Venom One-Shot Sammlung

OneshotFreundschaft, Übernatürlich / P18
Venom / Eddie Brock
31.12.2018
31.10.2019
10
53582
5
Alle Kapitel
25 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
 
Das Wichtigste vorweg:
Venom gehört nicht mir!
Alle Rechte gehen an MARVEL und die Produzenten des Filmes!!!

____________________________________________________________________________

Passend zum Jahresende eröffne ich heute meine One-Shot Sammlung.
Alles, was ihr darüber wissen müsst, ist bereits in der Kurzbeschreibung "gesagt" worden.

Den Anfang macht eine Geschichte, die mir sehr spontan eingefallen ist.
Eigentlich wollte ich keine Silvestergeschichte schreiben, aber die Idee dazu ging mir nicht mehr aus dem Kopf und hier ist sie nun.
Ich hoffe sie wird euch gefallen :3

Kurzbeschreibung:
Weihnachten ist vorbei und Silvester steht vor der Tür. Ein Tag, der mit Sicherheit nicht zu Venom's Lieblingstagen gehören wird. Und Eddie versucht alles, um seinen außerirdischen Freund von den lauten Geräuschen, die von draußen her bis in das kleine Apartment vordringen, abzulenken.

Wer Interesse an der vergangenen "Weihnachtsgeschichte" mit den beiden hat, bitteschön: https://www.fanfiktion.de/s/5c20b1c8000231ec1b4b7fbb/1/Venom-Oh-du-schoene-Weihnachtszeit

Und von diesem One-Shot gibt es auch eine etwas längere Version, allerdings nur auf Englisch.
Falls daran jemand Interesse haben sollte: https://www.fanfiction.net/s/13163854/1/Have-a-very-Happy-New-Year

Und nun wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Aber nicht zu wörtlich nehmen, ja?
Da ich heute auch meinen Geburtstag feiern werde, werden wir uns erst 2019 wiedersehen. ;)

Wie immer würde ich mich sehr über Feedback in Form eines Kommentares oder einer Review von euch freuen, denn ich würde gerne wissen wie ihr die Geschichten findet, die ich so schreibe. Vielen Dank.
__________________________________________________________________________________________


Silvesternacht


„Eddie? Eddie! Was passiert hier?? Was war das für ein Geräusch??“

„Hey, ganz ruhig, V. Es ist doch nichts Schlimmes passiert.“

„Es klang wie eine Explosion! Wir mögen diese Geräusche nicht!“

„Das weiß ich doch. Beruhige dich. Das ist normal für den heutigen Tag.“

„Was?? Normal? Warum??“

„Weil heute Silvester ist. Darum.“

„Und an Silvester werfen die Menschen Bomben? Was ist das für ein Tag? Bringen sie sich gegenseitig um?“

Seufzend fuhr Eddie sich mit den Händen durch das Gesicht, nachdem er sich auf sein Bett gesetzt hatte. Manchmal machte sein neuer Mitbewohner ihn einfach fertig…

„Sie bringen sich doch nicht um. An Silvester ist es Brauch Raketen in die Luft zu feuern. Es gibt noch viele andere Dinge. Hauptsache sie sind schön laut.“

„Wir mögen das nicht!“

Wieder ein Seufzen und dieses Mal sah Eddie seinen Freund fast schon mitleidig an, als der sich vor ihm in seine schlangenartige Form manifestierte und ihn anknurrte. Behutsam streckte der junge Mann seine Hand nach ihm aus und streichelte ihm sanft über den Kopf.

„Ich weiß. Dieser Tag wird dir nicht so sehr gefallen, wie Weihnachten.“

Allein die Erinnerungen an das vergangene Weihnachtsfest ließ Eddie grinsen.

