das vor ihnen lag. Sie hatte tiefen Respekt davor, dass Peach sich das Projekt vorgenommen hatte. Samus selbst wäre der Aufgabe der Leitung ungern nachgegangen.
Trotzdem hatte sie keine Ahnung mehr, wo sie jetzt noch Sekt finden sollten. Und ihren Kameraden schien es genauso zu gehen. Auf einmal hörten sie eine Stimme hinter sich. „Diese Jugendlichen, die immer an Tankstellen herum lümmeln und rauchen! Ich fasse es nicht. Hört das denn niemals auf?“ Die drei Freunde drehten sich um. Vor ihnen stand ein alter, buckliger Mann mit Bart, einem Gehstock und einer viel zu großem Jacke. Seine kullerrunden Augen leuchteten unter einer dicken Brille hervor. Böse waren die Augenbrauen verzogen, als er genervt den Kopfschüttelte. Doch dann stellte er fest. „Ihr raucht ja gar nicht! Du Blondchen bist ja auch zu klein dafür!“ Er musste darüber fast lachen, nur weil er dachte, Lucas würde rauchen. „Was sucht ihr Kinder dann hier?“ Er hatte wohl Samus' erwachsene Proportionen nicht beachtet, denn auch sie hielt er für Jugendlich. Sie waren noch alle zu überrascht, um zu antworten. „Hab euch wohl ungünstig erwischt, he? Macht was Verbotenes, was?“ Er schüttelte wieder den Kopf. „Wir“, Fox räusperte sich verlegen. „wir haben einen Laden gesucht, wo...“ „Ah, der Hund kann ja sprechen.“ Der Alte muss wohl seine Brille entweder nicht geputzt haben, oder er hatte Fox ganz einfach ignoriert. Er wollte erst gar nichts mehr sagen, doch am Ende beließ er es bei einem bösen Blick, den der senile Typ eh nicht wahrnehmen würde. So sagte er: „Wir feiern mit Freunden heute Abend und brauchen noch Sekt, um auf Mitternacht anzustoßen.“ „Der kleine Kerl da will Sekt?“ Er zeigte auf Lucas, dem der Mann nicht ganz geheuer war. „Naja...“ meinte Samus. „Vielleicht finden wir für ihn sowas wie Kindersekt... Jedenfalls sind wir ein paar mehr, als nur wir drei und brauchen echt 'ne Menge...“
„Sagt das doch gleich!“, rief er aus. „Ich hab zuhause einen gaaanzen Keller voll!“ schrie er nun fast schon. „So viel könnte ich in Lebzeiten niemals trinken!“ Ich schenke euch ein paar Kisten!“ Er humpelte von den Freunden weg. „Ich sagte kommt!“
Sie waren sich nicht sicher. Mit fremden Leuten mitgehen, war die eine Sache, aber dann noch in ihre Keller. Das klang fast wie diese Leute, die Kindern „einen echten Hasen“ zeigen wollen. Doch, sie beschlossen sich darauf einzulassen. Notfalls mussten Lucas‘ Psy-Kräfte und Samus‘ Kopfgeldjägerkampfkünste ausreichen.

„Verbringen auch sie Silvester alleine vor dem Radio? Dann hab wir für sie etwas! Besuchen sie einen unserer Chatrooms! Um einzelne Singles...“ Genervt wechselte Captain Falcon den Kanal. Eine Rockballade ertönte nun durch die Lautsprecher. Besser als der Schwachsinn zuvor... „Uno Uno!“ rief Sonic laut durch den Bus und warf die Karte hin. Bowser grummelte ihn böse an. „Du hast doch geschummelt!!“ warf er ihm vor. „Noch 'ne Runde?“ wollte Red nur wissen, bevor die beiden sich wieder an die Kehle gingen. König Dedede versuchte in der Zwischenzeit Luigi ein Rezept für Kirschstrudel zu empfehlen. Luigi schien dabei tatsächlich zu versuchen, sich seine Worte zu merken.
Diddy Kong schnarchte lautstark am Fenster. Seine Mütze saß nur noch gerade so auf seinem Kopf und ein Sabberfaden zog sich über die Sitzfläche. Captain Falcon fragte sich, womit er das verdient hatte. Seit Stunden standen sie jetzt schon hier. Und bewegt hatten sie sich kaum. Er wollte schon fast wieder am Radio etwas umstellen, als es am Fenster klopfte. „Guten Abend!“, sagte eine Stimme laut. Der Captain sah nach draußen, und begann mit Kurbeln. Da standen zwei Polizisten, mitten im Stau, an Silvester. Das hatte gerade noch gefehlt...
„Oh, Guten Abend!“ wünschte er. Der eine der Polizisten war groß und stattlich gebaut. Die Muskeln deuteten sich klar unter seinem Hemd ab. Er musterte die Insassen des Busses. Der andere Polizist hatte schrägstehende Augen, die die Maske des Captains betrachteten. „Gehört ihnen das Fahrzeug?“ fragte er ihn. „Nein.“ kam es von ihm zurück. „Ist nur 'nen Leihauto.“ „Verstehe...“ überbrückte der Polizist eine Denkpause. „Dürften wir bitte ihre Papiere sehen?“ Schulterzuckend überreichte er seinen Führerschein. Es dauerte eine Weile, bis der Polizist etwas sagte. Den größten Teil seiner Zeit verbrachte er damit, auf das Passbild zu starren. „D-d-das ist eine Fälschung, oder?“ Captain Falcon seufzte und sah sich sein eigenes Passbild an. Zuckend mit den Schultern, meinte er: „Sieht doch normal aus.“ „Sie tragen aber eine Maske!“, erwiderte der Polizist. Anscheinend war er ein Azubi. „Chef, was sagen sie dazu?“ Dieser sah sich den Ausweis an. Schließlich stellte er trocken fest. „Captain Falcon, wa?“ Der Angesprochene nickte. „Sie sind doch Rennfahrer.“ Erneut ein Nicken. Der Polizist überreichte den Führerschein. „Gute Fahrt und einen guten Rutsch ins neue Jahr.“ sagte er. „Wie denn?“, konnte sich der Captain nicht verkneifen zu fragen. „Wir stehen schon seit Stunden im Stau!“ Wie, als hätte der Polizist das jetzt erst bemerkt, sah er nach vorne. „Ja, naja.... Die Aufräumarbeiten des Unfalles dauern noch etwas an...“ „Und, wie lang genau?“, wollte er wissen. „Das ist uns leider nicht bekannt.“

„Lass es einfach liegen“, wiederholte Ike seine Aussage zum gefühlt zwanzigsten Mal. Marth zitterte noch immer am ganzen Körper. Es war stockdunkel, abgesehen von dem schwachen Lichtschein in seiner Hand, ihm tat alles weh und er war sich sicher, er würde hier nie wieder herausfinden. Diese Ansicht teilte Ike nicht, denn um aus dem Keller hinauszukommen, mussten sie nur der Spur von umgestoßenen Regalen und zerstreuten Kisteninhalten Ausschau halten. Da hatte Marth, so war Ike sich sicher, gesamte Arbeit geleistet. Was das für ein riesiger Keller war, das konnten die beiden nicht wirklich erfassen.
Letzten Endes funkelte etwas auf. „Da!“, rief Marth fröhlich. „Gläser, endlich!“ Er rannte glücklich darauf zu. „Warte!“, schrie ihm sein Kumpel noch zu, jedoch stolperte Marth schon über eine Kiste. Doch nun sah auch Ike seinen Weg nicht. Er tastete sich vorsichtig zu dem Lichtschein vor.