Anne und Dan hatten ihn zum Essen eingeladen und da es Venom’s erstes Weihnachtfest gewesen war, hatte er die verschiedenen Bräuche der Menschen nicht wirklich verstanden. Er erinnerte sich noch daran wie Anne Eddie hatte ärgern wollen, indem sie einen Mistelzweig über ihn gehalten hatte. Doch Venom verstand diesen Brauch nicht und was hatte er getan? Er hatte sich den Mistelzweig mit seinen gewaltigen Zähnen geschnappt, ihn mit einem Happs verschlungen und sich danach sogar noch beschwert, dass dieses Ding komisch schmeckte. Selbst Dan hatte sich nicht mehr vor Lachen halten können…

Aber am Ende war es Eddie gewesen, auf dessen Kosten man sich prächtig amüsiert hatte. Gleich, nachdem Anne Venom erklärt hatte was man wirklich machen sollte, wenn man unter einem Mistelzweig stand. Ehe Eddie es sich versah, leckte ihm auch schon eine lange, feuchte Zunge quer übers Gesicht, was dazu führte, dass ihm das Lachen gehörig vergangen war und er beinahe in den Weihnachtsbaum gefallen wäre, als er versucht hatte vor Venom zurückzuweichen. Und Dan, Anne und selbst Venom hatten ausgesehen, als würden sie gleich vor Lachen explodieren.

Doch er war nicht wirklich sauer auf Venom gewesen.

Es war alles nur Spaß unter Freunden und am Ende hatte er eines der schönsten Weihnachtfeste gehabt, die er je erlebt hatte.

Und nun war Silvester und das Jahr neigte sich dem Ende entgegen.

Und wie in jedem Jahr sollte es mit einem großen Knall enden.

Doch dieses Jahr war alles anders. Vor allem, da er nicht mehr alleine war und sein neuer Mitbewohner laute Geräusche so gar nicht mochte. Die Silvesterknaller und Raketen schienen wie pures Gift für ihn zu sein, denn wann immer ein lauter Knall zu ihnen in das kleine Apartment drang, zuckte der Kluntar stark zusammen und fauchte. Eddie wusste, dass laute Geräusche seine Schwäche waren. Genauso wie Feuer. Er erinnerte sich noch sehr gut daran, wie Venom durchgedreht war, nachdem er nur eine kleine Weihnachtskerze hatte anzünden wollen („Feuer! Eddie! Feuer! Es brennt!!“ „Das ist doch nur ne Kerze, man! Kein Grund gleich durchzudrehen!“ „Mach es aus! Mach es aus!!“ „Okay, okay, ich mach es ja schon aus! Meine Güte…“). Nicht auszudenken was heute Nacht geschehen würde…

„Was ist heute Nacht?“

Natürlich musste er wieder einmal in seinen Gedanken lesen. Doch Eddie verübelte ihm dies nicht. Nicht heute…

So gut er eben konnte versuchte er Venom zu erklären was heute Nacht geschehen würde und mit jedem weiteren gesprochenen Wort verfinsterte sich die Miene des Symbionten, bis er die Zähne fletschte und abermals knurrte.

„Ganz ruhig, V. Wir werden heute Nacht zu Hause bleiben. Die Fenster dürften den meisten Lärm abschirmen. Du wirst kaum etwas hören. Ich zieh auch die Vorhänge vor das Fenster, damit du nichts sehen kannst.“

„Aber, Eddie…du wolltest es sehen.“

„Was wollte ich sehen?“

„Dieses…Feuerwerk? Das wolltest du dir doch ansehen. Ich habe es in deinen Gedanken gelesen.“

„Ach, das ist schon okay. Ich muss es mir nicht ansehen. Ich weiß doch, dass du das nicht magst. Wir können es uns ja heute Nacht zusammen im Fernsehen ansehen, wenn du willst. So ist es auch nicht zu laut für dich.“

Kurz herrschte Schweigen zwischen den beiden Freunden und Venom schien über etwas nachzudenken.

„Du kannst auch ohne mich dorthin gehen, Eddie. Ich kann hier bleiben.“

„Du brauchst einen Wirt um zu überleben, oder etwa nicht?“

„Ja, aber ich kann auch für eine bestimmte Zeit ohne einen Wirt überleben, wenn du mir vorher etwas zu Essen gibst.“

Kurz schien Eddie darüber nachzudenken, doch als er in diese großen, weißen Augen blickte und sah, dass Venom die ganze Sache nicht behagte und als er erneut zusammenzuckte, als irgend so ein Idiot eine weitere Rakete abfeuerte, seufzte er abermals, als er eine Entscheidung getroffen hatte. Er ließ sich mit dem Rücken voran auf sein Bett fallen und Venom folgte seiner Bewegung und legte seinen Kopf auf seiner Brust ab und schnurrte leise, als Eddie ihn sanft an der Seite seines Kopfes kraulte, um ihn zu beruhigen.