Als er schließlich neben Marth stand, hatten die zwei ein Problem. „Was meinst du, wie viele Gläser brauchen wir?“ Marth schüttelte mit dem Kopf. „Ich hab keine Ahnung.“


„Ist jetzt alles irgendwie fertig?“, fragte Peach erschöpft. Ihr Endpunktestand lag bei drei Gläsern Rotwein und sie empfand es als Glanzleistung, dass sie aufrecht und gerade stehen konnte. Doch tatsächlich war alles fertig: die Tische standen gerade und auf jedem war sogar ein Tischgesteck vorhanden. Die Girlanden hingen ordentlich an der Decke und sie standen nicht im Dunklen. Sogar die Mikrofone und der Lautsprecher funktionierten wieder. Mario und Wario, welche zuvor eine Prügelei angezettelt hatten, wurden von dem hinkenden Schwarzmagier Ganondorf nach draußen verbannt, wo sie sich ungefähr eine Stunde lang die Köpfe eingeschlagen hatten. Erst dann hatten sie sich bereit erklärt - wohlgemerkt beide hatten das - mit zu helfen. Nun fehlten nur noch die Erkundungstrupps, das Essen und die Gäste. Peach hatte keine Ahnung, wo sie sich befanden, doch schon bald kamen die ersten hineingestolpert: zwei große Männer mit verstaubten Klamotten, Spinnenweben in den Haaren und Schweißperlen auf der Stirn. Der eine blutete sogar leicht. Marth und Ike balancierten einen Berg von Gläsern herum. „Wohin?“, fragte Ike, ohne einmal von den Gläsern wegzusehen. Noch immer fragte er sich, wie Marth und er wieder aus den Keller herausgefunden hatten. „Ähm... darüber!“, sagte Peach und deutete auf die Tische. Erschöpft ließen sich die beiden Helden auf ein paar Stühle fallen, wobei sie eine Staubwolke freisetzten. Peach ignorierte sie gekonnt. Sie hatte keine Lust, sich jetzt mit dem Dreck auseinanderzusetzten, wo sie schon den halben Tag mit Putzen vollbracht hatte. Kurz darauf kamen Samus, Fox und Lucas an, jeder mit zwei Körben Flaschen. „Wir haben Sekt!“, rief Samus glücklich. Fox nickte: „Das sollte reichen.“ Sie würden noch erzählen, wie sie bei dem alten Mann in einem Keller, das jedem Alkohollager die Stirn bot, gelandet waren. „Bedient euch - ich werde das alles eh niemals los!“, hatte er gelacht. Offenbar hatte er ihre Gesellschaft sehr genossen. Alle sahen erleichtert aus. Nun hatten sie zumindest das. Dann erschien noch Kirby im Saal: „Könnt ihr uns mal tragen helfen?“ Da merkten alle, was für einen Hunger sie hatten. Und was sie alles hochtrugen: Platten, mit den unterschiedlichsten Käse und Fleischsorten, Obstteller, Kuchen, Häppchen, Sushi, Salate und Hühnchen. Keiner wusste, wer das alles essen sollte. Nun war alles perfekt, in zehn Minuten würde das neue Jahr beginnen. Nur eines fehlte:
Wo waren die Gäste?

Zelda stand auf einem Parkplatz einer Raststätte, als ein Handy klingelte. Während sie den Anruf annahm, fragte eine Stimme: „Wo seid ihr?“ „Peach??“, fragte sie. „Ja?“, kam es von der anderen Seite des Hörers zurück. „Nun, die Autobahn ist komplett dicht, wir stehen gerade auf einer Raststätte...“ „Wer ist dran!?“, quengelte T-L lautstark. „Peach“, warf Zelda ihm zu. „Peach?“, wiederholte der kleine Link. Die große Version kam gerade angelaufen. „Ich glaube, wir schaffen es nicht mehr ganz... Himmel, ist mir kalt“, fluchte Zelda zum Schluss. „Drinnen ist alles übervoll.“ Link schüttelte den Kopf. Zu gerne hätte er für seine Freundin einen warmen Platz gefunden, jenseits des Autos.
„Da trifft mich doch ein Mario!“, hörten sie eine Stimme. „Beschreie es nicht!“, zischte eine leisere Stimme. „Was ist denn mit Luigi?“, wollte eine andere Stimme wissen. Und dann kamen sie. Captain Falcons Omnibusgruppe. Sie kamen in voller Zahl angerückt. „Hallo!“, kam es von allen Seiten. „Zelda?“, fragte Peach aus dem Hörer heraus. „Was ist da los?“ „Die Anderen sind da!“, berichtete Zelda. „Wer ist da?“, fragte Sonic. „Es ist Peach.“, erzählte Toon-Link stolz.
„Peach!?“ Captain Falcon ging auf Zelda zu und nahm ihr das Handy ab. „Hier der Captain. Tut mir echt leid, aber wir schaffen es nicht. Wir stecken seit heute Nachmittag im Stau. Wir haben hier gegessen und werden dann wohl Landstraße fahren, aber Mitternacht sind wir hundertpro nicht da.“
„Das viele Essen!“, hörte man jemanden, vielleicht Kirby, aus dem Telefon jammern. Wahrscheinlich hatte Peach den Lautsprecher eingeschalten. Es wurde laut geredet und gejammert. „Wir könnten höchstens über das Telefon feiern“, schlug Red, der Pokemontrainer, leise vor. Nur Link konnte es hören und drehte sich sofort um.
Doch weder Red noch Link waren Leute, die gern im Mittelpunkt standen und in der Menge das Wort erhoben. Sie beide blickten sich stumm an. Link schüttelte den Kopf. Er würde Reds Aussasge nicht nochmal laut wiederholen. Red warf ihm einen bösen Blick zu, aber sein Kumpel lehnte weiterhin ab. Schließlich gab Red nach und wiederholte seine Aussage erneut, ein ganz kleines bisschen lauter. Schließlich erhörte Bowser Reds Gemurmel. „Wir stoßen über Handy an!“, brüllte er. „JA!“ „Gute Idee!“, kam es von allen Seiten. „Wir brauchen was zum Anstoßen!“, schrie jemand. Captain Falcon ging schnell mit Sonic zu ihrem Omnibus. Er hätte schwören können, er habe eine Flasche in dem Wagen gesehen. Sie wühlte eine Weile in dem kargen Licht des Autos. „Wasser... mit Sprudel...“ sagte Captain Falcon etwas verwirrt. War es kein Wein? Ein paar zerdrückte Pappbecher konnten sie ebenso finden. Während sie zurückrannten, las Sonic mühevoll das Mindest-Haltbarkeitsdatum auf einer der Flaschen. Als er es erkannte, riss er die Augen auf. Es war ein Datum verzeichnet, das über zwei Jahre her war. Konnte Wasser ablaufen? Ach was, dachte er sich, wird schon schief gehen.
Sie teilten die Becher aus und schenkten jedem etwas ein. „Hat wer 'ne Uhr?“, fragte König Dedede. „Ne, die geht 'ne Stunde nach...“, meinte Red leise. Dass sie davon die Uhrzeit trotzdem ablesen konnten, bedachte er wohl nicht. Doch, es war sowieso wieder einmal zu leise. „Noch eine Minute!“, ertönte es aus dem Handy. So standen sie da: die eine Gruppe in einem mühevoll hergerichteten Saal, einige sitzend, mit mühevoll besorgtem Sekt und unter Einsatz ihres Lebens eroberten Gläsern und die anderen auf einem kalten Parkplatz zitternd, mit Plastebechern, die teilweise fest umklammert wurden, da sonst die kleinen Risse und Löcher nachgaben, und seit zwei Jahren abgelaufenem Sprudelwasser. Und sie alle erblickten ein neues, strahlendes, besseres Jahr und verabschiedeten sich von dem alten, bis der Countdown begann und die letzten Sekunden des Jahres zur Vergangenheit wurden...




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Hey, danke dass du dir die Zeit für den kleinen One-Shot genommen hast.  Wenn du Lust hast, kannst du in unsere anderen Geschichten reinlesen oder einen Kommentar abgeben. Darrüber würden wir uns sehr freuen!
Wir wünschen dir auf diesem Wege einen guten Rutsch und ein erfolgreiches neues Jahr 2019.Feier schön und genieße die Zeit.

Liebe Grüße
Acapella Lavandia
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