„Ist schon okay. Ich werde hier bleiben.“

„Das musst du nicht.“

„Ich will es aber. Ich lasse dich nicht alleine. Wir bleiben zu Hause und feiern unsere eigene, kleine Silvesterparty. Ohne diese lauten Geräusche…und ohne Feuer…“

Fast hätte er gegrinst, als sich Bilder in seinen Kopf schlichen, die er so eigentlich nicht hatte sehen wollen. Bilder von ihm, wie er eine harmlose Wunderkerze anzündete und Bilder von Venom und wie der in schiere Panik geriet. Klar, der große, böse menschenfressende Außerirdische hatte vor so banalen Dingen Angst…

„Ich habe keine Angst!“

„Das habe ich auch nicht gesagt.“

„Du hast es aber gedacht!“

Ein kleines Grinsen umspielte die Lippen des Journalisten.

„Hmm, vielleicht habe ich das ja wirklich…Parasit!“

„Eddie!!“

Venom knurrte und fauchte ihm ins Gesicht, als Eddie seine Augen öffnete und ihn immer noch frech angrinste.

„Du machst mir keine Angst, du Parasit!“

Er legte es heute wirklich drauf an…

Er hatte aber in der Tat keine Angst mehr vor Venom, da er wusste, dass er ihm nichts antun würde. Auch dann nicht, wenn er das böse P-Wort in den Mund nahm, nur, um ihn ein wenig zu ärgern. Venom war nicht Riot, richtig? Er wollte sich gar nicht vorstellen was passiert wäre, hätte sich Riot mit ihm verbunden…oder irgendein anderer Symbiont, der ähnlich wie Riot gewesen wäre. Irgendwie hatte er schon Mitleid mit Drake, wenn er jetzt so darüber nachdachte.

Wie gut, dass Venom anders war…

„Sei dir da nicht so sicher, Eddie!“

Kurz blinzelte er, bevor er Venom ins Gesicht blickte und ihm gefiel nicht, was er da sah, denn der Kluntar hatte sich in seine humanoide Form manifestiert und beugte sich gerade knurrend über ihn. Seine Krallen rammten sich zu je einer Seite von Eddie’s Kopf in die Laken und dem Menschen schauderte es nun doch, als er sich diese scharfen Klauen und diese langen, scharfen Reißzähne so ansah, die immer näher und näher kamen.

„Willst du herausfinden was Riot getan hätte, wenn du ihn bei diesem Namen genannt hättest?“

Wenn er ehrlich war, wollte er das nicht unbedingt herausfinden, aber da war etwas in Venom’s Stimme, was ihm sagte, dass er ihm nichts antun würde, dass er ihn nur ärgerte und Eddie war nicht der Typ, der so schnell aufgab. Oh nein. Daher grinste er nur und schenkte seinem Freund einen herausfordernden Blick.

„Ich habe keine Angst vor dir. Und ich hätte auch keine Angst vor Riot gehabt.“

Okay, das Letzte war vielleicht etwas sehr weit hergeholt, denn wenn er ehrlich war, so hätte er verdammt viel Angst vor Riot gehabt, hätte der sich mit ihm verbunden. Bei Venom war es ja anfangs nicht anders gewesen.

„Lügner!“ knurrte Venom und Eddie knurrte zurück, was den Kluntar so sehr überraschte, dass er ihn mit schief gelegtem Kopf und nun völlig konfus ansah. Und der Journalist konnte sein Lachen nicht mehr zurückhalten.

„Besser ein Lügner, als ein Feigling wie du, huh?“ neckte Eddie ihn, als er sah, wie Venom unter einem erneuten Knall, der von draußen kam, zusammenzuckte. Und es war in dem Moment, in dem sein außerirdischer Mitbewohner so tief und bedrohlich knurrte, in dem er wusste, dass er einen schrecklichen Fehler begangen hatte.

„Dafür wirst du bezahlen!“

Eddie versuchte noch wegzukriechen, doch er wusste, dass all seine Versuche zu entkommen sinnlos waren, denn Venom war mit ihm verbunden und er würde es nicht schaffen vor ihm zu fliehen; egal was er versuchte.

Venom stürzte sich wie das hungrige Raubtier auf ihn, welches er war und er versuchte Eddie auf dem Bett zu halten, doch der Mensch wehrte sich nach Leibeskräften, wand sich unter ihm, trat nach ihm, drückte ihm die Hände gegen die starke Brust und versuchte ihn von sich zu drücken und dabei hatte er das breiteste Grinsen auf seinem Gesicht, welches Venom je gesehen hatte und er konnte nicht anders, als selber zu grinsen.

Er war nicht wirklich wütend auf Eddie, da er wusste, dass der ihn nur ärgerte und versuchte ein wenig von dem Geräusch der explodierenden Silvesterknaller abzulenken und es funktionierte auch, denn Venom hatte jetzt nur ein Ziel vor Augen und das war Eddie’s Bauch, da er ihm angedroht hatte seine Eingeweide zu verschlingen, als Strafe dafür, dass er ihn einen Parasiten und einen Feigling genannt hatte. Denn es wäre genau das gewesen, was auch Riot mit seinem Wirt gemacht hätte, hätte der es gewagt ihn so sehr zu beleidigen.

Doch Venom war nicht wie Riot und Eddie wusste, dass er vor ihm nichts zu befürchten hatte und so fügte er sich einfach in sein Schicksal, als er spürte, wie sich einige kleine Tentakel um seine Handgelenke wanden und seine Hände neben seinem Kopf auf das Bett drückten und sie festhielten. Ein paar weitere zogen ihm das Shirt bis unter die Brust hoch und hielten es fest, damit es nicht gleich wieder herunterrutschte.

„Oh Scheiße! Nein! Nein! Nein! Venom! NICHT!“

Das letzte Wort endete in einem lauten und recht unmännlichen Quietschen, als Venom sein Ziel erreicht hatte und seine Zähne vorsichtig in Eddie’s Bauch grub. Nicht tief genug, um seine Haut zu verletzen, aber tief genug um ihn zu kitzeln und es dauerte nicht lange, bis Eddie wie wild um sich trat, den Kopf zurückwarf und so laut lachte, dass selbst die lauten Explosionsgeräusche der Silvesterknaller draußen vor dem Fenster übertönt wurden.

„Keine Zähne, man! Keine Zähne!!“ lachte der Mensch und er versuchte sich zu befreien, doch die Tentakel hielten ihn fest an Ort und Stelle und würden ihn so schnell nicht wieder freigeben.

Alles, was Eddie daraufhin als Antwort bekam, war ein dunkles Lachen, welches seinen Kopf erfüllte und mächtige Hände, die seine Seiten umfassten um seinen Körper stillzuhalten, sodass er sich nicht selbst verletzten konnte, indem er sich wie wild wand und sich in Folge dessen doch noch die Zähne in sein Fleisch gruben. Das wollte Venom auf gar keinen Fall. Er würde Eddie niemals verletzen, denn er war nicht wie die anderen seiner Art, die ihren Wirt versklavten und ihn ausnutzten und ihn am Ende bei lebendigem Leibe und von innen heraus auffraßen, wenn er ihnen nichts mehr nützte. Und er würde auch niemals so sein wie sie!

Eddie war so viel mehr als nur ein Wirt für ihn. Er war ein guter Freund. Der einzige, den er jemals gehabt hatte und er wollte dieses Geschenk nicht zerstören, indem er ihn verletzte; ob nun mit Absicht oder aus Versehen.

Nein! Er würde dieses Geschenk behüten und darauf aufpassen.

Selbst, wenn es hieß, dass er sich für Eddie opfern musste.

Er hatte es einmal getan und gerade noch so überlebt und er würde es wieder tun, wenn er es musste!

Genauso, wie Eddie ihn beschützte und sich um ihn kümmerte.

So, wie heute, wo er sicher gehen wollte, dass die lauten Geräusche der bevorstehenden Silvesternacht ihm nichts anhaben konnten, indem er ihn von dem ablenkte, was außerhalb des Apartments geschah. Auch, wenn das hieße, dass Eddie selbst in diesem kleinen, spielerischen „Kampf“ mal wieder den Kürzeren zog. Wenn es Venom ablenkte und er keine Angst mehr hatte, dann war es ihm das auch wert.  
Und Venom wusste diese Geste sehr zu schätzen.

Denn das war es, was ihre Freundschaft einzigartig und vollständig machte.

Und er würde jeden töten, der es auch nur wagte diese Freundschaft zerstören zu wollen!

Seine Freundschaft zu Eddie, würde für den Rest seines Lebens halten.

Denn dafür würde er höchstpersönlich sorgen…

Ende
Review schreiben